Das 21.Jahrhundert ist geprägt von einer sich rasch verändernden, global integrierten und sehr komplexen Arbeitswelt, in der die Menschen mit Hilfe fortgeschrittener Informationstechnologie
selbstständig und in Entfernung zum Arbeitsplatz arbeiten. Die Führungssituation ist gekennzeichnet durch eine räumliche Distanz zwischen Mitarbeitern und Führungskräften, was zu einem Rückgang der Steuerung des Verhaltens der Mitarbeiter durch die direkte Einflussnahme führt. Wie sieht die Führung in einer solchen virtualisierten (bspw. durch E-Mail) Welt aus? Das Konzept des Superleadership-leading others to lead themselves von MANZ und SIMS soll hierauf eine Antwort geben, indem Führungskräfte ihre Mitarbeiter zur Selbstführung, dem Selfleadership, anleiten und deren Potenziale zur Entfaltung bringen. Im Folgenden wird darauf eingegangen, was sich hinter dem Konzept des Superleadership verbirgt,wie die Organisation der Führung verstanden wird und was dies für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer bedeutet. Ziel dieser Arbeit ist es, eine begriffliche und kontextbezogene Einführung
in das Konzept des Superleaderships zu geben, sowie dieses kritisch darzustellen.
Nach einer kurzen Einleitung werden in Kapitel 2 eine kontextbezogen und begriffliche Einführung vorgenommen. Im 3. Kapitel wird der Aufbau des Konzeptes, wie ein Führer zum Superführer wird und Superleadership betreiben kann, dargestellt. Diese Darstellung wird
daraufhin in Kapitel 4 kritisch gewürdigt. Abschließend wird in Kapitel 5 ein Fazit bezüglich des Konzeptes gezogen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kontextbezogene und begriffliche Einführung
- Konzept des Superleadership
- Darstellung des Konzepts
- Kritische Würdigung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept des Superleadership. Das Ziel ist es, eine begriffliche und kontextbezogene Einführung zu geben und dieses Konzept kritisch zu beleuchten. Der Fokus liegt auf den unterschiedlichen Führungsstilen und der Bedeutung von Selfleadership in einem sich schnell wandelnden Arbeitsumfeld.
- Unterschiedliche Führungsstile: Strongman, Transactor, Visionary Hero und Superleader
- Bedeutung von Selfleadership: Mitarbeiter zur Selbstführung anleiten, Potenziale zur Entfaltung bringen
- Einführung und Anwendung des Superleadership Konzepts
- Kritische Würdigung des Superleadership Konzeptes
- Die Rolle der Kommunikation in der Führungsbeziehung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt den Kontext des Superleadership in der heutigen Arbeitswelt dar und skizziert die Zielsetzung der Analyse.
- Kontextbezogene und begriffliche Einführung: Dieses Kapitel definiert Superleadership und setzt es in Bezug zu anderen Führungsstilen. Es wird die Bedeutung von Selfleadership als Kern des Konzepts hervorgehoben.
- Konzept des Superleadership: Der Aufbau des Konzeptes wird dargestellt, indem die sieben Phasen der Einführung bis zur Etablierung einer Selfleadership-Kultur beschrieben werden. Die Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern spielt dabei eine zentrale Rolle.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des Superleadership, Selfleadership, Führungsstilen, Selbststeuerung, Kommunikation, Mitarbeitermotivation, Selbstorganisation, Zielsetzung und der Entwicklung einer Selfleadership-Kultur.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Konzept des Superleadership nach Manz und Sims?
Superleadership bedeutet, andere dazu zu führen, sich selbst zu führen (Selfleadership). Führungskräfte fungieren hierbei als Coaches, die die Potenziale ihrer Mitarbeiter zur Entfaltung bringen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Superleader und einem Visionary Hero?
Während der „Visionary Hero“ durch eine starke eigene Vision führt, der andere folgen, konzentriert sich der „Superleader“ darauf, die Eigenverantwortung und Selbstführungskompetenz der Mitarbeiter zu stärken.
Warum ist Superleadership in der modernen Arbeitswelt so wichtig?
In einer globalisierten und virtualisierten Arbeitswelt (z. B. Homeoffice) nimmt die direkte Kontrolle ab. Mitarbeiter müssen daher fähig sein, sich selbst zu organisieren und zu motivieren.
Was versteht man unter Selfleadership?
Selfleadership ist die Fähigkeit, das eigene Verhalten und die eigene Motivation selbst zu steuern, um persönliche und organisationale Ziele eigenständig zu erreichen.
Welche Kritikpunkte gibt es am Superleadership?
Die Arbeit bietet eine kritische Würdigung des Konzepts, etwa im Hinblick auf die Überforderung von Mitarbeitern oder die Schwierigkeit, eine echte Selfleadership-Kultur in traditionellen Hierarchien zu etablieren.
- Quote paper
- Alke Heinken (Author), 2009, Superleadership - Kritische Darstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189327