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Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit beim Bildungserwerb

Maßnahmen im österreichischen Bildungssystem

Titel: Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit beim Bildungserwerb

Seminararbeit , 2012 , 26 Seiten , Note: 1

Autor:in: Antje Schrammel (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese im Zuge des Seminars „Chancengerechtigkeit beim Bildungserwerb“ entstandene Arbeit soll, nach einer Einführung in die Thematik, die oft synonym verwendeten Termini „Chancengleichheit“ und „Chancengerechtigkeit“ definieren und voneinander abgrenzen, denn, wie sich bald herausstellen wird, handelt es sich dabei nicht um dieselbe Bedeutung; Gleichheit entspricht bei näherer Betrachtung nämlich nicht zwingend Gerechtigkeit. Weiters soll ein Einblick in die vermeintliche Chancengerechtigkeit im Bildungsbereich gegeben und darüber diskutiert werden, was sich seit den 60er Jahren, in welchen diese Begriffe erstmals Einzug in die allgemeine sowie in die bildungspolitische Diskussion gefunden haben, verändert hat.
In den Zeiten zunehmender Ungleichheit innerhalb der meisten Nationalstaaten, ein derzeitiger Tatbestand, erwächst das Bedürfnis nach einer gerechten Chancenverteilung. Chancenungleichheit im Bildungsbereich entsteht nicht nur zwischen Menschen mit bzw. ohne Migrationshintergrund, das Phänomen findet sich genauso innerhalb der Gruppe ohne Migrationshintergrund, wenngleich erstere Gruppe generell dennoch am stärksten davon betroffen ist. Unabhängig davon erweist sich das Phänomen der Chancenungleichheit jedoch meist in Zusammenhang von der Bildung der Eltern; Bildung oder Nicht-Bildung ist in unserer so genannten Wissensgesellschaft demzufolge vererblich – oder erblich belastet.
Um dem entgegenzuwirken, wurden bereits etliche Konzepte zur Chancengerechtigkeit entwickelt, jedoch spricht man trotzdem noch immer von einer Illusion der Chancengerechtigkeit, da unter den Schlüsselbegriffen Gleichberechtigung und der Chancengleichheit gleiche Ausgangsbedingungen im Bildungssystem geschaffen werden, was aber zu einer maskierten Form der Reproduktion der Ungleichheit führt, indem privilegierte Schüler durch den gleichen Wettbewerb unter Ungleichen profitieren.
Nach einer theoretischen Auseinandersetzung mit den Schlagworten Meritokratie und sozialer Lotterie, die in das Thema einführen, soll das aktuelle österreichische Bildungssystem kritisch beleuchtet und mit jenen erfolgreicheren verglichen werden, die dem Ziel der Chancengleichheit eher gerecht werden. Nachdem das Phänomen des Othering vorgestellt wird, werden die Unterschiede im Bildungserfolg von Migrationsanderen in Österreich aufgeschlüsselt und analysiert und schließlich sollen die bisher gesetzten Maßnahmen des Österreichischen Bildungssystems vorgestellt und bewertet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Allgemeines

