Um Aufgaben innerhalb der Strateggischen Planung wahrzunehmen bedienen sich Strategische Kontrolle und Strategische Frühaufklärung verschiedenster Instrumente. Während das Repertoire an Instrumenten der Strategischen Kontrolle strukturiert den einzelnen Prozessschritten folgt und sich die Balanced Scorecard als geeignetes und in der Praxis eingesetztes Instrument erwiesen hat, zeigt sich mit der integrierten Szenariotechnik ein wertvolles aber sehr komplexes Instrument als Instrument der ersten Wahl. Die Arbeit zeigt die grundsätzliuchen Konzeptionen der Instrumente und führt "Balanced Scorecard" und die "Integrierte Szenarioanalyse" anhand von Anwendungsbeispielen mit kritischer Würdigung auf.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Instrumente der Strategischen Kontrolle
2.1 Ziele und Aufgaben der Strategischen Kontrolle
2.2 Instrumente
2.3 Balanced Scorecard
2.3.1 Konzeption
2.3.2 Anwendungsbeispiel
2.3.3 Kritische Würdigung
3 Instrumente der Strategischen Frühaufklärung
3.1 Ziele und Aufgaben der Strategischen Frühaufklärung
3.2 Instrumente
3.3 Szenariotechnik
3.3.1 Konzeption
3.3.2 Anwendungsbeispiel
3.3.3 Kritische Würdigung
4 Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die konzeptionellen Grundlagen sowie die praktische Anwendung von Instrumenten zur strategischen Kontrolle und Frühaufklärung. Ziel ist es, deren Bedeutung für den strategischen Planungsprozess zu beleuchten und eine kritische Würdigung ausgewählter Methoden vorzunehmen.
- Methoden der strategischen Kontrolle zur Überprüfung von Planung und Implementierung
- Die Balanced Scorecard als Instrument zur ganzheitlichen Performancemessung
- Bedeutung der strategischen Frühaufklärung zur Identifikation von Chancen und Risiken
- Szenariotechnik zur Projektion künftiger Unternehmensentwicklungen
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Konzeption
Mithilfe der Szenariotechnik sollen künftige Entwicklungen unter verschiedenen Rahmenbedingungen projiziert werden. Dabei werden verschiedene Zukunftsbilder, sogenannte Szenarien entworfen; zwischen 2 und 5 Jahren bei eher kurzfristigen und 20 bis 30 Jahren bei langfristigen Analysen. Die Entwicklungen sollen bewusst nicht prognostiziert werden. Es werden lediglich Möglichkeiten der Entwicklung unter verschiedenen Rahmenbedingungen betrachtet. Die Literatur propagiert zwei bis fünf Szenarien zu entwerfen und diese anschließend einer Auswertung und Diskussion zu unterziehen.
Die Abbildung 6, der sogenannte Szenariotrichter verdeutlicht die Konzeption. Die Trichteröffnung stellt alle möglichen Szenarien zu einem Zeitpunkt in der Zukunft dar. Während die Außenseiten die Extremszenarien - üblicherweise Best- und Worstcase – einer Entwicklung symbolisieren, zeigt die Mitte des Trichters die Fortschreitung des gegenwärtigen Trends (Trendszenario). Darüber hinaus werden weitere mögliche Entwicklungen betrachtet (bspw. Szenario A), die abweichend vom Extrem- oder Trendszenario verlaufen, sogenannte Alternativszenarien. Die Technik setzt dann gezielt Störungen und (Gegen-) Reaktionen ein um deren Wirkung zu betrachten und damit Änderungen in den Szenarien (vgl. Szenario A1) untersuchen zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Rolle der strategischen Kontrolle und Frühaufklärung als begleitende Prozesse innerhalb der strategischen Planung.
2 Instrumente der Strategischen Kontrolle: Dieses Kapitel erläutert die Ziele der Kontrolle und stellt mit der Balanced Scorecard ein zentrales Instrument zur operativen und strategischen Steuerung vor.
3 Instrumente der Strategischen Frühaufklärung: Hier werden Methoden zur Früherkennung von Umwelteinflüssen analysiert, wobei die Szenariotechnik als Instrument der dritten Generation detailliert beschrieben wird.
4 Schluss: Das Schlusskapitel resümiert die Praxistauglichkeit der untersuchten Instrumente und bewertet den Aufwand ihrer Implementierung insbesondere für kleinere Unternehmen.
Schlüsselwörter
Strategische Kontrolle, Frühaufklärung, Balanced Scorecard, Szenariotechnik, Strategische Planung, Unternehmensführung, Instrumente, Management, Zielwerte, Kennzahlen, Szenariotrichter, Schwache Signale, Risikomanagement, Wirkungskette, Strategieimplementierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption, Anwendung und kritischen Würdigung wichtiger Instrumente zur strategischen Kontrolle und Frühaufklärung in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die strategische Planung, die Überprüfung von Planprämissen und Implementierungsfortschritten sowie die proaktive Identifikation zukünftiger Marktchancen und -risiken.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Funktionsweise ausgewählter Instrumente – speziell der Balanced Scorecard und der Szenariotechnik – aufzuzeigen und deren Nutzen sowie Grenzen in der betrieblichen Praxis zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur und illustriert die theoretischen Konzepte durch praxisnahe Anwendungsbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Instrumente der strategischen Kontrolle (z.B. Balanced Scorecard) und die Instrumente der strategischen Frühaufklärung (z.B. Szenariotechnik) inklusive deren Konzeption und kritischer Würdigung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Strategische Kontrolle, Frühaufklärung, Balanced Scorecard und Szenariotechnik charakterisiert.
Warum wird die Balanced Scorecard als Kontrollinstrument hervorgehoben?
Die Balanced Scorecard wird hervorgehoben, weil sie neben klassischen Finanzkennzahlen auch qualitative Faktoren berücksichtigt und somit eine ausgewogene Berichterstattung ermöglicht.
Was genau ist der „Szenariotrichter“?
Der Szenariotrichter ist eine grafische Darstellung, die zeigt, wie sich von der Gegenwart aus verschiedene mögliche Zukunftsszenarien (Best-Case, Worst-Case, Trendszenario) auffächern können.
Welche Rolle spielt das Shell-Beispiel in der Arbeit?
Das Shell-Beispiel dient als klassisches Anwendungsbeispiel, um zu demonstrieren, wie durch die Szenarioanalyse langfristige Entwicklungen im Mobilitätssektor projiziert werden können.
Warum ist die Implementierung dieser Instrumente oft schwierig?
Die Implementierung erfordert nicht nur finanzielle Ressourcen, sondern auch Managementattention, eine Integration in bestehende Informationssysteme und die Fähigkeit der Beteiligten, vernetzt zu denken.
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- Guido Osterwald (Author), 2012, Strategische Kontrolle und Frühaufklärung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/192361