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Entstehung des südafrikanischen Rechtsextremismus

Title: Entstehung des südafrikanischen Rechtsextremismus

Term Paper , 2013 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Selina Winkler (Author)

Politics - Region: Africa

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Summary Excerpt Details

Südafrika weist bei näherer Betrachtung der Geschichte seiner Bevölkerung diverse Parallelen zu den zwei großen Auswandererländern Nordamerikas auf. Auch dort ließ sich zunächst nur eine relativ kleine weiße Gruppe von Siedlern in der Umgebung küstennaher Handelsposten nieder.

Erst während der europäischen Wanderungsbewegung im 19. und 20. Jahrhundert wurden die Länder weiterreichend erschlossen. Es lassen sich aber auch grundlegende Unterschiede bei der nationalen Vielschichtigkeit der eingewanderten Gruppen und deren Einfluss auf die spätere Entwicklung der Gesellschaft feststellen. So entstand in den Vereinigten Staaten von Amerika ein multikultureller Schmelztiegel, wohingegen sich in Südafrika und Kanada die weiße, vorwiegend europäischstämmige Bevölkerung in zwei homogene Gruppen auf-spaltete, die sich in Südafrika zusätzlich von den andersfarbigen Einwohnern separierten. Die Entstehung dieser Separation als Spielart des Rechtsextremismus soll im Folgenden näher betrachtet werden.

Die zentrale Fragestellung der Hausarbeit ist, aufgrund welcher Gegebenheiten und unter welchen Einflüssen sich der südafrikanische Rechtsextremismus bis hin zur Apartheid entwickelt hat. Wichtigstes Augenmerk liegt hierbei auf der Herausbildung des burischen Nationalismus, weshalb das Volk der Buren als exklusive Gruppe und deren Nationenbildung im Zusammenhang mit der Abgrenzung von der britischen Kolonialmacht und Ausgrenzung der schwarzen Einheimischen im ersten Teil der Arbeit bearbeitet wird. An-schließend soll die enge Verknüpfung mit dem Kalvinismus näher in Augenschein genommen werden, da dieser die Legitimationsgrundlage für die Rassentrennung lieferte. Die Betrachtung der Rolle der niederländisch-reformierten Kirche bildet dann die Überleitung zum dritten Teil des Textes, in dem die Verschränkung von Politik und Kirche und einige Beispiele für rassistische Gesetzgebung einen partikulären Einblick in die Apartheid als rechtsextremistisches Staatssystem liefern sollen. Zu Ende wird ein zusammenfassendes Fazit die bearbeitete Fragestellung abschließend beantworten.

Die verwendete Materialiensammlung besteht primär aus Monographien zum Thema Rassismus, Apartheid und Zusammenhang zwischen Religion und Rassenfrage, aber auch aus einigen Zeitungsartikeln und den Unterlagen aus dem vorangegangenen Seminar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung des südafrikanischen Rechtsextremismus

2.1 Burischer Nationalismus

2.1.1 Herkunft und Besiedlung

2.1.2 Abgrenzung von den Briten

2.1.3 Ausgrenzung der Dunkelhäutigen

2.2 Christlicher Fundamentalismus

2.2.1 Kalvinistischer Einfluss

2.2.2 Rolle der niederländisch-reformierten Kirche

3. Zuspitzung des südafrikanischen Rechtsextremismus in der Apartheid

3.1 Verschränkung von Politik und Religion

3.2 Rassistische Gesetzgebung

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historischen Gegebenheiten und ideologischen Einflüsse, die zur Entstehung und Zuspitzung des südafrikanischen Rechtsextremismus bis hin zum Apartheid-System geführt haben.

  • Herausbildung des burischen Nationalismus und Identitätsbildung
  • Abgrenzung der Buren von britischen Kolonialherren
  • Rolle des Kalvinismus als Legitimationsgrundlage für Rassentrennung
  • Verschränkung von Politik und Kirche (NGK und NP)
  • Institutionelle Ausgrenzung durch rassistische Gesetzgebung

