In dieser Arbeit wird ein Businessplan für einen Heilpraktiker erstellt, der sich in der Stadt X niederlassen möchte. Die Gliederung des Businessplans entstand in Anlehnung an die Checkliste zum Unternehmenskonzept im Leitfaden „Existenzgründung im sozialen Sektoi" von Prof. Dr. phil. Ludger Kolhoff vom Fachbereich Sozialwesen an der FH Braunschweig / Wolfenbüttel. Er vertritt das Lehrgebiet „Soziales Management".
Auf einen Executive Summary, wie in vielen Businessplan Handbüchern gefordert, wurde bewusst verzichtet, da es nicht darum geht Investoren für eine Beteiligung zu gewinnen, sondern lediglich darum, den Geldgeber (Bank) von der Tragfähigkeit des Konzepts zu überzeugen. Potentielle Investoren, die durch schnelles Querlesen des Executive Summary Interesse an innovativen Konzepten gewinnen sollen, werden hier nicht benötigt [vgl. MBPW 2006, 2223]. Um Wiederholungen weitestgehend zu vermeiden, fällt der Businessplan kürzer aus, als dies in Wirklichkeit der Fall wäre.
Aus dem Inhalt:
Rund um die Gründung;
Marktchancen, Marketingstrategie und Konkourrenz;
Kostenplanung und Finanzplan;
Rechtliche Rahmenbedingungen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Zeitpunkt der Gründung
2. Gründerperson
3. Gründungsvorhaben
4. Marktchancen
5. Marketingstrategie
6. Konkurrenz
7. Wettbewerbskonzepte
8. Zukunftsaussichten
9. Standort
10. Kostenplanung
11. Rentabilitätsvorschau
12. Gründungsfinanzplan
13. Rechtsform
14. Rahmenbedingungen
15. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, einen praxisorientierten Businessplan für die Neugründung einer Einzelheilpraxis zu erstellen, wobei die Tragfähigkeit des Konzepts für eine Finanzierung durch ein Kreditinstitut im Vordergrund steht.
- Erstellung eines fundierten Businessplans für einen Heilpraktiker.
- Analyse von Marktchancen, Wettbewerbssituation und Marketingstrategien.
- Detaillierte Kostenplanung und Rentabilitätsvorschau.
- Berücksichtigung spezifischer Rahmenbedingungen für Existenzgründer im Gesundheitswesen.
Auszug aus dem Buch
3. Gründungsvorhaben
Die Spezialisierung auf die Behandlung von Symptomen im Zusammenhang mit Depressionen, Ängsten, Stress und Burnout - Syndrom orientiert sich an den aktuellen Medienberichten über den enormen Anstieg dieser psychischen Erkrankungen und die Unzufriedenheit der Betroffenen mit den herkömmlichen Verfahren der Schulmedizin. Aus einer vom Meinungsforschungsinstitut Emnid durchgeführten repräsentativen Umfrage geht hervor, dass 82% der Bevölkerung Naturmedizin bei Schlafstörungen und 68% bei depressiven Verstimmungen bzw. innerer Unruhe bevorzugen [Pascoe 2004, 6]. Durch die drei Therapieschwerpunkte Infusionstherapie, Osteopathie und Akupunktur wird eine wirksame Kombination zur Heilung und Linderung dieser Leiden angeboten. Zwischen 30 % und 40 % der Bevölkerung haben laut aktueller Umfrage schon Erfahrung mit Phytotherapie, Homöopathie und Vitaminen etc., die allesamt in der Infusionstherapie zum Einsatz kommen. Nur 8 % wurden bisher mit Akupunktur behandelt und 13,2 % mit Bewegungstherapien, zu denen auch die Osteopathie gehört.
Da diese Anwendungen auch bei der Behandlung von chronischen Schmerzzuständen wirksam sind, können alle Schmerzpatienten und somit auch das ältere Zielpublikum angesprochen werden. Immerhin bevorzugen zwischen 46 % und 56 % Naturmedizin bei Migräne und Venenleiden. Zusätzlich ordnen 85 % die Naturmedizin einer Empfehlung durch den Heilpraktiker zu, im Gegensatz zu nur 43 % bzw. 52 %, die dies Ärzten oder Apothekern zurechnen. [Pascoe 2004, 5-6]. Allerdings ist das Vertrauen bzgl. Informationen über Naturmedizin zu Arzt und Apotheker mit 66,3 %> bzw. 52,7 % größer, als das Vertrauen, das dem Heilpraktiker mit 45,7 % entgegengebracht wird [vgl. Pascoe 2007, 5]. Der Nutzen für die Patienten ist eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität und die Vermeidung der Einnahme chemischer Mittel mit Nebenwirkungen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Definition der Rahmenbedingungen, Zielsetzung der Arbeit und Erläuterung, warum auf ein Executive Summary verzichtet wurde.
