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"L'Illusion comique" von Pierre Corneille. Soziale Dimension und rezeptionsästhetische Relevanz

Titel: "L'Illusion comique" von Pierre Corneille. Soziale Dimension und rezeptionsästhetische Relevanz

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 28 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Paolo Parisi (Autor:in)

Französische Philologie - Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Pierre Corneilles Tragikomödie "L’Illusion comique", die 1635/36 in Paris uraufgeführt und 1639 erstmals gedruckt wurde, gehört aufgrund ihres autoreferentiellen Charakters mitunter zu den interessantesten Werken Corneilles. Es geht um einen Vater, der auf der Suche nach seinem Sohn einen Zauberer aufsucht, der ihm in einer Höhle eine Beschwörung an Phantomen/Geistern vorführt und ihm dadurch das ʼvergangeneʽ Leben des Sohnes durch vorgebliche Magie näherbringt. Diese Aufführung, die der Vater zu sehen bekommt, erweist sich letztlich als großes Schauspiel, das u.a. die Stellung des Schauspielerberufes thematisiert.
Das Werk "L’Illusion comique" steht außerdem chronologisch betrachtet sozusagen an der Schwelle zu Corneilles schöpferischem Dasein als klassischer Tragödiendichter. Doch inwieweit kann Corneille hierbei als ein noch dem Barock nahe stehender Dramaturg betrachtet werden?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Illusionsspiel im französischen Barocktheater

3. L’Illusion comique

3.1 Eingangsszenen vor und in der Grotte (Niveau II)

3.1.1 Alcandre der Zauberer

3.1.2 Die Grotte

3.2 Das Spiel im Spiel in Akt V (Niveau IV)

3.3 Auflösung (Niveau I/II)

3.3.1 L’Illusion comique und die Soziologie des Theaterpublikums

3.3.2 L’Illusion comique und der Schauspielerberuf während der Barockzeit

3.3.3 L’Illusion comique und der König als Schirmherr des Theaters

4. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Pierre Corneilles Tragikomödie L’Illusion comique unter Berücksichtigung ihrer sozialen Dimension und einer rezeptionsästhetischen Perspektive. Ziel ist es, das Werk aus dem Spannungsfeld des barocken Illusionsspiels zu lösen und die Bedeutung der Theater-Metaebene sowie die gesellschaftliche Aufwertung des Schauspielerberufs im 17. Jahrhundert zu analysieren.

  • Strukturanalyse des Stücks durch verschiedene Illusions-Niveaus
  • Untersuchung der Figur des Zauberers Alcandre als Spielleiter
  • Analyse des "Theaters im Theater" als Mittel zur Desillusionierung
  • Soziologische Einbettung des Theaterpublikums der Barockzeit
  • Reflexion über die Rolle des Königs als Schirmherr des Theaters

Auszug aus dem Buch

3.1.1.2 Alcandre aus L’Illusion comique

Wie alle Zauberer aus den damals bekannten Pastoralen, Tragikomödien und Komödien ist Alcandre aus der IC der Tradition des Theaters einzuordnen. Er ist ebenso fähig die Natur zu beherrschen („Ce grand mage dont l’art commande à la nature“, IC, v. 1), aus der Ferne zu beobachten und mit einem Zauberstab vergangene Ereignisse durch eine Beschwörung („évocation magique“ vgl. Friedrich 1908, 340, Glossar) hervor zu rufen (vgl. IC, vv. 131-133; siehe hierzu ebenso: Lebègue 1978, 12). Alcandre wird in der IC jedoch als Magier beschrieben, der mit der Kraft des Wortes die Natur zu beherrschen vermag, was bereits im ersten Vers des Stücks zum Ausdruck gebracht wird (vgl. IC, v.1).

Ein weiterer Unterschied zu den anderen bis dahin in Frankreich aufgeführten Stücken zeigt sich allerdings auch darin, dass Alcandre aus der IC auf die ganze Rotte von Zauberern hinweist, die als „novices“ bezeichnet werden und durch ihre Inszenierung das gute Publikum entsetzen (vgl. IC, vv. 127-132; siehe hierzu ebenso: Lebègue 1978, 16 f.). Obgleich Lebègue 1978 (17, 26) anderer Meinung ist, kann man eine Intertextualität mit Websters Werk Vittoria Corombona aus dem Jahre 1612 nicht ganz aus der Hand weisen, in der ein Zauberer all die falschen Geisterbeschwörer kritisiert, bevor er den Vorhang öffnen lässt und ein magisches Theaterstück einleitet. Doch ebenso lässt sich in der IC eine gewisse Dialogizität nicht abstreiten, nach der auf all die ganzen in französischen Schäferspielen vorkommenden Zauberer (vgl. Friedrich 1908) verwiesen wird, die in den französischen Nachahmungen der spanischen Pastoralen vorkommen. Von dieser Entwicklung im spanischen Theater blieb das französische Theater nämlich nicht unberührt. Durch darauf gründende neue Konzipierungen über Zauberer und Magier erwuchs die Figur des Zauberers, der fortan in französischen Bühnen seine Präsenz zeigte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung von Corneilles Werk als autoreferentielles Stück und Einordnung in das Spannungsfeld zwischen Barock und klassischem Tragödiendrama.

