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Das Selbstverständnis der DDR zwischen Revolution und Konterrevolution

Zur rechtsphilosophischen und rechtspraktischen Bedeutung des Schlüsselbegriffs 'Revolution' für die deutsche Verfassungsgeschichte des 20. Jahrhunderts

Titel: Das Selbstverständnis der DDR zwischen Revolution und Konterrevolution

Seminararbeit , 1999 , 41 Seiten , Note: 12

Autor:in: Thorsten Adelhardt (Autor:in)

Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die DDR hatte eine Verfassung, war aber augenscheinlich kein Verfassungsstaat. Sie verfügte über ein Parlament mit mehr Parteien und Verbänden als der deutsche Bundestag, war aber keine parlamentarische Demokratie und hatte auch kein Mehrparteiensystem. Die Regierung, die die oberste staatliche Gewalt repräsentieren sollte, war wenig mehr als ein unselbstständiger Weisungsempfänger und, obwohl sie regelmäßig an allgemeinen, gleichen Wahlen teilnahmen, waren die DDR-Bürger doch von jeder politischen Mitbestimmung ausgeschlossen. Darüber hinaus kann man die DDR im Nachhinein trotz einer Fülle von Gesetzen und einem ausgeprägten Gerichtswesen kaum als Rechtsstaat ansehen. Niemals zuvor in der deutschen Geschichte war die Kluft zwischen geschriebener Verfassung und der Verfassungswirklichkeit größer als in den vierzig Jahren der Existenz der DDR. Selbst sah sich die DDR als Bestandteil des revolutionären Weltprozesses und der sozialistischen Welt, in die sie durch eine revolutionäre Umgestaltung der Gesellschaft gelangt war. Doch haftet den geschichtlichen Vorgängen, welche das Dasein und den Werdegang der Deutschen Demokratischen Republik prägten, im Nachhinein überhaupt etwas Revolutionäres an, wenn man die gängigen Definitionen einer Revolution als Maßstab zu Grunde legt? Dies zu prüfen, ist das Ziel dieser Publikation.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Die DDR im Gesamtzusammenhang zwischen Geschichte, Politik und Ideologie – Zugleich eine Aufarbeitung des Selbstverständnisses der DDR