1.1. Das meritokratische Weltbild

1.2. Gleichheit und Gerechtigkeit

1.3. Die genetische und soziale Lotterie

2. Bildung und Chancengerechtigkeit

2.1. Ein theoretischer Lösungsansatz

2.2. Unterschiedliche Bildungssysteme – unterschiedliche Chancen

2.3. Othering als eine Konsequenz

2.4. Erklärungsansätze zur Benachteiligung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund

2.4.1. individuelle Ebene

2.4.2. Gruppenebene

2.4.3. staatlich-institutionelle Ebene

3. Maßnahmen im österreichischen Bildungssystem

3.1. Allgemeines

3.2. Konkrete Maßnahmen in Bezug auf Mehrsprachigkeit an Schulen

3.2.1. Qualitätssicherung durch Bildungsstandards

3.2.2. Sprachförderung

3.2.3. Interkulturelles Lernen

3.3. Chancengleichheit als Resultat?

III. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Diskrepanz zwischen den Konzepten der Chancengleichheit und der Chancengerechtigkeit im österreichischen Bildungssystem. Ziel der Arbeit ist es, die strukturellen Barrieren zu identifizieren, die den Bildungserfolg von Kindern mit Migrationshintergrund und aus sozial benachteiligten Schichten nachhaltig erschweren, und zu hinterfragen, inwiefern aktuelle bildungspolitische Maßnahmen diesen Ungleichheiten effektiv entgegenwirken können.

  • Differenzierung der Begriffe Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit
  • Analyse der Auswirkungen meritokratischer Vorstellungen auf den Bildungserfolg
  • Untersuchung des Phänomens „Othering“ im schulischen Kontext
  • Evaluation institutioneller Hürden und der frühen schulischen Selektion
  • Bewertung von Maßnahmen zur Förderung von Mehrsprachigkeit an österreichischen Schulen

Auszug aus dem Buch

2.3. Othering als eine Konsequenz

Der Begriff Othering beschreibt einen Prozess, der sich nicht nur in Schulklassen einstellen kann. Der Literaturwissenschaftler Edward Said hat bereits in den 1970er Jahren mit dem Konzept des Othering eine Möglichkeit aufgezeigt, den Diskurs des Fremdmachens als eine gewaltvolle hegemoniale Praxis zu beschreiben. Das Konzept des Othering erläutert, wie die Fremden zu Fremden gemacht werden und dabei gleichzeitig ein Wir konstruiert wird, welches anders als das fremde Nicht-Wir beruhigend unambivalent, ohne grundlegende Spannungen erscheint und darin eine sichere Gemeinschaft symbolisiert. Als Beispiel nennt er ein Bild der „wilden“ Fremden und des „zivilisierten“ Wir als Gegenpol, was als Ergebnis des Kolonialdiskurses noch immer in den Menschen präsent ist.

Generell versteht man darunter eine konstruierte Fremdheit aus einer, in unserem Fall, eurozentristischen Perspektive. Es beschreibt eine Abgrenzung von Gruppen sowie das Hervorbringen von Unterschieden zwischen den einzelnen Gruppen. Indem das Fremde von einem abgegrenzt wird, konstruiert man gleichzeitig das Eigene bzw. eine Identität der Gruppe, zu der man sich zugehörig fühlt. Das Erzeugen einer Gemeinschaft steht in direktem Zusammenhang mit dem Ausschluss von Anderen bzw. Fremden.

Othering entspricht einer Dichotomie zwischen Eigenem und Fremdem. Alle Fremden, egal wie unterschiedlich diese in jeglicher Hinsicht untereinander nur sein mögen, werden als homogene Gruppe, nämlich als die „Anderen“ ausgegrenzt und zu etwas gemacht, dem sie nicht entsprechen und nicht entsprechen wollen. Von Othering spricht man immer dann, wenn sich eine Gruppe von einer anderen abgrenzt und sich damit sozial positioniert. Verschieden stark ausgeprägt, findet sich darunter Stereotypisierungen, Vorurteile und Rassismus.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Begriffe Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit ein und skizziert das Ziel der Arbeit, diese kritisch voneinander abzugrenzen.

II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert theoretische Konzepte der Bildungsgerechtigkeit, untersucht institutionelle Barrieren wie die frühe Selektion und bewertet Maßnahmen zur Sprachförderung im österreichischen Kontext.

1. Allgemeines: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe wie die Meritokratie, die Abgrenzung von Gleichheit und Gerechtigkeit sowie den Einfluss genetischer und sozialer Faktoren auf Bildungswege.

2. Bildung und Chancengerechtigkeit: Dieses Kapitel verknüpft den Bildungsbegriff mit sozialer Gerechtigkeit und analysiert, warum bestehende Bildungssysteme oft zur Reproduktion von Ungleichheit beitragen.

