1. Einleitung 2
2. Die Begriffe ‚Heil-, Sonder- und Behindertenpädagogik’ 3
2.1. Der Gegenstand der Heil- bzw. Sonderpädagogik 6
3. Der Begriff ‚Behinderung’ 7
3.1. Arten von Behinderungen 9
3.2. Behinderung und ihre Folgen 9
4. Behinderung und Anerkennung 10
5. Behinderung und Normalität 12
5.1. Behinderung als Abweichung von der Norm 14
6. Schluss 16
7. Literaturverzeichnis 17
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Begriffe ‚Heil-, Sonder- und Behindertenpädagogik’
2.1. Der Gegenstand der Heil- bzw. Sonderpädagogik
3. Der Begriff ‚Behinderung’
3.1. Arten von Behinderungen
3.2. Behinderung und ihre Folgen
4. Behinderung und Anerkennung
5. Behinderung und Normalität
5.1. Behinderung als Abweichung von der Norm
6. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen Behinderung und gesellschaftlicher Normalität, wobei insbesondere der Einfluss von Ausgrenzung auf behinderte Menschen sowie Lösungsansätze durch die Anerkennungstheorie von Axel Honneth kritisch hinterfragt werden.
- Grundlagen der Heil-, Sonder- und Behindertenpädagogik
- Definitionen und Arten von Behinderung sowie deren soziale Folgen
- Analyse der Anerkennungstheorie im Kontext der Behindertenpädagogik
- Diskurs über Normalität, Normalismus und die Konstruktion von Abweichung
- Kritik an Stigmatisierungsprozessen innerhalb moderner Gesellschaften
Auszug aus dem Buch
3. Der Begriff ‚Behinderung’
Da ich im vorangegangenen Überschriftenpunkt zwei Gegenstände der Heil- und Sonderpädagogik herausgearbeitet habe, möchte ich mich in meiner weiteren Ausarbeitung nur auf die Behinderung konzentrieren.
Das zentrale Thema aller Theorien der Sonderpädagogik ist die Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Behinderung. Das Weltgesundheitsamt unterscheidet zwischen Schädigung, Leistungsminderung und Behinderung. „Schädigung ist eine dauernde oder vorübergehende psychologische, physiologische oder anatomische Einbuße und/oder Anomalie“ (Jantzen, Wolfgang. Allgemeine Behindertenpädagogik. Sozialwissenschaftliche und psychologische Grundlagen. Berlin: 2007. S. 16). Daneben ist „Leistungsminderung […] die teilweise oder gänzliche Unfähigkeit jene Tätigkeit auszuüben, die für motorische oder geistige Funktionen notwendig sind“ (Jantzen, Wolfgang. Allgemeine Behindertenpädagogik. Sozialwissenschaftliche und psychologische Grundlagen. Berlin: 2007. S. 16). „Behinderung wird ausschließlich definiert als eine vorhandene Schwierigkeit […] eine oder mehrer Tätigkeiten auszuüben, die in bezug [sic!] auf das Alter der Person, ihr Geschlecht und ihre soziale Rolle im allgemeinem als wesentliche Grundkomponenten der täglichen Lebensführung gelten […]“ (Jantzen, Wolfgang. Allgemeine Behindertenpädagogik. Sozialwissenschaftliche und psychologische Grundlagen. Berlin: 2007. S. 16f). Nach Ulrich Bleidick gilt man als behindert infolge einer Schädigung, die verschiedene Funktionsbereiche treffen kann. Diese Beeinträchtigungen können die unmittelbare Lebensbewältigung und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren. Demnach kann eine Behinderung individuelle und soziale Folgen haben. Bei einer Behinderung liegt grundsätzlich eine funktionelle Schädigung und Funktionseinschränkung vor. Aus dieser Sichtweise ist Behinderung also immer eine Folge einer Schädigung. Im Alltag wird meistens nicht von der zugrunde liegenden Schädigung und von der damit verbunden Behinderung getrennt. Jedoch wird dabei übersehen, dass das Erscheinungsbild einer Behinderung erst auf der Grundlage der Schädigung, sowie der gesellschaftlichen und familiären Bedingungen in der persönlichen Entwicklung zum Vorschein kommt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen Behinderung und gesellschaftlicher Normalität ein und skizziert den Aufbau der Hausarbeit sowie die zentrale Fragestellung.
