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Adolf Hitler als YouTube-Phänomen

Eine Analyse des "Hitler Reacts"-Meme

Titel: Adolf Hitler als YouTube-Phänomen

Seminararbeit , 2014 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lukas Lohmer (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es war, vor allem in Deutschland, eigentlich lange Zeit ein Tabu: Die Einbindung von Adolf Hitler in einen unterhaltenden Kontext. Eigentlich! Denn wo TV-Sendungen wie “Die Harald Schmidt Show”, „Switch“ oder Filme wie “Der Wixxer” und „Mein Führer“ in gewisser Weise als “Eisbrecher” fungiert haben, gehen einige YouTube-Nutzer noch eine Stufe weiter. Sie parodieren nicht nur bestimmte historische Szenen mit dem realen Adolf Hitler, legen ihm bspw. Worte in den Mund, lassen ihn so aktuelle Ereignisse kommentieren, sondern parodieren unter Einbeziehung (realer und fiktiver Szenen) der Figur “Adolf Hitler” aktuelle Trends wie den “Harlem Shake”, „Gangnam Style“ oder nutzen ihn als eine Art provokante “Werbefigur” . Die Frage ist: Darf man das? Soll man das? Muss man das?

Gibt man nämlich „Adolf Hitler“ in die YouTube-Suchleiste ein, sortiert alle Ergebnisse nach der Anzahl ihrer Aufrufe, überrascht es auf den ersten Blick, welche Videos am häufigsten angeklickt wurden. Wer mit authentischen Originalaufnahmen gerechnet oder seriöse Dokumentationen erwartet hat, muss umdenken, denn 18 der 20 meistaufgerufenen YouTube-Videos unter dem Stichpunk „Adolf Hitler“ sind humorig intendierte Imitationen, Parodien, Persiflagen und Remixe rund um den Mann, der als hauptverantwortlich für das grausamste Verbrechen des letzten Jahrhunderts bezeichnet werden muss . Die Liste reicht von der „Epic Rap Battles of History“-Serie, bei der prominente (reale und fiktive) Persönlichkeiten aus der Weltgeschichte, verkörpert von zwei Schauspielern, in einem szenetypischen Rap-Battle gegeneinander antreten, bei der Hitler auf Darth Vader trifft , über einen, mit einer Playstation simulierten Wrestlingkampf, bei dem es Adolf Hitler mit Jesus zu tun bekommt , bis hin zu einer eigenen Hitler-Version anderer populäre Internet-Memes, wie dem „Gangnam Style“ .
Ist Adolf Hitler also zu einem Internet-Meme geworden? Hat sich der Schrecken, der dem kleinen Mann, mit dem noch kleineren Schnurrbart anhaftet in bloßen Klamauk gewandelt? Ist ein Prozess der Verharmlosung in vollem Gange (bzw. vielleicht sogar schon wieder beendet?), bei dem mit Hilfe einer neuen Internetkultur die düstere Zeit in den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts, auf die heute hervorstechende Lächerlichkeit einer Person reduziert wird?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist ein Meme?

2.1. Meme = Virus of the mind

2.2. Meme als Internet-Phänomen

3. Lachen über/unter Hitler

4. Das „Hitler Reacts“-Meme

4.1. Beispiel: Hitler rants about the Hitler Parodies

4.2. Analyse der „Hitler Reacts“-Videos

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Einbindung von Adolf Hitler als Internet-Meme auf der Plattform YouTube, wobei insbesondere die moralischen und komischen Aspekte der sogenannten „Hitler Reacts“-Videos analysiert werden, um den Wandel des kollektiven Umgangs mit der Figur Hitler im Kontext der digitalen Kultur zu beleuchten.

  • Evolution des Meme-Begriffs vom psychologischen Konstrukt zum Internet-Phänomen.
  • Komiktheoretische Analyse des Lachens über Hitler unter Berücksichtigung historischer und aktueller Kontexte.
  • Strukturelle Analyse der „Hitler Reacts“-Videos und deren satirisches Potenzial.
  • Veränderung des gesellschaftlichen Diskurses über Tabubrüche durch die partizipative Web-2.0-Kultur.
  • Untersuchung von Identitätsstiftung und Humor als Verarbeitungsstrategie in der Post-Moderne.

Auszug aus dem Buch

4.2 Analyse der „Hitler Reacts“-Videos

Warum sind diese Videos lustig? Warum gibt es Menschen, die darüber lachen können, obwohl die gezeigte Szene eigentlich eine Situation widerspiegelt, die tatsächlich den Tod vieler Millionen Menschen zur Folge hatte? Spielt Satire hier noch eine Rolle? Oder dominiert Klamauk, der einen gleichermaßen komplexen wie sensibel zu handhabenden Sachverhalt auf simple Albernheiten reduziert?