1. Zeitpunkt der Gründung: Festlegung des Eröffnungsdatums sowie der zeitlichen Planung für die Einrichtung der Praxis.
2. Gründerperson: Detaillierte Darstellung des Werdegangs, der Qualifikationen und der Motivation des Gründers.
3. Gründungsvorhaben: Erläuterung der Behandlungsschwerpunkte, der Zielgruppen und des therapeutischen Angebots.
4. Marktchancen: Analyse der Zielgruppen (Privat- und Beihilfepatienten) und Einordnung in den wachsenden Naturheilmarkt.
5. Marketingstrategie: Vorstellung der geplanten Maßnahmen wie Internetauftritt, Vorträge und regionale Vernetzung.
6. Konkurrenz: Untersuchung der räumlichen und therapiebedingten Wettbewerbssituation in der Region.
7. Wettbewerbskonzepte: Strategische Ansätze zur Differenzierung gegenüber Mitbewerbern durch Serviceleistungen.
8. Zukunftsaussichten: Einschätzung der langfristigen Marktentwicklung und der Etablierungschancen.
9. Standort: Begründung der Standortwahl im Stadtteil Musterberg unter Berücksichtigung der Infrastruktur.
10. Kostenplanung: Kalkulation der betrieblichen Ausgaben für die ersten drei Geschäftsjahre.
11. Rentabilitätsvorschau: Prüfung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit und der Erreichbarkeit des Gewinns.
12. Gründungsfinanzplan: Aufstellung der notwendigen Investitionen und der Finanzierung durch Darlehen und Eigenkapital.
13. Rechtsform: Begründung für die Wahl des Einzelunternehmens als Rechtsform.
14. Rahmenbedingungen: Informationen zu Personal, Versicherungen und bürokratischen Anforderungen.
15. Schluss: Zusammenfassendes Fazit über die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Gründung.
Schlüsselwörter
Businessplan, Heilpraktiker, Naturheilpraxis, Existenzgründung, Gesundheitsmarkt, Therapiekonzept, Marketingstrategie, Kostenplanung, Rentabilität, Finanzierung, Praxisgründung, Patientenmanagement, Wettbewerbsanalyse, Einzelpraxis, Gesundheitsmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit erstellt einen detaillierten Businessplan für die Neugründung einer Einzelpraxis für Naturheilkunde in einer deutschen Stadt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die fachliche Spezialisierung auf bestimmte Krankheitsbilder, die marktstrategische Positionierung und die betriebswirtschaftliche Planung der Praxis.
Was ist das primäre Ziel des Businessplans?
Das primäre Ziel ist es, die Tragfähigkeit des Gründungskonzepts gegenüber externen Kapitalgebern wie Banken nachzuweisen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Verwendung von Branchenstatistiken sowie der Anwendung betriebswirtschaftlicher Kalkulationsmethoden für Existenzgründer.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Markt- und Konkurrenzanalyse, die Marketingstrategie, Standortbewertungen sowie eine fundierte Finanz- und Kostenplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Businessplan, Heilpraktiker, Praxisgründung, Rentabilität, Gesundheitsmarkt und Wettbewerbsanalyse.
Warum wird im Businessplan kein „Executive Summary“ erstellt?
Da der Businessplan vorrangig für die Bank zur Prüfung der Tragfähigkeit erstellt wird und nicht dazu dient, Investoren für eine Beteiligung zu gewinnen, wurde auf diese Zusammenfassung verzichtet.
Wie wird die Kalkulation des Stundenhonorars begründet?
Das Stundenhonorar wird auf Basis der notwendigen Lebenshaltungskosten, der Auslastungsquote und branchenüblicher Rentabilitätskennzahlen berechnet, um eine kostendeckende Praxisführung sicherzustellen.
- Quote paper
- Diplom Betriebswirt (FH) Ulrich Andrös (Author), 2008, Businessplan zur Gründung einer Naturheilpraxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/273091