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Vergewaltigung als Kriegswaffe. Motivlagen und Verläufe von Vergewaltigungen von Frauen im Bosnienkrieg

Titel: Vergewaltigung als Kriegswaffe. Motivlagen und Verläufe von Vergewaltigungen von Frauen im Bosnienkrieg

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 29 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stephanie Theresa Trapp (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit sollen die Zusammenhänge zwischen Motivlagen und Verläufen des Einsatzes von Vergewaltigung als Kriegswaffe im Bosnienkrieg untersucht werden. Dass es zu massenhaften Übergriffen auf Frauen kam, ist unumstritten. Doch warum wurde eine ganz bestimmte Bevölkerungsgruppe ausgewählt? Weshalb geschahen die Übergriffe auf genau diese Art? In einem ersten Abschnitt soll allgemein der Gewaltaspekt von Vergewaltigungen und deren Einsatz als Kriegswaffe dargestellt werden. Der sich daran anschließende Hauptteil betrachtet die Geschehnisse im Rahmen des Bosnien-Krieges (1992-1995). Nach einer knappen politisch-sozio-historischen Einordnung werden mehrere Motive der Serben für den Einsatz von Vergewaltigung bosnischer Frauen erläutert. Im Folgenden wird der systematische Einsatz von Vergewaltigung als Kriegswaffe im ehemaligen Jugoslawien analysiert, wobei die Täter, die Einrichtungen zum Vollzug der Vergewaltigungen und die Intensität und das Ausmaß dargestellt werden. In einem Fazit werden die erarbeiteten Erkenntnisse abschließend festgehalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Vergewaltigung als Kriegswaffe

2. Vergewaltigung als Kriegswaffe

2.1 Gewalt

2.2 Einsatz von Vergewaltigung als Kriegswaffe

3. Motivlagen und Verläufe von Vergewaltigung im Bosnienkrieg

3.1 Einordnung

3.1.1 Politisch-historischer Hintergrund des Bosnienkrieges

3.1.2 Ethnizität und Staatengründung

3.2 Motive für den Einsatz von Vergewaltigung bosnischer Frauen

3.2.1 Auswahl der Opfergruppe: Muslimische Frauen

3.2.1.1 Rolle der Frauen in der Gesellschaft

3.2.1.2 Doppelte Verletzungsoffenheit im Krieg

3.2.2 Psychische und physische Verletzungen

3.2.3 Nachhaltige Zersetzung der Gesellschaft

3.2.4 Die erzwungene Generation: Kinder der Vergewaltigten

3.3 Der systematische Einsatz von Vergewaltigung als Kriegswaffe

3.3.1 Die Täter – aktive und passive

3.3.2 Einrichtung von rape camps

3.3.3 Intensität und Ausmaß der Vergewaltigungen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die systematische Nutzung von Vergewaltigung als strategische Kriegswaffe während des Bosnienkrieges (1992-1995), um die komplexen Motivlagen und die daraus resultierenden sozialen sowie physischen Folgen für die muslimische Zivilbevölkerung zu analysieren.

  • Analyse des Gewaltbegriffs und der Instrumentalisierung sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten.
  • Untersuchung der sozio-kulturellen und politischen Hintergründe des Bosnienkrieges.
  • Herausarbeitung der Motive hinter der gezielten Auswahl muslimischer Frauen als Opfergruppe.
  • Erforschung der systematischen Umsetzung dieser Taktik durch "rape camps" und deren langfristige gesellschaftliche Auswirkungen.

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Einrichtung von rape camps

Erst Ende 1992 kamen erste Informationen zu Vergewaltigungslagern der serbischen Armee auf dem Boden des ehemaligen Jugoslawien (Seifert 2007: 41) zu Tage. Im Vergleich zu bisher bekannt gewordenen Kriegsverbrechen „hat die Gewalt gegen Frauen eine neue Stufe erreicht“ (Seifert 1993: 85) – mitten in Europa und vor den Augen der Welt. Die Errichtung von rape camps (Alison 2008: 47; Kohn 2010: 201; Wood 2005: 311; Förster 2002; Brownmiller o.A.) stellte einen von mehreren Schritten der serbischen Strategie dar und erfolgte höchst systematisch (Seifert 2001: 51). Muslimische Frauen wurden in diesen Lagern gefangen gehalten, mit dem Ziel, sie zu vergewaltigen, zu missbrauchen und zu foltern (Kleck 2006: 346). Die systematische Planung und Organisation reichte soweit, dass es Vergewaltigungslisten (Seifert 2007: 51) gab, laut denen, wie bereits angeführt, vor allem gebildete und prominente Frauen zuerst vergewaltigt wurden. In einigen Fällen wurde auch bekannt, dass die rape camps wie Bordelle geführt wurden und die Frauen von bosnischen Serben für Vergewaltigungen ausgewählt werden konnten (Brownmiller o.A.; Wood 2006: 312). Wie bereits ausgeführt, war es ein erklärtes Ziel, die Vergewaltigungen regelmäßig und so lange durchzuführen, bis eine Schwangerschaft eintrat und in der Folge die Frauen so lange weiter gefangen zu halten, bis es zu spät für eine Abtreibung war (Kohn 2010: 199-200). Die Pläne zur Aufrechterhaltung dieser Strategie reichten so weit, dass im Falle der Aufklärung eines der rape camps dieses umgehend aufgelöst und ein neues errichtet werden konnte (Skjelsbæk 2001: 221), vornehmlich in abgelegenen und unzugänglichen Gebieten.

