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Die Weimarer Republik. (Un-)geliebte Demokratie? (Geschichte, gymn. Oberstufe)

6 Unterrichtsstunden, Material und Erwartungshorizont

Titel: Die Weimarer Republik. (Un-)geliebte Demokratie? (Geschichte, gymn. Oberstufe)

Unterrichtsentwurf , 2014 , 57 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Laura Baier (Autor:in)

Didaktik - Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Themenkomplex zur Frühphase der Weimarer Republik lässt sich im Hinblick auf die Einordnung in curriculare Vorgaben im Bremer Bildungsplan für die gymnasiale Oberstufe im Fach Geschichte für die Qualifikationsphase unter dem Punkt „Q2 Das Zeitalter der Extreme- Totalitarismus und Demokratie“ einordnen. Dort ist zu lesen: „Im Mittelpunkt steht die Untersuchung der Auseinandersetzungen um den Aufbau neuer gesellschaftlicher und politischer Ordnungen sowie die Tatsache, dass sich nach dem Aufschwung der Demokratie autoritäre und diktatorische Ordnungen in vielen Ländern durchsetzen.“ Damit ist die Weimarer Republik zentrale Weichenstellung für das Verständnis von Demokratie und Parlamentarismus von heute.
Aus schulischer Beschäftigung waren vornehmlich der Versailler Vertrag und das Scheitern der Weimarer Republik in Erinnerung. Als gute Hilfestellung zur Wissensauffrischung stellte sich u.a. das Handbuch „Weimarer Republik. 1929-33“ aus der Reihe Geschichte kompakt heraus, das schnell und übersichtlich Einblick in zentrale Ereignisse und Wendepunkte der Endphase der Weimarer Republik gibt und grundlegende historische (Er-)Kenntnisse zusammenstellt. Knapp und zugleich umfassend analysiert Gunther Mai in „Die Weimarer Republik“ aus der Reihe C.H. Beck Wissen drei Zeitabschnitte, in denen er besonderen Wert auf Modernisierungskonflikte legt. Zunächst nimmt er „Revolution und Konterrevolution“ (1918-1923/24) in den Blick, dann „Scheinblüte und Desorientierung“ (1924-1939) und schließlich „Zerfall und Zerstörung“ (1939-1933) bis hin zu „Machtergreifung“ und „Führerstaat“ (1933/34). In den drei ersten Abschnitten wird festgestellt, dass die Weimarer Republik häufig nur als Negativfolie für die heutige Demokratie bzw. als Vorgeschichte des Nationalsozialismus und die Frage, wie man einen neuen Nationalsozialismus verhindern könne, steht. Der ersten deutschen Demokratie ist allerdings neben finanziellen Belastungen durch die Reparationen und dem Rückgriff auf Beamte aus dem Kaiserreich zuzugestehen, dass die „Erfüllungspolitik“ instrumentalisiert wurde und der Aussöhnungskurs mit Frankreich in die Wege geleitet war. Doch eine Demokratie braucht Demokraten, die deren Werte verinnerlichen, und gesellschaftlicher Wandel benötigt Zeit. Dieser Wandel kam in zwei Punkten zum Tragen. Erstens war die Weimarer Republik eine Demokratie und zweitens galten die demokratischen Rechte für alle Staatsbürger. Gerade wegen großer Schwierigkeiten und ihrem Scheitern bietet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sachanalyse des Lerngegenstands: Weimarer Republik- (Un-)Geliebte Demokratie?

3. Didaktische Analyse

4. Detailplanung der Stundenkurzentwürfe (6)

5. Material

6. Erwartungshorizont

7. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese Unterrichtseinheit zielt darauf ab, den Schülerinnen und Schülern ein tiefgreifendes Verständnis für die komplexe Frühphase der Weimarer Republik zu vermitteln, indem sie die fragile Etablierung der ersten deutschen Demokratie, ihre strukturellen Verfassungsmängel sowie die historischen Belastungsfaktoren kritisch analysieren und in einen reflexiven Kontext zur Gegenwart setzen.

