Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit der Wortbildung im Deutschen und im Arabischen bzw. im Marokkanischen unter besonderer Berücksichtigung des Bereiches der Verben der Sinneswahrnehmung und der von diesen Verben abgeleiteten Substantive.
Stufenweise wird die kontrastive Analyse in einer aufbauenden Untersuchung für eine große Wortschatzstrecke durchführen, d.h., es werden einige deutschen Verben der Sinneswahrnehmung untersucht und analysiert. Zuerst wird der Korpus erstellt und dann ausführlich dokumentiert.
Der detaillierte Nachweis, der von uns übersetzten Sätze, insbesondere des unterschiedlichen Aufbaus von Wortschatzfeldern, die von verschiedenen Affixen begleitet werden, wird als Ergebnis dargestellt und leistet einen wichtigen Beitrag zur kontrastiven aber auch typologischen Forschung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wortbildung
2.1. Zur Definition der Wortbildung
3. Ursache für die Wortbildung
4. Transkription
4.1. Zeichenerklärung
4.2. Die Konsonanten
4.3. Die Vokale
5. Zum Deutschen
5.1. Gegenstand der Wortbildung
5.1.1. Morpheme
5.1.2. Freie und gebundene Morpheme
6. Überblick über die Wurzeln und Grundformen des Arabischen
6.1. Rolle der Verbalstämme bei der Bildung von Wörtern
6.1.1. Verbalstämme im MA.
7. Flexion und Überblick über die Zusammensetzung im Dt.
7.1. Flexion im Dt.
7.2. Ableitungssuffixe und Flexionssuffixe
7.3. Kurzer Überblick über die Zusammensetzung
7.4. Ableitungen
7.4.1. Präfixbildung
7.4.2. Suffixbildung
8. Flexion im Ar.
8.1. Perfekt und Imperfekt (Affixe)
9. Darstellung von einigen Verben der Sinneswahrnehmungen
10. Analyse des Verbmuster „sehen“
11. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Wortbildung im Deutschen, Arabischen und Marokkanischen kontrastiv zu analysieren, wobei der Schwerpunkt auf den Verben der Sinneswahrnehmung und den von ihnen abgeleiteten Substantiven liegt, um morphologische Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Hinblick auf die assoziative Gedächtnisstruktur aufzuzeigen.
- Kontrastive Analyse der Nominalbildung im Deutschen und Arabischen
- Untersuchung von Verben der Sinneswahrnehmung
- Rolle der Verbalstämme bei der Wortbildung im Arabischen
- Analyse morphologischer Bildungsweisen wie Komposition und Derivation
- Vergleichende Darstellung der Sprachstrukturen für den Fremdsprachunterricht
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Jede Sprache braucht ständig neue Wörter. Diese Wörter sind aus Morphemen gebildet, und können nach bestimmten Regeln zu neuen Wörtern verbunden werden. Häufig kann aber auch beobachtet werden, daß neue Wörter aus den Stammwörtern abgeleitet werden. Diese Erscheinung nennen wir "Wortbildung".
Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit der Wortbildung im Deutschen (Dt.) und im Arabischen (Ar.) bzw. im Marokkanischen (MA) unter besonderer Berücksichtigung des Bereiches der Verben der Sinneswahrnehmung und der von diesen Verben abgeleiteten Substantive.
Stufenweise wird die kontrastive Analyse in einer aufbauenden Untersuchung für eine große Wortschatzstrecke durchführen, d.h., es wird einige deutschen Verben der Sinneswahrnehmung untersucht und analysiert, wie sehen ----- šhd(د ه ش ); beobachten----- lHẓ(ظ ح ل ); erblicken ----nẓR (ر ظ ن ) usw.. Zuerst wird der Korpus erstellt und dann ausführlich dokumentiert.
Der detaillierte Nachweis, der von uns übersetzten Sätze, insbesondere des unterschiedlichen Aufbaus von Wortschatzfeldern, die von verschiedenen Affixen begleitet werden, wird als Ergebnis dargestellt und leistet einen wichtigen Beitrag zur kontrastiven aber auch typologischen Forschung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die kontrastive Untersuchung der Wortbildung zwischen dem Deutschen und dem Arabischen bzw. Marokkanischen ein, mit Fokus auf Verben der Sinneswahrnehmung.