1.1 Die Zeit zwischen Kriegsende und der Konstitution der DDR (1945-1949)

1.1.1 Der Wandel der SBZ zur DDR

1.1.2 Die Etablierung der SED

1.1.3 Die Marxistisch-Leninistische und die Stalinistische Ideologie als Legitimationsgrundlage

1.1.4 Die Staatsgründung der DDR

1.1.5 Die Verfassung von 1949

1.2 Von der Gründung der DDR bis zum Abschluß des ersten 5-Jahres Planes (1949-1955)

1.2.1 Festigung und Konsolidierung der Macht der SED

1.2.2 Organe und Mittel der Machtausübung und Machtsicherung

1.2.3 Die Einbeziehung der DDR in den Ostblock

1.2.4 Der 17. Juni 1953 und seine Folgen

1.3 1955-1961 – Von der Entstalinisierung zum Mauerbau

1.3.1 Entstalinisierung und Kampf um die internationale Anerkennung

1.3.2 Vom Berlin-Ultimatum über den Bau der Berliner Mauer zur Festigung der DDR

1.4 Vom Bau der Mauer bis zum Sturz Ulbrichts (1961-1971)

1.4.1 Neue Legitimationsgrundlagen

1.4.2 Wirtschaftliche Konsolidierung und Ausbau der inneren Struktur der DDR

1.4.3 Das neue Strafrecht von 1967 und die Verfassung von 1968

1.4.4 Entwicklungen bis zum Sturz Ulbrichts

1.5 Die Ära Honecker (1971-1989)

1.5.1 Von der langsamen Annäherung zur schroffen Abgrenzung

1.5.2 Die Verfassungsänderung von 1974

1.5.3 Weitere Entwicklungslinien bis 1989

2 Einordnung der Geschehnisse in der DDR unter den Begriff der Revolution

2.1 Definitionsversuch der Revolution

2.2 Die einzelnen Ereignisse und ihre Einordnung unter den Revolutionsbegriff

2.2.1 Die Staatsgründung der DDR und die erste Verfassung von 1949

2.2.2 Der 17. Juni 1953 – Volksaufstand oder sogar Revolutionsversuch?

2.2.3 Der Bau der Mauer

2.2.4 Die Verfassung von 1968

2.2.5 Die Verfassungsänderung von 1974

2.2.6 Die Entwicklung der DDR als sozialistische Revolution

2.2.7 Der Fall der Mauer im Jahr 1989

2.3 Ergebnis

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Selbstverständnis der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im historischen, politischen und ideologischen Kontext. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern die vierzigjährige DDR-Geschichte und spezifische Prozesse innerhalb dieses Zeitraums als revolutionär betrachtet werden können und welche Rolle die Legitimation des Regimes dabei spielte.

  • Analyse der DDR-Entwicklung von 1945 bis 1989 im Kontext von Ideologie und Machtstrukturen.
  • Untersuchung der Rolle von Verfassungen als Instrumente der politischen Unterdrückung.
  • Kritische Einordnung verschiedener historischer Ereignisse unter den Begriff der "Revolution".
  • Bewertung des SED-Selbstverständnisses als sozialistischer Arbeiter- und Bauernstaat.

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Der Wandel der SBZ zur DDR

Mit der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation aller deutschen Streitkräfte durch das Oberkommando der Wehrmacht am 8. Mai 1945 im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst war der zweite Weltkrieg -wenigstens in Europa- beendet. Für das weitere Verfahren mit dem durch die alliierten Streitkräfte in die Knie gezwungenen Hauptaggressor des Krieges wurden schon vorab verschiedene Modelle entwickelt, die von einer Zerstückelung des deutschen Reiches in kleine, voneinander unabhängige Länder, wie es auf den alliierten Kriegskonferenzen von Teheran im Spätherbst 1943 und partiell noch in Jalta im Februar 1945 geplant wurde, bis zu einer Errichtung eines Agrarstaates reichten. Jedoch wurden diese Pläne schon ab Herbst 1944 von einem britischen Planungsstab wieder verworfen und waren ab März 1945 vollkommen vom Tisch, da eine Zergliederung Deutschlands nach allgemeiner Auffassung dessen Wirtschaftskraft dermaßen schwächen würde, dass durch die zu erwartende Abhängigkeit Deutschlands von anderen Ländern erneut ernsthafte Gefahren für den Frieden in Europa entstehen könnten. Außerdem wollte man sich einen wenigstens einigermaßen leistungsfähigen Staat im Hinblick auf Reparationen erhalten.

Auf der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli – 2.August 1945 wurde daher der Entschluss gefaßt Deutschland unter der Kontrolle Englands, der USA und der Sowjetunion weiterhin als wirtschaftliche Einheit zu betrachten, seine Industrie zu kontrollieren und seine Land- und Friedenswirtschaft zu fördern. Sein Niveau sollte jedoch unter dem der anderen europäischen Länder gehalten werden. Desweiteren wurde eine umfassende Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Demokratisierung und Dekartellisierung Deutschlands beschlossen. Mit dem Beitritt Frankreichs zu diesen Beschlüssen am 7. August kam eine vierte Besatzungsmacht hinzu, so dass Deutschland ab diesem Zeitpunkt in vier Besatzungszonen gegliedert war, die vordergründig, aller Meinungsverschiedenheiten zum Trotz, untereinander unter Beibehaltung der Anti-Hitler-Koalition noch einigermaßen gleiche Ziele Deutschland betreffend verfolgten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die DDR im Gesamtzusammenhang zwischen Geschichte, Politik und Ideologie – Zugleich eine Aufarbeitung des Selbstverständnisses der DDR: Dieses Kapitel zeichnet die historische Genese der DDR von der SBZ bis zur Ära Honecker nach und beleuchtet die Rolle der SED bei der Festigung der Macht.