  • Die Novemberrevolution von 1918 als demokratischer Aufbruch und politischer Systemwechsel.
  • Die Auswirkungen des Versailler Vertrages und dessen Rolle in der deutschen Innenpolitik.
  • Die strukturellen Schwächen der Weimarer Verfassung und ihre Bedeutung für die Instabilität der Republik.
  • Die Weltwirtschaftskrise 1929 und die Radikalisierungsprozesse als Nährboden für den Aufstieg des Nationalsozialismus.

Auszug aus dem Buch

Die Revolution von 1918/19

Vom 5. bis 12. Januar besetzten revolutionäre Arbeiter Teile der Innenstadt sowie das Berliner Zeitungsviertel und erklärten die Regierung für abgesetzt. Der spontane und strategisch unzureichend geplante Januaraufstand war der letzte Versuch der extremen Linken, die Wahl zur Nationalversammlung zu verhindern und eine Rätediktatur zu errichten. Die blutigen Kämpfe vom Januar 1919 prägten maßgeblich das Bild der Revolution von 1918/19 und vermittelten in weiten Bevölkerungskreisen die Schreckensszenarien der russischen Oktoberrevolution und des Bolschewismus.

Angesichts der revolutionären Stimmung in Berlin wurde die am 19. Januar 1919 gewählte Nationalversammlung in Weimar eröffnet. Das Scheitern des Aufstands sowie die Ermordung Luxemburgs und Liebknechts durch Mitglieder eines Freikorps radikalisierte einen erheblichen Teil der Arbeiter. Sie fühlten sich verraten von der Politik der SPD, die ihre Kontakte zur Armeeführung, den bürgerlichen Parteien und zu Wirtschaftsführern stetig intensivierte. Die einstmals so geschlossene Front der Arbeiterschaft war tief gespalten. Bei Landtags- und Gemeindewahlen im Frühjahr 1919 gaben viele ehemalige SPD-Wähler ihre Stimme den Kommunisten oder der USPD, die in zahlreichen Orten die SPD überflügelte.

Viele dieser Wähler beteiligten sich auch an Streiks und revolutionären Unruhen, die bis zum Frühsommer 1919 weite Teile des Deutschen Reiches erfassten. Im Ruhrgebiet und im mitteldeutschen Bergbaugebiet um Halle/Saale kam es zu Generalstreiks und blutigen Auseinandersetzungen mit Regierungstruppen. In Berlin versuchten Spartakisten einen Anfang März 1919 ausgerufenen Generalstreik zum Putsch gegen die Reichsregierung voranzutreiben. Fast 1.200 Menschen verloren bei den mehrere Tage anhaltenden Märzkämpfen ihr Leben. Wie der Aufstand in Berlin konnte auch die von der USPD Anfang April 1919 proklamierte Münchner Räterepublik nur mit Unterstützung massiver und äußerst brutaler Einsätze von Freikorpsformationen niedergeschlagen werden. Die revolutionäre Massenbewegung verlor nach diesen Kämpfen entscheidend an Dynamik. In der Folgezeit rüstete die radikale Linke zwar wiederholt zum Sturz der Weimarer Republik, eine breite Anhängerschaft wie noch im November/Dezember 1918 konnte allerdings zu keinem Zeitpunkt mehr mobilisiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bettet das Thema in den Bremer Bildungsplan ein und reflektiert die historiographische Bedeutung der Weimarer Republik als zentrale Weichenstellung für die moderne Demokratie.

2. Sachanalyse des Lerngegenstands: Weimarer Republik- (Un-)Geliebte Demokratie?: Dieses Kapitel analysiert die wissenschaftliche Debatte um das Scheitern der ersten deutschen Demokratie, von der Krisenhaftigkeit der Anfangsjahre bis hin zu den multikausalen Erklärungsansätzen der heutigen Forschung.

