Didaktik ist „die Theorie und Praxis des Lernens und Lehrens“. Die Hauptaufgabe der Didaktik liegt in der Unterstützung von Lehrenden und Lernenden beim Lehren und Lernen. Die Didaktik beschäftigt sich mit den Fragen – Wer, Was, von Wem, Wann, mit Wem, Wo, Wie, Womit und Wozu – gelernt werden soll. Es gibt eine Reihe von didaktischen Modellen und Theorien. Dazu zählen beispielsweise „die bildungstheoretische Didaktik“, „die lernzielorientierte Didaktik“, „die Berliner Didaktik“, „die lerntheoretische Didaktik“ etc..
Diese Arbeit stützt sich auf die lerntheoretische Didaktik. Die lerntheoretische Didaktik geht davon aus, dass die Didaktik eine Theorie des Unterrichts ist und der Unterricht ein Ort, wo die ungelösten Fragen als konkret zu lösende Lehr- und Lernprobleme auftreten. Der Unterricht wird hier als ein strukturiertes Interaktionsfeld aufgefasst, in dem Entscheidungen über Unterrichtsziele, Inhalte, Verfahren und Medien, getroffen werden sollen.
In der vorliegenden Arbeit handelt es sich um ein interkulturelles Training, das der Vorbereitung der litauischen Germanistik-Studentinnen auf ein Auslandssemester in Deutschland dient. Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, das erstellte Trainingskonzept darzustellen und didaktisch zu begründen. Dabei sollen aber auch alle W-Fragen der Didaktik ausführlich diskutiert werden.
Die vorliegende Arbeit ist in vier Kapitel aufgeteilt. Kapitel zwei beschäftigt sich mit der Vorstellung des Trainingskonzeptes. Als Erstes wird hier allgemeine Information zum Training geliefert, wobei das Augenmerk auf die Rahmenbedingungen, Teilnehmer und Lernziele gerichtet wird. Im weiteren Schritt befasst sich das zweite Kapitel mit der Vorstellung des Trainingsablaufes. Kapitel drei setzt sich mit der didaktischen Begründung des Trainingskonzeptes auseinander. Als Erstes wird hier das Thema „interkulturelles Training“ ausführlich behandelt. Des Weiteren beschäftigt sich das dritte Kapitel mit Rahmenbedingungen, Teilnehmer und Lehrperson sowie mit Lernzielen des entworfenen Trainings. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird ein Beitrag zum Thema „Sozialform und Methode“ geleistet. Logisch darauf folgend werden die eingesetzten Medien diskutiert. Im letzten Kapitel der vorliegenden Arbeit werden die Ergebnisse der einzelnen Kapitel zusammengefasst und abschließende Thesen vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Vorstellung des Konzepts
2.1 Allgemeines zum Training
2.2 Ablauf des Trainings
3. Didaktische Begründung des Konzepts
3.1 Interkulturelles Training
3.2 Rahmenbedingungen
3.3 Teilnehmer und Lehrperson
3.4 Lernziele
3.5 Sozialform und Methoden
3.6 Medien
4. Schlussfolgerungen
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die theoretische Konzeption und didaktische Begründung eines interkulturellen Trainings, das litauische Germanistik-Studierende gezielt auf ein bevorstehendes Auslandssemester in Deutschland vorbereiten soll. Die Forschungsarbeit beleuchtet dabei, wie durch eine Kombination aus kulturallgemeinen und kulturspezifischen Inhalten sowie didaktischen und erfahrungsgestützten Methoden interkulturelle Kompetenz gefördert werden kann.
- Didaktische Gestaltung von Qualifizierungsmaßnahmen
- Kombination interkultureller Trainingsansätze
- Methodenwahl und Medieneinsatz in der Erwachsenenbildung
- Interkulturelle Sensibilisierung für den akademischen Austausch
- Analyse von Rahmenbedingungen für Vorbereitungstrainings
Auszug aus dem Buch
3.2 Rahmenbedingungen
Um ein Training optimal zu gestalten, gehört es, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Denn ungünstige Rahmenbedingungen können den Erfolg eines Trainings in großem Maße gefährden. Die schlechten Rahmenbedingungen können einerseits das produktive Arbeiten behindern, andererseits können sie sich negativ auf die Stimmung der Teilnehmer oder ihr Wohlbefinden auswirken, was sich wiederum auf die Produktivität der Teilnehmer auswirkt (Meier 2003: 44).
