Es wird die Frage verfolgt, welcher Zusammenhang zwischen Innovation, Kreativität und Problemlösungsprozessen besteht.
Dazu wird sich in einem ersten Teil dem Innovationsmanagement theoretisch angenähert, unterschiedliche Definitionsansätze und Typen von Innovationen untersucht, eine erste Abgrenzung vom Begriff der Idee vorgenommen und den Zusammenhang von Problemstellungen und Innovationsmanagement erläutert. In einem zweiten Schritt wird auf den Problemlösungsprozess eingegangen, wobei der Terminus Problem im Kontext von Handlung, Lernen und Kompetenz beleuchtet und eine Definition für Problemlösungsprozesse erarbeitet wird. Im dritten Kapitel wird dann in die Kreativitätsthematik eingeführt. Hier wird neben einer Abhandlung über den Terminus, insbesondere auf zwei unterschiedliche Ansätze eingegangen und Kreativität ins Verhältnis zu Innovation gesetzt. Außerdem werden Eigenschaften und Kreativitätstechniken vorgestellt, um die Rolle von Kreativität in Problemlösungsprozessen zu unterstreichen. In einem abschließenden Kapitel wird die Leitfrage nach dem Zusammenhang von Kreativität und Problemlösungsprozessen im Rahmen des Managements von Innovationen nochmals aufgegriffen und geprüft, ob sie im Hauptteil beantwortet wurde. Zudem werden die zentralen Forschungsergebnisse dieser Arbeit zusammengefasst und einer kritischen Wertung unterzogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Innovationsmanagement
3. Der Problemlösungsprozess
4. Kreativität
4.1 Begriffsentwicklung
4.2 Menschenzentrierter und utilitaristischer Ansatz
4.3 Eigenschaften von Kreativität
4.4 Kreativitätstechniken
5. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Kreativität, Innovation und Problemlösungsprozessen. Das primäre Ziel ist es, die Rolle der Kreativität als essenzielle Fähigkeit bei der Gestaltung erfolgreicher Problemlösungsprozesse im Kontext des Innovationsmanagements zu identifizieren und theoretisch einzuordnen.
- Grundlagen des Innovationsmanagements und Abgrenzung zu verwandten Begriffen wie Invention
- Analyse des Problemlösungsprozesses im Kontext von Handlung, Lernen und Kompetenz
- Vergleichende Betrachtung menschenzentrierter und utilitaristischer Ansätze der Kreativität
- Untersuchung der Eigenschaften kreativer Menschen und deren Relevanz für Innovationsprozesse
- Darstellung von Kreativitätstechniken als formale Instrumente zur Unterstützung der Ideenfindung
Auszug aus dem Buch
4.1 Begriffsentwicklung
Was Kreativität ausmacht in einer Definition festzuhalten, würde den Terminus zu sehr eingrenzen. Denn gerade die Eingrenzung birgt in Bezug auf die Kreativität die Gefahr, zu kurz zu greifen. Unabhängig von der wissenschaftlichen Disziplin ist der Begriff Kreativität in den meisten Fällen positiv konnotiert (vgl. von Hentig 2000, S. 12). Vom lateinischen Wortursprung abgeleitet, lässt sich Kreativität in drei Komponenten unterteilen. Creare bedeutet hervorbringen, schaffen oder etwas erfinden, während der Bestandteil vis Kraft, Stärke oder Einfluss beschreibt und crescere mit wachsen, werden oder entstehen übersetzt werden kann. Diese Dreigliedrigkeit zeigt, dass Kreativität nicht nur das aktive Tun, sondern auch die Fähigkeit abwarten zu können und das Vorhandensein einer inneren Kraft beschreibt. (Vgl. Brunner 2009, S. 5f.)
