Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Ist Terrorismus ein Produkt der Armut? Verschwindet mit der Armut auch Terrorismus?

Titel: Ist Terrorismus ein Produkt der Armut? Verschwindet mit der Armut auch Terrorismus?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Andreas Krieger (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Unmittelbar nach den Anschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001 machte man sich daran Strategien zu entwickeln, um dem Problem der Bedrohung der westlichen Welt durch den Terrorismus Herr zu werden. Eine im Nachhinein verhängnisvolle war die des Präventivkriegs, wie sie die Bush-Administration ummittelbar nach dem Kollaps der Zwillingstürme aus dem Hut zauberte. Verhängnisvoll deswegen, weil sich zeigte, dass mit einem Krieg gegen einen sogenannten Schurkenstaat dem Terror nicht beizukommen ist. Die USA entsprachen damit eher den Erwartungen der Terroristen, nämlich der einer heftigen Reaktion.
Die friedlichere Gegenposition dazu forderte vor allem Engagement in der Entwicklungshilfe. Die Werkzeuge sind eigenständige Demokratisierung und faire Bildungs- und Wirtschaftsförderung. Die Überwindung von Armut, Analphabetentum und politischer Unselbständigkeit sollte die Menschen davon abhalten sich dem Terrorismus zuzuwenden. Die Meinung, dass Armut die Ursache von Terrorismus sei, ist weit verbreitet und spielt auch heute noch eine wesentliche Rolle in der deutschen Entwicklungshilfepolitik.
Ist Armut aber tatsächliche die Ursache von Terrorismus? Wenn dem so wäre, müsste dann nicht auch mit dem Verschwinden der Armut der Terrorismus der Vergangenheit angehören? Diese Fragen gilt es mit dieser Arbeit zu klären.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was wir über Terrorismus wissen

2.1 Kennzeichen des modernen Terrorismus

2.2 Ein Terrorist ist nicht Partisan, ist aber auch nicht Krimineller

3. Armut ist die Ursache für Terrorismus

3.1 Unendlich großes Rekrutierungspotential

3.2 Soziales Engagement von Terrororganisationen

3.3 Relative Armut

3.4 Empathie durch Armut

4. Terrorismus, das ist ein Produkt der Moderne

4.1 La terreur

4.2 Evolution des Terrorismus

4.2.1 Auslöser

4.2.2 Anpassung der Strategie

4.3 Soziale Struktur von Terrororganisationen

4.4 Radikalisierung des Islam

5. Fazit

6. Verschwindet mit der Armut auch der Terrorismus

6.1 Den Sumpf des Terrors austrocknen

6.2 Minderheiten in Demokratien

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die weit verbreitete These, dass Armut die primäre Ursache für Terrorismus darstellt. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Bedingungen und terroristischen Aktivitäten wissenschaftlich zu hinterfragen und zu prüfen, ob eine Bekämpfung von Armut zwangsläufig zu einem Rückgang von Terrorismus führen würde.

  • Kritische Analyse der Armutsthese im Kontext des modernen Terrorismus
  • Untersuchung der sozialen Strukturen und Rekrutierungsmechanismen von Terrororganisationen
  • Diskussion über die Rolle der Moderne und globaler Kommunikationsstrukturen bei der Radikalisierung
  • Bewertung von Gegenmaßnahmen wie Entwicklungshilfe und Demokratieförderung

Auszug aus dem Buch

3.2 Soziales Engagement von Terrororganisationen

Mit dem Leben in einem Slum, mit absoluter Armut verbunden, sind Unterernährung und Krankheiten, unhygienische Verhältnisse, Ausschluss von Bildung und Schutzlosigkeit vor Kriminalisierung oder Misshandlung. Über den Status eines Schuhputzers oder des Müllsammlers kommen die meisten Menschen nicht hinaus.

Terroristische Gruppen nutzen diesen Misstand aus. Sie haben erkannt welch enormes Unterstützerpotential die Ärmsten der Armen darstellen. Als Musterschüler in dieser Hinsicht gelten die Hamas und Hisbollah. „Penibel haben sie sich ihre Anhängerschaft aufgebaut, indem sie sich wirkungsvoller als die Regierung um die sozialen Bedürfnisse ihrer potentiellen Rekruten kümmerten. Sie errichteten Kranken- und Waisenhäuser sowie Schulen.“

Während die militärische Intervention im Irak Milliarden von Dollars verschlang, versäumte man es, sich sozialen Themen und der Entwicklung des irakischen Volkes anzunehmen. „Das Desinteresse des Westens am Bildungswesen lässt ein Vakuum entstehen, das die Fundamentalisten nur zu gerne füllen.“ Der Vorwurf lautet, dass der Westen nicht genügend Geld zur Verfügung stelle, damit Länder wie Pakistan oder Bosnien staatliche Schulen aufbauen können. Stattdessen überlasse man das Feld beispielsweise Saudi-Arabien, die den Betrieb von Madrasas, Barber nennt sie fundamentalistische Islamschulen, finanziell unterstützen. Diese Schulen sind es, die „[...] die Terroristen von morgen heranziehen[...]“.

