Transaktionskosten bilden in modernen Volkswirtschaften einen großen Teil der entstehenden Belastungen für Unternehmen, sowie öffentliche und private Haushalte. Insbesondere bei der Auswahl geeigneter Arbeitnehmer und der damit verbundenen Vertragsgestaltung können Transaktionskosten entscheidenden Einfluss nehmen. Die vorliegende Arbeit beleuchtet die auftretenden ex ante und ex post Transaktionskosten bei unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen. Dabei wird ebenso auf Vor- und Nachteile der Vertragsverhältnisse eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Transaktionskostentheorie
2.1.1 Definition von Transaktionen
2.1.2 Eigenschaften von Transaktionen
2.1.3 Transaktionskosten und Arten von Transaktionskosten
3. VERGLEICH VON NORMALARBEITSVERHÄLTNIS UND ATYPISCHER BESCHÄFTIGUNG
4. WAHL DER ART DES BESCHÄFTIGUNGSVERHÄLTNISSES
4.1 Grundlegende Überlegungen aus Sicht der Transaktionskostentheorie
4.2 Transaktionseigenschaften als Entscheidungskriterium bei der Wahl des Beschäftigungsverhältnisses
5. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht auf Basis der Transaktionskostentheorie, welche Einflussfaktoren Unternehmen bei der Wahl zwischen einem klassischen Normalarbeitsverhältnis und flexiblen, atypischen Beschäftigungsformen steuern. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, inwieweit die Spezifität einer Arbeitsleistung sowie die Unsicherheit und Häufigkeit der Transaktion die personalwirtschaftliche Gestaltung der Vertragsbeziehungen determinieren.
- Grundlagen der Transaktionskostentheorie nach Coase und Williamson
- Abgrenzung von Normalarbeitsverhältnissen und atypischer Beschäftigung
- Die Rolle der Spezifität des Humankapitals als zentraler Entscheidungstreiber
- Einfluss von Unsicherheit und Häufigkeit auf die Vertragsgestaltung
- Implikationen für die strategische Personalwahl in Unternehmen
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Definition von Transaktionen
Die grundlegende Komponente des Transaktionskostenansatzes sind Transaktionen. PICOT (1990) bezeichnet diese als „( )sozioökonomische Austauschbeziehungen ( )“ zwischen den Individuen eine Wirtschaftssystems. Einen definitorischen Ansatz über die Beschaffenheit von Transaktionen liefert WILLIAMSON (1985):
„A transaction occurs when a good or service is transferred across a technologically separable interface.“
Dabei steht jedoch nicht die Übertragung von Gütern selbst im Vordergrund, sondern die „( ) vorgelagerte Übertragung von Verfügungsrechten ( )“. Dieser Erklärungsansatz lässt sich sowohl auf Transaktionen aus dem Markt in Organisationen hinein, als auch auf solche innerhalb von Organisationen anwenden.
Die Transaktionskostentheorie gibt eine Antwort auf zwei grundsätzliche Fragen der Organisation. Zunächst lässt sich von ihr ein Erklärungsansatz ableiten der wiederspiegelt, warum nicht sämtliche Transaktionen über den Markt stattfinden, sondern teilweise hierarchische Strukturen für die Koordination ökonomischer Tauschbeziehungen entstehen. Auf der anderen Seite bildet der Transaktionskostenansatz ebenfalls einen theoretischen Rahmen zur Rechtfertigung relationaler Verträge. Diese sind unvollständig, weil sie zwangsweise Lücken aufweisen. Die Kosten für einen vollständigen Vertrag, unter Einbezug sämtlicher Informationen, wären unverhältnismäßig hoch.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Wandel von Beschäftigungsverhältnissen hin zu atypischen Formen und identifiziert die Transaktionskostentheorie als theoretischen Erklärungsrahmen für dieses Unternehmensverhalten.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel führt in die zentralen Konzepte der Transaktionskostentheorie ein, einschließlich der Definition von Transaktionen, deren spezifischen Eigenschaften sowie der Kostenarten.
3. VERGLEICH VON NORMALARBEITSVERHÄLTNIS UND ATYPISCHER BESCHÄFTIGUNG: Hier erfolgt eine Abgrenzung der verschiedenen Beschäftigungsformen, wobei die Charakteristika des Normalarbeitsverhältnisses den flexiblen, teils heterogenen atypischen Beschäftigungsformen gegenübergestellt werden.
4. WAHL DER ART DES BESCHÄFTIGUNGSVERHÄLTNISSES: Das Kapitel analysiert, wie Transaktionseigenschaften – primär die Spezifität der Arbeitsleistung – als Entscheidungskriterium für die Wahl des Beschäftigungsverhältnisses fungieren.
5. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Spezifität der Transaktion der entscheidende Faktor für die Vertragsgestaltung ist, während Unsicherheit und Häufigkeit als unterstützende Kriterien dienen.
Schlüsselwörter
Transaktionskostentheorie, Normalarbeitsverhältnis, atypische Beschäftigung, Spezifität, Humankapital, Institutionenökonomie, Verträge, Transaktionskosten, Unsicherheit, Häufigkeit, Beschäftigungsformen, Arbeitsmarkt, Opportunismus, Personalwirtschaft, Quasi-Rente
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Seminararbeit analysiert aus transaktionskostentheoretischer Perspektive, welche Faktoren dazu führen, dass Unternehmen zwischen klassischen Normalarbeitsverhältnissen und verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung wählen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernfeldern gehören die Neue Institutionenökonomie, die Definition und Eigenschaften von Transaktionen sowie die personalwirtschaftliche Gestaltung von Arbeitsbeziehungen unter dem Einfluss von Spezifität.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu untersuchen, welchen Einfluss spezifische Transaktionseigenschaften wie Spezifität, Unsicherheit und Häufigkeit auf die Entscheidung von Unternehmen bei der Wahl des Beschäftigungsverhältnisses ausüben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt einen theoretisch-analytischen Ansatz, basierend auf der Literatur zur Transaktionskostentheorie (insb. Williamson und Coase), um eine Plausibilitätserklärung für beobachtbare Beschäftigungsstrukturen abzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Transaktionskostentheorie, die Differenzierung von Beschäftigungsverhältnissen und die detaillierte Analyse der Entscheidungskriterien für deren Auswahl.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind Begriffe wie Transaktionskostentheorie, Spezifität, atypische Beschäftigung, Humankapital und Normalarbeitsverhältnis.
Warum ist die Spezifität der Arbeit für Unternehmen so wichtig?
Hohe Spezifität erfordert laut Arbeit spezifische Investitionen, die bei einer Beendigung des Verhältnisses verloren gehen könnten, weshalb Unternehmen bei hoher Spezifität eher langfristige Normalarbeitsverhältnisse anstreben.
Was besagt das Konzept der Quasi-Rente in diesem Kontext?
Quasi-Renten entstehen aus Investitionen in das Humankapital; das Unternehmen möchte diese Investitionen durch die Dauerhaftigkeit des Beschäftigungsverhältnisses absichern, um die Differenz zwischen Ertrag und nächstbester Verwendung zu erhalten.
- Quote paper
- Benjamin Kreller (Author), 2012, Arbeitsverhältnisse nach der Transaktionskostentheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/213183