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Herkunft und Besiedlung

Die heutige Bevölkerungsgruppe der Buren besteht hauptsächlich aus Nachfahren holländischer, deutscher und französischer Auswanderer, die seit 1652 das Kap dauerhaft besiedelten und sich während des 19. Jahrhunderts immer mehr vermischten. Als erste Siedler erreichten die Niederländer das südliche Afrika, um dort einen Stützpunkt der holländischen Ostindien-Kompanie (HOC) zu errichten. Die Südspitze Afrikas sollte der HOC als Handels- und Versorgungslager für ihre Schiffe auf dem Seeweg von Amsterdam nach Indien dienen. Als im 17. Jahrhundert die europäischen Konfessionskriege in Frankreich 1685 in der Aufhebung des Edit de Nantes gipfelten, kamen auch immer mehr Franzosen ans Kap. Das Edit hatte den Calvinisten die gleichen Rechte wie den Katholiken zugesagt, weshalb sein Widerruf zehntausende Glaubensflüchtlinge zum Auswandern zwang. Ungefähr 150 dieser Flüchtigen entschieden sich für ein neues Leben im ohnehin calvinistischen Südafrika. Auch deutsche Emigranten hatten das Kap zum Ziel. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts forderte die einsetzende Industrialisierung einen gesellschaftlichen Umbruch, bei dem nicht alle mitziehen konnten. Bevölkerungswachstum und technischer Fortschritt durch die Erfindung von Dampfmaschine und elektrischem Webstuhl verursachte eine Steigerung der Arbeitslosigkeit, vor allem im Agrarsektor und im Kleinhandwerk.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die zentrale Fragestellung zur Entstehung des Rechtsextremismus in Südafrika und gibt einen Ausblick auf die methodische Vorgehensweise sowie die genutzte Literatur.

2. Entstehung des südafrikanischen Rechtsextremismus: Das Kapitel analysiert die Grundlagen der burischen Identität, den Einfluss des Kalvinismus und die Rolle der niederländisch-reformierten Kirche bei der Abgrenzung von anderen Bevölkerungsgruppen.

3. Zuspitzung des südafrikanischen Rechtsextremismus in der Apartheid: Hier wird die Verschränkung von religiöser Ideologie und politischer Macht sowie die systematische Einführung rassistischer Gesetzgebungen beleuchtet, die das Apartheidregime festigten.

4. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Resultat, dass die Apartheid-Ideologie eine spezifische Form des Nationalismus darstellte, bei der Religion zur Legitimierung politischer und ökonomischer Ausgrenzung missbraucht wurde.

Schlüsselwörter

Südafrika, Buren, Rechtsextremismus, Apartheid, burischer Nationalismus, Kalvinismus, Rassentrennung, Religion, Politik, niederländisch-reformierte Kirche, Kolonialismus, Segregation, Identität, Volkskerk, Ideologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historischen und ideologischen Wurzeln des Rechtsextremismus in Südafrika sowie dessen Entwicklung hin zum institutionellen Apartheid-Staat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernbereichen zählen der burische Nationalismus, die Rolle des Kalvinismus als ideologische Basis, die Verbindung von Religion und Staatsführung sowie die Umsetzung rassistischer Gesetze.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, unter welchen historischen Gegebenheiten und ideologischen Einflüssen sich der südafrikanische Rechtsextremismus bis hin zur Apartheid entwickeln konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Verfasserin stützt sich primär auf eine Analyse von Monographien zum Thema Rassismus und Apartheid, ergänzt durch Zeitungsartikel und Dokumente aus einem vorangegangenen Seminar.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Genese des burischen Nationalismus, die Bedeutung des christlichen Fundamentalismus und die praktische Ausgestaltung der Apartheid durch rassistische Gesetzgebung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe umfassen Buren, Apartheid, Kalvinismus, Rassentrennung, Nationalismus und die Rolle der niederländisch-reformierten Kirche.

Inwiefern hat der Kalvinismus die Apartheid beeinflusst?

Der Kalvinismus lieferte durch die Prädestinationslehre und die Vorstellung, ein von Gott auserwähltes Volk zu sein, eine religiöse Legitimationsgrundlage für die Unterordnung anderer Rassen.

Welche Rolle spielte die niederländisch-reformierte Kirche im politischen System?

Die Kirche fungierte als ideologisches Machtzentrum, das das Apartheidregime religiös als gottgegebene Ordnung legitimierte und Widerstand gegen diese Politik ablehnte.

Wie wurde die Rassentrennung gesetzlich legitimiert?

Durch Gesetze wie den Population Registration Act oder den Group Areas Act wurde die Bevölkerung in rassistische Kategorien eingeteilt und eine strikte räumliche sowie soziale Trennung im Alltag erzwungen.

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Details

Title
Entstehung des südafrikanischen Rechtsextremismus
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Course
Das politische System Südafrikas
Grade
1,3
Author
Selina Winkler (Author)
Publication Year
2013
Pages
15
Catalog Number
V311863
ISBN (eBook)
9783668107779
ISBN (Book)
9783668107786
Language
German
Tags
Südafrika Rechtsextremismus Buren politisches System außereuropäische Region Fundamentalismus politische Religion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Selina Winkler (Author), 2013, Entstehung des südafrikanischen Rechtsextremismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/311863
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