In der Gesellschaft wird häufig über die Geschlechterverhältnisse diskutiert. Der Wandel der Geschlechterverhältnisse ist eine wichtige Entwicklung in den modernen Gesellschaften. Sie sind sehr komplex und widersprüchlich.
Es hat sich zwischen Frauen und Männern vieles geändert, wie z. B die Rollenverteilung in der Familie, oder die Erwerbsarbeit der Frau, die darauf hinweisen, dass die Geschlechterverhältnisse sich verändert haben und die Grenzen zwischen den Geschlechtern brechen. Studien zeigen, dass Frauen und Männer die Geschlechterdifferenz für unbedeutend halten. Sie unterscheiden sich kaum, angesichts der Rollenverteilung und Erwerbsarbeit. In der Familienorientierung, der Berufsorientierung und den Lebensentwürfen, stimmen die Vorstellungen zwischen den beiden Geschlechtern überein.
In der folgenden Hausarbeit werden Geschlechterverhältnisse im sozialen Wandel untersucht. Insbesondere die Situation der Geschlechterverhältnisse in der Familie und auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland. Die Hauptfrage lautet: Was hat sich verändert, was ist wie früher?
Ziel dieser Arbeit ist es, trotz Modernisierung der Gesellschaft, die Ursachen für ungleiche Geschlechterverhältnisse zu überprüfen. Im ersten Teil der Arbeit wird der Begriff Geschlecht definiert. Im Hauptteil werden Geschlechterverhältnisse am Arbeitsmarkt und in der Familie untersucht. Abschließend wird über Geschlechterperspektiven und über Wege zur Gleichstellung diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition von Geschlecht
3. Geschlechterverhältnisse am Arbeitsmarkt
3.1 Geschlechterverhältnisse in der Familie
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den sozialen Wandel der Geschlechterverhältnisse in Deutschland mit einem besonderen Fokus auf die Situation in der Familie und auf dem Arbeitsmarkt, um trotz der gesellschaftlichen Modernisierung die Ursachen für weiterhin bestehende Ungleichheiten zu analysieren.
- Historischer Wandel der Geschlechterrollen
- Differenzierung zwischen biologischem (sex) und sozialem (gender) Geschlecht
- Geschlechtsspezifische Segregation und Einkommensunterschiede am Arbeitsmarkt
- Einflussfaktoren auf die Arbeitsteilung innerhalb von Familien
- Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Auszug aus dem Buch
3. Geschlechterverhältnisse am Arbeitsmarkt
In Deutschland ist die Gesellschaft durch einen sozialen Wandel geprägt. Die Umstrukturierung der Erwerbsarbeit, und wandelnde Geschlechterverhältnisse sind zentrale Prozesse dieses Wandelns. Historisch gesehen, hat sich zwischen Frauen und Männer vieles geändert. Früher waren Frauen meistens nur für die Familienarbeit zuständig, die Männer dagegen hatten die Rolle des Familienernährers. Die Geschlechterverhältnisse sind heute im Umbruch. Die traditionelle Rolle des Vaters als Familienoberhaupt und Familienernährer, hat an Bedeutung verloren. Seit 1960er Jahren nahm die Bildungsbeteiligung der Frauen enorm zu. Viele Frauen zielen auf gleichen Arbeitsmöglichkeiten wie Männer (vgl. Ruth Becker, Beate kortendieck (Hrsg.), 2010, S. 223). In den letzten 50 Jahren verdoppelte sich die Frauen Erwerbsquote von 25% auf 50% (vgl. Statistisches Bundesamt 2002, S. 89, in Ruth Becker, Beate kortendieck (Hrsg.), 2010, S.483). Dadurch sind die Frauen unabhängig von den Männern geworden und haben sich emanzipiert. Ein wachsendes Interesse an Frauen am Arbeitsmarkt und eine gute Qualifizierung der Frauen hat die Selbstständigkeit der Frau gefördert (vgl. Rüdiger Peuckert, 2008, S. 227). Auch in der Politik ist der Frauenanteil von 1949 bis 2009, von 6,8% auf 32,8% gestiegen (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung, http://www.bpb.de/gesellschaft/gender/frauen-in-deutschland/49418/frauenanteil-im deutschen-bundestag). Die Bildung von Frauen, der gesellschaftliche Wertewandel, das Eherechtsreformgesetz von 1976 und die Notwendigkeit der Erwerbsarbeit nachzugehen, sind wesentliche Faktoren, die den Frauen ermöglicht haben ein eigenes Leben zu planen und einen Beruf zu erlernen (vgl. in Ruth Becker, Beate kortendieck (Hrsg.), 2010, S. 489).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Wandel der Geschlechterverhältnisse in modernen Gesellschaften und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen für die weiterhin bestehenden Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Familie und Beruf.
