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Narrative Verfahren zur Entfaltung von Milieu und Atmosphäre in Zolas L'Assomoir

Titel: Narrative Verfahren zur Entfaltung von Milieu und Atmosphäre in Zolas L'Assomoir

Seminararbeit , 2003 , 15 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Christina Döpfert (Autor:in)

Französische Philologie - Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Emile Zolas L’Assomoir ist der erste Roman des Zyklus Les Rougon-Macquart, der ausschließlich
in einem proletarischen Milieu spielt. Er handelt von der Wäscherin Gervaise, die
in Paris mit ihrem Ehemann ein kurzes Glück erlebt. Als Coupeau jedoch nach einem Arbeitsunfall
alkoholabhängig wird, zerbricht die Protagonistin an ihrem Schicksal und stirbt
schließlich vollkommen verarmt unter einer Treppe.
Der Autor verwendet in seinem Werk zahlreiche narrative Verfahren zur Entfaltung von Milieu
und Atmosphäre. Ziel der Hausarbeit ist es, diese Verfahren herauszuarbeiten und zu untersuchen,
wie Zola mit ihrer Hilfe unterschiedliche Atmosphären erzeugt. Eine wichtige Rolle
spielen hierbei die verschiedenen Räume, die Chronotopoi, die mehrere Funktionen haben.
Daher werde ich zu Beginn meiner Hausarbeit zwei Theorien zum Chronotopos-Begriff vorstellen,
nämlich die von Lotman und die von Bachtin. Anschließend möchte ich einen Überblick
über die wichtigsten narrativen Verfahren geben, die der Autor in seinem Roman
L’Assomoir verwendet. Ich werde danach zeigen, wie mit ihrer Hilfe Atmosphäre erzeugt wird,
und zwar anhand von vier Räumen. Hierfür habe ich zunächst Paris und seine Straßen ausgewählt.
Die Stadt ist das übergreifende Milieu, in das die Handlung eingebettet ist und das
die Figuren prägt. Desweiteren werde ich das Mietshaus beschreiben, in dem die Hauptperson
Gervaise die meiste Zeit wohnt. Hier werden die schlechten Lebensbedingungen der Arbeiter
im 19. Jahrhundert besonders deutlich. Als nächstes stelle ich den Laden von Madame
Coupeau vor, der sich im Laufe des Buches ändert. Ich habe ihn ausgewählt, weil er, zumindest zu Beginn, einer der wenigen positiv beschriebenen Chronotopoi ist. Als letztes möchte
ich noch auf die Kneipe L’Assomoir eingehen. Man sieht schon daran, dass sie gleichnamig
mit dem Titel ist, dass sie eine zentrale Rolle spielt. Sie steht symbolisch für den Alkohol und
stellt dessen Bedrohung dar. Zum Schluss werde ich die Thematik behandeln, welche Auswirkungen
es hat, dass Zola in jedem Raum mit den gleichen Verfahren arbeitet. Es stellt sich
die Frage, ob dadurch nicht die Gefahr besteht, dass der Roman für den Leser langweilig
wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorien zum Chronotopos-Begriff

2.1 Chronotopos nach Lotman

2.1 Chronotopos nach Bachtin

3 Überblick über die narrativen Verfahren

4 Wichtige Chronotopoi

4.1 Der Chronotopos Paris und seine Straßen – Vereinnahmender Moloch

4.2 Der Chronotopos Mietshaus – Das Leben der Arbeiter in Armut

4.3 Der Chronotopos Laden – Spiegelbild von Gervaise’ Entwicklung

4.4 Der Chronotopos L’Assomoir – Alkohol als Bedrohung

5 Schlußbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die narrativen Verfahren, mit denen Émile Zola in seinem Roman L’Assomoir Milieu und Atmosphäre entfaltet. Im Zentrum steht die Analyse spezifischer Räume (Chronotopoi) und deren Bedeutung für die Charakterisierung, die atmosphärische Wirkung und die Darstellung der determinierten Lebensverhältnisse der Arbeiterklasse im 19. Jahrhundert.

  • Analyse raumtheoretischer Konzepte nach Lotman und Bachtin
  • Einsatz von Symbolik, Synästhesie und Wortfeldern zur Atmosphärenerzeugung
  • Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Raumgestaltung und Figurenentwicklung
  • Funktion von Paris, Mietshaus, Laden und Kneipe als Milieuträger
  • Diskussion der Deterministentheorie im Kontext von Zolas Romanzyklus

Auszug aus dem Buch

4.1 Der Chronotopos Paris und seine Straßen – Vereinnahmender Moloch

Paris ist ein sehr wichtiger Chronotopos, der in vielen von Zolas Romanen eine große Rolle spielt. Die Stadt ist ein übergreifendes Milieu, das die Protagonisten prägt. Außerdem steht sie für die Industrialisierung und stellt somit den Rahmen des ganzen Romanzyklus dar.