Der amerikanische Begriff creativity stellt den Ursprung für das heutige Verständnis von Kreativität dar. Vor Beginn des Zweiten Weltkriegs stand in den USA insbesondere die Intelligenzforschung im Fokus. Das Militär versuchte intelligentes Personal für den Ersten Weltkrieg zu rekrutieren. Dazu wurden systematisch Testverfahren entwickelt, die mittels zielgerichteter Multiple-Choice-Fragen Intelligenz messbar machen sollten und als Auswahlinstrument eingesetzt wurden. Bei der Auswahl von Piloten für den Einsatz im Zweiten Weltkrieg bemerkte man, dass ein einfallsreiches Reagieren in Notsituationen mehr als ein rein logisches Vorgehen erfordert. Die bisherigen Intelligenztests waren nicht darauf ausgelegt die geforderte Einfallskraft zu messen. In den Nachkriegsjahren wurde im Zuge des militärischen, technischen und kulturellen Wettlaufs mit der Sowjetunion deshalb die Förderung von Kreativität verstärkt. Man fand heraus, dass Intelligenz und Kreativität nicht besonders hoch korrelieren und zunehmend unabhängig voneinander untersucht werden müssen. (Vgl. Csikszentmihalyi 2001, S. 135ff)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz von Veränderungen und Innovationen für Organisationen und definiert die Fragestellung nach dem Zusammenhang zwischen Innovation, Kreativität und Problemlösungsprozessen.
2. Innovationsmanagement: Das Kapitel führt in den Terminus Innovation ein, grenzt ihn von Begriffen wie Idee ab und beleuchtet das Management von Innovationen sowie dessen Einflussfaktoren.
3. Der Problemlösungsprozess: Hier wird der Begriff des Problems analysiert, eine Arbeitsdefinition erarbeitet und der Problemlösungsprozess in Bezug zu Handlung, Kompetenz und verschiedenen Suchstrategien gesetzt.
4. Kreativität: Dieses Kapitel widmet sich der Begriffsentwicklung, unterscheidet zwischen menschenzentrierten und utilitaristischen Ansätzen und stellt Eigenschaften sowie Techniken der Kreativität vor.
5. Schluss: Der abschließende Teil fasst die zentralen Forschungsergebnisse zusammen und bewertet den theoretischen Zusammenhang der behandelten Komponenten im Innovationsmanagement.
Schlüsselwörter
Innovationsmanagement, Kreativität, Problemlösungsprozess, Invention, Problemlösung, Kreativitätstechniken, Innovationsprozess, Kompetenz, Erfahrungslernen, Evolutionsstrategie, Nutzenorientierung, Selbstverwirklichung, Innovationsfähigkeit, systemisches Management, Ideenfindung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Verknüpfung von Kreativität und Problemlösungsprozessen im Kontext des professionellen Innovationsmanagements in Organisationen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Einordnung von Innovationen, die Analyse komplexer Problemlösungsprozesse sowie die verschiedenen wissenschaftlichen Ansätze zur Kreativität und deren Anwendungstechniken.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, zu klären, welche Rolle Kreativität innerhalb von Innovations- und Problemlösungsprozessen spielt und wie dieser Zusammenhang theoretisch fundiert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Zugänge und Definitionsansätze aus der Management- und Kreativitätsforschung synthetisiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Annäherung an das Innovationsmanagement, die detaillierte Untersuchung des Problemlösungsprozesses sowie eine ausführliche Einführung in die Kreativitätsthematik inklusive ihrer Eigenschaften und Methoden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Innovationsmanagement, Kreativität, Problemlösungsprozess, Kompetenzentwicklung und Evolutionsstrategie charakterisiert.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Kreativität und Innovation?
Kreativität wird als das gedankliche Fundament und die Fähigkeit zur Ideengenerierung betrachtet, während Innovation den darauf aufbauenden, praktischen Umsetzungsprozess zur Erzielung wirtschaftlicher Ziele darstellt.
Welche Rolle spielen Kreativitätstechniken im Innovationsmanagement?
Kreativitätstechniken fungieren als formale Instrumente, die dabei helfen, verfestigte Denkmuster zu überwinden und durch assoziative oder systematisch-analytische Prinzipien neue Lösungsansätze zu generieren.
Was versteht die Arbeit unter einer Evolutionsstrategie?
Die Evolutionsstrategie wird als ein Suchprozess in komplexen Problemsituationen beschrieben, der im Gegensatz zu Gradientenstrategien eine kreative Destabilisierung und Umbewertung von Vorhandenem voraussetzt.
Welchen Beitrag leistet die Personalentwicklung?
Die Personalentwicklung kann innovationsfördernd wirken, indem sie kreative Eigenschaften durch entsprechende Instrumente wie betriebliches Vorschlagswesen oder Projektmanagement systematisch unterstützt.
- Arbeit zitieren
- Daniel Zäck (Autor:in), 2013, Innovationsmanagement. Der Zusammenhang von Kreativität und Problemlösungsprozessen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262511