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Diagrammatische Strukturen bei mittelalterlichen Visionsdarstellungen am Beispiel der Wurzel Jesse

Title: Diagrammatische Strukturen bei mittelalterlichen Visionsdarstellungen am Beispiel der Wurzel Jesse

Term Paper , 2012 , 19 Pages

Autor:in: Daniel Skina (Author)

Theology - Biblical Theology

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Summary Excerpt Details

Die Arbeit behandelt Fragen zur mittelalterlichen Interpretation spezifischer Textstellen der Bibel und deren bildlichen Umsetzung in der Lambeth Bibel. Die Jessewurzel steht dabei im Mittelpunkt des Interesses. Desweiteren wird auf die diagrammatische Umsetzung des Typus eingegangen, wobei sich drei typologische Grundformen feststellen lassen: "Jesse mit dem Reis", "Jesse mit Maria und Kind" und "Jesse mit durchgebildetem Baum".

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Traum- und Visionserzählung im Mittelalter

2. Warum träumt Jesse?

3. Genealogie durch Baum- und Wurzeldarstellungen

4. Darstellungsvariationen der Wurzel Jesse

4.1. Die Darstellung Jesses mit dem Reis

4.2. Die Darstellung Jesses mit Maria und Kind

4.3. Die Darstellung Jesses mit durchgebildetem Baum

5. Die sieben Gaben

6. Performativer Medienwechsel

7. Lambeth Bible - Jessewurzel

8. Lambeth Bible - Traum Jakobs

9. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die diagrammatischen Strukturen mittelalterlicher Visionsdarstellungen, wobei der Fokus insbesondere auf der Ikonographie der „Wurzel Jesse“ liegt. Ziel der Analyse ist es, die Verbindung zwischen der biblischen Textgrundlage, den bildlichen Darstellungstraditionen und der Funktion des Traumvisionärs zu ergründen sowie die mediale Transformation von Wort zu Bild zu beleuchten.

  • Ikonographische Analyse des Jessebaums als genealogisches Diagramm.
  • Untersuchung der Verschränkung von Traumvision und prophetischer Weissagung.
  • Die Rolle der „imaginatio“ in naturphilosophischen Diskursen des Hochmittelalters.
  • Vergleichende Analyse der Lambeth-Bibel im Kontext narrativer Bildstrukturen.
  • Interpretation der performativen Dimension von Bildrätseln in der Buchmalerei.

Auszug aus dem Buch

7. Lambeth Bible - Jessewurzel

Exemplarisch für die Darstellungsweise der Jessewurzel ist auch der Jessebaum aus der Lambeth-Bibel. Die Lambeth-Bibel (Lambeth Palace Library) stammt aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Wurzel Jesse, die das Frontispiz zum Buch Jesaja darstellt, ist der 2. Gruppe der Jesse-Typologien zuzuordnen. Mit der Darstellung wird die Metaphorik im Buch Jesaja vorweggegriffen und die Bildfamilie in einen diagrammatischen Bildaufbau eingebettet.

Die Bildseite ist gegliedert durch ein doppeltes Rahmensystem, wobei die Bildfläche durch eine Rahmenbordüre mit gemaltem Flechtwerk abgegrenzt wird. An den äußeren Bezirken sind kleine Medaillons mit Abbildungen von Königen und Propheten platziert. Diese halten leere Spruchbänder in ihren Händen und zeigen auf bestimme Punkte innerhalb des Jessebaums. Sie brechen allesamt aus ihrer Eingrenzung durch die Medaillonform heraus und schaffen dadurch innerhalb ihrer von Ranken besetzten, kreisförmigen Abgrenzung eine Tiefenräumlichkeit ihrer eigenen Ebene. Der Jessebaum selbst stellt ein inneres Rahmensystem dar, das in ein äußeres eingelagert ist. Jesse befindet sich, in einer typischen Position, liegend, mit geschlossenen Augen auf dem Boden und bildet die Wurzel des vegetabilen Stammes der aus ihm emporwächst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Traum- und Visionserzählung im Mittelalter: Dieses Kapitel erläutert den Stellenwert von Träumen und Visionen in der mittelalterlichen Ikonographie und deren Funktion als Medium der göttlichen Vermittlung.

2. Warum träumt Jesse?: Hier wird die ikonographische Konvention des schlafenden Jesse hinterfragt und die Transformation des Träumenden zum Propheten durch die biblische Interpretation beleuchtet.

