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Die Darstellung der Großstadt in Alfred Döblins "Berlin Alexanderplatz"

Titel: Die Darstellung der Großstadt in Alfred Döblins "Berlin Alexanderplatz"

Hausarbeit , 2010 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Julia Schriewer (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Allgemeines

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Großstadt als Thema wurde vor allem im 19. und 20. Jahrhundert zu einem wichtigen Teilbereich der literarischen Produktion.
Im Zentrum der Großstadtliteratur stehen die unterschiedlichen Erfahrungen des Individuums in der modernen Großstadt. Aufgabe der Großstadtliteratur ist es, diese Erfahrungen literarisch umzusetzen.
Dabei ist die Großstadt nicht mehr bloß eine austauschbare Kulisse, sie steht vielmehr im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Das Thema Großstadt wurde bereits in literarischen Texten thematisiert, darunter in der Reiseliteratur, Lyrik und Essayistik. Versucht man jedoch der komplexen Thematik in der literarischen Darstellung gerecht zu werden, stößt man, wie Volker Klotz in seinem Werk „Die erzählte Stadt“ zeigt, schnell auf Grenzen: Das epische Theater, wie zum Beispiel Berthold Brechts „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ (1928/29), hat sich dem Thema Stadt angenommen. Weitere Versuche wie Albert Camus „L’etat de siège“ (1847) belegen, dass es nahezu unmöglich ist, die Stadt in einem „Stadt-Drama“ auf die Bühne zu bringen. Diese Probleme sind der Tatsache geschuldet, dass es nötig gewesen wäre, die Regeln des Dramas aufzuheben. Wesentliche Strukturmerkmale des Dramas wie Dialog / Monolog, die Abgeschlossenheit der Handlung sowie Beschränkungen in Zeit und Raum bilden einen vorgegebenen Rahmen, in dem es nur schwer möglich ist, die Vielfältigkeit der Stadt angemessen darzustellen. Der Roman, losgelöst von der normativen Regelpoetik, bildet eine geeignetere Gattung. Seine gestalterische Offenheit ermöglicht es, die Großstadt authentischer darzustellen.

Wie im ersten Kapitel meiner Arbeit zu sehen sein wird, ist der Autor nicht auf bestimmte Darstellungsformen festgelegt. So wird in „Berlin Alexanderplatz“ die Großstadt nicht mehr als Teil eines sinnhaften Ganzen dargestellt. Gerade durch den Gebrauch von unterschiedlichen Erzähltechniken wie der Montage, dem Erzählerbericht oder auch inneren Monologen, werden dem Leser das Disparate und Widersprüchliche der Großstadt, die zahlreichen Verstrickungen im Stadtleben und die Reaktionen der Protagonisten vor Augen geführt.
In der Vermittlung zwischen Leser, der Hauptfigur Franz Biberkopf und der Stadt spielt der Erzähler eine bedeutende Rolle und es zeigt sich, dass die unterschiedlichen Wahrnehmungsperspektiven der Stadt ein ambivalentes Bild verleihen.
Im zweiten Kapitel wende ich mich den Schauplätzen von „Berlin Alexanderplatz“ zu.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Erzähltechniken von „Berlin Alexanderplatz“

2.1 Das Montageverfahren

2.2 Der Erzähler

2.3 Die konkurrierenden Wahrnehmungsperspektiven der Großstadt

3. Die Schauplätze von „Berlin Alexanderplatz“

3.1 Das Milieu der Handlung

3.2 Die Risse im Stadtbild: Der Schlachthof und die Baustelle Alexanderplatz

4. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung der modernen Großstadt in Alfred Döblins Roman „Berlin Alexanderplatz“ und analysiert, wie durch spezifische erzählerische Mittel das komplexe, oft widersprüchliche Stadtleben für den Leser erfahrbar gemacht wird. Dabei steht insbesondere die Wechselwirkung zwischen dem Protagonisten Franz Biberkopf und seinem urbanen Umfeld im Zentrum der Analyse.

  • Einsatz des Montageverfahrens zur Vermittlung urbaner Eindrücke
  • Die Funktion und Erzählweise des auktorialen Erzählers
  • Gegenüberstellung konkurrierender Wahrnehmungsperspektiven der Großstadt
  • Analyse des Handlungsraums und spezifischer Stadtschauplätze
  • Bedeutung der Risse im Stadtbild als Metaphern für Umbruch und Konflikt

