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Psychisch kranke Angehörige - Ein Familienproblem

Familiensoziologie

Titel: Psychisch kranke Angehörige - Ein Familienproblem

Hausarbeit , 2011 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Nina Schwitzky (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit 22,4 Milliarden Euro Kosten durch psychische und Verhaltensstörungen sind diese Krankheiten, laut dem statistischen Bundesamt im Jahr 2002, auf dem vierten Platz der Be-handlungskosten nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krankheiten des Verdauungssys-tems und Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und Bindegewebes.
Auf die Patienten unter 15, die 15% der Gesamtbevölkerung ausmachen, entfielen nur 6% der gesamten Krankheitskosten. Jeder dritte Euro wird hier für Krankheiten des Atmungssystems sowie der psychischen und Verhaltungsstörungen aufgewendet.
Diese Statistik zeigt, dass viele Familien einen psychisch kranken Angehörigen haben. Dadurch können innerhalb und außerhalb der Familie Konflikte und Krisen entstehen, unter den Familienmitgliedern oder mit ihrem Umfeld. Die Familien können sich ausgegrenzt füh-len oder sie grenzen sich durch Schuld- und Schamgefühle selbst von ihrem Umfeld ab.
Des Weiteren ist die Fachrichtung der Psychiatrie bzw. der Psychologie stärker von gesell-schaftlichen Veränderungen geprägt, als zum Beispiel die klassische Schulmedizin. Daraus ergibt sich unter anderem eine sehr unterschiedliche Interpretation bestimmter Persönlich-keitsmerkmale unter veränderten gesellschaftlichen Voraussetzungen. So entstanden in der Entwicklung neue Krankheitsbilder und andere wurden in ihrer Definition verändert oder er-weitert.
Mit diesen beiden Theorien wird sich die vorliegende Hausarbeit beschäftigen. So beschäf-tigt sie sich zu Beginn mit der Entwicklung der Psychiatrie und ihren elementaren Krank-heitsbildern, sowie auch bei vorliegenden Informationen mit der Entwicklung der Unterbrin-gung psychisch Kranker. Dabei werden die unterschiedlichen Epochen zum Teil tiefergehend betrachtet als andere. Die Zeit der Nationalsozialisten wird in der vorliegenden Hausarbeit bewusst nicht behandelt, da in dieser Zeit zwar im Bereich des Umgangs mit psychisch Kranken viel passiert ist, jedoch nichts, was die Entwicklung der Psychiatrie weiter gebracht hätte. In der Geschichte der Nachkriegspsychiatrie werde ich nicht gesondert auf die Entwicklung der Psychiatrie in der DDR eingehen.
Im letzten Abschnitt der Hausarbeit werde ich mich mit der Moderne beschäftigen...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Entwicklung bis 1800

3. Entwicklung von 1800 bis 1930

4. Die moderne Entwicklung

5. Ausblick und Perspektiven

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Psychiatrie und deren Auswirkungen auf die Lebenssituation von Familien mit psychisch kranken Angehörigen, mit einem besonderen Fokus auf die moderne Rolle der Angehörigenarbeit und die medikamentöse Behandlung.

  • Historische Wandlung des Umgangs mit psychisch Kranken von der Verwahrung zur Therapie
  • Die Rolle der Degenerationslehre und ihre Auswirkungen auf das soziale Stigma
  • Moderne psychiatrische Ansätze und die Bedeutung von Sozial- und Gemeindepsychiatrie
  • Kritische Betrachtung des Einsatzes von Psychopharmaka, insbesondere bei Kindern
  • Notwendigkeit der Einbindung von Angehörigen als Co-Therapeuten

Auszug aus dem Buch

Die moderne Entwicklung

In der Nachkriegszeit blieb die Psychiatrie erst mal ein Ort der Verwahrung und der Verwahr- losung der Patienten. Dies änderte sich aber in den nächsten Jahren sehr schnell. Durch die Entwicklung von Psychopharmaka konnten Patienten besser behandelt werden und die Be- dingungen in den Psychiatrien wurden besser. Zu erwähnen ist hier auch, dass vor allem auch die Angehörigen einen großen Teil dazu beitrugen, dass sich die Bedingungen für die Patienten verbesserten. So entstanden in Deutschland Angehörigengruppen, die sich auch für die Patientenrechte stark machten.

1950 wurde zufällig entdeckt, dass Chlorpromazin, welches als antiallergisches Mittel entwi- ckelt wurde und in der Erprobung war, eine antipsychotische Wirkung hat. In Folge von in- tensiver Forschung wurde 1957 Haloperidol als zweites antipsychotisches Mittel entdeckt.

