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Eine Untersuchung der geschlechterspezifischen, häuslichen Arbeitsteilung

Unter Berücksichtigung Pierre Bourdieus „Die männliche Herrschaft“

Titel: Eine Untersuchung der geschlechterspezifischen, häuslichen Arbeitsteilung

Hausarbeit , 2011 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Katarina Baier (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Es stellt sich mir in der Tat so dar, daß [sic!] [...] die häusliche Einheit einer der Orte ist, wo die männliche Herrschaft auf die sichtbarste und unbestreitbarste Weise zum Ausdruck kommt“1
Pierre Bourdieu
1. Einleitung
Auch wenn sich in den letzten Jahren die Anzahl der Frauen erhöht hat, die durch Erwerbsarbeit zum Familieneinkommen beitragen, hat dies jedoch keine entsprechende Auswirkung auf die Beteiligung der Männer an der Haus- und Familienarbeit nach sich gezogen. Jedoch hat sich zumindest die Einstellung zur familialen Arbeitsteilung in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. War es früher normal, dass die Hausarbeit komplett von der Frau übernommen wurde, so wird heutzutage gerade bei jungen Frauen und Männern mit höherem Bildungsniveau eine Gleichverteilung der häuslichen Pflichten begrüßt und angestrebt. Nach diesem Geschlechtsrollenansatz2 wird die Arbeitsteilung im Haushalt als Ergebnis einer normativen Geschlechtsrollenorientierungen der Partner angesehen. Die Einstellungen bewegen sich zwischen einer traditionalen und nontraditionalen Ausrichtung und hängen vom Bildungsgrad und der Sozialisation ab. So nimmt man an, dass in Partnerschaften mit nontraditionalen Orientierungen, Männer mehr Hausarbeit und Frauen weniger Hausarbeit leisten. Es wird also Egalität bei der häuslichen Arbeitsteilung angestrebt.
Im Widerspruch dazu steht, dass dennoch nach wie vor in der deutschen Durchschnittsfamilie3 die klassische Rollenverteilung gelebt wird: Der Mann bleibt erwerbstätiger Ernährer, die Frau die häuslich Sorgende mit Verantwortung für Haushalt und Kinder. Konflikte zwischen Männern und Frauen sind vorprogrammiert, wenn sich die modernen Ansichten nicht mit den traditionellen verbinden lassen. Ein Blick in gleichgeschlechtliche Partnerschaften würde sich hier lohnen.verbinden lassen.
Haben sich auch – oder gerade – im partnerschaftlichen Bereich patriarchale Strukturen und standardisierte Geschlechterrollen so sehr im Verhalten manifestiert, dass zwangsläufig immer wieder alte Muster bedient werden müssen? Der französische Soziologe Pierre Bourdieu stellt sich in seinem Buch „Die männliche Herrschaft“ genau diese Frage: Wie konnte und kann die Herrschaft der Männer über die Frauen konstant die Jahrhunderte überdauern? Liegt auch in unserer heutigen Gesellschaft eine Herrschaft der Männer über die Frauen vor, die so dominant ist, dass Sie sich auf alle Lebensbereiche aus- gedehnt hat?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konfliktfeld: Familiale Arbeitsteilung

3. Pierre Bourdieu - Untersuchung der männlichen Herrschaft

3.1. Das Paradox der doxa

3.2. Die symbolische Gewalt

3.3. Sozialanalyse der Kabylischen Gesellschaft

3.3.1. Sozialisation zur Legitimation des Herrschaftsverhältnisses

3.3.2. Die Frau als Komplizin

4. Wirkung der männlichen Herrschaft Bourdieus im Kontext der familialen Arbeitsteilung

4.1. Konfliktausprägung

4.2. Konfliktlösungsansatz

5. Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen modernen egalitären Vorstellungen junger Paare und der tatsächlichen, häufig traditionalen Rollenverteilung in der häuslichen Arbeitsteilung, wobei der theoretische Rahmen durch Pierre Bourdieus Werk „Die männliche Herrschaft“ gebildet wird.

  • Analyse der geschlechterspezifischen Aufteilung von Haus- und Familienarbeit.
  • Rekonstruktion zentraler Konzepte Bourdieus wie symbolische Gewalt und Habitus.
  • Untersuchung der Sozialisation als Mechanismus zur Legitimierung von Herrschaftsverhältnissen.
  • Darstellung der „Komplizenschaft“ der Frau bei der Aufrechterhaltung patriarchaler Strukturen.
  • Diskussion von Lösungsansätzen durch eine symbolische Revolution.

