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Die Entstehung der Orientfaszination im Frankreich des 18. Jahrhunderts und ihre Bedeutung in Voltaires "Conte Oriental"

Titel: Die Entstehung der Orientfaszination im Frankreich des 18. Jahrhunderts und ihre Bedeutung in Voltaires "Conte Oriental"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 17 Seiten , Note: 2

Autor:in: Anja Benthin (Autor:in)

Französische Philologie - Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bereits im 17.Jahrhundert begannen die orientalischen Einflüsse Einzug in die französischen Lebensformen zu nehmen. Dies geschah einerseits durch Reiseberichte über den Orient, andererseits aber auch durch reale Begegnungen mit dem „Anderen“, die ebenfalls das Interesse der Gesellschaft an allem Orientalischen weckten. Der Höhepunkt dieses Interesses und der Orientmode wurde allerdings ab 1704 durch die Übersetzung der Mille et une Nuits in das Französische erreicht. Auch Voltaire folgte dieser Mode und trug mit seinen zahlreichen "Contes Orientaux" zweifelsohne zu einem Stück Weltliteratur bei.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Reisebewegung des 17.Jahrhunderts als Auslöser der Orientfaszination

1.1 Jean Baptiste Tavernier

1.2. Jean de Thévenot

1.3 Jean Chardin

2. Andere Auslöser der Orientfaszination

2.1. Les Mille et une Nuits

3. Orientalismus am Beispiel von Voltaires Zadig

4 Zusammenfassung

5 Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die historischen Hintergründe der Orientfaszination im Frankreich des 18. Jahrhunderts und analysiert, wie dieses Phänomen gezielt in Voltaires orientalischen Erzählungen (contes orientaux) eingesetzt wurde, um philosophische Inhalte zu transportieren und die zeitgenössische Zensur zu umgehen.

  • Die Rolle der Reiseberichte des 17. Jahrhunderts bei der Entstehung des Orientbildes.
  • Einflüsse von Handelsreisen und diplomatischer Gesandtschaften auf die französische Gesellschaft.
  • Die Bedeutung der Übersetzung von "Les Mille et une Nuits" als kultureller Katalysator.
  • Die literarische Strategie Voltaires bei der Nutzung orientalischer Versatzstücke.
  • Das Verhältnis zwischen Exotik, philosophischer Kritik und politischer Zensur.

Auszug aus dem Buch

1. Reisebewegung des 17.Jahrhunderts als Auslöser der Orientfaszination

Die Reisebewegung unter Ludwig XIV lebte Mitte des 17.Jahrhunderts deutlich auf. Dies geschah aus mehreren Gründen, einerseits sollten diplomatische Beziehungen ausgebaut und fortgesetzt werden um eine koloniale Expansion zu erreichen und andererseits sollten die Handelsbeziehungen auf andere Bereiche ausgedehnt werden, so auch den Orient. So wurde 1664 die Ostindien-Kompanie durch den Minister Colbert, ins Leben gerufen, welche den Seehandel zwischen Asien und Frankreich vorantreiben sollte. Der Handel mit exotischen Genussmitteln und Gewürzen, aber auch Seide und Porzellan, stand hier im Vordergrund. Hierfür erteilte Ludwig XIV der Kompanie ebenso Hoheitsrechte (z..B das Besitzrecht auf eroberte Gebiete) und Handelsmonopole. Außerdem wurde Marseille zum Freihafen erklärt und erhielt so für den Orienthandel eine Monopol-Stellung, da er der einzige Hafen Frankreichs war, wo die Einfuhr ohne Sondersteuer genehmigt war. Eine weitere Kompanie die „Compagnie du Levant“, zu der sich 20 reiche Händler aus Lyon, Marseille und Paris zusammenschlossen, folgte im Jahre 1670. Die Waren, die so ihren Weg nach Frankreich fanden, wurden hoch gehandelt, und brachten gleichzeitig das Interesse und den Geschmack für das Exotische nach Europa, welcher allerdings zu diesem Zeitpunkt der Seltenheit und des daraus resultierenden Preises wegen hauptsächlich den reichen Adligen vorbehalten war.

