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Analyse der deutschen Familienpolitik. Wie das traditionelle Familienbild die Familienarmut begünstigt

Title: Analyse der deutschen Familienpolitik. Wie das traditionelle Familienbild die Familienarmut begünstigt

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 36 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Annegret Jahn (Author)

Sociology - Relationships and Family

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Die Dinge verändern sich – und das wird auch immer so bleiben. Das betrifft in einem Staat nicht nur das Wirtschaftssystem oder das Sozialsystem, sondern auch, ja gerade die Gesellschaft und die Menschen, die es prägen.

Seit einigen Jahrzehnten scheint sich dieser Wandel beschleunigt zu haben. Auch und besonders Familien sind davon betroffen. Zum einen trifft das auf die Strukturen und Formen von Familien zu. Die traditionelle, oder sogenannte Normalfamilie, hat zwar nicht ausgedient, aber andere Formen haben sich neben ihr etabliert. Etabliert? Sind sie das wirklich? In der Gesellschaft teilweise, so beispielsweise unverheiratete Paare mit Kindern oder auch Alleinerziehende. Und in der Politik? Übersehen kann sie den Wandel nicht, ob aber die Maßnahmen und Instrumente der Familienpolitik den Ansprüchen auch der modernen Familienformen gerecht werden, soll die vorliegende Arbeit darstellen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Familien in der Bundesrepublik Deutschland

2.1 Definition

2.2 Familien im Wandel – Moderne Familienformen

3 Familienpolitik in der Bundesrepublik Deutschland

3.1 Aufgaben und Ziele der Familienpolitik

3.2 Die Instrumente und Maßnahmen der Familienpolitik

3.2.1 Das Ehegattensplitting

3.2.2 Das Bundeselterngeld

3.2.3 Das Betreuungsgeld

4 Familienpolitik und Familienarmut in der Bundesrepublik Deutschland

4.1 Familienarmut – Definition und Daten

4.2 Risikofaktoren, Auslöser und Ursachen von Familienarmut

4.3 Auswirkungen und Folgen von Familienarmut

4.4 Ehegattensplitting, Bundeselterngeld und Betreuungsgeld im Kontext der Familienarmut

5 An der Realität vorbeigezielt. Kritik an der Familienpolitik

6 Zusammenfassung und Ausblick

7 Bibliografie

7.1 Monografien und Berichte

7.2 Aufsätze und Zeitschriftenartikel

7.3 Internetquellen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, inwieweit die familienpolitischen Instrumente der Bundesrepublik Deutschland an den modernen Lebensrealitäten von Familien vorbeigehen und ob sie durch die Fixierung auf ein traditionelles Familienbild das Risiko für Familienarmut begünstigen.

  • Analyse des Wandels moderner Familienformen und Abgrenzung zum klassischen Normalfamilienmodell.
  • Untersuchung zentraler Instrumente (Ehegattensplitting, Bundeselterngeld, Betreuungsgeld) hinsichtlich ihrer Anreizstrukturen.
  • Kritische Beleuchtung des Zusammenhangs zwischen Familienpolitik und dem Entstehen von Familienarmut.
  • Diskussion über die strukturelle Rücksichtslosigkeit der aktuellen Gesetzgebung gegenüber Alleinerziehenden und nicht-traditionellen Familienformen.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Das Ehegattensplitting

Das Ehegattensplitting ist eines der ältesten Instrumente der Familienpolitik (1958) und Ausdruck der von Nicole Krüger angemerkten Ehezentrierung. Es unterstützt Ehepaare finanziell, indem es durch die gemeinsame Veranlagung die finanzielle Steuerlast erleichtert. Allerdings lohnt sich dies für das betreffende Ehepaar nur, wenn die Einkommensunterschiede sehr hoch sind, was wiederum dann entsteht, wenn einer der beiden Ehepartner – in den meisten Fällen die Ehefrau – gar nicht oder nur zeitlich begrenzt arbeiten geht. Ziel des Ehegattensplittings ist es, die Ehe zu fördern, da sie als Ausgangspunkt der Familiengründung galt und für das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend scheinbar immer noch gilt.

Es gibt viele Kritikpunkte an dem Ehegattensplitting, von denen hier nun einige genannt werden sollen.

