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Die Darstellung des Nationalsozialismus im Geschichtsschulbuch, Schulbuchanalyse: DDR/BRD

Titel: Die Darstellung des Nationalsozialismus im Geschichtsschulbuch, Schulbuchanalyse: DDR/BRD

Examensarbeit , 2012 , 145 Seiten , Note: 13 Punkte

Autor:in: Katharina Götz (Autor:in)

Didaktik - Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Thematisierung des Nationalsozialismus ist nach wie vor einer der wichtigsten Bestandteile der politischen Bildungsarbeit. Schülerinnen und Schülern soll sowohl das Ausmaß der NS-Verbrechen als auch die politische Verantwortung, die aus der nationalsozialistischen Vergangenheit resultiert, vor Augen geführt werden. Ziel ist es schließlich, demokratische und mündige Staatsbürger heranzuziehen.
Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus hat in den letzten vierzig Jahren nicht an Bedeutung verloren, wohl aber haben sich die politischen Absichten hinter ihr verändert. Nach dem Zusammenfall des NS-Regimes mussten beide deutschen Teilstaaten, die DDR und die Bundesrepublik, einen Weg finden, die NS-Vergangenheit aufzuarbeiten und aus ihrem Schatten zu
treten. War die Vergangenheitsbewältigung anfangs noch in allen Besatzungszonen bzw. beiden deutschen Staaten hauptsächlich auf die Entfernung der alten Eliten ausgerichtet, so entwickelten sich die DDR und die Bundesrepublik gegen Ende der fünfziger Jahre in entgegengesetzte Richtungen. Während in der DDR eine Externalisierung der Vergangenheitsbewältigung auf die BRD erfolgte, wurde die Kontinuitätsproblematik zum Dauerdiskurs im westdeutschen Teilstaat. Beide nutzten die NS-Vergangenheit, um das jeweilige neue System im Kontext des Ost-West-Konflikts zu legitimieren.
Die Darstellung des Nationalsozialismus im Schulgeschichtsbuch ist ein vielschichtiges Forschungsfeld und ließe sich auf die unterschiedlichsten Kulturkreise und Bildungsgänge hin untersuchen. Aufgrund der politischen Bedeutung, die der Vergangenheitsbewältigung im Geschichtsunterricht des geteilten Deutschlands zukam, befasst sich diese Arbeit mit der Schulbuchanalyse eines DDR-und eines BRD-Geschichtsbuches.
Auch hier ergibt sich wiederum ein weites Feld. Der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit im geteilten Deutschland verlief in mehreren Phasen und wurde stets von außen- sowie innenpolitischen Entwicklungen bestimmt.
Die sechziger Jahre standen insbesondere im Zeichen der deutsch-deutschen Auseinandersetzung. Zu keinem anderen Zeitpunkt wurde die Geschichte, besonders die NS-Vergangenheit, in solchem Maß als Legitimitätsgarant herangezogen. Hallstein-Doktrin und Mauerbau grenzten nicht nur die beiden deutschen Gesellschaften stärker voneinander ab, sondern spalteten auch das
Geschichtsbewusstsein und die Vergangenheitsbewältigung im geteilten Deutschland.[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Begründung der Untersuchungsmethodik und Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes

2. Vergangenheitsbewältigung im geteilten Deutschland

3. Rahmenbedingungen der Schulbuchanalyse

3.1 Forschungsstand: Schulbuchanalysen zur Darstellung des NS

3.2 Das Geschichtsbuch als Quelle

3.3 Phasen der Schulbuchgestaltung nach 1948

3.3.1 In der Bundesrepublik

3.3.2 In der DDR

3.4 Der Nationalsozialismus im Lehrplan

3.4.1 Kurzer Abriss zur Lehrplangestaltung

3.4.2 Der Nationalsozialismus im westdeutschen Lehrplan

3.4.3 Der Nationalsozialismus im ostdeutschen Lehrplan

3.5 Untersuchungsgegenstände

3.5.1 Geschichte 9

3.5.2 Staatensystem und Weltpolitik

3.6 Hypothesen zur Schulbuchanalyse

4. Quantitative und qualitative Schulbuchanalyse

4.1 Kategorieneinteilungen

4.2 Quantitative Analyse

4.2.1 Darstellung der Auszählungsergebnisse

4.2.2 Zwischenfazit

4.3 Qualitative Analyse

4.3.1 Analyse der bestimmten Kategorien

4.3.2 Zwischenfazit

5. Gesamtfazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend die Darstellung des Nationalsozialismus in zwei exemplarischen Geschichtsschulbüchern der 1960er Jahre aus der Bundesrepublik Deutschland ("Staatensystem und Weltpolitik") und der DDR ("Geschichte 9"). Ziel ist es, die politische Instrumentalisierung der Geschichtsschreibung in den beiden deutschen Teilstaaten aufzuzeigen und zu analysieren, wie gesellschaftliche Rahmenbedingungen und ideologische Vorgaben das Geschichtsbewusstsein der Schüler beeinflussten.

  • Vergleich der Vergangenheitsbewältigung in Ost- und Westdeutschland.
  • Analyse der Rahmenbedingungen für die Schulbuchgestaltung nach 1948.
  • Quantitative und qualitative Inhaltsanalyse der beiden Geschichtslehrwerke.
  • Untersuchung der Darstellung von Widerstand und NS-Terror.
  • Überprüfung der politischen Instrumentalisierung in den Bildungssystemen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Geschichtsbuch als Quelle

Das Schulgeschichtsbuch stellt die Konkretisierung und Ausführung der Lehrpläne dar. Als zumeist überwiegend genutztes Unterrichtsmedium hat das Geschichtsbuch Öffentlichkeitscharakter und definiert das Fach Geschichte für Lehrer, Schüler und Eltern. Dieser Öffentlichkeitscharakter stellt einen dreifachen Anspruch an die Inhalte des Geschichtsbuchs. Zum einen sollen die Inhalte fachwissenschaftlich korrekt sein und den Forschungsstand des Fachs mit so wenig Zeitverzug wie möglich berücksichtigen. Hierbei soll allerdings eine möglichst schülergerechte Vermittlung stattfinden, was wiederum eine didaktische Reduktion der fachwissenschaftlichen Inhalte voraussetzt.

Außerdem sollen diese Schulbuchinhalte politisch verantwortbar dargestellt werden. Der Geschichtsunterricht ist einer der wichtigsten Instanzen der politischen Bildung und das Geschichtsbuch bildet hierfür das Medium zur Vermittlung jener politischen Botschaften. Folglich muss das Geschichtsbuch sowohl der unterrichtspraktischen Brauchbarkeit standhalten als gleichermaßen historische Wahrnehmung, Deutung und Orientierung veranschaulichen.

Hinzukommt, dass nicht nur die eben genannten Ansprüche an die Schulgeschichtsbücher vom jeweiligen Zeitgeist bestimmt werden, sondern ebenso durch ihre Autoren sowie die aktuellen Zulassungsbestimmungen durch die Kultusbehörden. Die Autoren der meisten Schulbücher sind oder waren zumeist selbst im Schuldienst und berufen sich nicht selten auf ihre eigenen Unterrichtsinhalte oder auf die didaktischen Konzepte der Mentoren und Fachwissenschaftler ihrer Lehrerausbildung. Diese wissenschaftliche und methodische Vorprägung schlägt sich dann in den „neuen“ Schulbüchern nieder. Außerdem bestimmt die Unterrichtsanforderung der jeweiligen Schule, über die Anschaffung zugelassener Schulbücher.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die Relevanz der Thematisierung des Nationalsozialismus in der politischen Bildung und begründet die Auswahl der beiden untersuchten Schulbücher als Untersuchungsobjekte.

