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Zur Shop-Startseite › Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Die Macht des Vorurteils revisited. Die Doublette des Rassismus

Titel: Die Macht des Vorurteils revisited. Die Doublette des Rassismus

Masterarbeit , 2013 , 79 Seiten , Note: 1,1

Autor:in: Patrick White (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es gibt philosophische Werke, die so komplex und umfangreich sind, dass es eine wissenschaftliche Leistung darstellt, sie sich und anderen zu erschließen und „den Kern der Argumentation herauszuarbeiten“ (White, S. 3). Pierre-André Taguieffs „Die Macht des Vorurteils. Der Rassismus und sein Double“ kann man wohl getrost zu dieser Literaturgattung zählen. Seine These, dass antirassistische Politiken das, was sie zu bekämpfen vorgeben, im Effekt tatsächlich reproduzieren und Rassismus und Antirassismus sich also gegenseitig bedingen, erscheint ja nicht sofort plausibel. P. White hat die entsprechende Argumentation nachvollziehbar zusammengefasst, mit zahlreichen Querverweisen zur zugrundeliegenden philosophischen Literatur schlüssig eingeordnet und am Ende auch praktisch kontextualisiert. Er kommt zu dem Schluss, dass nicht Links und Rechts das „Hauptproblem“ oder die Hauptkategorien der Politik seien, sondern vielmehr die „Unterscheidung von Universalismus und Differentialismus (S. 74). Eine beachtenswerte Konsequenz kluger Analyse, mit weitreichenden politischen Folgen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Idee

1.2 Methodik

2. Zur Macht des Vorurteils

2.1 Zum Vorwort / Einleitung

2.2 Grund zum Misstrauen – Antirassismus auf dem Falschen Weg

2.3 Definitorisches - oder: Von der Notwendigkeit, das Andere zu (Ver-)Achten

2.4 Das Wort „Rassismus“ in Alltag und Wissenschaft

2.5 Die Verortung des Antirassismus in der Wissenschaft

2.6 Idealtypische Darstellung des Rassismus durch den Antirassismus

3. Entwicklung der Vorurteilskritik

3.1 Intellektuelle Grundlagen

3.2 Theorien zum Vorurteil

3.3 Rassismus und Antirassismus als Gegenspieler

3.4 Zur „Angst vor der Mischung“

3.5 Idealtypische Verfahren und Charakteristika des Antirassismus

3.6 Grundsätzliches zum Theoretischen Dualismus

4. Aussicht auf Verbesserung

4.1 Normative Annahmen „Jenseits des Rassismus“

4.2 Forderung eines „Diffizilen Universalismus“

4.3 Lösung im Recht?

4.4 Die Universalistische Möglichkeit

5. Schlussbetrachtungen

5.1 Zusammenfassendes

5.2 Epilog: Beispiel einer Verschobenen Logik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit setzt sich kritisch mit Pierre-André Taguieffs Werk „Die Macht des Vorurteils“ auseinander, um die theoretischen Verflechtungen und Paradoxien zwischen Rassismus und Antirassismus zu beleuchten. Ziel ist es, die ideologischen Muster des Antirassismus offenzulegen, die den Rassismus paradoxerweise oft mitgenerieren, anstatt ihn wirksam zu überwinden.

  • Analyse der ideologischen Konzepte von Rassismus und Antirassismus
  • Untersuchung von Begriffsverschiebungen und der „Falle“ der Antirassismus-Ideologie
  • Kritik an der Dichotomie von Täter- und Opferrollen
  • Thematisierung des theoretischen Dualismus und der Bedeutung von Universalismus versus Partikularismus
  • Reflexion über Möglichkeiten einer ideologiefreien Vorurteilskritik

Auszug aus dem Buch

2.2 Grund zum Misstrauen – Antirassismus auf dem Falschen Weg

Aktionismus ist oftmals Ausdruck einer theoretische Leere, die aufgefüllt werden muss, so dass sich alle schulterklopfend vergewissern können, niemals untätig geblieben zu sein - wenngleich auch die Zielsetzung darunter leidet. So leidet der Antirassismus bereits an seinen Begriffsbestimmungen, die nur unzureichend beschreiben, was er zu bekämpfen vorgibt. Spätestens seit den 70er Jahren wirft sich der Antirassismus als Verteidiger einer „wahren“ Wissenschaft in Pose, die jegliche biologistische Anthropologisierung als unhaltbar und voraufklärerisch negiert. Der Rassismus habe keine wissenschaftliche Legitimität und somit ist der Grundkonsens derer, die sich Antirassisten nennen, klar. Allerdings wird hierbei ausgeblendet, dass sich rassistische Diskurse nicht mehr auf der Ebene der Ungleichheiten von Rassen abspielen. Verschiedenartigkeit wird heute nicht mehr durch biologistische Ungleichheit begründet, sondern findet im differentialistischen Diskurs des Kulturalismus statt.