2. Die Begriffe ‚Heil-, Sonder- und Behindertenpädagogik’: Dieses Kapitel beleuchtet die drei pädagogischen Handlungsfelder und deren gemeinsame Basis in der Unterstützung von Menschen mit besonderem Förderbedarf.
3. Der Begriff ‚Behinderung’: Es erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Definitionen von Behinderung, deren Ursachen sowie den resultierenden Arten und Folgen für das Individuum.
4. Behinderung und Anerkennung: Der Autor erläutert die Anerkennungstheorie nach Axel Honneth und diskutiert deren Bedeutung für die Inklusion und die Teilhabe behinderter Menschen.
5. Behinderung und Normalität: Dieses Kapitel analysiert das Konzept des Normalismus, die Konstruktion von Normalitätsgrenzen und die daraus resultierende Stigmatisierung von abweichendem Verhalten.
6. Schluss: Die Arbeit fasst zusammen, dass die gesellschaftliche Normalitätsvorstellung behinderte Menschen an den Rand drängt, und fordert eine Umgestaltung hin zu mehr Anerkennung in der Gesellschaftsmitte.
Schlüsselwörter
Behinderung, Normalität, Sonderpädagogik, Heilpädagogik, Anerkennungstheorie, Axel Honneth, Stigmatisierung, Inklusion, Normalismus, soziale Teilhabe, Diskurs, gesellschaftliche Normen, Beeinträchtigung, Leistungsminderung, Behindertenpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das diskursive Spannungsfeld zwischen der Definition von Behinderung und dem gesellschaftlichen Konzept von Normalität.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind pädagogische Grundbegriffe, die Anerkennungstheorie nach Honneth, der Normalismusdiskurs und die Auswirkungen von Stigmatisierung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu erörtern, wie Normalitätskonstruktionen behinderte Menschen ausgrenzen und welche Ansätze für eine gleichberechtigte Anerkennung existieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse, die pädagogische und sozialphilosophische Konzepte zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Begriffen, die Analyse der Anerkennungsbeziehungen und die Auseinandersetzung mit Normalitätsmodellen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Behinderung, Normalität, Anerkennung, Inklusion, Stigmatisierung und der Normalismus.
Wie unterscheidet sich die "protonormalistische" von der "flexibel normalistischen" Strategie?
Während die erste auf starre Grenzen und Disziplinierung setzt, versucht die zweite, Normalitätsbereiche zu expandieren und mehr Inklusion zu ermöglichen.
Welchen Stellenwert nimmt die Anerkennungstheorie von Axel Honneth ein?
Sie dient als theoretisches Fundament, um zu begründen, warum eine moralische Gemeinschaft auch behinderte Menschen als vollwertige Mitglieder einschließen muss.
Warum wird Behinderung in der Arbeit nicht nur als individuelles Merkmal gesehen?
Da Behinderung laut Autor auch ein Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse und des Umgangs mit dem Individuum ist, spielt die Umwelt eine entscheidende Rolle.
Was bedeutet der Begriff "Supererogation" im Kontext der Arbeit?
Der Begriff beschreibt eine Moralordnung, nach der behinderte Menschen auch dann als vollwertige Mitglieder gelten, wenn sie die üblichen wechselseitigen Pflichten nicht erfüllen können.
- Arbeit zitieren
- Sarah Christ (Autor:in), 2012, Behinderung und Normalität. Behinderung als Abweichung von der Norm?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/213497