Die hochorganisierte Planung und Unterhaltung dieser Lager ist zweifelsohne ein eindeutiges Indiz für die Systematik des Einsatzes von Vergewaltigung als Kriegswaffe. Hierbei kam es insbesondere nicht auf zufällige einmalige oder punktuelle sexuelle Übergriffe auf die weibliche Bevölkerung des Feindes an, sondern auf die gezielte Auswahl der Opfergruppe, die intendierte und erzwungene Erzeugung einer Schwangerschaft und insbesondere die langfristige, entwürdigende Gefangenschaft der Frauen in den rape camps.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vergewaltigung als Kriegswaffe: Einführung in das Thema der sexuellen Gewalt als historisches Phänomen und Erläuterung der Relevanz des Bosnienkrieges für das wissenschaftliche Umdenken.

2. Vergewaltigung als Kriegswaffe: Theoretische Grundlegung über Gewalt und Machtstrukturen, die den Einsatz von Vergewaltigung als bewusste militärische Strategie legitimieren.

3. Motivlagen und Verläufe von Vergewaltigung im Bosnienkrieg: Detaillierte Analyse der Hintergründe, Motive und der systematischen Umsetzung von Massenvergewaltigungen im Kontext des Bosnienkonflikts.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit der Vergewaltigung als Waffe und Forderung nach weiterer juristischer Aufarbeitung sowie Prävention.

Schlüsselwörter

Bosnienkrieg, Vergewaltigung als Kriegswaffe, sexuelle Gewalt, ethnische Säuberung, Menschenrechte, muslimische Frauen, rape camps, systematische Gewalt, Kriegführung, soziale Traumata, erzwungene Schwangerschaft, Geschlechterrollen, Völkerrecht, Kriegsverbrechen, Machtdemonstration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die systematische Verwendung von Vergewaltigung als Kriegswaffe durch serbische Kräfte während des Bosnienkrieges und beleuchtet die strategischen Hintergründe dieser Verbrechen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die sozio-kulturelle Konstruktion von Geschlechterrollen, das Konzept der "ethnischen Säuberung", die psychologischen und physischen Folgen für die Betroffenen sowie die militärische Organisation der Gewalt.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die vielschichtigen Motivlagen zu identifizieren, die dazu führten, dass sexuelle Gewalt als planvolles, hochwirksames Instrument zur Destabilisierung und Zersetzung der bosnisch-muslimischen Gesellschaft eingesetzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender soziologischer, psychologischer und politikwissenschaftlicher Studien sowie Berichte internationaler Organisationen, um die Systematik der Ereignisse zu rekonstruieren.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Einordnung des Bosnienkrieges, die spezifischen Motive gegen bosnisch-muslimische Frauen, die Rolle der "rape camps" und das Ausmaß sowie die Intensität der durchgeführten Gewalttaten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit am besten beschreiben?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie "systematische Vergewaltigung", "ethnische Säuberung", "Bosnienkrieg", "Geschlechterrollen", "Kriegswaffe" und "soziale Zersetzung" charakterisieren.

Warum wurden im Bosnienkrieg gezielt muslimische Frauen als Opfer ausgewählt?

Aufgrund der patriarchalischen Struktur der Gesellschaft und der Rolle der Frau als Trägerin der ethnischen und kulturellen Identität wirkte ein Angriff auf sie gleichzeitig als Demütigung der gesamten Ethnie und der gegnerischen Männer, was zu einer schnellen sozialen Destabilisierung führte.

Welche Bedeutung hatten die "rape camps" für die serbische Kriegsstrategie?

Die "rape camps" dienten nicht nur der massenhaften Gewalt, sondern waren ein hochgradig organisiertes Werkzeug, um durch erzwungene Schwangerschaften eine langfristige soziale Zersetzung zu bewirken und die Rückkehr der vertriebenen Bevölkerung durch dauerhafte Stigmatisierung unmöglich zu machen.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vergewaltigung als Kriegswaffe. Motivlagen und Verläufe von Vergewaltigungen von Frauen im Bosnienkrieg
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg
Note
1,0
Autor
Stephanie Theresa Trapp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
29
Katalognummer
V284610
ISBN (eBook)
9783656843269
ISBN (Buch)
9783656843276
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vergewaltigung kriegswaffe motivlagen verläufe vergewaltigungen frauen bosnienkrieg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephanie Theresa Trapp (Autor:in), 2013, Vergewaltigung als Kriegswaffe. Motivlagen und Verläufe von Vergewaltigungen von Frauen im Bosnienkrieg, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/284610
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Leseprobe aus  29  Seiten
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