Neben den Kompanien, die in den Orient gesandt wurden, bestand außerdem bereits eine spezielle Beziehung Frankreichs mit der Türkei, die sich schon im 15.Jahrhundert abzeichnete, indem sich Karl V. mit dem türkischen Sultan Sulaiman II. verbündete und somit auch gewisse Privilegien erhielt, wie z.B. die sogenannten Kapitulationen, die es den Franzosen gestatteten im Osmanischen Reich frei zu reisen und zu handeln. Diese Kapitulationen wurden unter Ludwig XIV im Jahr 1673 auch noch einmal von Mehmed IV. bestätigt und garantiert, so dass die Franzosen im Osmanischen Reich sozusagen einen Sonderstatus besaßen. Jedoch waren dies nicht die einzigen Handelsbeziehungen in den Orient, auch Persien, Indien und China wurden bereist.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung stellt das Aufkommen der Orientmode im 17. Jahrhundert dar und hinterfragt, wie dieses Interesse in Voltaires Werk als philosophisches Vehikel genutzt wurde.

1. Reisebewegung des 17.Jahrhunderts als Auslöser der Orientfaszination: Das Kapitel analysiert die zunehmende Reisetätigkeit, Handelskompanien und die Wirkung von Reiseberichten auf das französische Bild des Orients durch die Beispiele Tavernier, Thévenot und Chardin.

2. Andere Auslöser der Orientfaszination: Hier werden neben Reiseberichten auch der Einfluss diplomatischer Besuche sowie die literarische Bedeutung der Adaption von "Les Mille et une Nuits" als Höhepunkt der Orientmode hervorgehoben.

3. Orientalismus am Beispiel von Voltaires Zadig: Das Kapitel untersucht, wie Voltaire orientalische Motive und die "Verschleierung" durch das Exotische nutzte, um gesellschaftskritische und philosophische Botschaften trotz Zensur zu verbreiten.

4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die Faktoren der Orientmode und bestätigt die strategische Bedeutung des Orients für die Verbreitung aufklärerischer Ideen bei Voltaire.

5 Bibliographie: Dieses Kapitel listet die verwendeten Primär- und Sekundärquellen der Untersuchung auf.

Schlüsselwörter

Orientfaszination, Frankreich, 18. Jahrhundert, Voltaire, Zadig, Reiseberichte, Handelsreisen, Orientalismus, Aufklärung, Contes orientaux, Les Mille et une Nuits, Exotik, Zensur, Literaturgeschichte, Kulturkontakt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursprünge und die Entwicklung der Orientbegeisterung im Frankreich des 18. Jahrhunderts und deren literarische Verarbeitung bei Voltaire.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf historischen Reiseberichten des 17. Jahrhunderts, der Bedeutung des Handels, der Wirkung orientalischer Literatur und der philosophischen Zweckentfremdung des Exotischen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie der "Deckmantel" des Orients genutzt wurde, um philosophische Gedanken zu verbreiten und Zensur in Frankreich zu umgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und kulturgeschichtliche Analyse, die historische Kontexte mit einer inhaltlichen Untersuchung von Voltaires Werken verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Reisebewegung durch Reisende wie Tavernier, Thévenot und Chardin sowie die Untersuchung der kulturellen Wirkungen von "Les Mille et une Nuits" und Voltaires "Zadig".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Orientfaszination, Orientalismus, Aufklärung, Zensur, Reiseberichte und Voltaires "Contes".

Warum spielt der Reisebericht des 17. Jahrhunderts eine zentrale Rolle für Voltaire?

Reiseberichte schufen die kulturelle Basis und das Interesse der Leserschaft, auf der Voltaire aufbauen konnte, um seine fiktiven, philosophischen Erzählungen zu platzieren.

Inwiefern nutzt Voltaire den Orient zur Umgehung der Zensur?

Durch die Verlagerung seiner Handlungen in eine exotische, orientalische Kulisse konnte Voltaire Kritik an Staat und Kirche äußern, ohne direkt als Angreifer der französischen Ordnung wahrgenommen zu werden.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entstehung der Orientfaszination im Frankreich des 18. Jahrhunderts und ihre Bedeutung in Voltaires "Conte Oriental"
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Voltaires Contes Philosophiques
Note
2
Autor
Anja Benthin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
17
Katalognummer
V299194
ISBN (eBook)
9783656956150
ISBN (Buch)
9783656956167
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Voltaire Orient Faszination mille et une nuits 1001 Nacht conte Tavernier Chardin Orientalismus Zadig 18.Jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anja Benthin (Autor:in), 2008, Die Entstehung der Orientfaszination im Frankreich des 18. Jahrhunderts und ihre Bedeutung in Voltaires "Conte Oriental", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/299194
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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