3. Maßnahmen im österreichischen Bildungssystem: Dieses Kapitel bewertet konkret, welche bildungspolitischen Ansätze – wie Sprachförderung oder Bildungsstandards – in Österreich umgesetzt wurden, um Bildungschancen zu verbessern.

III. Schluss: Das Fazit stellt fest, dass trotz redlicher Bemühungen eine grundlegende strukturelle Erneuerung des österreichischen Schulsystems notwendig bleibt, um wahre Chancengerechtigkeit zu erreichen.

Schlüsselwörter

Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit, Chancengerechtigkeit, Meritokratie, soziale Lotterie, Migrationshintergrund, Othering, österreichisches Bildungssystem, frühe Selektion, Sprachförderung, Mehrsprachigkeit, Bildungsarmut, Bildungserfolg, soziale Herkunft, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Bildungschancen in Österreich verteilt sind und warum das bestehende System benachteiligte Gruppen oft nicht ausreichend unterstützt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören der Unterschied zwischen Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit, der Einfluss des familiären Hintergrunds sowie die Bedeutung des Sprachunterrichts für den Schulerfolg.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, kritisch aufzuzeigen, dass formale Chancengleichheit in der Praxis oft zu einer Reproduktion von Ungleichheit führt und das Schulsystem daher reformbedürftig ist.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit bildungswissenschaftlicher Literatur und einer Analyse von Berichten zur Situation im österreichischen Bildungswesen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse von Selektionsmechanismen im österreichischen Schulwesen und die Bewertung von Maßnahmen zur Integration mehrsprachiger Schülerinnen und Schüler.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Analyse wird maßgeblich durch Begriffe wie Meritokratie, soziale Lotterie, Othering und bildungsbezogene Benachteiligung charakterisiert.

Warum wird das österreichische System der frühen Selektion so kritisch gesehen?

Da die Weichen für den Bildungserfolg oft bereits im Alter von zehn Jahren gestellt werden, wird das familiäre Umfeld zum entscheidenden Faktor, was Kinder aus bildungsfernen Schichten systematisch benachteiligt.

Welche Rolle spielt das „Othering“ im schulischen Alltag?

Othering führt dazu, dass Kinder mit Migrationshintergrund als „Fremde“ markiert und oft homogenisiert werden, was ihre soziale Integration und ihre schulische Leistung negativ beeinflussen kann.

Wie bewertet die Autorin das Gratiskindergartenjahr?

Es wird als ein richtiger, wenn auch vermutlich nicht ausreichender erster Schritt gewertet, um dem Einfluss des familiären Bildungsniveaus frühzeitig entgegenzuwirken.

Welche Bedeutung hat die Herkunftssprache für den Bildungserfolg?

Die Autorin betont, dass die Erstsprache ein notwendiges Fundament für den Erwerb weiterer Sprachen und für die kognitive Entwicklung ist, was im derzeitigen monolingual ausgerichteten System oft zu kurz kommt.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit beim Bildungserwerb
Untertitel
Maßnahmen im österreichischen Bildungssystem
Hochschule
Universität Wien  (Lehrerinnenbildung)
Veranstaltung
Chancengerechtigkeit beim Bildungserwerb
Note
1
Autor
Antje Schrammel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
26
Katalognummer
V195872
ISBN (eBook)
9783656217534
ISBN (Buch)
9783656218562
Sprache
Deutsch
Schlagworte
meritokratisches Weltbild Chancengerechtigkeit Chancengleichheit Bildungssystem Othering soziale Lotterie Benachteiligung Migration Migrationshintergrund Bildungsstandards Sprachförderung interkulturelles Lernen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antje Schrammel (Autor:in), 2012, Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit beim Bildungserwerb, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/195872
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Leseprobe aus  26  Seiten
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