3. Genealogie durch Baum- und Wurzeldarstellungen: Das Kapitel analysiert den Baum als archetypisches Symbol für die Genealogie Christi und seine Bedeutung in der christlichen Kunst.

4. Darstellungsvariationen der Wurzel Jesse: Es werden die verschiedenen typologischen Ausprägungen des Jessebaums kategorisiert und deren formale Unterschiede dargelegt.

5. Die sieben Gaben: Hier wird die symbolische Bedeutung der sieben Gaben des Heiligen Geistes im Kontext der Jesaja-Typologie und deren Herleitung aus unterschiedlichen Bibelübersetzungen behandelt.

6. Performativer Medienwechsel: Dieses Kapitel untersucht die Wurzel Jesse als „kompilatorisches Bild“ und die mediale Übertragung von prophetischer Wortprophetie in ein visuelles Metamedium.

7. Lambeth Bible - Jessewurzel: Eine detaillierte Analyse der Darstellung in der Lambeth-Bibel, die als exemplarisches Beispiel für diagrammatische Bildstrukturen dient.

8. Lambeth Bible - Traum Jakobs: Dieses Kapitel vergleicht die Narration der Jakobsleiter in der Lambeth-Bibel und diskutiert die räumliche Disposition sowie die zeitliche Dimension dieser Bildminiatur.

9. Ausblick: Der Ausblick verknüpft die ikonographische Analyse mit naturphilosophischen Erkenntnissen des Hochmittelalters zur Rolle der Vorstellungskraft.

Schlüsselwörter

Wurzel Jesse, Jessebaum, Mittelalter, Ikonographie, Traumvision, Buchmalerei, Lambeth-Bibel, Genealogie, Jesaja, Imaginatio, Bildtypologie, diagrammatische Strukturen, christliche Kunst, Traumdeutung, Offenbarung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die diagrammatischen und ikonographischen Strukturen von mittelalterlichen Visionsdarstellungen, wobei der Fokus auf der „Wurzel Jesse“ als Bildtypus liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Bildtypologie des Jessebaums, die Rolle des Traums im Mittelalter, die Genealogie Christi sowie die mediale Transformation von biblischen Texten in visuelle Darstellungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Jesse in der Ikonographie als Träumender dargestellt wird und wie diese Bilddarstellung eine performative Vermittlung zwischen Gott und Mensch konstituiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt kunsthistorische Methoden der Ikonographie und Bildanalyse, ergänzt durch einen interdisziplinären Blick auf Literatur- und Naturwissenschaftsgeschichte des Hochmittelalters.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Variationsbreite der Jessedarstellungen, die Bedeutung der sieben Gaben des Heiligen Geistes und nimmt eine detaillierte Fallstudie zur Lambeth-Bibel vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wurzel Jesse, Traumvision, Ikonographie, Diagrammatik, Lambeth-Bibel und Imaginatio.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen dem schlafenden Jesse und dem Propheten Jesaja?

Die Arbeit zeigt auf, dass der Inhalt des Traums den schlafenden Jesse interpretatorisch zum Visionär und Propheten Jesaja macht, wodurch ein performativer Sprechakt visualisiert wird.

Welche Rolle spielt die Lambeth-Bibel für die Argumentation des Autors?

Sie dient als exemplarisches Fallbeispiel für die komplexe, diagrammatische Einbettung von Erzählungen und zeigt auf, wie der Betrachter zur Entschlüsselung des Bildrätsels aufgefordert wird.

Warum wird die „imaginatio“ im Kontext der mittelalterlichen Naturphilosophie angeführt?

Der Autor führt dies an, um zu erklären, wie die zeitgenössische Vorstellung von körperlichen und geistigen Prozessen im Schlaf die Produktion und Bedeutung von Traumbildern im Hochmittelalter beeinflusste.

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Details

Title
Diagrammatische Strukturen bei mittelalterlichen Visionsdarstellungen am Beispiel der Wurzel Jesse
College
University of Vienna
Author
Daniel Skina (Author)
Publication Year
2012
Pages
19
Catalog Number
V189683
ISBN (eBook)
9783656140115
ISBN (Book)
9783656140658
Language
German
Tags
Topologie Mittelalter Diagrammatik Jesse Exegese Religion Bibel mittelalterliche Handschriften Lambeth Bibel Visionsdarstellung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Skina (Author), 2012, Diagrammatische Strukturen bei mittelalterlichen Visionsdarstellungen am Beispiel der Wurzel Jesse, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189683
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