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Der Auszug des „Feindes“ aus Ägypten

Der Feind als Motiv in der politischen Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts

Title: Der Auszug des „Feindes“ aus Ägypten

Term Paper , 2012 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tina Wirth (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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Summary Excerpt Details

In der folgenden Seminararbeit wird das Thema Feind anhand des Auszugs der Israeliten aus Ägypten behandelt. Zuerst wird der Begriff des Feindes betrachtet und eine allgemeine Definition gegeben, im weiteren Verlauf wird die Begriffsdeutung nach Carl Schmitt aufgeführt und es erfolgt eine Darstellung von Feindbildern und deren Funktionen. Des Weiteren wird die Handlung des zweiten Buch Mose kurz wiedergegeben, die zum Vorgehen des Pharaos überleitet. Das Handeln des Pharaos wird gemäß der Begriffsbestimmung des Feindes Schmitts gedeutet und somit in die politische Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts eingeordnet. Es erfolgt auch eine Beschreibung, wozu sich der Pharao des Feindbildes, das er gegenüber den Israeliten schuf, bediente. Zudem wird sich herausstellen, zu welchem Zweck Gott den Pharao benötigte.
Abgerundet wird die Seminararbeit mit einem Fazit und der Beantwortung der Frage, ob man biblische Feindbilder auf die des 20. Jahrhunderts übertragen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

2.1. Feindbegriff nach Carl Schmitt

2.2. Das Feindbild

3. Kurze Zusammenfassung der Handlung

4. Das Handeln des Pharaos

5. Deutung unter Berücksichtigung der Begriffe Feind und Feindbild

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das Motiv des Feindes anhand des biblischen Auszugs der Israeliten aus Ägypten und setzt dieses in einen politikwissenschaftlichen Kontext, indem sie das Handeln des Pharaos durch die Kategorien von Carl Schmitt analysiert und auf das 20. Jahrhundert überträgt.

  • Analyse des Feindbegriffs nach Carl Schmitt (wirklicher vs. absoluter Feind).
  • Funktionsweise und psychologische Wirkung von Feindbildern in der Politik.
  • Biblische Handlung des zweiten Buchs Mose als Fallbeispiel für politische Feindkonstruktion.
  • Übertragbarkeit biblischer Feindbilder auf historische Konflikte des 20. Jahrhunderts.
  • Die Rolle der Führerfigur bei der Etablierung kollektiver Feindbilder.

Auszug aus dem Buch

2.1. Feindbegriff nach Carl Schmitt

Im Allgemeinen wird ein Feind als Gegner bezeichnet, wobei vor allem der Gegner in einem Krieg gemeint ist. Im Völkerrecht wiederum bezeichnet der Feind den Staatsangehörigen eines gegnerischen kriegsführenden Staates. Als Feind wird auch betrachtet, wer gegen einen anderen einen starken Hass oder Abneigung empfindet, Dinge in böser Absicht verfolgt, oder sich durch unkluges Verhalten zum Feind macht.

Politische Handlungen und Motive lassen sich auf die Unterscheidung von Freund und Feind zurückführen. Dies ist eher ein Kriterium, aber keine völlig ausgereifte Definition oder Inhaltsangabe. „Der politische Feind braucht nicht moralisch böse, er braucht nicht ästhetisch hässlich zu sein; er muß nicht als wirtschaftlicher Konkurrent auftreten, und es kann vielleicht sogar vorteilhaft scheinen, mit ihm Geschäfte zu machen. Es ist eben der andere, der Fremde, und es genügt zu seinem Wesen, daß er in einem besonders intensiven Sinne existenziell etwas anderes und Fremdes ist, […].“

Völker gruppieren sich nach dem Gegensatz Freund und Feind. Für Schmitt ist der Feind nicht Konkurrent und Gegner im Allgemeinen, auch nicht der private Gegner, der unter Antipathiegefühlen gehasst wird, sondern eine der realen Möglichkeit nach kämpfende Gesamtheit von Menschen, die einer selbigen gegenübersteht. „Feind ist nur der öffentliche Feind, weil alles, was auf eine solche Gesamtheit von Menschen, insbesondere auf ein ganzes Volk Bezug hat, dadurch öffentlich wird.“ Schmitt unterscheidet zwischen zwei Feindkategorien und zwar dem wirklichen und dem absoluten Feind. Der wirkliche Feind ist Gegner aufgrund seines Da- und Andersseins. Und dieser ist durch Unschädlichmachen zu bekämpfen. Ziel ist es ihn abzuwehren bzw. ihn in seine Grenzen zurückzudrängen. Der absolute Feind ist totaler Unwert, da er verbrecherisch und unmenschlich ist. Zu bekämpfen ist dieser durch Diskriminierung, Kriminalisierung, Abwertung und Vernichtung. Ziel ist die Durchsetzung höchster Werte um jeden Preis. Die Ablehnung der wirklichen Feindschaft ermöglicht die Vernichtung in der absoluten Feindschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Zielsetzung ein, den biblischen Auszug der Israeliten aus Ägypten anhand von Carl Schmitts Feindbegriff zu analysieren und dessen Relevanz für das 20. Jahrhundert zu prüfen.

2. Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert den Feindbegriff nach Carl Schmitt und erläutert die Funktionen sowie Gefahren von politischen Feindbildern.

3. Kurze Zusammenfassung der Handlung: Hier erfolgt ein Abriss des zweiten Buchs Mose mit Fokus auf der Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Unterdrückung.

4. Das Handeln des Pharaos: Dieser Abschnitt beschreibt die systematische Unterdrückung der Israeliten durch den Pharao als Antwort auf deren wachsende Macht und Fremdheit.

5. Deutung unter Berücksichtigung der Begriffe Feind und Feindbild: Es wird analysiert, wie der Pharao die Israeliten als Sündenbock nutzt und wie sich der Konflikt von einer sozialen zu einer politischen Auseinandersetzung entwickelt.

6. Fazit: Das Fazit bestätigt die Übertragbarkeit biblischer Feindbilder auf das 20. Jahrhundert und stellt fest, dass eine politikwissenschaftliche Analyse der biblischen Geschichte weiterhin aktuelle Erkenntnisse liefert.

Schlüsselwörter

Feind, Feindbild, Carl Schmitt, Exodus, Pharao, Israeliten, politische Ideengeschichte, Freund-Feind-Unterscheidung, öffentliche Feindschaft, Sündenbock, Machtpolitik, Unterdrückung, Identität, Souveränität, 20. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Motiv des "Feindes" in der politischen Ideengeschichte, illustriert am biblischen Beispiel des Auszugs der Israeliten aus Ägypten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Definition des Feindes nach Carl Schmitt, die Entstehung von kollektiven Feindbildern und deren Anwendung auf historische und biblische Narrative.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, wie das Handeln des Pharaos nach Schmitts Kategorien zu deuten ist und ob sich biblische Feindbilder auf die des 20. Jahrhunderts übertragen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine ideengeschichtliche und politikwissenschaftliche Analyse, die biblische Quellen mit der staatstheoretischen Terminologie von Carl Schmitt verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die begriffliche Klärung von Feind und Feindbild, die Zusammenfassung der biblischen Handlung, die Schilderung des pharaonischen Vorgehens und dessen theoretische Deutung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Feind, Feindbild, Carl Schmitt, Exodus, Pharao und politische Ideengeschichte.

Warum benötigt der Pharao laut Autorin ein Feindbild?

Der Pharao nutzt die Israeliten als Sündenbock, um von innenpolitischen Problemen abzulenken und sein eigenes Volk durch die Konstruktion einer äußeren Bedrohung zu einen.

Wie entwickelt sich das Bild des Feindes im Verlauf der Handlung?

Nach der Analyse der Autorin wandeln sich die Israeliten in der Wahrnehmung des Pharaos vom absoluten Feind, der diskriminiert wird, zum wirklichen Feind, der durch die Plagen eine existenzielle Bedrohung darstellt.

Inwiefern zieht die Arbeit Parallelen zum 20. Jahrhundert?

Die Autorin zieht Parallelen zum Nationalsozialismus, in dem ebenfalls eine Führerfigur ein Feindbild schürte, um das Volk zu mobilisieren und eine radikale Vernichtungslogik zu rechtfertigen.

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Details

Title
Der Auszug des „Feindes“ aus Ägypten
Subtitle
Der Feind als Motiv in der politischen Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts
College
University of the Federal Armed Forces München  (Politikwissenschaft)
Course
Der Feind als Motiv in der politischen Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts
Grade
2,0
Author
Tina Wirth (Author)
Publication Year
2012
Pages
13
Catalog Number
V197894
ISBN (eBook)
9783656241409
ISBN (Book)
9783656246268
Language
German
Tags
Feindbilder Carl Schmitt Exodus 2. Buch Mose
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tina Wirth (Author), 2012, Der Auszug des „Feindes“ aus Ägypten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/197894
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