Eine weitere Zufallsentdeckung war die Wirkungsweise von Imipramin, welches eigentlich bei Schizophrenie wirken sollte, aber eine antidepressive Wirkung hatte. 1960 wurden die ersten Tranquilizer eingeführt, hier als erste Librium. Tranquilizer wirken be- ruhigend, angstlösend und entspannend. Neben den chemisch hergestellten Tranquilizer gibt es auch natürliche - diese sind Baldrian und Johanniskraut. Tranquilizer können auf Grund ihrer angstlösenden und entspannenden Wirkung zu einer schnellen Gewöhnung und Ab- hängigkeit führen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ökonomische Relevanz psychischer Störungen und die daraus resultierende Belastung für betroffene Familien sowie das Ziel der Arbeit, die historische und moderne Entwicklung der Psychiatrie zu analysieren.

2. Historische Entwicklung bis 1800: Dieses Kapitel beschreibt die frühen Erklärungsansätze für seelische Leiden und die Entwicklung von der religiösen Deutung hin zur medizinischen Klassifikation und den ersten hospitalisierungsähnlichen Unterbringungsformen.

3. Entwicklung von 1800 bis 1930: Hier werden die prägenden Theorien des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, wie die Degenerationslehre und die Psychoanalyse, sowie die Anfänge moderner Behandlungsmethoden und Beratungsstrukturen untersucht.

4. Die moderne Entwicklung: Der Fokus liegt auf der Entwicklung der Psychopharmakologie seit der Nachkriegszeit, der Entstehung der Sozialpsychiatrie sowie der Etablierung von Angehörigenverbänden.

5. Ausblick und Perspektiven: Das abschließende Kapitel diskutiert die Notwendigkeit einer stärkeren Einbindung von Angehörigen, kritisiert den teils unreflektierten Einsatz von Medikamenten bei Kindern und plädiert für eine inklusive, gesellschaftliche Verantwortung.

Schlüsselwörter

Psychiatrie, Psychisch kranke Angehörige, Psychopharmaka, Geschichte der Psychiatrie, Sozialpsychiatrie, Angehörigenarbeit, Medikamentöse Therapie, ADHS, Schizophrenie, Historische Entwicklung, Gemeindepsychiatrie, Patientenrechte, Stigma, Verhaltenstherapie, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte der Psychiatrie und beleuchtet kritisch, wie sich die Behandlung psychisch kranker Menschen und die Situation ihrer Familien im Laufe der Zeit gewandelt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung psychiatrischer Einrichtungen, der Entwicklung der Psychopharmaka, der Rolle der Angehörigen sowie modernen Ansätzen wie der Gemeindepsychiatrie.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Last der Betreuung von den großen Heil- und Verwahranstalten zurück in die Familien verlagert wurde und warum hierbei ein gesteigerter Unterstützungsbedarf für Angehörige besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Aufarbeitung der Psychiatriegeschichte, ergänzt durch aktuelle fachliche Entwicklungen und persönliche Erfahrungen aus der Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte: Von den Anfängen bis 1800, die Ära 1800 bis 1930 mit ihren neuen Degenerations- und Nervenlehren bis hin zur modernen Entwicklung und den Perspektiven der heutigen Sozialpsychiatrie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Psychiatrie, Angehörigenarbeit, Sozialpsychiatrie, Geschichte, Psychopharmakologie und Inklusion sind die zentralen Begriffe der Untersuchung.

Wie bewertet die Autorin den Einsatz von Medikamenten bei Kindern?

Sie mahnt zur Vorsicht und fordert eine kritische Hinterfragung ärztlicher Diagnosen, insbesondere da Symptome wie Hyperaktivität oft fälschlicherweise als ADHS kategorisiert werden, statt nach individuellen, strukturellen Lösungen zu suchen.

Warum spielt die Angehörigenarbeit eine so zentrale Rolle im Ausblick?

Die Autorin argumentiert, dass Angehörige als Co-Therapeuten unverzichtbar sind, um die soziale Isolation der Patienten zu vermeiden und die Lebensqualität sowohl der Betroffenen als auch der Familienmitglieder langfristig zu sichern.

Welche Kritik äußert die Arbeit an aktuellen psychiatrischen Strukturen?

Sie kritisiert den Personalmangel und die zu starke Fokussierung auf reine Medikamententherapie, die eine intensive und hilfreiche Beziehungsarbeit am Patienten oft nicht zulässt.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Psychisch kranke Angehörige - Ein Familienproblem
Untertitel
Familiensoziologie
Hochschule
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Note
2,0
Autor
Nina Schwitzky (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V213060
ISBN (eBook)
9783656411345
ISBN (Buch)
9783656412106
Sprache
Deutsch
Schlagworte
psychisch angehörige familienproblem familiensoziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nina Schwitzky (Autor:in), 2011, Psychisch kranke Angehörige - Ein Familienproblem, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/213060
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Leseprobe aus  18  Seiten
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