2. Wortbildung: Hier werden theoretische Grundlagen der Wortbildung definiert, insbesondere im Hinblick auf die Produktion von Zeichenkombinationen und ihre Beziehung zur Syntax.
3. Ursache für die Wortbildung: Das Kapitel beleuchtet verschiedene Gründe für die Entstehung neuer Wörter, unterteilt in objektive, subjektive und sprachstrukturelle Ursachen.
4. Transkription: Es werden die für die Arbeit notwendigen Symbole sowie die Umschriften der Konsonanten und Vokale des Arabischen festgelegt.
5. Zum Deutschen: Dieser Abschnitt behandelt die Grundlagen der deutschen Wortbildung, insbesondere die Definition und Einteilung von Morphemen.
6. Überblick über die Wurzeln und Grundformen des Arabischen: Das Kapitel beschreibt das semitische Wurzelsystem und die Rolle der Verbalstämme bei der Bildung arabischer Wörter.
7. Flexion und Überblick über die Zusammensetzung im Dt.: Hier werden die deutsche Flexion, die Funktionen von Affixen sowie die Prinzipien der Wortzusammensetzung (Komposition und Ableitung) erläutert.
8. Flexion im Ar.: Das Kapitel erklärt die Suffix- und Präfixkonjugation im Arabischen anhand von Perfekt und Imperfekt.
9. Darstellung von einigen Verben der Sinneswahrnehmungen: Hier werden deutsche Wahrnehmungsverben aufgelistet und das methodische Vorgehen für die Analyse der Sätze und Valenzen definiert.
10. Analyse des Verbmuster „sehen“: Dieses Kapitel vergleicht konkret das deutsche Verb „sehen“ mit entsprechenden arabischen Wurzeln und deren Derivationen.
11. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse über die kontrastiven Unterschiede in der morphologischen Struktur und deren Bedeutung für den Sprachunterricht.
Schlüsselwörter
Wortbildung, Kontrastive Linguistik, Deutsch, Arabisch, Marokkanisch, Wahrnehmungsverben, Morpheme, Verbalstämme, Komposition, Derivation, Nominalbildung, Sprachstruktur, Semantik, Valenz, Fremdsprachunterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht kontrastiv die Wortbildungsprozesse im Deutschen, Arabischen und Marokkanischen, wobei der Fokus auf Verben der Sinneswahrnehmung und deren nominalen Ableitungen liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die morphologische Struktur von Sprachen, die Systematik von Verbalstämmen im Arabischen, die deutsche Wortbildungslehre sowie der Vergleich von Wahrnehmungsverben.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Klassifizierung morphologischer Unterschiede zwischen den genannten Sprachen, um insbesondere für den Fremdsprachunterricht ein besseres Verständnis für die assoziativen Gedächtnisstrukturen zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine kontrastive Analyse angewendet, bei der stufenweise Wortschatzstrecken und Sätze im Deutschen und Arabischen bzw. Marokkanischen gegenübergestellt und dokumentiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil deckt theoretische Grundlagen zur Wortbildung, die Analyse der arabischen Wurzelsysteme, die deutsche Flexion und Ableitungsmuster sowie eine detaillierte Gegenüberstellung des Verbs „sehen“ ab.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Wortbildung, Kontrastive Linguistik, Wahrnehmungsverben, Morpheme, Verbalstämme, Komposition, Derivation und Nominalbildung.
Wie unterscheidet sich die Wortbildung im Marokkanisch-Arabischen vom Standardarabischen?
Die Arbeit stellt fest, dass im Marokkanischen die Anzahl der produktiven Verbalstämme im Vergleich zum Standardarabischen reduziert ist und viele Formen als Varianten oder lexikalisierte Einheiten auftreten.
Welche Bedeutung hat das Verb „sehen“ in der Analyse?
Das Verb „sehen“ dient als konkretes Fallbeispiel, um die unterschiedlichen morphologischen Ableitungsmuster, die semantische Valenz und die Übersetzungsmöglichkeiten zwischen dem Deutschen und den arabischen Sprachformen aufzuzeigen.
- Quote paper
- Hamid Baalla (Author), 2016, Untersuchung der Nominalbildung im Deutschen und im Arabischen bzw. im Marokkanischen. Das Verb „sehen“ als Sinneswahrnehmungsverb, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/335859