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Personalökonomik vs Verhaltenswissenschaft

Unvereinbare Gegensätze oder sich ergänzende Theoriestränge?

Titel: Personalökonomik vs Verhaltenswissenschaft

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Michael Heidt (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Mitarbeiter sind wichtig für unseren Erfolg: Mit ihrer Qualifikation, Leistungsbereitschaft und Motivation bestimmen sie die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit.“

Dieses Zitat aus dem aktuellen Geschäftsbericht der BASF SE spiegelt den Stellenwert der Human Ressourcen in den meisten Unternehmen wieder. Der Aufstieg vom kosten- zum erfolgskritischen Faktor zeigt sich auch in der theoretischen Fundierung. Das ehemals „belächelte“ Personalwesen findet zunehmend Anerkennung als gleichberechtigte betriebswirtschaftliche Disziplin. Die Antwort auf diesen Wandel liegt wohl in der Erkenntnis der Besonderheit des Produktionsfaktors Arbeit. Kauft ein Unternehmen die Ressource Personal ein, so sieht er sich unweigerlich einem Menschen gegenüber, der eigene Vorstellungen, Werte und Ziele, aber auch Kreativität und Fähigkeiten mit sich bringt, die den Erfolg einer Unternehmung maßgeblich beeinflussen.
Vor diesem Hintergrund kommt der personalwirtschaftlichen Forschung eine wichtige Aufgabe zu. Sie soll Erklärungen für das menschlichen Arbeitsverhalten finden, damit dieses zielgerichtet steuerbar wird. Die Aufgabe ist nicht einfach und Grundlage einer seit langer Zeit geführten Grundsatzdiskussion. Soll sich die Personalwirtschaftslehre eher an ökonomischem oder verhaltenswissenschaftlichem Gedankengut für die Theoriebildung orientieren? Die beiden dominierenden Ansätze stehen in einem konkurrierenden Verhältnis, das lange Zeit als unvereinbar galt. In den letzten Jahren wurden jedoch Zweifel laut, ob die strikte Trennung der beiden Theorien überhaupt nötig ist oder ob man nicht beide Ansätze gemeinsam verwenden kann, um die auftretenden Praxisprobleme besser beschreiben zu können.
Verhaltenswissenschaftliche vs. ökonomische Ansätze der Personalwirtschaft - unvereinbare Gegensätze oder sich ergänzende Theoriestränge? heißt die Frage, auf die in den folgenden Kapiteln eine Antwort gesucht wird. Dazu wird in Kapitel 2 ein Überblick über die aktuelle Forschungssituation gegeben und die beiden vermeintlich konkurrierenden Denkansätze in ihren Grundzügen vorgestellt. Auf diesen Grundlagen wird in Kapitel 3 ein erster Versuch unternommen, die Verschiedenartigkeit der beiden Ansätze darzustellen. In Kapitel 4 wird eine ausführliche Vereinbarkeitsprüfung durchgeführt, bevor versucht wird, die beiden Ansätze anhand von Praxisbeispielen zu verknüpfen. In einem letzten Schritt werden die gesammelten Ergebnisse analysiert und die dieser Arbeit zugrunde gelegte Frage beantwortet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen personaltheoretischer Forschung

2.1 Verhaltenswissenschaftliche Personalwirtschaftslehre

2.2 Personalökonomik

3 Ökonomik und Verhalten als trennscharfes Kriterium?

4. Test der Inkommensurabilität

4.1 Verhaltensbegriff

4.2 Rationalitätsbegriff

4.3 Opportunismus und mikropolitisches Handeln

5 Verknüpfung der beiden Theorien

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das theoretische Verhältnis zwischen verhaltenswissenschaftlichen und ökonomischen Ansätzen in der Personalwirtschaftslehre. Das primäre Ziel besteht darin zu klären, ob diese beiden Stränge als unvereinbare Gegensätze zu betrachten sind oder ob eine theoretische Verknüpfung möglich und sinnvoll ist, um komplexe betriebliche Praxisprobleme besser zu bewältigen.

  • Grundlagen personaltheoretischer Forschung und deren Entwicklung
  • Differenzierung und Analyse der zentralen theoretischen Ansätze
  • Test der Inkommensurabilität der Theorieansätze
  • Möglichkeiten der Integration und Kombination von Theorien
  • Anwendungsbeispiele aus der betrieblichen Personalarbeit

Auszug aus dem Buch

4.1 Verhaltensbegriff

Wie aus Kapitel 2 deutlich wurde, liegt der Kern der wissenschaftlichen Forschung bei beiden Ansätzen in der Erklärung des menschlichen Verhaltens. Bei der Untersuchung des Verhaltensbegriffs werden nun die den beiden Theorien zugrunde gelegten Bestimmungsgründe des Verhaltens geklärt und einander gegenübergestellt. Es werden also die Annahmen geprüft, warum Menschen, in unserem Fall Mitarbeiter, in einer bestimmten Art und Weise handeln und wodurch diese Handlungen beeinflusst werden.

Aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht wird angenommen, dass die grundlegende Motivation für menschliches Verhalten der erwartete Beitrag zur Befriedigung individueller Bedürfnisse bildet. Dabei werden Bedürfnisse als Grundlage für Präferenzen angesehen, die wiederum von internen und externen Mechanismen abhängen. Diese Annahme fasste schon Lewin mit seiner berühmten Feldtheorie in die Verhaltensformel V = f (P,U) zusammen. Das Verhalten (V) wird als Ergebnis der Interaktion innerer (Determinanten liegen in der Person P selbst) und äußerer Mechanismen (Determinanten liegen in der Umwelt U) angesehen. Beispiele innerer Mechanismen können bspw. zeitlich relativ stabile individuelle Werte und Ziele, aber auch aktuelle Zustände wie Emotionen und Gefühle sein. Unter äußeren Mechanismen versteht man alle Umweltfaktoren, die auf die Person einwirken. Diese schließen sowohl physikalisch-gegenständlichen Faktoren als auch das die Person umgebende Sozialgefüge (bspw. andere Personen) mit ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Personalwesens vom Kostenfaktor zum strategischen Element und führt die Forschungsfrage nach dem Verhältnis von ökonomischen und verhaltenswissenschaftlichen Ansätzen ein.

2 Grundlagen personaltheoretischer Forschung: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Personalwirtschaftslehre nach und stellt die zwei dominierenden theoretischen Ausrichtungen vor.

3 Ökonomik und Verhalten als trennscharfes Kriterium?: Es wird kritisch geprüft, ob die Begriffe Verhalten und Ökonomik ausreichen, um die beiden Forschungsrichtungen voneinander abzugrenzen.

4. Test der Inkommensurabilität: Anhand zentraler Annahmen wie dem Verhaltensbegriff, Rationalität und Opportunismus wird untersucht, ob zwischen den Ansätzen eine radikale Verschiedenartigkeit besteht.

5 Verknüpfung der beiden Theorien: Das Kapitel diskutiert praktische Möglichkeiten, wie durch Kombination oder Integration beider Stränge Erklärungslücken in der Personalwirtschaft geschlossen werden können.

6 Fazit: Das Fazit bejaht die Kommensurabilität beider Theorien und plädiert für ein komplementäres Verständnis anstelle einer strikten Trennung.

Schlüsselwörter

Personalwirtschaftslehre, Verhaltenswissenschaft, Personalökonomik, Theoriebildung, Humankapital, Nutzenmaximierung, begrenzte Rationalität, Inkommensurabilität, Anreizgestaltung, Prinzipal-Agent-Theorie, Motivationsforschung, Personalführung, Interdisziplinarität, Theorieintegration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Basis der Personalwirtschaftslehre und dem Spannungsfeld zwischen verhaltenswissenschaftlichen und ökonomischen Denkansätzen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Menschenbilder der beiden Richtungen, die Konzepte der Rationalität sowie die Möglichkeiten zur Verknüpfung der Theorien in der Personalarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die vermeintliche Unvereinbarkeit der beiden Theorierichtungen zu prüfen und aufzuzeigen, wie sie sich ergänzen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt den Test der Inkommensurabilität, um die Grundannahmen der Theorien auf radikale Verschiedenartigkeit hin zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Fundamente, führt den Inkommensurabilitätstest durch und erläutert Integrationsansätze anhand von Praxisbeispielen wie der Anreizgestaltung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Besonders prägend sind die Begriffe Verhaltenswissenschaft, Personalökonomik, Kommensurabilität, Opportunismus und Nutzenmaximierung.

Wie unterscheidet sich das Menschenbild der Personalökonomik?

Die Personalökonomik sieht den Menschen als nutzenmaximierendes Individuum, das auf Basis transitiver und stabiler Präferenzen innerhalb von Restriktionen entscheidet.

Was ist der Kern der verhaltenswissenschaftlichen Kritik an der Personalökonomik?

Die Kritik fokussiert darauf, dass rein ökonomische Modelle die komplexen psychologischen und sozialen Determinanten menschlichen Handelns vernachlässigen.

Welche Rolle spielt die Prinzipal-Agent-Theorie in der Arbeit?

Sie dient als ein zentrales Beispiel für einen personalökonomischen Ansatz, dessen Erklärungslücken durch verhaltenswissenschaftliche Motivationstheorien sinnvoll ergänzt werden können.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt der Autor?

Der Autor schließt, dass eine strikte Trennung theoretisch nicht haltbar ist und eine Kombination beider Ansätze für differenzierte Problemlösungen notwendig ist.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Personalökonomik vs Verhaltenswissenschaft
Untertitel
Unvereinbare Gegensätze oder sich ergänzende Theoriestränge?
Hochschule
Universität Mannheim  (Lehrstuhl und Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Personalwesen und Arbeitswissenschaft)
Veranstaltung
Theorie und Praxis von Personal und Arbeit
Note
1,7
Autor
Michael Heidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V201498
ISBN (eBook)
9783656275435
ISBN (Buch)
9783656277255
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Personalökonomik Verhaltenswissenschaften Michael Heidt Produktionsfaktor Arbeit HR als Erfolgsfaktor personalwirtschaftliche Theorien Mitarbeiter als Erfolgsfaktor
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Heidt (Autor:in), 2010, Personalökonomik vs Verhaltenswissenschaft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/201498
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