2. Illusionsspiel im französischen Barocktheater: Untersuchung der Mittel des barocken Theaters, insbesondere des Spiels im Spiel, zur Verwischung der Grenzen zwischen Sein und Schein.

3. L’Illusion comique: Analyse der strukturellen Ebenen des Stücks und der Funktion der zentralen Zauberfigur Alcandre.

3.1 Eingangsszenen vor und in der Grotte (Niveau II): Betrachtung der Grotte als Topos und der Rolle des Zauberers als Dichterfigur.

3.1.1 Alcandre der Zauberer: Analyse der Traditionslinie des Zauberers und seiner Multifunktionalität im Stück.

3.1.2 Die Grotte: Interpretation der Grotte als Metapher für das Theater und als architektonisches Requisit des Barock.

3.2 Das Spiel im Spiel in Akt V (Niveau IV): Untersuchung der Mini-Tragödie und deren Funktion für die Rahmenhandlung.

3.3 Auflösung (Niveau I/II): Analyse der letzten Szene, in der die Illusion als Theater enthüllt wird.

3.3.1 L’Illusion comique und die Soziologie des Theaterpublikums: Soziologische Betrachtung des Pariser Publikums und dessen Einbindung durch Corneille.

3.3.2 L’Illusion comique und der Schauspielerberuf während der Barockzeit: Darstellung der sozialen Aufwertung des Schauspielerberufs durch königliche Unterstützung.

3.3.3 L’Illusion comique und der König als Schirmherr des Theaters: Bedeutung der neuen Figur des Königs für die Anerkennung des Theaters als Institution.

4. Schluss: Zusammenfassung der Thesen zur Desillusionierung und der sozialen Bedeutung des Werks innerhalb des 17. Jahrhunderts.

Schlüsselwörter

L’Illusion comique, Pierre Corneille, Barocktheater, Illusionsspiel, Theater im Theater, Autoreferentialität, Alcandre, Schauspielerberuf, Rezeptionsästhetik, Schein-Sein-Thematik, soziale Dimension, Richelieu, französisches Theater, Metatheater, Desillusionierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht Pierre Corneilles Werk L’Illusion comique hinsichtlich seiner Meta-Strukturen und der Art und Weise, wie Corneille das barocke Illusionsspiel hinterfragt und das Theater als Institution thematisiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Schein-Sein-Problematik, die Autoreferentialität des Theaters, die soziologische Rolle des Publikums und die historische Aufwertung des Schauspielerberufs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Corneille das Theater nicht nur als reine Illusion präsentiert, sondern die Mittel der Illusion offenlegt und das Werk als politisch-soziales Plädoyer für das Theater seiner Zeit begreift.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Textanalyse in Kombination mit einem rezeptionsästhetischen Ansatz und soziokulturellen Kontextualisierungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die strukturellen Niveaus des Werkes, die Funktionen der Grotte, die Rolle von Alcandre als "poète magicien" und die Bedeutung der Auflösungsszene im Hinblick auf das Publikum und das Königtum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind L’Illusion comique, Theater im Theater, Autoreferentialität, Barocktheater und die soziale Stellung der Komödianten.

Wie unterscheidet sich die Grotte in diesem Stück von anderen zeitgenössischen Darstellungen?

Während die Grotte bei anderen Autoren oft nur ein dekoratives Requisit war, interpretiert Corneille sie in der IC als eine Metapher für das Theater und den Wirkungsort der magischen Künste des Dramaturgen.

Welche Rolle spielt der König in der Interpretation der Auflösung?

Der König dient in der Schlussapologie als Garant für die Sicherheit und das neue soziale Prestige der Schauspieler, wodurch das Theater als "Théâtre-François" institutionell aufgewertet wird.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"L'Illusion comique" von Pierre Corneille. Soziale Dimension und rezeptionsästhetische Relevanz
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Romanisches Seminar)
Veranstaltung
Pierre Corneille - Les comédies
Note
1,5
Autor
Paolo Parisi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
28
Katalognummer
V303344
ISBN (eBook)
9783668017306
ISBN (Buch)
9783668017313
Sprache
Deutsch
Schlagworte
illusion pierre corneille soziale dimension relevanz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Paolo Parisi (Autor:in), 2015, "L'Illusion comique" von Pierre Corneille. Soziale Dimension und rezeptionsästhetische Relevanz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/303344
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Leseprobe aus  28  Seiten
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