Zusammenfassung des Themas "Kommunikationstheorien" des Moduls 1 A Bildungswissenschaften in kurzen Abschnitten.
Inhaltsverzeichnis
1. Shannon und Weaver: Kommunikationstheorie als Theorie der Nachrichtenübertragung
1.1 Klassisches Kommunikationsmodell
2. Watzlawick: Kommunikationstheorie als Theorie menschlichen Verhaltens
2.1 Die pragmatischen Axiome der Kommunikation
2.1.1 Das erste Axiom: die Unmöglichkeit nicht zu kommunizieren
2.2 Das zweite Axiom: der Inhalts-und Beziehungsaspekt der Kommunikation
3. Austin und Searle: Kommunikationstheorie als Sprechakttheorie
3.1 Unterscheidung von performativen und konstativen Äußerungen
3.2 Unterscheidung von illokutiven und lokutiven Sprechakten
3.3 Weiterentwicklung der Sprechakttheorie
3.4 Klassifikation der illokutiven Akte nach Searle
4. Habermas: Kommunikationstheorie der Gesellschaft als Theorie des kommunikativen Handelns
4.1 Kommunikatives Handeln und Diskurs
4.2 Sprechhandlungen und Weltbezüge
4.3 Geltungsansprüche
4.4 Lebenswelt und System
5. Dewey: Kommunikationstheorie als pädagogische Theorie des forschenden Lernens
5.1 Okkupation
5.2 Identitätsbildung und sachbezogene Interaktion
5.3 Deweys Kommunikationspädagogik
5.4 Demokratie als Idee gemeinschaftlichen Lebens und als pädagogische Zielvorstellung der Laborschule
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit bietet einen systematischen Überblick über zentrale Kommunikationstheorien, von technisch-orientierten Modellen über psychologische und sprechakttheoretische Ansätze bis hin zu gesellschaftskritischen und pädagogischen Theorien, um deren Bedeutung für soziale Interaktionsprozesse und die Bildung zu untersuchen.
- Technische Nachrichtenübertragung vs. menschliches Verhalten
- Pragmatische Axiome der Kommunikation nach Watzlawick
- Sprechakttheorie und die Analyse von Handlungen durch Sprache
- Kommunikatives Handeln und gesellschaftliche Geltungsansprüche bei Habermas
- Pragmatische Kommunikationspädagogik und Demokratieverständnis nach Dewey
Auszug aus dem Buch
Die pragmatischen Axiome der Kommunikation
Watzlawick, Beavin und Jackson führen die fünf Axiome im Sinne eines pragmatischen Kalküls ein. Ein Kalkül ist ein System von Regeln, das in konkreten und gelingenden Kommunikationsprozessen immer beachtet wird, auch nur intuitiv oder unbewusst.
In pathologischen Kommunikationsprozessen werden diese Regeln gebrochen und nicht flexibel genug angewendet.
Verhaltensprozesse mit der Eigenschaft anderen etwas mitzuteilen sind Kommunikationsprozesse. Watzlawick und die anderen Autoren definieren Kommunikation als eine Form zwischenmenschlichen Verhaltens mit Mitteilungscharakter.
Auch das nicht-sprachliche Verhalten hat Mitteilungscharakter, wenn eine zweite Person anwesend ist, z. B. die Körperhaltung.
Daraus ergibt sich das erste Axiom: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“
Durch die Axiome kann der Psychotherapeut zwischen pathologischen und gesunden Krankheitsbildern unterscheiden.
Zusammenfassung der Kapitel
Shannon und Weaver: Kommunikationstheorie als Theorie der Nachrichtenübertragung: Beschreibt das technische Modell der Nachrichtenübertragung und dessen Fokus auf die lineare Übermittlung von Signalen unter Ausklammerung der Semantik.
Watzlawick: Kommunikationstheorie als Theorie menschlichen Verhaltens: Analysiert Kommunikation als reduziertes, beobachtbares Verhalten und definiert zentrale pragmatische Axiome für die zwischenmenschliche Interaktion.
Austin und Searle: Kommunikationstheorie als Sprechakttheorie: Erläutert den Ansatz, Sprache als Handeln zu begreifen, und unterscheidet systematisch zwischen verschiedenen Typen von Sprechakten wie Assertiven oder Direktiven.
Habermas: Kommunikationstheorie der Gesellschaft als Theorie des kommunikativen Handelns: Thematisiert kommunikatives Handeln als Mittel zur Konfliktlösung und setzt sich mit Geltungsansprüchen und dem Verhältnis von System und Lebenswelt auseinander.
Dewey: Kommunikationstheorie als pädagogische Theorie des forschenden Lernens: Verknüpft praktisches Handeln mit Kommunikation und entwickelt ein pädagogisches Modell, das Bildung in den Kontext demokratischer Lebensformen stellt.
Schlüsselwörter
Kommunikationstheorie, Nachrichtenübertragung, Behaviorismus, Axiome, Sprechakttheorie, Performative Äußerungen, Habermas, Kommunikatives Handeln, Diskurs, Geltungsansprüche, Pragmatismus, Dewey, Laborschule, Pädagogik, Demokratie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit gibt einen Überblick über verschiedene wissenschaftliche Kommunikationstheorien, angefangen bei technischen Modellen bis hin zu sozialphilosophischen und pädagogischen Konzepten.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themen umfassen die Nachrichtenübertragung, psychologische Verhaltensmodelle, die analytische Sprechakttheorie sowie die Theorie des kommunikativen Handelns und eine pragmatische Kommunikationspädagogik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die unterschiedlichen theoretischen Perspektiven auf Kommunikation darzustellen und ihre Bedeutung für menschliches Handeln, soziale Interaktion und Bildungsprozesse aufzuzeigen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt theoretische Analyse und Systematisierung bestehender kommunikationstheoretischer Konzepte, um diese für pädagogische und soziologische Kontexte nutzbar zu machen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden nacheinander die Theorien von Shannon/Weaver, Watzlawick, Austin/Searle, Habermas und Dewey detailliert analysiert und ihre zentralen Aussagen gegenübergestellt.
Welche Schlüsselbegriffe sind für das Verständnis essenziell?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kommunikation, Sprechakt, Geltungsanspruch, Lebenswelt, Pragmatismus und demokratische Erziehung.
Wie unterscheidet Watzlawick zwischen Inhalts- und Beziehungsaspekt?
Der Inhaltsaspekt vermittelt die sachliche Information, während der Beziehungsaspekt festlegt, wie die Kommunikation zu interpretieren ist, wobei letzterer den Inhaltsaspekt bestimmt.
Was versteht Habermas unter dem "kommunikativen Handeln"?
Es ist ein verständigungsorientiertes Handeln, das darauf abzielt, Konflikte durch vernünftige Einigung statt durch Gewalt zu lösen und sich auf verschiedene Weltbezüge bezieht.
- Arbeit zitieren
- Marina Zuber (Autor:in), 2012, Zusammenfassung "Kommunikationstheorien" des Moduls Bildungswissenschaften, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/281002