Die Chance einzelner Personen durch das deutsche
Bildungssystem Bildung zu erlangen, wird als Bildungschance
bezeichnet. Leider lässt sich jedoch anhand
verschiedener, in den letzten Jahren veranlassten Studien
feststellen, dass in Deutschland immer noch ein
großes Bildungsungleichgewicht zwischen den verschiedenen
Schichten herrscht. Internationale Vergleichsuntersuchungen
wie die Studie des Instituts für
Schulentwicklungsforschung (IFS) in Kooperation mit
der Bertelsmann Stiftung, die PISA-Studie für 15-jährige
und der EURO-Student-Report stellen fest, dass im
deutschen Bildungssystem die bestehenden Verhältnisse
in einem besonderen Maß bei den kommenden Generationen
aufrechterhalten werden. Kinder aus Arbeiterfamilien
zum Beispiel, haben kaum Chancen auf eine
höhere Bildung und deren Chancen sind in jüngster Zeit
auch nochmals deutlich gesunken.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Intention der Arbeit und ihre besondere Fragestellung
2. Hauptteil
2.1. Das deutsche Schulsystem und seine Struktur
2.2. Ergebnisse aus den Studien
2.2.1. Die PISA-Studie
2.2.2. Der EURO-Student-Report
2.2.3. Studie des IFS in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung
2.3. Lösungsansätze
3. Schluss
3.1. Zusammenfassung der Ergebnisse
3.2. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das bestehende Chancenungleichgewicht im deutschen Bildungssystem, analysiert dessen strukturelle Ursachen sowie die Korrelation zwischen sozialer Herkunft und schulischem Erfolg unter Einbezug maßgeblicher Studien und erörtert potenzielle Lösungsansätze zur Förderung benachteiligter Jugendlicher.
- Strukturelle Analyse des deutschen Schulsystems
- Evaluation internationaler Vergleichsstudien (PISA, EURO-Student-Report)
- Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg
- Diskussion von Lösungsansätzen wie der Gemeinschaftsschule
- Förderung bildungsferner Schichten
Auszug aus dem Buch
2.1. Das deutsche Schulsystem und seine Struktur
Deutschland zählt derzeit knapp 12 Millionen Schülerinnen und Schüler, die in etwa 42.000 Schulen von nahezu 800.00 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Anhand dieser Zahlen wird klar, dass das deutsche Schulsystem eine wichtige und entscheidende Rolle im Leben eines jeden Menschen einnimmt. Eine historische Erläuterung zur Entstehungsgeschichte des deutschen Schulsystems soll hier nicht erfolgen, da sie für das Verständnis des Chancenungleichgewichtes nicht relevant ist. Das deutsche Bildungssystem hat sich insoweit entwickelt, dass die Verantwortung und Regelung über den Artikel 30 des Grundgesetzes, den Kultusministerien der einzelnen Bundesländer übertragen wird. Bildung ist somit Ländersache. Die Zuständigkeit ist innerhalb der verschiedenen Bundesländer häufig auf mehrere Ministerien verteilt. So gibt es beispielsweise im Bundesland Nordrheinwestfalen drei unterschiedliche Ministerien, die sich mit den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur beschäftigen (Ministerium für Schule und Weiterbildung, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport).
Die Ministerien sind für die Ziele und Inhalte des Unterrichts, für die Ausbildung, Einstellung, Finanzierung des lehrenden Personals sowie für die strukturelle Ausgestaltung des Schulwesens zuständig.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Bildungschancen und Formulierung der Fragestellung zur Chancengleichheit in Deutschland.
2. Hauptteil: Detaillierte Betrachtung des Schulsystems sowie Analyse zentraler Bildungsstudien und möglicher Lösungsansätze.
3. Schluss: Synthese der Forschungsergebnisse und Reflexion über die persönliche Relevanz der Erkenntnisse.
Schlüsselwörter
Bildungssystem, Chancengleichheit, PISA-Studie, Chancenungleichgewicht, soziale Herkunft, Bildungsstand, Kompetenzförderung, Euro-Student-Report, Gemeinschaftsschule, bildungsferne Schichten, Schulstruktur, Schulerfolg, Chancenspiegel, Selektion, Bildungsaufstieg
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage nach der Chancengleichheit innerhalb des deutschen Bildungssystems und dem Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die Struktur des Schulwesens, die Auswertung internationaler Studien zum Bildungsstand sowie die Erörterung innovativer Lösungsansätze zur Reduzierung von Bildungsungleichheiten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob im deutschen Bildungssystem tatsächliche Chancengleichheit herrscht und welche Faktoren dazu führen, dass Jugendliche aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse bekannter Studien und Berichte, wie der PISA-Studie und dem Chancenspiegel, um das Thema wissenschaftlich einzuordnen.
Was wird im Hauptteil detailliert erörtert?
Der Hauptteil analysiert die Gliederung des Schulsystems, präsentiert Ergebnisse der PISA-Studie, des Euro-Student-Reports sowie der IFS-Studie und diskutiert Lösungsansätze wie die Gemeinschaftsschule.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Bildungschancen, soziale Selektion, Bildungsgerechtigkeit, Leistungsschwäche und Schulentwicklung.
Wie unterscheidet sich die Gemeinschaftsschule von traditionellen Schulformen laut der Arbeit?
Die Gemeinschaftsschule setzt auf längeres gemeinsames Lernen von der 1. bis zur 10. Klasse und eine ganztägige Betreuung, um soziale Barrieren abzubauen und heterogene Lerngruppen zu fördern.
Welche Rolle spielt die soziale Herkunft bei der Wahl der weiterführenden Schule?
Die Arbeit verdeutlicht, dass Kinder aus der Oberschicht überproportional häufig Gymnasien besuchen, während Schüler aus der Mittel- und Unterschicht vermehrt an Berufsschulen oder im Übergangssystem landen.
- Arbeit zitieren
- Jana Philipp (Autor:in), 2012, Das Problem der Chancengleichheit im deutschen Schulsystem, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/206357