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Montageverfahren

Das Prinzip der Montagetechnik wird vor allem am Anfang des zweiten, vierten, fünften und siebten Buches umgesetzt. Laut Harald Jähner sieht Alfred Döblin die Aufgabe eines epischen Schriftstellers im „Schichten, Häufen, Wälzen, Schieben“. Im Roman erweckt der Erzähler die Großstadt Berlin durch das Zusammensetzen von zahlreichen einzelnen Bruchstücken zum Leben und überträgt somit ein Fertigungsverfahren aus dem industriellen Kontext in den literarischen Bereich. Die unterschiedlichen akustischen, optischen als auch schriftlichen Einzelstücke werden aus ihren ursprünglichen Kontext entnommen und in den Romantext eingesetzt. Dabei wird der besondere Status dieses „Zitats“ aber nicht hervorgehoben. Es wird ohne Hinweise, wie zum Beispiel durch das Setzen von Anführungsstrichen, und ohne Bearbeitung in den Text integriert. Somit entsteht für den Leser ein Durcheinander von Informationen und Eindrücken, die analog zu den Eindrücken in einer modernen Großstadt gesehen werden können. Mit Hilfe dieser Technik kommt der Leser dem Durcheinander auf den Schauplätzen in „Berlin Alexanderplatz“ sehr nah und er ist in der Lage, die Eindrücke und Stimmungen in den Straßen aufzuschnappen und individuell zu verarbeiten. Dies entspricht auch dem Charakteristikum des Kinostils. Durch die kommentarlose Wiedergabe der Umgebung mittels der Montagetechnik ist es dem Leser möglich, das gerade Gelesene wie einen Film vor dem inneren Auge ablaufen zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der Großstadtliteratur ein und erläutert die besondere Eignung des Romans zur Darstellung urbaner Komplexität.

2. Die Erzähltechniken von „Berlin Alexanderplatz“: Es werden die zentralen narrativen Verfahren wie Montage, Erzählerbericht und innerer Monolog untersucht, die das chaotische Wesen der Großstadt erfassbar machen.

3. Die Schauplätze von „Berlin Alexanderplatz“: Dieses Kapitel widmet sich dem Handlungsraum des Kleinbürgermilieus sowie der symbolischen Bedeutung von Baustellen und dem Schlachthof.

4. Schluss: Die Arbeit fasst zusammen, wie Döblins innovative Textgestaltung die Großstadterfahrung widerspiegelt und welche Chancen der Roman für die Entwicklung des Protagonisten bietet.

Schlüsselwörter

Berlin Alexanderplatz, Alfred Döblin, Montageverfahren, Großstadtliteratur, Franz Biberkopf, Erzähltechnik, urbaner Raum, Stadtwahrnehmung, Moderne, Milieustudie, auktorialer Erzähler, innerer Monolog, Industrieller Kontext, Literaturanalyse, Großstadtsymbolik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung der Großstadt Berlin in Alfred Döblins Roman „Berlin Alexanderplatz“ und beleuchtet die angewandten Erzähltechniken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen das Montageverfahren, die Rolle des Erzählers, die Wahrnehmungsperspektiven sowie die Bedeutung spezifischer Schauplätze wie Baustellen und der Schlachthof.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Döblin durch eine mosaikartige Textgestaltung die Komplexität und Widersprüchlichkeit des modernen Stadtlebens für den Leser erfahrbar macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext unter Einbeziehung von Sekundärliteratur auf erzähltheoretische Aspekte hin untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Erzähltechniken (Montage, Erzähler) und die Analyse der Schauplätze im Kontext von Umbruch und sozialen Kämpfen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Montage, Großstadtliteratur, Stadtwahrnehmung, Moderne und die spezifische Gestaltung des Romans „Berlin Alexanderplatz“.

Wie unterscheidet sich der „Blick von oben“ vom „Blick von unten“?

Der „Blick von oben“ vermittelt ein geordnetes Bild der städtischen Vernetzung, während der „Blick von unten“ (aus der Perspektive Biberkopfs) von subjektivem Chaos geprägt ist.

Welche Rolle spielt der Schlachthof im Roman?

Der Schlachthof dient als Metapher für die moderne Großstadt, ihre bürokratische Organisation und den gesellschaftlichen Umbruch, der auch den Protagonisten betrifft.

Warum nutzt der Autor den Berliner Dialekt?

Der Gebrauch des Dialekts stellt sicher, dass die Protagonisten sprachlich nicht fremd wirken und verleiht dem Roman eine hohe Authentizität im urbanen Kontext.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung der Großstadt in Alfred Döblins "Berlin Alexanderplatz"
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
2,0
Autor
Julia Schriewer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V205648
ISBN (eBook)
9783656326526
ISBN (Buch)
9783656329046
Sprache
Deutsch
Schlagworte
darstellung großstadt alfred döblins berlin alexanderplatz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Schriewer (Autor:in), 2010, Die Darstellung der Großstadt in Alfred Döblins "Berlin Alexanderplatz", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/205648
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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