Die folgende Forschungsfrage wurde im Rahmen des Projektes der Universität Rostock, Institut für Medienforschung, zur Kinopublikumsforschung untersucht und soll in diesem Bericht erläutert werden:
Aus welchen Gründen entscheidet sich ein Filmrezipient einen Film im Kino zu sehen und nicht zu Hause zu streamen?
Das Kino hat seinen Ursprung in den öffentlichen Filmvorführungen in den 1980er Jahren in New York. Bis in die 1920er Jahre erfolgte in allen größeren Städten der Bau von Kinopalästen. Mit der Zeit erfreute sich das Kino (auch Lichtspieltheater genannt) immer größerer Beliebtheit. Aber was ist es, das die Kinobesucher anzieht?
Der Drang nach Unterhaltung auf anspruchsvolle Art und Weise? Der Wunsch sein Wissen zu erweitern und das Interesse an fremden Kulturen? Oder ist es allein die Geselligkeit unter Freunden, mit dem Partner oder der Familie?
Das Motiv des Kinopublikums ist es, was Forscher nun seit langer Zeit regelmäßig untersuchen. Nicht nur die Gesellschaft für Konsumforschung beschäftigt sich im Auftrag der CAG Cinema Advertising Group heute u.a. mit diesem Thema, schon GESIS das Leibniz Institut für Sozialwissenschaften führte 1988 erste Studien zu diesem Thema durch.
Gerade in unserem Zeitalter, in dem das Internet eine immer größere Rolle spielt, ist fraglich, warum das Kino immer noch so viel Publikum anzieht. Das Internet bietet eine vielfältige Filmauswahl, die teilweise sogar kostenlos zur Verfügung steht. Das sogenannte Streaming scheint gerade bei der jüngeren Generation immer beliebter zu werden. „Dabei werden Medieninhalte auf dem eigenen Computer im Internet in Echtzeit übertragen und abgespielt. Die Dateien werden lediglich zwischengespeichert, aber nicht heruntergeladen“. Tatsache ist aber, dass häufig gerade das kostenlose Streamen von aktuellen Kinofilmen illegal ist. Viele Filmeliebhaber gehen heutzutage nicht mehr für jeden Film ins Kino, sondern sehen ihn sich lieber von zu Hause aus an.
Inhaltsverzeichnis
Einführung in den Forschungsbereich
Forschungsstand und Arbeitshypothesen
Hypothesengenese
Auswertung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Forschungsarbeit ist es, die Motive für den Kinobesuch im Zeitalter digitaler Streaming-Angebote zu analysieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, warum sich Filmrezipienten für einen Kinobesuch entscheiden, anstatt den Film zu Hause zu streamen, und welche Rolle dabei die soziale Komponente sowie Genrepräferenzen spielen.
- Analyse des Einflusses von Streaming auf das Kinobesuchsverhalten
- Untersuchung der Bedeutung der gemeinschaftlichen Unternehmung
- Bewertung von Genrevorlieben als Motiv für den Kinobesuch
- Empirische Untersuchung mittels quantitativer Befragungsmethode
Auszug aus dem Buch
Einführung in den Forschungsbereich
Das Kino hat seinen Ursprung in den öffentlichen Filmvorführungen in den 1980er Jahren in New York. Bis in die 1920er Jahre erfolgte in allen größeren Städten der Bau von Kinopalästen. Mit der Zeit erfreute sich das Kino (auch Lichtspieltheater genannt) immer größerer Beliebtheit. Aber was ist es, das die Kinobesucher anzieht?
Der Drang nach Unterhaltung auf anspruchsvolle Art und Weise? Der Wunsch sein Wissen zu erweitern und das Interesse an fremden Kulturen? Oder ist es allein die Geselligkeit unter Freunden, mit dem Partner oder der Familie?
Das Motiv des Kinopublikums ist es, was Forscher nun seit langer Zeit regelmäßig untersuchen. Nicht nur die Gesellschaft für Konsumforschung beschäftigt sich im Auftrag der CAG Cinema Advertising Group heute u.a. mit diesem Thema, schon GESIS das Leibniz Institut für Sozialwissenschaften führte 1988 erste Studien zu diesem Thema durch.
Gerade in unserem Zeitalter, in dem das Internet eine immer größere Rolle spielt, ist fraglich, warum das Kino immer noch so viel Publikum anzieht. Das Internet bietet eine vielfältige Filmauswahl, die teilweise sogar kostenlos zur Verfügung steht. Das sogenannte Streaming scheint gerade bei der jüngeren Generation immer beliebter zu werden. „Dabei werden Medieninhalte auf dem eigenen Computer im Internet in Echtzeit übertragen und abgespielt. Die Dateien werden lediglich zwischengespeichert, aber nicht heruntergeladen“.
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung in den Forschungsbereich: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über das Kino und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Entscheidungskriterien zwischen Kinobesuch und Streaming.
Forschungsstand und Arbeitshypothesen: Hier werden bestehende Studien zur Mediennutzung analysiert und zwei zentrale Arbeitshypothesen zu Genrevorlieben und Gruppenaktivitäten aufgestellt.
Hypothesengenese: In diesem Kapitel werden die Arbeitshypothesen durch die Auswertung der empirischen Daten mit den Fragestellungen des Fragebogens verknüpft und auf ihre Validität geprüft.
Auswertung: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, die Hypothesen verifiziert oder falsifiziert und ein Fazit zur Bedeutung des gemeinschaftlichen Aspekts für den Kinobesuch gezogen.
Schlüsselwörter
Kinopublikumsforschung, Mediennutzung, Streaming, Filmauswahl, Kinobesuch, Empirische Untersuchung, Quantitative Methode, Genrevorlieben, Gruppenaktivität, Sozialwissenschaften, Filmförderungsanstalt, Medienrezeption, Nutzerstrukturen, Kinokultur, Filmerlebnis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Kinobesuchsverhalten in Zeiten zunehmender digitaler Streaming-Angebote und analysiert, welche Faktoren trotz verfügbarer Online-Inhalte für ein fortbestehendes Interesse am Kino sorgen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Streaming-Gewohnheiten, dem Einfluss von Genrevorlieben sowie der Bedeutung sozialer Aspekte wie der Begleitung beim Kinobesuch.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, aus welchen Gründen sich Rezipienten für das Kino entscheiden, statt Filme zu Hause zu streamen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine quantitative Methode in Form einer Befragung angewandt, bei der eine Zufallsstichprobe von Kinobesuchern in Rostock mittels eines Fragebogens analysiert wurde.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Darlegung des Forschungsstandes, der Herleitung von Hypothesen, der methodischen Durchführung der Befragung sowie der detaillierten statistischen Auswertung und Interpretation der Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Kinopublikumsforschung, Streaming, soziale Unternehmung, Mediennutzung und quantitative Analyse beschreiben.
Welche Rolle spielt die Gruppenaktivität bei der Entscheidung für das Kino?
Die Auswertung zeigt, dass die gemeinschaftliche Unternehmung einen wesentlichen Faktor darstellt und das soziale Erlebnis den Kinobesuch für viele Zuschauer attraktiver macht als das individuelle Streaming.
Wurde die Hypothese zu den Genrevorlieben bestätigt?
Nein, die erste Hypothese, dass die Wahl zwischen Streaming und Kino stark von Genrevorlieben abhängt, wurde falsifiziert, da Kinobesucher sich häufig auch auf Filme außerhalb ihrer bevorzugten Genres einlassen.
- Arbeit zitieren
- B.A. Susann Greve (Autor:in), 2013, Das Kinopublikum im Zeitalter des Internet-Streamings. Ein Forschungsbericht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/311062