Bevor die Strategieimplementierung des Unternehmens in einem Prozessmodell dargestellt wird, erfolgt zunächst eine Begriffsbestimmung. Nach Kolks wird die Strategieimplementierung als „die Umsetzung und Durchsetzung von strategischen Maßnahmenprogrammen“ (1990, S. 79) bezeichnet. Das heißt, der Erfolg einer Strategie ist abhängig von der Implementierung. Diese kann sowohl als radikaler Wandel als auch als kontinuierlicher Prozess vollzogen werden. Letzteres wird in der vorliegenden Arbeit anhand des Prozessmodells nach KOLKS thematisiert.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG – UNTERNEHMEN „REMEDIA“
1.1 Vision/ Leitbild
1.2 Strategie
2 STRATEGIEIMPLEMENTIERUNG ALS KONTINUIERLICHER PROZESS
3 STRATEGIC CHANGE UND MÖGLICHE WIDERSTANDSFORMEN
3.1 Endwerte
3.2 Strategic Change
3.3 Maßnahmen im Rahmen des Managementkreislaufes
3.4 Widerstandsformen
3.5 Wertkonformes Verhalten und Wertkonflikte
4 BALANCED SCORECARD
4.1 Strategiekarte
4.2 Ursache-Wirkungsketten
4.3 Ziele, Kennzahlen, Vorgaben und Maßnahmen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, für das Musterunternehmen „Remedia“, eine Praxis für Ernährungsberatung in Hamburg, eine fundierte Strategieentwicklung durchzuführen und den Implementierungsprozess unter Anwendung moderner Managementinstrumente darzulegen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, wie durch einen gezielten „Strategic Change“ und die Implementierung einer Balanced Scorecard das Wachstum sowie die Marktposition des Unternehmens nachhaltig gesichert werden können.
- Strategieentwicklung für ein Gesundheitsunternehmen
- Implementierung von Veränderungsprozessen (Strategic Change)
- Analyse von Widerstandsformen im Wandel
- Anwendung der Balanced Scorecard als Steuerungsinstrument
- Definition von Unternehmenszielen und Kennzahlen
Auszug aus dem Buch
3.4 Widerstandsformen
Beim Wandelprozess kommt es häufig zu einem „Spannungsfeld zwischen retardierenden Kräften, welche die bestehende Struktur stabilisieren möchten und akzelerierenden Kräften, die auf Veränderung drängen“ (Stewens & Lechner, 2005, S. 578), wodurch es zu Widerständen kommt. Dieses können sowohl offensichtlich, als auch latent und subversiv sein (Schlaffke & Plünnecke, 2014). Wichtig ist es, die Ursachen dieser Widerstandformen herauszufinden. Die Beteiligten haben oftmals Interessenkonflikte, das heißt, sie haben das Gefühl beim Tausch der alten gegen die neuen Gewohnheiten einen schlechten Tausch gemacht zu haben. Weiter haben die Mitarbeiter Angst sich nicht in dem neuen Wandel zurechtzufinden. Ein Widerstand entsteht dann, wenn die Strategie des Unternehmens als schädlich angesehen wird und sich deshalb gegen den Wandel gestellt wird (Müller-Stewens & Lechner, 2005).
Daraus lassen sich zwei Widerstandebenen ableiten. Auf der einen Seite sind es Widerstände aus der Person heraus. Hierbei zeigen die beteiligten Personen wenig Bereitschaft für den Wandel, da ihr routinierter Ablauf ihnen Sicherheit und Bequemlichkeit bietet. Auf der anderen Seite können Widerstände auch aus der Organisation entstehen. In dieser Ebene wird der organisatorische Wandel auch als politischer Prozess angesehen. Der Widerstand entsteht, wenn die Machtposition bzw. die Entscheidungsbefugnis neu umverteilt wird (ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG – UNTERNEHMEN „REMEDIA“: Vorstellung des Musterunternehmens „Remedia“ sowie dessen Vision und aktuelle strategische Ausrichtung.
2 STRATEGIEIMPLEMENTIERUNG ALS KONTINUIERLICHER PROZESS: Theoretische Herleitung der Strategieimplementierung unter Verwendung des Prozessmodells nach Kolks.
3 STRATEGIC CHANGE UND MÖGLICHE WIDERSTANDSFORMEN: Analyse des notwendigen strategischen Wandels und Auseinandersetzung mit auftretenden Widerständen sowie werteorientiertem Handeln.
4 BALANCED SCORECARD: Detaillierte Ausarbeitung des Kennzahlensystems zur Strategieumsetzung inklusive Strategiekarte und Ursache-Wirkungsketten.
Schlüsselwörter
Strategische Unternehmensführung, Gesundheitsmanagement, Remedia, Strategieimplementierung, Strategic Change, Balanced Scorecard, Widerstandsformen, Unternehmenskultur, Leistungsfähigkeit, Mikronährstoffanalyse, Kennzahlen, Frühindikatoren, Spätindikatoren, Wertkonformes Verhalten, Zielerreichung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Entwicklung und Implementierung eines neuen Geschäftskonzepts für das Unternehmen „Remedia“ im Bereich der Ernährungsberatung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Strategieformulierung, den Prozess der Strategieimplementierung, den Umgang mit Widerständen im Change-Management sowie die Anwendung der Balanced Scorecard.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Darstellung eines systematischen Strategieimplementierungsprozesses, der durch ein operationales Kennzahlensystem unterstützt wird, um das geplante Unternehmenswachstum zu erreichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine theoretische Fundierung durch Literaturrecherche mit einer praktischen Anwendung auf das Fallbeispiel „Remedia“ unter Nutzung des Prozessmodells nach Kolks und des BSC-Konzepts nach Kaplan & Norton kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Strategieumsetzung in Teilphasen, untersucht psychologische und organisationale Widerstandsmuster und leitet aus der Unternehmensstrategie konkrete Balanced-Scorecard-Ziele ab.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Strategieimplementierung, Balanced Scorecard, Strategic Change und zielorientierte Steuerung im Gesundheitswesen charakterisiert.
Warum integriert „Remedia“ eine Bewegungskomponente in das Angebot?
Aufgrund einer IST-Analyse identifizierte das Unternehmen die fehlende sportliche Komponente als Hauptgrund für Kundenverluste, was zur Entscheidung führte, Personaltraining als Alleinstellungsmerkmal zu integrieren.
Wie werden Widerstände bei „Remedia“ gehandhabt?
Widerstände werden durch die Kommunikation der neuen Anpassungen in Mitarbeitermeetings sowie durch die Verankerung von Unternehmensendwerten wie Vertrauen und Identifikation adressiert.
- Arbeit zitieren
- Vicky Tlatlik (Autor:in), 2014, Strategieimplementierung als kontinuierlicher Prozess, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/287603