2. Vergangenheitsbewältigung im geteilten Deutschland: Analysiert die unterschiedlichen Ansätze zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in der BRD und der DDR im Kontext des Systemkonflikts.

3. Rahmenbedingungen der Schulbuchanalyse: Beschreibt den Forschungsstand, die Rolle des Schulbuchs als Quelle sowie die Entstehungsgeschichte und Lehrpläne der untersuchten Lehrwerke.

4. Quantitative und qualitative Schulbuchanalyse: Führt die empirische Untersuchung der beiden Geschichtsbücher durch, unterteilt in quantitative Auszählungen und qualitative Inhaltsanalysen verschiedener Kategorien.

5. Gesamtfazit und Ausblick: Resümiert die Ergebnisse und stellt die politische Instrumentalisierung in beiden deutschen Staaten fest, während weitere Forschungsansätze aufgezeigt werden.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Geschichtsschulbuch, Vergangenheitsbewältigung, DDR, Bundesrepublik Deutschland, Schulbuchanalyse, Antifaschismus, Geschichtsunterricht, Kalter Krieg, Ideologie, Widerstand, NS-Terror, Geschichtspolitik, Lehrplan, Systemkonflikt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie in der DDR und der BRD der 1960er Jahre der Nationalsozialismus in Geschichtsschulbüchern dargestellt wurde und welche politischen Zwecke dies erfüllte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Vergangenheitsbewältigung im geteilten Deutschland, die Rolle des Schulbuchs als Instrument der politischen Bildung und der Vergleich der Darstellung von NS-Ideologie, Widerstand und NS-Terror.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die politischen Absichten hinter der Geschichtsdarstellung offenzulegen und aufzuzeigen, wie beide deutschen Staaten die NS-Vergangenheit zur Legitimation ihres eigenen Systems nutzten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin wählt eine Kombination aus quantitativer (statistische Erfassung und Wörterzählung) und qualitativer Schulbuchanalyse (deskriptiv-analytische Untersuchung von Inhalten).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende Analyse der Rahmenbedingungen, die Vorstellung der beiden Lehrwerke "Geschichte 9" (DDR) und "Staatensystem und Weltpolitik" (BRD) sowie die detaillierte Auswertung der Kategorien Aufstieg, Ideologie, Innen- und Außenpolitik, Terror und Widerstand.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind die instrumentalisierte Erinnerungskultur, der Antifaschismus als Staatsdoktrin der DDR sowie der Antitotalitarismus und die Suche nach freiheitlich-demokratischer Identität in der BRD.

Welche Rolle spielt die Person Erich Paterna im Kontext des DDR-Lehrwerks?

Als Leiter des Autorenkollektives von "Geschichte 9" und Direktor des Instituts für deutsche Geschichte prägte Paterna maßgeblich das DDR-Geschichtsbild und dessen ideologische Ausrichtung.

Was unterscheidet die Darstellung des Widerstands in den beiden Lehrwerken?

Während das DDR-Lehrwerk fast ausschließlich den kommunistischen Widerstand heroisiert, fokussiert das BRD-Lehrwerk stärker auf bürgerlich-konservative Gruppen und den Widerstand im Militär, insbesondere den 20. Juli 1944.

Ende der Leseprobe aus 145 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung des Nationalsozialismus im Geschichtsschulbuch, Schulbuchanalyse: DDR/BRD
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Veranstaltung
Geschichtsddaktik
Note
13 Punkte
Autor
Katharina Götz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
145
Katalognummer
V210290
ISBN (eBook)
9783656382263
ISBN (Buch)
9783656382751
Sprache
Deutsch
Schlagworte
darstellung nationalsozialismus geschichtsschulbuch schulbuchanalyse ddr/brd
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Götz (Autor:in), 2012, Die Darstellung des Nationalsozialismus im Geschichtsschulbuch, Schulbuchanalyse: DDR/BRD, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/210290
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  145  Seiten
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