3. Didaktische Analyse: Hier wird der Gegenstand für den Unterricht aufbereitet und begründet, warum die Beschäftigung mit den Krisen der Weimarer Republik eine historische Scharnierfunktion für das Demokratieverständnis besitzt.

4. Detailplanung der Stundenkurzentwürfe (6): Dieser Abschnitt liefert die praktische Unterrichtsplanung inklusive Zeitangaben, Sozialformen und Lernzielen für eine sechsstündige Unterrichtsreihe.

5. Material: Eine Sammlung von Quellen, Karikaturen, Plakaten und Arbeitsblättern, die als Grundlage für die Unterrichtseinheiten dienen.

6. Erwartungshorizont: Dieser Teil enthält die detaillierten Lösungen und Analyseerwartungen für die Lehrkraft zu den gestellten Arbeitsaufträgen.

7. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur sowie der genutzten Internetquellen zur Vorbereitung der Unterrichtseinheit.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Novemberrevolution, Versailler Vertrag, Parlamentarismus, Rätesystem, Ebert-Gröner-Bündnis, Reichspräsident, Weltwirtschaftskrise 1929, NSDAP, KPD, Radikalisierung, Demokratie, Verfassungsgeschichte, Nationalsozialismus, politische Bildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine strukturierte Unterrichtsplanung für die gymnasiale Oberstufe (Q1) zum Thema "Die Weimarer Republik – (Un-)Geliebte Demokratie?". Sie umfasst Sachanalysen, didaktische Überlegungen und konkretes Arbeitsmaterial für sechs Unterrichtsstunden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Zusammenbruch des Kaiserreichs, der Revolution von 1918, den Belastungen durch den Versailler Vertrag, den Verfassungsmängeln der Weimarer Republik und dem Einfluss der Weltwirtschaftskrise auf den Aufstieg des Nationalsozialismus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Schülern zu vermitteln, wie eine junge Demokratie unter extremen Belastungen funktionieren oder scheitern kann, und dabei die historische Relevanz dieser Erfahrungen für das heutige Verständnis von Demokratie und Parlamentarismus aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen problemorientierten Ansatz und kombiniert fachwissenschaftliche Sachanalysen mit didaktischen Methoden wie der Quellenarbeit, der Analyse von Karikaturen und der Erstellung von Merkplakaten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Sachanalyse sowie eine detaillierte didaktische Planung der sechs Unterrichtsstunden, die von der Novemberrevolution bis zur Weltwirtschaftskrise reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen die Novemberrevolution, der Versailler Vertrag, das Rätesystem, die Weimarer Verfassung, die Weltwirtschaftskrise und das Ebert-Gröner-Bündnis.

Warum wird der Vergleich zur heutigen Lage in Griechenland gezogen?

Der Autor nutzt historische Parallelen zur Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre, um Schülern zu verdeutlichen, wie wirtschaftliche Sparzwänge und soziale Not das Vertrauen in demokratische Institutionen untergraben können.

Welche Rolle spielt die Karikatur „The source“ in der Unterrichtseinheit?

Sie dient als Analyseinstrument, um den Schülern zu verdeutlichen, wie zeitgenössische Beobachter bereits 1930 den Aufstieg des Nationalsozialismus als direkte Spätfolge der Demütigungen des Versailler Vertrages interpretierten.

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Weimarer Republik. (Un-)geliebte Demokratie? (Geschichte, gymn. Oberstufe)
Untertitel
6 Unterrichtsstunden, Material und Erwartungshorizont
Hochschule
Universität Bremen  (Geschichtswissenschaft)
Note
1,0
Autor
Laura Baier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
57
Katalognummer
V311358
ISBN (eBook)
9783668104204
ISBN (Buch)
9783668104211
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weimarer Republik im Unterricht Stundenentwürfe Material Erwartungshorizonte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Baier (Autor:in), 2014, Die Weimarer Republik. (Un-)geliebte Demokratie? (Geschichte, gymn. Oberstufe), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/311358
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  57  Seiten
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