Tatsächlich ist es so, dass die meisten komischen YouTube-Clips, in die die Figur „Adolf Hitler“ involviert ist, keine oder nur wenig ernsthafte Themen tangieren. Auch unser Beispiel hat auf den ersten Blick gezeigt, dass Hitler zwar parodiert wird, aber mit der primären Intention zu unterhalten, nicht zwangsläufig um ein satirisch-kritisches Statement abzugeben. Da Silva und Dias führen diese Entwicklung auf das kulturelle Phänomen der Karnevalisierung, ein Terminus geprägt vom russischen Kulturhistoriker Michail Bachtin, zurück. Eine gesellschaftliche Strategie, bei der Komik und Gelächter zelebriert werden bzw. „die zweite Wahrheit über die Welt, deren Kompetenz nichts überschritt, […] der festliche Aspekt der Welt in all ihren Momenten, eine zweite Offenbarung in Spiel und Lachen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Darstellung von Adolf Hitler in modernen Internetmedien ein und stellt die Forschungsfrage nach dem satirischen Potenzial und der moralischen Vertretbarkeit dieser Memes.

2. Was ist ein Meme?: Das Kapitel definiert den Begriff des Memes, angefangen bei der ursprünglichen biologisch-kulturellen Theorie von Richard Dawkins bis hin zur heutigen Bedeutung als virales Internet-Phänomen.

3. Lachen über/unter Hitler: Es wird die komiktheoretische Einordnung von Hitler-Parodien analysiert, wobei besonders die Entspannungs- und Abfuhrtheorie im Fokus stehen, um das Lachen über Diktatoren historisch zu kontextualisieren.

4. Das „Hitler Reacts“-Meme: Hier findet eine deskriptive und qualitative Analyse der spezifischen „Hitler Reacts“-Videos statt, wobei das Fallbeispiel des „Rant“-Videos die Mechanismen der satirischen Demontage der Figur Hitler illustriert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und diskutiert das Potenzial einer „Godwin’s Law“-Erweiterung zur Erklärung viraler Internetphänomene sowie die Notwendigkeit zukünftiger soziologischer Forschung.

Schlüsselwörter

Internet-Meme, YouTube, Adolf Hitler, Hitler Reacts, Web 2.0, Komikforschung, Satire, Karnevalisierung, Prosumer, Der Untergang, Virale Phänomene, Mediale Identität, Kulturwissenschaft, Digitale Subkultur, Geschichtsrezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Einbindung von Adolf Hitler in Form von Internet-Memes, speziell die „Hitler Reacts“-Videoreihe, und untersucht, wie die Figur Hitler in einem digitalen, unterhaltenden Kontext neu verhandelt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung des Internet-Meme-Konzepts, die Theorie des Lachens im historischen Kontext sowie die Analyse des satirischen Potenzials von Webvideos unter Berücksichtigung popkultureller Mechanismen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu ergründen, ob Hitler-Parodien auf YouTube lediglich als ignoranter Klamauk zu verstehen sind oder ob sie ein satirisch-kritisches Potenzial besitzen, das zur Entzauberung des Diktators beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitativ-deskriptive Analyse angewandt, die durch komiktheoretische und medienkulturelle Literatur gestützt wird, um das Beispielvideo in einen theoretischen Rahmen einzubetten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Definition von Memes, einer historischen Einordnung des Humors über Hitler und einer detaillierten Analyse der Struktur und Intention der „Hitler Reacts“-Videos.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Internet-Meme, Web 2.0, Satire, Karnevalisierung, mediale Repräsentation und die spezifische Analyse von YouTube-Phänomenen.

Wie unterscheidet sich der heutige Humor über Hitler von früheren Formen?

Die Arbeit stellt fest, dass heutiger Humor auf Inkongruenzen und medialer Dekonstruktion basiert, während früherer „Galgenhumor“ als psychologische Bewältigungsstrategie in einer direkten Ausnahmesituation fungierte.

Warum spielt die Plattform YouTube eine so wichtige Rolle für dieses Meme?

YouTube bietet als „participatory culture“ den idealen Nährboden für die massenhafte Verbreitung, Adaption und ständige Umdeutung von Inhalten durch sogenannte Prosumer.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Adolf Hitler als YouTube-Phänomen
Untertitel
Eine Analyse des "Hitler Reacts"-Meme
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,0
Autor
Lukas Lohmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V282344
ISBN (eBook)
9783656767640
ISBN (Buch)
9783656767657
Sprache
Deutsch
Schlagworte
adolf hitler youtube-phänomen eine analyse reacts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Lohmer (Autor:in), 2014, Adolf Hitler als YouTube-Phänomen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/282344
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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