2. Definition von Geschlecht: Es werden die biologische (sex) und die soziologische (gender) Dimension des Geschlechtsbegriffs analysiert und als soziale Konstruktion bzw. Ergebnis sozialer Prozesse dargestellt.
3. Geschlechterverhältnisse am Arbeitsmarkt: Das Kapitel untersucht die historische Veränderung der Erwerbsbeteiligung von Frauen, beleuchtet jedoch auch die fortbestehende geschlechtsspezifische Segregation und die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern.
3.1 Geschlechterverhältnisse in der Familie: Hier wird der Wandel der häuslichen Arbeitsteilung betrachtet und aufgezeigt, dass trotz egalitärer Einstellungen nach wie vor eine traditionelle, hierarchische Aufgabenverteilung dominiert.
4. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass trotz des Wandels zum "modifizierten Ernährermodell" weiterhin strukturelle Ungleichheiten bestehen, die durch die Hausfrauenrolle und gesellschaftliche Stereotypen verfestigt werden.
Schlüsselwörter
Geschlechterverhältnisse, sozialer Wandel, Geschlechterrollen, Gender, Sex, Arbeitsmarkt, Erwerbsarbeit, Familienarbeit, Geschlechtersegregation, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Lohngerechtigkeit, Hausfrauenrolle, Sozialisation, Gleichstellung, Zweigeschlechtlichkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit dem sozialen Wandel der Geschlechterverhältnisse in Deutschland und untersucht, inwiefern sich die Rollen von Frauen und Männern in Familie und Beruf verändert haben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder sind die soziologische Definition von Geschlecht (Sex/Gender), die Situation von Frauen am Arbeitsmarkt sowie die Verteilung der Familienarbeit zwischen den Geschlechtern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, trotz der gesellschaftlichen Modernisierung und formalen Gleichstellung die Ursachen für die fortbestehende ungleiche Verteilung von Chancen und Aufgaben zwischen Frauen und Männern zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer Fachquellen und der Auswertung statistischer Daten zur Erwerbs- und Familienarbeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung von Geschlecht, eine Untersuchung der Arbeitsmarktsituation sowie eine detaillierte Analyse der häuslichen Arbeitsteilung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Geschlechterrollen, soziale Konstruktion von Geschlecht, Arbeitsmarktsegregation und Vereinbarkeit von Familie und Beruf definieren.
Warum existiert trotz höherer Bildung von Frauen weiterhin eine Lohnlücke?
Die Autorin führt dies auf tiefsitzende Stereotypen bei der Auswahl von Führungskräften, das Fluktuationsrisiko durch Kindererziehung sowie die geschlechtsspezifische Sozialisation zurück.
Welchen Einfluss hat das Einkommen auf die Arbeitsteilung in der Familie?
Das individuelle Einkommen fungiert als zentrale Machtressource; der Partner mit dem höheren Einkommen leistet in der Regel weniger Hausarbeit, da er mehr Zeit in die Erwerbsarbeit investiert.
Was versteht die Arbeit unter dem „modifizierten Ernährermodell“?
Es beschreibt einen Wandel, bei dem der Mann zwar weiterhin häufiger der Hauptverdiener ist, aber nicht mehr die alleinige Rolle des traditionellen, autoritären Familienoberhaupts innehat.
- Arbeit zitieren
- Eteri Davitashvili (Autor:in), 2014, Sozialer Wandel und Gender. Geschlechterverhältnisse am Arbeitsmarkt und in der Familie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/313463