Auszug aus dem Buch

3.1. Das Paradox der doxa

Was beinhaltet Bourdieus Theorie der männlichen Herrschaft und wie begründet er diese? Gleich zu Beginn seines Werks stellt er die Frage die ihn zum Schreiben des Buchs bewegt hat. Er möchte untersuchen, wie es zu dem „Paradox der doxa“ - wie er es nennt - kommt, nämlich dass sich „die bestehende Ordnung mit ihren Herrschaftsverhältnissen, ihren Rechten und Bevorzugungen, ihren Privilegien und Ungerechtigkeiten, von einigen historischen Zufällen abgesehen, letzten Endes mit solcher Mühelosigkeit erhält“8. Das hier bezeichnete Herrschaftsverhältnis stellt für ihn das der Herrschaft der Männer über die Frauen dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert das Auseinanderklaffen von modernem Anspruch auf Gleichberechtigung und der traditionellen Rollenrealität in der familialen Arbeitsteilung.

2. Das Konfliktfeld: Familiale Arbeitsteilung: Das Kapitel belegt anhand von Statistiken, dass Frauen auch in modernen Partnerschaften den Großteil der Haus- und Sorgearbeit übernehmen.

3. Pierre Bourdieu - Untersuchung der männlichen Herrschaft: Dieses Kapitel rekonstruiert die theoretischen Grundlagen Bourdieus, insbesondere das Paradox der doxa, symbolische Gewalt und die Analyse der kabylischen Gesellschaft.

4. Wirkung der männlichen Herrschaft Bourdieus im Kontext der familialen Arbeitsteilung: Hier wird Bourdieus Theorie auf die moderne häusliche Arbeitsteilung angewandt, um Konflikte zu erklären und mögliche Wege zur Überwindung dieser Strukturen aufzuzeigen.

5. Schlussbemerkungen: Die Autorin zieht ein Fazit über die Aktualität und die Grenzen von Bourdieus Theorie für die Analyse heutiger Geschlechterverhältnisse.

Schlüsselwörter

Männliche Herrschaft, Pierre Bourdieu, geschlechterspezifische Arbeitsteilung, symbolische Gewalt, Familienarbeit, Sozialisation, Habitus, Geschlechterrollen, häusliche Arbeit, Machtverhältnisse, symbolische Revolution, Komplizenschaft, Patriarchat, Genderforschung, soziale Konstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Fortbestehen ungleicher geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung in modernen Partnerschaften und nutzt hierfür die soziologische Theorie der männlichen Herrschaft von Pierre Bourdieu.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Kernbereichen zählen die familiäre Arbeitsteilung, die theoretischen Ansätze Bourdieus zu symbolischer Gewalt und Herrschaft sowie die Relevanz dieser Theorien für die aktuelle Gesellschaft.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie tiefgreifend traditionelle Geschlechterrollen im Habitus verankert sind und warum diese trotz egalitärer moderner Ansichten fortbestehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die Bourdieus Konzepte rekonstruiert und diese deduktiv auf das aktuelle Phänomen der familialen Arbeitsteilung überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Machtkonstruktion nach Bourdieu und deren Anwendung auf die Rollenverteilung in Haushalten sowie eine Diskussion über Lösungsstrategien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Schlüsselbegriffe sind Männliche Herrschaft, symbolische Gewalt, Arbeitsteilung, Sozialisation und Geschlechterrollen.

Inwiefern spielt das Konzept der „Komplizenschaft“ eine Rolle?

Die Arbeit erläutert, dass Frauen unbewusst zur Aufrechterhaltung der männlichen Herrschaft beitragen, da sie diese Ordnung verinnerlicht haben und durch ihre eigene Lebensführung mitlegitimieren.

Warum wählt die Autorin das Beispiel der kabylischen Gesellschaft?

Die Analyse der Kabylen dient als methodisches Instrument, um durch den „Umweg“ über eine fremde Gesellschaft die unsichtbaren Mechanismen der eigenen, westlichen Geschlechterordnung sichtbar zu machen.

Welche Kritik äußert die Autorin an Bourdieus Lösungsansatz?

Die Autorin empfindet Bourdieus Vorschlag einer symbolischen Revolution als zu vage und bemerkt, dass das von ihm skizzierte Konstrukt der Machtmaschine als zu ausweglos erscheint.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eine Untersuchung der geschlechterspezifischen, häuslichen Arbeitsteilung
Untertitel
Unter Berücksichtigung Pierre Bourdieus „Die männliche Herrschaft“
Hochschule
Universität Potsdam  (Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Einführung in die Konfliktsoziologie
Note
1,3
Autor
Katarina Baier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V229545
ISBN (eBook)
9783656454571
ISBN (Buch)
9783656457398
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bourdieu häusliche Arbeitsteilung Konfliktsoziologie Allgemeine Soziologie Geschlechtersoziologie Familiale Arbeitsteilung Männliche Herrschaft Stellung der Frau
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katarina Baier (Autor:in), 2011, Eine Untersuchung der geschlechterspezifischen, häuslichen Arbeitsteilung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/229545
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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