Im Roman L’Assomoir werden Paris und seine Straßen an mehreren Stellen beschrieben. Zum ersten Mal gleich in Kapitel eins, als Gervaise aus dem Fenster des Hotel Boncœur schaut, um nach Lantier Ausschau zu halten, der in der Nacht nicht heimgekommen ist. Der Leser erhält einen ersten Eindruck von „Zolas Paris“. Dieser erste Eindruck ist durch und durch negativ. Die Motive, beziehungsweise Wortfelder Tod/Krankheit sind stark vertreten und erzeugen eine düstere Atmosphäre: tabliers sanglants; bêtes massacrées; des cris d’assassinés. Vom Fenster aus sieht Gervaise direkt auf ein Schlachthaus und auf ein Hospital. Diese stehen für den Tod von Tieren beziehungsweise für den Tod/das Leid von Menschen. Das verstärkte Auftreten dieses Themas weckt beim Leser eine ungute Vorahnung bezüglich des Schicksals der Hauptperson.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Untersuchungsgegenstandes, der Zielsetzung sowie der theoretischen Grundlage zur Analyse narrativer Verfahren in Zolas Roman.

2 Theorien zum Chronotopos-Begriff: Erläuterung der raumtheoretischen Ansätze von Lotman und Bachtin, die als methodisches Fundament der Arbeit dienen.

3 Überblick über die narrativen Verfahren: Auflistung der zentralen stilistischen Mittel, darunter semantische Wortfelder, Synästhesie und Personifizierung, die zur Entfaltung von Atmosphäre eingesetzt werden.

4 Wichtige Chronotopoi: Detaillierte Analyse der vier zentralen Schauplätze (Paris, Mietshaus, Laden, Kneipe) hinsichtlich ihrer symbolischen Funktion und atmosphärischen Wirkung.

5 Schlußbetrachtung: Synthese der Ergebnisse zur Polyfunktionalität der Raumbeschreibungen und Bestätigung der These, dass Zolas repetitive Verfahren der atmosphärischen Verdichtung dienen.

Schlüsselwörter

Émile Zola, L’Assomoir, Naturalismus, Chronotopos, Milieustudie, narrative Verfahren, Atmosphäre, Industrialisierung, Raumtheorie, Determinisierung, Gervaise, Paris, Literaturanalyse, Raumgestaltung, Symbolik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die erzählerischen Techniken, die Émile Zola verwendet, um Milieu und Atmosphäre in seinem Roman L’Assomoir zu erschaffen.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung literarischer Räume, dem Einfluss des sozialen Milieus auf die Figuren und der symbolischen Bedeutung der Industrialisierung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie spezifische Räume als Chronotopoi fungieren und wie diese Räume die Schicksale und Entwicklungen der Protagonisten spiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung stützt sich auf die raumtheoretischen Konzepte von Juri Lotman und Michail Bachtin, kombiniert mit einer strukturalistischen Analyse der narrativen Mittel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die vier zentralen Orte – Paris, das Mietshaus, Gervaises Laden und die Kneipe – unter dem Aspekt ihrer diskursiven Atmosphärenbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Naturalismus, Chronotopos, Determinisierung, Milieustudie und die spezifischen narrativen Verfahren Zolas.

Inwiefern beeinflusst der „Chronotopos“ die Interpretation von Gervaises Schicksal?

Der Raum dient als Vorahnung; so symbolisiert das Treppenhaus des Mietshauses beispielsweise einen Abgrund, der Gervaises sozialen und moralischen Niedergang vorwegnimmt.

Warum wird der Laden von Gervaise als „Spiegelbild“ bezeichnet?

Der Laden korreliert direkt mit Gervaises Zustand: Anfangs ist er sauber und florierend, wie ihre Ambitionen, und verfällt im gleichen Maße wie ihre Disziplin und Gesundheit.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Narrative Verfahren zur Entfaltung von Milieu und Atmosphäre in Zolas L'Assomoir
Hochschule
Universität Mannheim  (Romanisches Seminar)
Note
2,3
Autor
Christina Döpfert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
15
Katalognummer
V24375
ISBN (eBook)
9783638272643
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Narrative Verfahren Entfaltung Milieu Atmosphäre Zolas Assomoir
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christina Döpfert (Autor:in), 2003, Narrative Verfahren zur Entfaltung von Milieu und Atmosphäre in Zolas L'Assomoir, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/24375
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Leseprobe aus  15  Seiten
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