Tablet Computer, allen voran das iPad von Apple, haben innerhalb kürzester Zeit, sowohl im Privatkunden- als auch im Businessbereich, eine enorme Bedeutung erlangt und verbreiten sich zu Lasten klassischer Personal Computer. Sowohl Konsumenten als auch die Anbieter haben durch die Einführung des Prinzips der Apps neue Märkte und Anwendungsszenarien erschlossen. Gerade die Anbieter von Content, wie Zeitungen und Magazine sowie Online-Newsportale, haben diese neue Gerätegattung und die Apps schnell als neuen Publikationskanal entdeckt und dabei viel Pionierarbeit geleistet. Als Medium für den Konsum von Content sind Tablets daher inzwischen akzeptiert und erfreuen sich großer Beliebtheit. Anders sieht es allerdings bei der Kreation aus. Viele Apps beschäftigen sich zwar mit der Bearbeitung von Texten, Bildern und Videos doch eine echte Content Management App, die alle wichtigen Funktionen vereint, sucht man vergebens. Auch die klassischen Benutzeroberflächen gängiger Web Content Management Systeme sind kaum geeignet für die Bedienung auf einem Tablet Computer. Die vorliegende Arbeit beschreibt vorhandene Konzepte von Apps und Content Management und skizziert das Arbeitsumfeld und die Anforderungen eines mobilen Redakteurs. Daraus wird abgeleitet, wie eine Content Management App aussehen könnte und welche Funktionen sie integrieren müsste, um die notwendige Akzeptanz zu finden. Dabei stehen die Besonderheiten bei der Bedienung von Tablet Computern und die nutzbare Hardware im Fokus. In diesem Zusammenhang wird ebenso eruiert, ob die technische Umsetzung mittels nativer, Web- oder Hybrid-App geschehen sollte.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Verbreitung von Tablet Computern
2.2 Das Arbeitsumfeld von mobilen Redakteuren
2.3 Vorhandene Lösungen für mobile Redakteure auf Tablet Computern
3 Mobiles Web Content Management mit Tablet Computern
3.1 Anforderungen an mobiles Web Content Management
3.2 Technische Realisierung
3.2.1 Native App
3.2.2 Web-App
3.2.3 Hybride App
3.3 Integration vorhandener Lösungen
3.3.1 Hardware
3.3.2 Software
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Anforderungen mobiler Redakteure an die Content-Erstellung und -Verwaltung mittels Tablet-Computern zu analysieren und Möglichkeiten für eine effiziente technische Umsetzung zu evaluieren.
- Analyse des aktuellen Arbeitsumfelds mobiler Redakteure
- Bewertung bestehender CMS-Apps und mobiler Benutzeroberflächen
- Identifikation technischer Anforderungen für mobiles Web Content Management (WCMS)
- Vergleich zwischen nativen, Web- und hybriden App-Lösungen
- Integration von Hardware-Funktionen und Software-Prozessen
Auszug aus dem Buch
3.1 Anforderungen an mobiles Web Content Management
Tablet Computer sind als Devices für mobile Redakteure hervorragend geeignet. Im Vergleich zu klassischen Notebooks zeichnen sie sich durch eine deutlich höhere Mobilität aus. Dies wird vor allem bedingt durch ihr geringeres Gewicht, längere Akku-Laufzeiten sowie integrierter UMTS- und GPS-Module. Ein Netzteil muss in der Regel nicht mitgeführt werden und ein langwierige Hochfahren vor dem Beginn der Arbeit entfällt. Weiterhin sind die On-Screen-Tastaturen aktueller Tablets so ausgereift, dass das Schreiben von Texten mit kurzer bis mittlerer Länge kein Problem mehr darstellt. Für längere Texte könnte gegebenenfalls eine externe Tastatur per Bluetooth angeschlossen werden, wodurch die Mobilität des Tablets jedoch wieder ein Stück weit eingeschränkt wird.
Ein mobiles CMS muss offline zu bedienen sein. Ein mobiler Redakteur sollte also auch einen Text erstellen und zunächst auch lokal speichern können, solange keine Verbindung zum Internet besteht. Fehler in der mobilen CMS-Software, die zum Verlust von gerade erstelltem Content führen, sind unbedingt zu vermeiden.
Gerade beim Schreiben von Texten sollten keine ablenkenden Elemente auf dem Bildschirm zu sehen sein, so dass sich der Redakteur vollständig auf seinen Text konzentrieren kann. Neben der Texterstellung muss auch das Hinzufügen und Bearbeiten von Assets möglich sein. Hierzu zählen insbesondere Bilder, Videos sowie Audio.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den Tablet-Boom ein und thematisiert das Fehlen effizienter, für Tablets optimierter Lösungen für mobile Redakteure im Bereich der Content-Erstellung.
2 Grundlagen: In diesem Kapitel werden die Marktdurchdringung von Tablets, das sich wandelnde Arbeitsumfeld von Journalisten und bestehende, teils rudimentäre Softwarelösungen untersucht.
3 Mobiles Web Content Management mit Tablet Computern: Hier werden spezifische Anforderungen an mobile CMS-Systeme definiert und die technischen Möglichkeiten mittels nativer, Web- und hybrider App-Ansätze sowie deren Hardware-Integration diskutiert.
4 Schlussbetrachtung: Dieses Fazit stellt fest, dass das Potenzial mobiler CMS-Anwendungen für den Journalismus noch nicht ausgeschöpft ist und eine Lücke zwischen verfügbaren Tools und redaktionellen Anforderungen besteht.
Schlüsselwörter
Mobiles Web Content Management, Tablet Computer, mobiler Journalismus, Content-Erstellung, Redaktions-CMS, native App, Web-App, hybride App, responsive Design, Benutzeroberfläche, User Experience, Workflow, Hardware-Integration, mobile Redakteure, Content Lifecycle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Tablets als Werkzeuge für die professionelle redaktionelle Arbeit im Bereich Content Management (WCMS) genutzt werden können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Marktsituation von Tablets, die veränderten Anforderungen an Redakteure und die technologische Umsetzung mobiler CMS-Anwendungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Anforderungen an eine Content-Management-App auf Tablets zu definieren, um einen nahtlosen mobilen redaktionellen Workflow zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine fundierte Analyse bestehender Marktangebote sowie eine technisch-konzeptionelle Untersuchung der verschiedenen App-Architekturen vorgenommen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Anforderungen an mobile CMS-Interfaces, vergleicht native, Web- und hybride Entwicklungsansätze und betrachtet die Einbindung von Hardware-Komponenten wie GPS und Kamera.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind mobiles Web Content Management, Tablet Computer, Content Lifecycle und die technische Differenzierung zwischen nativen und hybriden Apps.
Warum sind klassische WCMS-Oberflächen oft ungeeignet für Tablets?
Die Oberflächen sind meist für Desktop-Computer mit Mausbedienung ausgelegt, was zu Problemen bei der Präzision der Touch-Bedienung und bei der Schriftgröße führt.
Was unterscheidet eine hybride App von einer nativen App?
Eine hybride App verpackt Web-Technologien in ein natives App-Format, wodurch sie über App-Stores verteilt werden kann und Zugriff auf native Hardware-APIs erhält.
Welche Rolle spielt die Offline-Funktionalität?
Da mobile Redakteure nicht immer über eine stabile Internetverbindung verfügen, ist ein lokaler Zwischenspeicher entscheidend, um den Verlust von Inhalten zu vermeiden.
- Arbeit zitieren
- Jens Küsters (Autor:in), 2012, Mobiles Web Content Management mit Tablet Computern, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/190706