Besonders wichtig ist die richtige Zeiteinteilung. Ein Trainer muss sein Training so planen, dass er mit seiner Zeit hinkommt. Um ausreichend Zeit für Fragen und Zusatzinformation zu haben, muss der Trainer für jede Lerneinheit Zeitpuffer einkalkulieren. Für Partner- und Gruppenarbeit muss der Trainer ebenfalls genügend Zeit einplanen (ebd.: 60). Das kreierte interkulturelle Training dauert zehn Stunden. In dem Training sind insgesamt vier Übungsaufgaben integriert. Die eingeplanten Übungen dauern von 25 Minuten bis ca. eine Stunde. Für jede Übungsaufgabe rechnet die Trainerin von fünf bis zehn Minuten Zeitpuffer ein.
Die Konzentrationsfähigkeit ist bei den Menschen beschränkt. Schon nach fünfzehn Minuten nimmt sie signifikant ab. Aus diesem Grund sind Pausen ein wichtiger Baustein jedes Trainings. Spätestens nach 45 Minuten sollte eine kurze Pause, nach eineinhalb bis zwei Stunden eine größere Pause von mindestens fünfzehn Minuten und nach drei bis vier Stunden Lernzeit eine Pause von einer Stunde und mehr eingebaut werden (Meier 2003: 83f.). In dem entwickelten Training sind insgesamt sieben Pausen mit der Gesamtdauer von zwei Stunden und zehn Minuten eingebaut. Durchschnittlich nach 55 Minuten Lernzeit haben die Teilnehmer von zehn bis fünfzehn Minuten Pause.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das didaktische Verständnis der Arbeit, legt den Fokus auf die lerntheoretische Didaktik und umreißt die Struktur des geplanten interkulturellen Trainingskonzepts für litauische Studierende.
2. Vorstellung des Konzepts: Dieses Kapitel erläutert die organisatorischen Rahmenbedingungen des Trainings, wie Zeitplan, Räumlichkeiten und Teilnehmerstruktur, und beschreibt detailliert den geplanten Ablauf der einzelnen Trainingseinheiten.
3. Didaktische Begründung des Konzepts: Hier erfolgt eine theoretische Fundierung der Trainingsansätze, Lernziele, eingesetzten Sozialformen, Methoden und Medien unter Einbeziehung aktueller fachwissenschaftlicher Diskurse.
4. Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt die Relevanz des entwickelten Trainings für die erfolgreiche Vorbereitung auf interkulturelle Austauschaufenthalte.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Training, Germanistik-Studierende, Auslandssemester, Didaktik, Interkulturelle Kommunikation, Lernziele, Methodenwahl, Trainingskonzept, Kulturstandards, Culture-Specific Assimilator, Rollenspiel, Teilnehmersensibilisierung, Rahmenbedingungen, Medieneinsatz, Auslandsvorbereitung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption eines interkulturellen Trainings zur Vorbereitung von litauischen Germanistik-Studierenden auf ein Auslandssemester in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die didaktische Planung, die Auswahl geeigneter Trainingsmethoden, der Umgang mit interkulturellen Situationen und die Gestaltung optimaler Rahmenbedingungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein Trainingskonzept zu erstellen und dieses didaktisch zu begründen, um die Teilnehmer effektiv auf das Leben und Studium in Deutschland vorzubereiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf die lerntheoretische Didaktik und kombiniert didaktische Vortragsformate mit erfahrungsgestützten Methoden wie Rollenspielen und dem Culture-Specific Assimilator.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die didaktische Begründung des Trainings, einschließlich der Teilnehmeranalyse, der Lernzielklassifizierung sowie der funktionalen Auswahl von Sozialformen und Medien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind interkulturelles Training, Didaktik, Auslandsvorbereitung, interkulturelle Kompetenz und Trainingsmethodik.
Warum ist eine Teilnehmeranalyse für dieses Training wichtig?
Eine Teilnehmeranalyse erlaubt es, das Training präzise auf die Vorkenntnisse, Bedürfnisse und persönlichen Eigenschaften der Studierenden abzustimmen, um den Lernerfolg zu maximieren.
Was ist der Vorteil von Rollenspielen in diesem Kontext?
Rollenspiele ermöglichen es den Teilnehmenden, Fremdheitserfahrungen in einem geschützten Rahmen selbst zu erleben und emotionale Intelligenz für interkulturelle Kommunikationsprobleme zu entwickeln.
- Quote paper
- Simona Marazaite (Author), 2012, Interkulturelles Training zur Vorbereitung auf ein Auslandssemester in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/282134