In der Lernmotivationsforschung sind Bedingungen wichtig, die das Lernen sowie die Lernleistung durch Lernmotivation fördern können. Gegenwärtig existieren in der Fachliteratur eine Fülle von Motivationstheorien und neue pädagogische Ansätze, die eine Erweiterung der Motivationstheorien darstellen.
Diese Hausarbeit mit dem Titel die Lernmotivation unter dem sonderpädagogischen Aspekt handelt von den grundlegenden Theorien zur Lernmotivation unter besonderer Berücksichtigung der sonderpädagogischen Wissenschaft. Im Vordergrund stehen dabei die motivationalen Bedingungen, die das Lernen fördern sollen, um optimale Lernergebnisse zu erzielen. Gerade unter dem Aspekt der Sonderpädagogik ist Lernmotivation eine entscheidende Komponente, die nicht vernachlässigt werden darf.
Die zentrale Fragestellung setzt sich mit den Faktoren auseinander, die notwendig sind, um die Lernenden oder den Schüler konstant zum Lernen zu motivieren. Außerdem werden neuere Ansätze der Lernmotivationsforschung vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ziel- und Fragestellung der Arbeit
3. Begriffsklärung
3.1. Motiv und Motivation
3.2. Intrinsische und extrinsische Motivation
4. 4 Motivationstheorien
5. Einflussfaktoren auf die Lernmotivation
5.1. Schaffung von Rahmenbedingungen
5.2. Entwicklung von Kompetenzen
5.3. Lehrer-Schüler Verhältnis
6. Diskussion über die Lernmotivation für die Sonderpädagogik
6.1. Differenzierung der Lernmotivation
6.2. Schlussfolgerung für den Unterricht
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Lernmotivation unter besonderer Berücksichtigung sonderpädagogischer Aspekte. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, welche Faktoren für eine konstante Lernmotivation bei Schülern notwendig sind und wie diese in einem professionellen Unterrichtssetting gefördert werden können, um optimale Lernergebnisse zu erzielen.
- Grundlagen und Definitionen von Motiv und Motivation
- Analyse klassischer Motivationstheorien (Anreiztheorie, humanistische und kognitive Ansätze)
- Identifikation wesentlicher Einflussfaktoren auf die Lernmotivation
- Bedeutung des Lehrer-Schüler-Verhältnisses und der emotionalen Zuwendung
- Strategien zur Förderung intrinsischer Motivation im Unterricht
Auszug aus dem Buch
3.2. Intrinsische und extrinsische Motivation
Um das Thema der Lernmotivation besser verstehen zu können, ist es an dieser Stelle notwendig, die Begriffe intrinsische und extrinsische Motivation näher zu erläutern. Diese Unterscheidung ist relevant für das Verständnis von Motivation.
Auf den ersten Blick erscheint die Erklärung beider Wörter nicht unbedingt sonderlich schwierig. „Intrinsic“ kommt aus dem Englischen und meint soviel wie „innerlich dazugehörend, eigentlich, wahr oder immanent“. „Extrinsic“ auch aus dem Englischen übersetzt, meint dagegen „äußerlich, nicht dazugehörend, unwesentlich.“ Heckhausens Auffassung nach, erfolgt intrinsisches Verhalten um seiner selbst willen, es ist also nicht bloß ein Mittel für einen anderweitigen Zweck. Extrinsisch bedeutet dagegen, eine Sache um anderer Zwecke willen zu betreiben, zum Beispiel auf Grund äußerer Bedingungen.
Eine weitere Definition nach Herber erklärt die beiden Begriffe wie folgt: „Von intrinsischer Motivation können wir dann sprechen, wenn zwischen einem Subjekt (z. B. einem Lernenden) und einem Objekt (z. B. dem zu lernenden Stoff oder einer anderen Person) eine Wechselwirkung besteht, ohne dass damit weiterführende Ziele angestrebt werden (oder dem Beobachter bekannt sind). Von extrinsischer Motivation sprechen wir dann, wenn ein Subjekt sich mit einem Objekt beschäftigt, d. h. ein Wechselwirkungsverhältnis mit einem anderen Objekt eingeht, das einerseits in einem Wechselwirkungsverhältnis mit einer angestrebten, erwünschten Situation oder mit einer gefürchteten Situation steht, deren Eintreten man vermeidet bzw. zur Vermeidung eines möchte. Das Objekt dient somit dem Instrument oder Mittel zur Erreichung eines positiven bzw. zur Vermeidung eines negativen Ziels.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Lernmotivationsforschung ein und verortet die Thematik im Bereich der Sonderpädagogik.
2. Ziel- und Fragestellung der Arbeit: In diesem Abschnitt werden die zentralen Forschungsfragen formuliert, die den Unterschied zwischen Motiv und Motivation sowie die Konsequenzen für die Unterrichtsgestaltung beleuchten.
3. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Motiv, Motivation sowie die Unterschiede zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation.
4. 4 Motivationstheorien: Es werden zentrale Theorien wie die Anreiztheorie, die humanistische Annahme nach Maslow und die kognitive Annahme vorgestellt und auf ihre Relevanz für den Unterricht geprüft.
5. Einflussfaktoren auf die Lernmotivation: Das Kapitel diskutiert Rahmenbedingungen, die Kompetenzentwicklung und das Lehrer-Schüler-Verhältnis als essenzielle Faktoren für die Lernfreude.
6. Diskussion über die Lernmotivation für die Sonderpädagogik: Hier erfolgt eine spezifische Auseinandersetzung mit der Motivation bei Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und deren Umsetzung im Unterricht.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Schüler intrinsisch zu motivieren.
Schlüsselwörter
Lernmotivation, Sonderpädagogik, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Motivationstheorien, Bedürfnispyramide, Neugierde, Lernklima, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsgestaltung, Flow-Erleben, Lernleistung, Pädagogische Psychologie, Selbstbestimmung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Lernmotivation aus sonderpädagogischer Sicht und untersucht, wie Lehrkräfte diese bei Schülern effektiv fördern können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen Motivationstheorien, die Differenzierung von Motivationsarten, Einflussfaktoren wie das Schulumfeld sowie die besondere Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie Lernende durch gezielte Faktoren und Unterrichtsgestaltung konstant motiviert werden können, um den schulischen Lernerfolg zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer kritischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur und psychologischen Motivationstheorien basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Ansätze (Anreiz-, humanistische und kognitive Theorie) sowie praktische Einflussfaktoren für den Unterricht und deren Anwendung in der Sonderpädagogik erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Lernmotivation, Sonderpädagogik, intrinsische/extrinsische Motivation und die Förderung der Selbstbestimmung im Lernprozess.
Warum ist das Lehrer-Schüler-Verhältnis laut der Autorin so entscheidend?
Motivation wird als ansteckend beschrieben; eine emotionale Zuwendung und ein positives Auftreten der Lehrkraft wirken als starker Motivator, besonders bei Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Wie unterscheidet sich die Motivation von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf?
Diese Schüler weisen oft eine geringere Frustrationstoleranz auf und benötigen eine klarere Strukturierung sowie eine bewusste Förderung ihres Selbstkonzepts, um überhaupt intrinsische Motivation entwickeln zu können.
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- M. Ed. Julia Steblau (Author), 2014, Die Lernmotivation unter dem sonderpädagogischen Aspekt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/278897