Pierre-André Taguieff unterscheidet hierbei drei Formverschiebungen der Konzepte des Rassismus: Der Begriff der Rasse ist mittlerweile fast verschwunden, da biologistische Konzepte auf einen veralteten Rassismus hinweisen, für den der Antirassismus ja Gegenkonzepte parat hat. Statt Rasse wird von Kultur gesprochen und die Verlagerung weg von zoologischen Prämissen fordert Ethnologie und Anthropologie nun auf, die im Mythos der schweizerischen Eidgenossen proklamierte Gleichheit in der Verschiedenheit zu begründen. Der Rassismus, der sich kulturalistisch gibt, wird nun oftmals gar nicht mehr erkannt und der Antirassismus bleibt somit machtlos. Eine weitere Formverschiebung ist zu beobachten, wenn Ungleichheit, die immer hierarchisierend wirkt und somit kategorisiert, zugunsten eines Unterschieds verschwindet. Es bleibt beim gleichen Inhalt, der auf die Angst vor dem Anderen und die Rettung des Eigenen abzielt, wenngleich nun behauptet wird, es handelt sich nur um eine Feststellung und eben nicht um eine Wertung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung erläutert die thematische Relevanz der Analyse des Rassismus und Antirassismus und definiert das methodische Vorgehen als textnahe Untersuchung von Taguieffs Hauptwerk.

2. Zur Macht des Vorurteils: Das Kapitel untersucht die theoretischen Grundlagen des Rassismus, dessen Wandel vom biologischen zum kulturalistischen Diskurs und die kritische Rolle des Antirassismus, der sich oft in polemischen Mustern verfängt.

3. Entwicklung der Vorurteilskritik: Hier findet eine Genealogie der Vorurteilskritik statt, die von philosophischen Ansätzen bis zu soziologischen Theorien reicht und die paradoxe Tendenz des Antirassismus zur eigenen Intoleranz aufzeigt.

4. Aussicht auf Verbesserung: Dieses Kapitel diskutiert Ansätze für einen reflektierten Humanismus und einen „diffizilen Universalismus“, um der ideologischen Verstrickung zwischen Partikularismus und Universalismus zu entkommen.

5. Schlussbetrachtungen: Die Arbeit resümiert, dass eine bloße Verurteilung des Rassismus nicht ausreicht und fordert eine fundierte Ideologiekritik, die auch die eigenen Konzepte einer ständigen Reflexion unterzieht.

Schlüsselwörter

Rassismus, Antirassismus, Vorurteil, Kulturalismus, Universalismus, Differenz, Identität, Ideologiekritik, Ethnozentrismus, Essentialismus, Sozialpsychologie, Diskriminierung, Pierre-André Taguieff, Humanismus, Partikularismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Verhältnis zwischen Rassismus und Antirassismus. Sie hinterfragt, warum der Antirassismus trotz seiner moralischen Ambitionen oft unwirksam bleibt oder gar zur Verstärkung von Konflikten beiträgt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Vorurteilen, der Wandel von biologischem zu kulturalistischem Rassismus sowie die Auseinandersetzung mit der ideologischen „Doppelrolle“ des Antirassismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine detaillierte Textanalyse des Werkes „Die Macht des Vorurteils“ von Pierre-André Taguieff den Kern der rassistischen Ideologie freizulegen und eine ideologiefreie Form der Kritik zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine hermeneutische Textanalyse, um die komplexe Argumentation Taguieffs Schritt für Schritt nachzuvollziehen, zu klären und durch Querverweise zu untermauern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen und theoretischen Ursprünge der Vorurteilskritik, die Mechanismen der Identitätsbildung und die Unvereinbarkeit zwischen der „Logik der Assimilation“ und der „Logik der Differenz“ ausführlich besprochen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Kulturalismus, Essentialismus, Universalismus, Ethnozentrismus und der „Theoretische Dualismus“ prägen das Verständnis der Arbeit für die beschriebenen gesellschaftlichen Dynamiken.

Inwiefern hinterfragt die Arbeit den aktuellen Antirassismus?

Die Arbeit kritisiert, dass der aktuelle Antirassismus oft in ritualisierte, polemische Diskurse verfällt, die den Gegner lediglich delegitimieren, anstatt das zugrunde liegende Phänomen des Rassismus wissenschaftlich zu durchdringen.

Wie wird das Verhältnis von Rassismus und Antirassismus neu bewertet?

Der Autor argumentiert, dass beide Ideologien oft einem ähnlichen „Selbsterhaltungstrieb“ folgen und beide Gefahr laufen, in einem dualistischen Denken von „Gut“ gegen „Böse“ zu verharren, anstatt strukturelle Probleme gemeinsam zu analysieren.

Was schlägt der Autor als Ausweg aus dem „Teufelskreis“ vor?

Taguieff (und der Verfasser der Arbeit) plädiert für einen ideologiefreien Humanismus und einen „diffizilen Universalismus“, der Differenzen anerkennt, ohne in eine Hierarchisierung oder totalitäre Uniformierung abzugleiten.

Welche Rolle spielt der Begriff „Gemeinsinn“?

Der Gemeinsinn wird als phylogenetisches Erbe interpretiert, das eine Basis für Kommunikation zwischen Menschen über kulturelle Grenzen hinweg bietet, sofern man ihn vor instrumenteller Manipulation schützt.

Ende der Leseprobe aus 79 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Macht des Vorurteils revisited. Die Doublette des Rassismus
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Politikwissenschaft)
Note
1,1
Autor
Patrick White (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
79
Katalognummer
V215336
ISBN (eBook)
9783656440703
ISBN (Buch)
9783656442189
Sprache
Deutsch
Schlagworte
macht vorurteils doublette rassismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick White (Autor:in), 2013, Die Macht des Vorurteils revisited. Die Doublette des Rassismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/215336
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Leseprobe aus  79  Seiten
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