2 Einordnung der Geschehnisse in der DDR unter den Begriff der Revolution: Hier werden zentrale Ereignisse wie der 17. Juni 1953, der Mauerbau und Verfassungsänderungen unter dem theoretischen Blickwinkel des Revolutionsbegriffs kritisch analysiert.

Schlussbetrachtung: Die abschließende Analyse resümiert, dass die DDR einem ständigen Wandel unterworfen war, der freizügige Gebrauch des Revolutionsbegriffs durch das SED-Regime jedoch propagandistisch motiviert und wissenschaftlich kaum haltbar war.

Schlüsselwörter

DDR, SED, Revolution, Sozialismus, Marxismus-Leninismus, Kalter Krieg, Ulbricht, Honecker, Verfassungsgeschichte, Mauerbau, 17. Juni 1953, Ideologie, Herrschaftssicherung, Ostblock, SBZ.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Selbstverständnis der DDR und analysiert, inwieweit die vierzigjährige Entwicklung des Staates und spezifische historische Ereignisse unter dem Begriff der "Revolution" subsumiert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themenfelder umfassen die Geschichte der DDR von 1945 bis 1989, die Rolle der SED als herrschende Partei, die ideologische Fundierung durch Marxismus-Leninismus und die Entwicklung der DDR-Verfassungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das Selbstverständnis der DDR im Gesamtzusammenhang von Politik, Geschichte und Ideologie herauszuarbeiten und die Frage zu beantworten, ob die DDR-Geschichte tatsächlich als revolutionär bezeichnet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor wählt einen historischen und rechtsphilosophischen Ansatz, bei dem er die DDR-Entwicklung an theoretischen Kriterien des Revolutionsbegriffs misst und mit den offiziellen Selbstdarstellungen des SED-Regimes vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische historische Analyse der DDR-Epochen sowie einen systematischen Teil, der Ereignisse wie den Volksaufstand 1953 oder den Mauerbau anhand des Revolutionsbegriffs bewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie DDR, SED, Revolution, Marxismus-Leninismus, Legitimation, Verfassung und politisches Strafrecht.

Wie bewertet der Autor den Mauerbau unter dem Aspekt der Revolution?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Mauerbau nach objektiven Kriterien kaum als revolutionär einzustufen ist, da er lediglich der Grenzsicherung diente und keine politischen Strukturen veränderte, sondern das bestehende System eher festigte.

Warum hält der Autor den DDR-Sprachgebrauch bezüglich "Revolution" für verfehlt?

Der Autor argumentiert, dass der stetige Wandel in der DDR ein Produkt der SED-Führung und der sowjetischen Besatzungsmacht ("von oben") war und nicht den Kriterien einer authentischen Revolution "von unten" entspricht; der Begriff wurde primär zur propagandistischen Legitimation genutzt.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Selbstverständnis der DDR zwischen Revolution und Konterrevolution
Untertitel
Zur rechtsphilosophischen und rechtspraktischen Bedeutung des Schlüsselbegriffs 'Revolution' für die deutsche Verfassungsgeschichte des 20. Jahrhunderts
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Juristische Fakultät)
Veranstaltung
Rechtsphilosophisches Seminar
Note
12
Autor
Thorsten Adelhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1999
Seiten
41
Katalognummer
V208354
ISBN (eBook)
9783656357827
ISBN (Buch)
9783656359982
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DDR Revolution Konterrevolution Verfassung Verfassungsgeschichte Machtsicherung SED Ära Honecker Ära Ulbricht SBZ
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thorsten Adelhardt (Autor:in), 1999, Das Selbstverständnis der DDR zwischen Revolution und Konterrevolution, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/208354
Blick ins Buch
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