Folgende Seminararbeit behandelt zunächst das Grundkonzept von Finanzderivaten. Dabei stehen Definitionen und Begriffserklärungen im Fokus. Anschließend wird ein spezielles Finanzderivat näher betrachtet. Hierbei wird das Grundkonzept des Derivates vorgestellt und eine fundamentale Analyse durchgeführt. Des Weiteren werden mit Finanzderivaten in Verbindung stehende over-the-counter Märkte beleuchtet. Eine Kritische Würdigung des zuvor erklärten Finanzderivates schließt die Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Finanzderivate
2.1 Grundkonzept von Finanzderivaten
2.1.2 Kreditderivate
2.2 Credit Default Swaps
2.2.1 Grundkonzept
2.2.2 Fundamentalanalyse
2.3 Weitere Finanz- und Kreditderivate
2.4 OTC Märkte
3. Kritische Würdigung von CDS
3.1 Vorteile
3.2 Nachteile
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Vor- und Nachteile von Credit Default Swaps (CDS) aus der Perspektive des Käufers, analysiert deren Funktionsweise und leitet daraus Lösungsansätze für eine verbesserte Risikominimierung im Finanzwesen ab.
- Grundlagen und Definitionen von Finanz- und Kreditderivaten
- Strukturelle Analyse von Credit Default Swaps
- Eigenschaften und Risiken des außerbörslichen (OTC) Handels
- Risikomanagement durch Derivate und Strategien zur Risikotransferierung
- Kritische Betrachtung der regulatorischen Defizite am CDS-Markt
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Grundkonzept
Die am häufigsten gehandelte Variante von Kreditderivaten sind Credit Default Swaps. Verkäufer einer Absicherung sog. Sicherungsgeber gehen eine Verpflichtung ein, einem Sicherungsnehmer, im Falle eines definierten Kreditereignisses Zahlung zu leisten. Im Gegenzug erhält der Sicherungsgeber eine periodisch zu zahlende Prämie, auch CDS - Spread genannt. Das Kreditereignis ist an ein Referenzaktivum des Sicherungsnehmers gebunden. Durch den Kauf des CDS, transferiert der Sicherungsnehmer das Kreditrisiko des Referenzaktivums auf den Sicherungsgeber. Dabei bleibt die Forderung des Sicherungsnehmers an den Schuldner unberührt.
Ist die Laufzeit des CDS ohne ein Kreditereignis abgelaufen muss der Sicherungsgeber keine Zahlung an den Sicherungsgeber leisten. Oftmals handelt es sich bei den Basisinstrumenten des CDS um eine vom Schuldner emittierte Anleihe oder um einen Bankkredit. In Abbildung 1 wird die Funktionsweise von CDS nochmals deutlich.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Kreditrisikomanagements bei Wirtschaftstransaktionen ein und definiert den Rahmen der Seminararbeit, die sich mit der Funktionsweise und kritischen Würdigung von Finanzderivaten, insbesondere CDS, befasst.
2. Finanzderivate: Dieses Kapitel erläutert das Grundkonzept von Finanzderivaten sowie deren Unterkategorien wie Kreditderivate, analysiert spezifisch die Funktionsweise von Credit Default Swaps und beleuchtet die Besonderheiten des OTC-Handels.
3. Kritische Würdigung von CDS: Hier werden die Vorteile der Risikoverlagerung und Portfoliodiversifikation den Risiken gegenübergestellt, die durch mangelnde Regulierung und asymmetrische Informationsverteilung bei CDS-Transaktionen entstehen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Rolle von CDS in der Weltwirtschaftskrise zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit transparenterer Vertragsverhältnisse sowie regulatorischer Ansätze zur Absicherung von Transaktionsrisiken.
Schlüsselwörter
Finanzderivate, Kreditderivate, Credit Default Swaps, CDS, Risikomanagement, Risikominimierung, OTC Märkte, Kreditrisiko, Finanzmärkte, Sicherungsnehmer, Sicherungsgeber, Finanztransaktionen, Bonitätsrisiko, Termingeschäfte, Finanzstabilität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und den Risiken von Kreditderivaten, insbesondere Credit Default Swaps (CDS), als Instrumente zur Absicherung gegen Zahlungsausfälle.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit deckt die Definition von Finanzderivaten, das Grundkonzept von CDS, die Charakteristika von OTC-Märkten sowie eine kritische Bewertung der Vor- und Nachteile dieser Finanzinstrumente ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Vor- und Nachteile des Credit Default Swaps aus Käufersicht darzustellen und daraus Lösungsansätze zur Risikominimierung abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, bei der Definitionen, Funktionsweisen von Derivaten sowie regulatorische Aspekte auf Basis der Fachliteratur untersucht werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Klassifizierung von Finanzderivaten, eine detaillierte Analyse von CDS, die Erläuterung von OTC-Märkten sowie eine kritische Würdigung der Vorteile und Nachteile von CDS-Transaktionen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Credit Default Swaps (CDS), Kreditderivate, Risikotransfer, OTC-Handel und asymmetrische Informationsverteilung.
Was versteht man unter einem „Credit Event“ in diesem Kontext?
Ein Kreditereignis (Credit Event) ist ein vertraglich festgelegtes Ereignis, wie etwa Insolvenz oder Zahlungsverzug eines Referenzschuldners, welches die Ausgleichszahlung des Sicherungsgebers an den Sicherungsnehmer auslöst.
Warum sind OTC-Märkte für CDS besonders riskant?
Da OTC-Märkte keine zentralen Clearingstellen besitzen und die Vertragsgestaltung frei erfolgt, besteht ein hohes Ausfallrisiko für die Vertragspartner, das durch fehlende Transparenz und Regulierung verstärkt wird.
- Arbeit zitieren
- Armando Agusevski (Autor:in), 2015, Finanz- und Kreditderivate. Vorteile und Nachteile des Credit Default Swaps aus Käufersicht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/293014