Fehlendes soziales Engagement von Staaten, das durch terroristische Organisationen wahrgenommen wird, stellt durchaus ein Risiko dar, das Menschen in den Terrorismus treiben kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die westlichen Strategien nach dem 11. September 2001 und führt in die zentrale Forschungsfrage ein, ob Armut tatsächlich die Ursache von Terrorismus ist.

2. Was wir über Terrorismus wissen: Dieses Kapitel definiert den modernen Terrorismus als politisch motivierte Kommunikationsstrategie und grenzt ihn vom kriminellen oder partisanenhaften Handeln ab.

3. Armut ist die Ursache für Terrorismus: Hier werden die Argumente der Armutsthese beleuchtet, einschließlich der Rekrutierungspotenziale in Slums und der gezielten sozialen Unterstützung durch terroristische Gruppen.

4. Terrorismus, das ist ein Produkt der Moderne: Das Kapitel argumentiert, dass Terrorismus ein komplexes Phänomen der Moderne ist und analysiert dessen historische Entwicklung, Strategiewechsel sowie die Rolle der Islam-Radikalisierung.

5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Armut lediglich ein begünstigender Faktor ist, aber nicht die alleinige Ursache für Terrorismus.

6. Verschwindet mit der Armut auch der Terrorismus: Abschließend wird erörtert, warum auch die Beseitigung von Armut Terrorismus nicht vollständig beenden würde, illustriert durch Beispiele wie das Engagement in Peru und die Situation von Minderheiten in Demokratien.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Armut, Moderne, Radikalisierung, Islamismus, Rekrutierung, Sozialstruktur, Globalisierung, Entwicklungshilfe, relative Armut, politische Gewalt, Kommunikationsstrategie, Partisan, Krisenprävention, soziale Ungleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der verbreiteten Annahme, dass Armut die Hauptursache für Terrorismus ist und hinterfragt die Kausalität dieses Zusammenhangs.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind Terrorismusdefinitionen, sozioökonomische Ursachenforschung, die soziale Struktur von Terrorgruppen sowie der Einfluss der Moderne auf politische Radikalisierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, ob Armut tatsächlich eine direkte Ursache für Terrorismus ist und ob eine weltweite Armutsbekämpfung Terrorismus erfolgreich eliminieren könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, die Fachliteratur, historische Entwicklungen und aktuelle Fallbeispiele auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert, warum Terrorismus ein Produkt der Moderne ist, warum das Rekrutierungspotenzial in Armutsgebieten zwar existiert, aber nicht alleinig entscheidend ist, und warum Terrorismus auch in wohlhabenden Gesellschaften auftritt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Terrorismus, Armut, Radikalisierung, Moderne und Sozialstruktur definiert.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Terroristen und Kriminellen?

Der Autor unterscheidet dahingehend, dass Terroristen eine explizite politische Motivation verfolgen und ihre Taten als Kommunikationsstrategie einsetzen, während Kriminelle die bestehende Ordnung akzeptieren und ihre Taten verbergen.

Welche Rolle spielen "Madrasas" im Kontext der Argumentation?

Madrasas dienen als Beispiel dafür, wie ein Mangel an staatlichem Engagement im Bildungswesen ein Vakuum schafft, das von radikalen Gruppen besetzt wird, um neue Anhänger zu gewinnen.

Warum hält der Autor die Armutsthese für unzureichend?

Da Terrorismus auch in wohlhabenden Regionen auftritt und viele Terroristen aus privilegierten Verhältnissen stammen, betrachtet der Autor Armut eher als einen von vielen begünstigenden Faktoren, nicht als alleinige Ursache.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist Terrorismus ein Produkt der Armut? Verschwindet mit der Armut auch Terrorismus?
Hochschule
Hochschule für Politik München
Veranstaltung
Wieviel Gemeinschaft braucht die Demokratie? Texte des Kommunitarismus
Note
1,0
Autor
Andreas Krieger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V201796
ISBN (eBook)
9783656281610
ISBN (Buch)
9783656282518
Sprache
Deutsch
Schlagworte
terrorismus produkt armut verschwindet
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Krieger (Autor:in), 2012, Ist Terrorismus ein Produkt der Armut? Verschwindet mit der Armut auch Terrorismus?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/201796
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum