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Wahnsinn in der fantastischen Literatur. Exemplarische Untersuchung von Maupassants Erzählungen "Le Horla" und "Qui sait?"

Titel: Wahnsinn in der fantastischen Literatur. Exemplarische Untersuchung von Maupassants Erzählungen "Le Horla" und "Qui sait?"

Hausarbeit , 2013 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Französische Philologie - Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Wahnsinns in der fantastischen Literatur und konzentriert sich dabei auf die beiden Werke „Le Horla“ und „Qui sait?“ von Guy de Maupassant.

In Anbetracht dieses Themas spielt auch die Biographie des Autors eine Rolle, da er unter einer erblichen Nervenkrankheit litt und sich zusätzlich zwischen 1870 und 1876 mit Syphilis ansteckte, was später in fürchterlichen Qualen in Form von Migräneanfällen, Augen- und Magenschmerzen, Paralyse und geistigem Verfall endete. Um sein Leiden zu vermindern, nimmt er außerdem viele Medikamente und Drogen und wird letzten Endes paranoid und Opfer zahlreicher Halluzinationen. Man darf jedoch nicht den Fehler begehen und seine fantastischen Erzählungen als Episoden seiner Krankheitsgeschichte deuten, sondern vielmehr bot es ihm die Möglichkeit, seine qualvollen Lebenserfahrungen kunstvoll zu verpacken.

Um zu klären, inwiefern der Wahnsinn in beiden Werken zugegen ist und ob dessen Präsenz eine Auflösung des Fantastischen in das Unheimliche erlaubt, sollen im ersten Teil dieser Arbeit zwei unterschiedliche Definitionen für das Fantastische aufgeführt werden. Die erste Interpretation basiert auf der von Maupassant verfassten Chronik „Le Fantastique“, wohingegen das Werk „Introduction à la littérature fantastique“ von Tzvetan Todorov die Grundlage für die zweite Deutung ist.

Im Anschluss wird zuerst „Le Horla“ und danach Maupassants letzte fantastische Erzählung „Qui sait?“ auf die Rolle des Wahnsinns untersucht. Bei „Le Horla“ liegt der Fokus unter anderem auf der allmählich wachsenden Vermischung von Realität und Übernatürlichem, den Experimenten der Hauptfigur oder der zunehmenden Konkretisierung des übernatürlichen Wesens. Die Interpretation von „Qui sait?“ hingegen konzentriert sich intensiver auf die Darstellung der Hauptfigur, das zentrale übernatürliche Ereignis an sich, sowie den geistigen Zustand des Erzählers gegen Ende der Geschichte. In einem letzten Schritt werden sämtliche gewonnene Ergebnisse in einem Résumé zusammengetragen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien des Fantastischen

2.1 Maupassant – Le Fantastique

2.2 Todorov – Introduction à la littérature fantastique

3. Der Wahnsinn in fantastischen Erzählungen

3.1 Le Horla

3.2 Qui sait?

4. Résumé

5. Bibliografie

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Wahnsinns in den fantastischen Erzählungen "Le Horla" und "Qui sait?" von Guy de Maupassant. Dabei wird analysiert, inwiefern die psychische Verfassung der Protagonisten eine Auflösung des Fantastischen in das Unheimliche bewirkt und wie Maupassant seine eigenen Lebenserfahrungen in diese Erzählungen einfließen lässt.

  • Analyse des Wahnsinns als zentrales Motiv in Maupassants Werk.
  • Gegenüberstellung theoretischer Definitionen des Fantastischen (Maupassant und Todorov).
  • Untersuchung der Erzählperspektive und deren Einfluss auf die Glaubwürdigkeit.
  • Interpretation der Vermischung von Realität und Übernatürlichem.
  • Beleuchtung der biographischen Hintergründe des Autors im literarischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

3.1 Le Horla

Zu Beginn der Geschichte empfängt Doktor Marrande Kollegen und Naturwissenschaftler, um ihnen einen Patienten vorzuführen, der rückblickend seine ängstigenden Erfahrungen als Ich-Erzähler preisgibt. Es handelt sich um einen wohlhabenden Mann, der anfangs nur unter einem merkwürdigen Unbehagen und Schlaflosigkeit litt, doch bald kamen verstörende Träume und Gewichtsverlust hinzu. Eines Nachts bemerkte er, wie der Inhalt seiner Wasserkaraffe verschwand und selbiges fand in den Folgenächten statt. Trotz mehreren Experimenten gelang es ihm nicht, den Ursprung hierfür zu finden. Außerdem beobachtete er, wie der Stängel einer Rose brach und diese wie von Geisterhand durch die Luft schwebte. Von nun an war der Patient endgültig überzeugt, dass ein unsichtbares Wesen, welches er Horla benannte, der Grund allen Übels sein muss. Es kam zu weiteren merkwürdigen Vorfällen, doch als sich der Patient eines Tages für einen Moment nicht im Spiegel erkannte, glaubte er zu wissen, dass sich der Horla zwischen ihm und dem Spiegel befand, woraufhin er umgehend die Heilanstalt aufsuchte. Schließlich schlussfolgert der Patient, dass es sich um ein neuartiges Wesen handelt, das die menschliche Rasse ablösen wird und untermauert diese Prophezeiung mit einem Zeitungsartikel, der ähnliches aus Sao Paolo berichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Wahnsinns in Maupassants Erzählungen ein und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Theorien des Fantastischen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen durch die Definitionen von Maupassant und Todorov erarbeitet, um das Genre des Fantastischen abzugrenzen.

3. Der Wahnsinn in fantastischen Erzählungen: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und analysiert detailliert die Erzählungen "Le Horla" und "Qui sait?" im Hinblick auf das Motiv des Wahnsinns.

4. Résumé: Das Résumé fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt die Bedeutung des Wahnsinns für die fantastische Wirkung der Werke.

5. Bibliografie: Dieses Verzeichnis listet sämtliche für die Arbeit herangezogene Literatur und Quellen auf.

Schlüsselwörter

Guy de Maupassant, Le Horla, Qui sait?, Wahnsinn, Fantastik, Todorov, Unheimliches, Literaturanalyse, Halluzination, Erzählperspektive, Übernatürliches, Psychologie, Realität, Erzähltheorie, Krankheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Funktion und Darstellung des Wahnsinns in zwei ausgewählten fantastischen Erzählungen von Guy de Maupassant.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Abgrenzung des Fantastischen vom Unheimlichen, die Rolle der psychischen Verfassung des Erzählers und die Wahrnehmung des Übernatürlichen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, ob die Präsenz von Wahnsinn in den Erzählungen dazu führt, dass das Fantastische als rein unheimlich interpretiert werden kann, und welche Rolle dies für das Genre spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die auf den theoretischen Modellen von Guy de Maupassant selbst sowie von Tzvetan Todorov basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung der Werke "Le Horla" und "Qui sait?", insbesondere der Analyse der Handlung, der Erzählerfigur und der auftretenden mysteriösen Ereignisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Fantastik, Wahnsinn, Le Horla, Qui sait?, Unheimliches, Halluzination und Erzählperspektive.

Wie unterscheidet sich die "Auflösung" in den beiden Werken?

Während "Le Horla" eine schleichende Vermischung von Realität und Wahn zeigt, findet in "Qui sait?" eine eher schlagartige Entfremdung der Wirklichkeit statt, die den Protagonisten in die Isolation treibt.

Welchen Stellenwert nimmt die Heilanstalt als Erzählsituation ein?

Der Aufenthalt in der Heilanstalt dient als Rahmenhandlung, die den Leser von Beginn an dazu verleitet, die Glaubwürdigkeit des Erzählers zu hinterfragen und die Ereignisse eher als psychische Störung zu deuten.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wahnsinn in der fantastischen Literatur. Exemplarische Untersuchung von Maupassants Erzählungen "Le Horla" und "Qui sait?"
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Romanische Sprachen und Literaturen)
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V319014
ISBN (eBook)
9783668181601
ISBN (Buch)
9783668181618
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wahnsinn literatur exemplarische untersuchung maupassants erzählungen horla
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2013, Wahnsinn in der fantastischen Literatur. Exemplarische Untersuchung von Maupassants Erzählungen "Le Horla" und "Qui sait?", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/319014
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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