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Personale Identität in der Zeit

Titel: Personale Identität in der Zeit

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 22 Seiten , Note: 2,4

Autor:in: Thomas Köhring (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, was Identität in Bezug auf den Menschen bedeutet und betrachtet die menschliche Identität über die Zeit hinweg sowie, was das im juristischen Sinne bedeutet.

„Blutiger Mord in Fußgängerzone!“ titelt die örtliche Tageszeitung. „Identität des Täters unbekannt.“. Doch woher wissen die Verbrechen aufklärenden Behörden, dass es sich bei einem Verdächtigen um ein und dieselbe Person handelt? Nach welchen Kriterien versuchen die Gerichtsmediziner die Identität des bei der Tat verstümmelten Opfers festzustellen? Sie, die Polizei, das Gericht haben diverse Verfahren und Testmöglichkeiten zur Identifikation und Feststellung der Identität von Menschen. Außerdem werden Personen anhand von äußeren Kennzeichen wie der Ähnlichkeit mit Phantombildern, dem Klang ihrer Stimme, ihren Zähnen, ihrer Blutgruppe, besonderen Merkmalen wie Narben, Hauteigenheiten oder schlichtweg mit Hilfe von Dokumenten wie Führerschein, Pass oder Personalausweis identifiziert. Einige dieser Methoden können zwar Anhaltspunkte für die Identität einer Person liefern, sind aber auch kaum verlässlich. Stimmen oder urkundliche Dokumente bspw. lassen sich in der heutigen Zeit vergleichsweise einfach fälschen. Desweiteren können äußere Ähnlichkeiten auch zu Personenverwechslungen führen. Sogenannte Doppelgänger oder Zwillinge besitzen zwar qualitative Identität, jedoch keine numerische. Sie sind also keineswegs ein und dieselbe Person. In unserer täglichen Kommunikation, einer intensionalen Sprache, macht man sich darüber keine oder wenig Gedanken. Die Grenzen, ob etwas gleich bleibt, sich verändert oder sogar etwas Neues entsteht, sind fließend. Wir bezeichnen Dinge oftmals als identisch, wenn sie sich nur sehr ähnlich sind. Wenn Peter und Bob beide einen gelben VW Käfer fahren, geht einem Beobachter schnell ein „Hey, Bob hat ja dasselbe Auto wie Peter!“ über die Lippen, wobei es sich bei dem gerade vorbeifahrenden Fahrzeug natürlich nicht um denselben Käfer handelt wie Peters, sondern um ein Modell gleicher Baureihe, Farbe, Klang etc.. Bei Identifikationsverfahren im Alltag, also bei der Polizei, vor Gericht u.Ä. spielt also das epistemologische Kriterium körperlicher oder äußerlicher Identität sicherlich die Hauptrolle. Personen werden anhand ihrer externen Merkmale (Haar-, Haut-, Augenfarbe, Statur, Narben, Geschlecht u.v.m.) identifiziert. Die Frage ist, ob sich personale Identität allein auf körperliche Identität gründet und eine Person damit...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Identität in der Philosophie und die wegweisende Theorie John Lockes

2.1. Der Identitätsbegriff unter philosophischer Betrachtung allgemein

2.2. Die Theorie John Lockes

2.3. Das Bewusstsein als entscheidendes Kriterium

2.4. Die Unterscheidung zwischen Person und Mensch

2.5. Personen besitzen den Status von Rechtssubjekten

3. Persistenz, Diachronie und Identitätsfragen im Alltag

4. Die Frage der personalen Identität im juristischen Sinne

4.1. Die Patientenverfügung – Inwieweit sollte man dem im Vorfeld formulierten Wunsch eines Menschen nachgeben, wenn dieser nun möglicherweise „ein anderer Mensch“ ist?

4.2. Die retrograde Amnesie – Kann ein Täter ohne Erinnerung als schuldfähig eingestuft werden?

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe philosophische und juristische Problem der personalen Identität. Ziel ist es, zu analysieren, welche Kriterien bestimmen, ob eine Person über Zeiträume hinweg dieselbe bleibt, und wie diese theoretischen Überlegungen mit praktischen Fragestellungen aus dem Strafrecht und der Medizin korrespondieren.

  • Philosophische Grundlagen der Identität (Leibniz, Locke)
  • Differenzierung zwischen Mensch (biologisch) und Person (bewusstseinsbasiert)
  • Diachrone Identität und das Selbst-Konzept
  • Die Problematik der Patientenverfügung bei Identitätsveränderung
  • Strafrechtliche Zurechnungsfähigkeit bei retrograder Amnesie

Auszug aus dem Buch

2.3. Das Bewusstsein als entscheidendes Kriterium

Damit kommt er zu seiner zentralen These der Identität, nämlich dem für diese entscheidenden Kriterium des Bewusstseins, was Lockes Fundament für die Identität einer Person darstellt. Für Locke ist es undenkbar, dass jemand etwas wahrnimmt, ohne sich darüber bewusst zu sein, dass er es gerade wahrnimmt.