Ein Kritikpunkt gilt dem Anhängen an einem traditionellen Familienbild und einer traditionellen Rollenverteilung innerhalb dessen. So wird steuerpolitisch offensichtlich davon ausgegangen, dass Menschen, um eine Familie gründen, eine Ehe eingehen. Dies ist jedoch den heutigen, oben beschriebenen Familienformen gegenüber ungerecht, „[…] weil [heutzutage] Familie und Ehe nicht mehr notwendigerweise eine Einheit bilden.“

Doch nicht jede Ehe profitiert finanziell von der gemeinsamen Veranlagung, sondern lediglich solch eine, die eine unterschiedliche Wirtschaftskraft der beiden Ehepartner aufweist. Dadurch entsteht eine extreme Ungleichheit zwischen den Ehepartnern: Die Frau als in den meisten Fällen nicht erwerbstätige Ehepartnerin gerät in die vollständige finanzielle Abhängigkeit des erwerbstätigen Ehemannes.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert den sozialen Wandel der Familienformen und stellt die Forschungsfrage, ob aktuelle familienpolitische Instrumente diesen Realitäten gerecht werden oder das traditionelle Familienbild zementieren.

2 Familien in der Bundesrepublik Deutschland: Dieses Kapitel definiert den Familienbegriff in seiner modernen Vielfalt und beschreibt den demografischen sowie soziologischen Wandel von der Nachkriegszeit bis heute.

3 Familienpolitik in der Bundesrepublik Deutschland: Hier werden Aufgaben, Ziele und zentrale Instrumente (Ehegattensplitting, Bundeselterngeld, Betreuungsgeld) der deutschen Familienpolitik detailliert dargestellt.

4 Familienpolitik und Familienarmut in der Bundesrepublik Deutschland: Das Kapitel verknüpft Familienarmut mit staatlichen Leistungen und untersucht die negativen Auswirkungen der aktuellen Familienpolitik auf einkommensschwache Haushalte.

5 An der Realität vorbeigezielt. Kritik an der Familienpolitik: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Ehezentriertheit und dem Festhalten an veralteten Rollenmodellen, welche laut Autorin an der Lebenswirklichkeit vorbeizielen.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass die untersuchten Instrumente nicht mehr zeitgemäß sind und fordert eine stärkere Orientierung an den tatsächlichen Bedürfnissen moderner Familien.

Schlüsselwörter

Familienpolitik, Familienarmut, Ehegattensplitting, Bundeselterngeld, Betreuungsgeld, Normalfamilie, Alleinerziehende, Soziale Ungleichheit, Familienwandel, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Erwerbsarbeit, Geschlechterrollen, Sozialstaat, Lebensrealitäten, Familienförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch, wie die deutsche Familienpolitik an einem veralteten, traditionellen Familienbild festhält und welche negativen Folgen dies für moderne Familienformen und insbesondere für das Armutsrisiko von Familien hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der soziologische Wandel der Familienformen, die Funktionsweise familienpolitischer Instrumente sowie die Ursachen und Auswirkungen von Familienarmut.

Welche Forschungsfrage liegt der Arbeit zugrunde?

Die Forschungsfrage lautet, inwiefern die aktuellen Maßnahmen der Familienpolitik das traditionelle Familienbild festigen und wie sehr dadurch moderne Familienformen bei der Alltagsbewältigung benachteiligt werden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Datenanalyse, wobei aktuelle soziologische Studien und Berichte (z.B. des Bundesministeriums oder des SOEP) herangezogen werden, um die Wirksamkeit familienpolitischer Instrumente zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung familienpolitischer Instrumente (Ehegattensplitting, Bundeselterngeld, Betreuungsgeld), deren kritische Analyse sowie eine detaillierte Untersuchung des Phänomens Familienarmut im Kontext dieser Leistungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind Familienpolitik, Familienarmut, Ehegattensplitting, moderne Familienformen und soziale Ungleichheit.

Warum ist das Ehegattensplitting laut Autorin problematisch?

Das Ehegattensplitting wird als "Eheförderung" statt "Familienförderung" kritisiert, da es das traditionelle Alleinverdienermodell privilegiert, die Erwerbstätigkeit von Frauen hemmt und unverheiratete oder alleinerziehende Familien benachteiligt.

Wie wirkt sich das Betreuungsgeld auf die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen aus?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Betreuungsgeld keine echte finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht, sondern durch längere Erwerbsunterbrechungen das Risiko für finanzielle Abhängigkeit vom Partner sogar erhöht.

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Details

Title
Analyse der deutschen Familienpolitik. Wie das traditionelle Familienbild die Familienarmut begünstigt
College
Dresden Technical University  (Institut für Soziologie)
Course
Moderne Familienformen im Politik- und Rechtsdiskurs
Grade
1,0
Author
Annegret Jahn (Author)
Publication Year
2013
Pages
36
Catalog Number
V310404
ISBN (eBook)
9783668091191
ISBN (Book)
9783668091207
Language
German
Tags
familienbild familienarmut analyse familienpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annegret Jahn (Author), 2013, Analyse der deutschen Familienpolitik. Wie das traditionelle Familienbild die Familienarmut begünstigt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/310404
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