„So besteht hierin allein die Identität der Person, das heißt das Sich-Selbst-Gleich-Bleiben eines vernünftigen Wesens. Soweit nun dieses Bewußtsein rückwärts auf vergangene Taten oder Gedanken ausgedehnt werden kann, so weit reicht die Identität dieser Person. Sie ist jetzt dasselbe Selbst wie damals; jene Handlung wurde von demselben Selbst ausgeführt, das jetzt über sie nachdenkt.“

Die Erfahrung, also gewissermaßen die Erinnerung, die dem Menschen innewohnt, ist für ihn der Ursprung menschlicher Erkenntnis. Das, was jedem Menschen als die Realität scheint, wird von den unterschiedlichen inneren und äußeren Erfahrungen jedes Einzelnen geprägt. Die inneren Erfahrungen seien Reflexionen, durch die sich der Mensch seiner mentalen Akte bewusst wird. Allerdings werden diese Erfahrungen und das Bewusstsein immer wieder durch Vergessenszustände unterbrochen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet anhand alltagssprachlicher Beispiele die Komplexität der Identitätsbestimmung und führt in die zwei zentralen Fragestellungen der Arbeit ein: Kriterien für personale Identität und deren konstitutive Bedingungen.

2. Identität in der Philosophie und die wegweisende Theorie John Lockes: Dieses Kapitel erläutert den allgemeinen philosophischen Identitätsbegriff und analysiert ausführlich John Lockes Bewusstseins-Theorie sowie die Differenzierung zwischen biologischem Menschsein und personalem Rechtssubjektstatus.

3. Persistenz, Diachronie und Identitätsfragen im Alltag: Hier wird der Gegensatz zwischen theoretisch-philosophischen Modellen und unseren Alltagsansichten thematisiert, wobei die Bedeutung von körperlichen und psychischen Aspekten für die Persistenz diskutiert wird.

4. Die Frage der personalen Identität im juristischen Sinne: Das Kapitel untersucht, wie sich theoretische Fragen zur Identität auf juristische Problemstellungen wie Patientenverfügungen bei Demenz und die strafrechtliche Zurechnungsfähigkeit bei Amnesie auswirken.

5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass die Diskussion um die personale Identität in einer Aporie endet, da weder rein empiristische noch metaphysische Ansätze die komplexen Anforderungen in moralischen und rechtlichen Kontexten vollständig erfüllen können.

Schlüsselwörter

Personale Identität, John Locke, Bewusstsein, Diachrone Identität, Persistenz, Rechtssubjekt, Patientenverfügung, Retrograde Amnesie, Zurechnungsfähigkeit, Selbst-Konzept, Ontologie, Erinnerung, Strafrecht, Metaphysik, Empirismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die philosophischen und rechtlichen Konzepte der personalen Identität und deren Beständigkeit über die Zeit hinweg.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft philosophische Identitätstheorien, insbesondere von John Locke, mit praktischen Fragestellungen aus Medizinethik und Strafrecht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erforschung der maßgeblichen Kriterien für Identität und die Aufzeigung, warum eine eindeutige Definition in existenziellen Grenzbereichen schwierig bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philosophische Analyse durchgeführt, die theoretische Ansätze mit Gedankenexperimenten und juristischen Problemfällen konfrontiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von Lockes Bewusstseinstheorie über die Alltagsperspektive der Persistenz bis hin zur konkreten Analyse von Patientenverfügungen und Amnesie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Personale Identität, Bewusstsein, Zurechnungsfähigkeit und die Spannung zwischen körperlicher Physis und mentalem Selbst.

Wie unterscheidet Locke zwischen Mensch und Person?

Locke definiert den Menschen als biologischen Organismus, während eine Person durch Vernunftbegabung und das Bewusstsein ihrer Handlungen sowie deren Zurechenbarkeit definiert wird.

Warum stellt die Patientenverfügung ein Problem der Identität dar?

Das Problem besteht darin, ob ein in gesundem Zustand verfasster Wille für einen Patienten bindend bleibt, wenn dessen Identität (durch Krankheit) so stark verändert ist, dass man von einem „anderen Menschen“ sprechen könnte.

Ist ein Täter ohne Erinnerung an seine Tat laut Autor strafrechtlich schuldfähig?

Der Autor argumentiert, dass die körperliche Identität und die rechtliche Konstruktion auch bei fehlender Erinnerung eine Bestrafung rechtfertigen, da eine psychologische Unzurechnungsfähigkeit allein durch Gedächtnisverlust schwer nachweisbar ist.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Personale Identität in der Zeit
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Identität
Note
2,4
Autor
Thomas Köhring (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
22
Katalognummer
V264634
ISBN (eBook)
9783656542018
ISBN (Buch)
9783656542988
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Identität Theoretische Philosophie Jura Persistenz Philosophie Juristiktion Recht Rechtsphilosophie Philosophie des Rechts Perduranz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Köhring (Autor:in), 2013, Personale Identität in der Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/264634
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Leseprobe aus  22  Seiten
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