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Wahrnehmung von kultureller Fremdheit in Antike und Gegenwart

Interkulturelle Kompetenz im Fach Geschichte

Title: Wahrnehmung von kultureller Fremdheit in Antike und Gegenwart

Seminar Paper , 2007 , 34 Pages

Autor:in: Studienrat Andreas Büter (Author)

Didactics - History

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Summary Excerpt Details

Fremdenfeindlichkeit Fremdheit Rassismus Zentrismus Ethnozentrismus Angst Ängste Ursachen Ursprung Herkunft Tradition Geschichte Xenophobie Kultur Fremdenangst Überfremdung Fremdwahrnehmung Wissenschaftliche Grundlagen Forschung Schule Schüler
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um ein didaktisches Planungskonzept der interkulturellen Pädagogik im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe II. Es stellt eine vor dem Hintergrund der entsprechenden Richtlinien und Lehrpläne sich ergebende Möglichkeit dar, wie antike Schriftquellen mit ethnographischer Ausrichtung für die Förderung multiperspektivischer Handlungskompetenz von Schülerinnen und Schülern nutzbar gemacht werden können.
Die thematische Grundlage des Konzeptes besteht in der lehrplanverankerten Leitproblematik „Das Eigene und das Fremde“. Es beinhaltet bereits in seinen komprimiert formulierten Problembeschreibungen einen deutlichen Verweis auf das Potential der epochenübergreifenden Auswirkung von politischen Instrumentalisierungen der historischen Völkerbeschreibungen, welches von diesen frühen „Wurzeln“ der europäischen Geschichtsschreibung im Zeitfeld 4 ausgeht.
Diesbezüglich wird die antike (griechische) Geschichtsschreibung als gesellschaftliche „Weichenstellung“ bis in unsere heutige Gesellschaft und ihre interkulturellen Wahrnehmungseigenschaften dargestellt.
Mit der hier angeführten beispielhaften Auswahl der zu untersuchen-en Text-/ Filmquellen wird der historische Bearbeitungsgegenstand in einer von mehreren Möglichkeiten eingegrenzt, ohne diesbezüglich einen Anspruch auf Vollständigkeit zu haben
Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt dabei in dem Ziel einer Erkenntniserweiterung zur Erarbeitung kritischer Geschichtsbetrachtungen. Dabei überwiegen die (geplanten) weiterführenden und sich jeweils neu ergebenden Fragestellungen gegenüber den (vordergründig eindeutigen) Antworten auf die dargestellten kulturhistorischen Probleme.
Insgesamt soll mit diesem Planungskonzept eine konzeptionelle Anregung zur Förderung objektiver Kritikfähigkeit geschaffen werden. Diese soll es ermöglichen, die seit der Antike tradierten Grundlagen von Gesellschafts- und Gruppenidentifikation zu erkennen und zu hinterfragen. Das Ziel ist somit der Erkenntnisgewinn bezüglich des persönlichen Kulturverständnisses und ein höheres Toleranzpotential gegenüber anderen Gesellschaften und Kulturen .

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Grundmotivation zur Bearbeitung interkultureller Problematik im Geschichtsunterricht

1. Konzeptioneller Hintergrund

2. Gesellschaftspsychologie der Fremdwahrnehmung

3. Fremdheitsdarstellung im Kontext der Antike

3.1 Weltanschauliche Grundlagen der frühen Kulturbeschreibungen

3.2 Die griechische Kultur als europäische Ur-Identifikation

III. Didaktisch-konzeptionelle Entfaltung

1. Das Geschichtswerk des Herodot als quellenanalytischer Ausgangspunkt

1.1 Anlehnung an den Fachlehrplan

1.2 Grundvoraussetzungen für historische Urteilsbildung

1.3 Diskussionsmethodik

2. Analyse bedeutsamer Quellenauszüge mit epochenübergreifendem Aktualitätsbezug

3. Erkenntnisanwendung durch Analyse eines aktuellen Medien-Beispiels

3.1 Vergleich von Originalquelle, Filmhandlung und Reaktionen der Öffentlichkeit

3.2 Entwicklung kritisch-reflektierender Fragestellungen

IV. Resümee

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines didaktischen Planungskonzepts für den Geschichtsunterricht, das Schülern ermöglicht, historische und aktuelle Wahrnehmungsmuster der Fremdheit kritisch zu reflektieren. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie antike Konstruktionen von Fremdheit als Basis für politische Identitätsbildung fungieren und wie diese Mechanismen bis in die Gegenwart fortwirken.

  • Interkulturelle Pädagogik im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe II
  • Analyse antiker Völkerbeschreibungen (Herodot) und deren ethnozentristische Hintergründe
  • Historisch-kritische Untersuchung der "Identitätsfindung durch Abgrenzung"
  • Didaktische Konzepte für historische Urteilsbildung und Medienanalyse
  • Reflexion aktueller politischer Instrumentalisierung von Geschichte und Fremdbildern

Auszug aus dem Buch

Die griechische Kultur als europäische Ur-Identifikation

Griechenland und später Rom stellten im Laufe der Jahrhunderte für fast den gesamten europäischen Kontinent (unter Ausnahme des äußersten Nordens und Ostens) in traditionell-historischer Hinsicht zunehmend die gesellschaftliche Identifikationskultur oder sogar „Leitkultur“ dar.

Ein Blick auf das aufgeführte Sequenzbeispiel der Unterrichtsrichtlinien für das Zeitfeld 4 macht dies deutlich: „Das antike Griechenland – ein reales Ideal unserer politischen Kultur oder ein konstruiertes Ideal politisierender Historiker und historisierender Politiker? Die Bedeutung der Perserkriege für die Herausbildung des abendländischen Geschichtsbewusstseins“

Bereits diese wenigen Formulierungen bergen den außerordentlich deutlichen Hinweis auf die möglicherweise notwendige Relativierung unserer traditionellen Berufung auf die griechisch-mediterrane Gesellschaft als „Urkultur des europäisch-politischen Selbstverständnisses“ in sich. Außerdem wird hier in einer prägnanten Art und Weise die Problematik der Entstehung eines europäischen Gemeinschaftsbewusstseins auf der Basis einer kulturellen Abgrenzung gegenüber den „fremden asiatischen Invasoren“ auf den Punkt gebracht.

Es erscheint daher umso erstaunlicher, warum diese geschichtswissenschafts- und gesellschaftskritischen Problematiken in den Unterrichten häufig nicht entsprechend bearbeitet werden. Vielmehr stellt sich der schulische Umgang mit den Gegenständen des Zeitfeldes 4 oftmals eher wie folgt dar: Es werden die politischen Strukturen und ersten Ansätze demokratischer Grundordnungen (meist in Organigramm-Form) miteinander verglichen und auch in das Verhältnis zu modernen Verfassungen gestellt. Außerdem werden die gesellschaftlichen Eigenheiten der jeweiligen Kulturen und Völker und ihre machtpolitisch-kriegerischen Auseinandersetzungen, sowie diesbezüglich herausragende Persönlichkeiten beschreiben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Vorstellung eines didaktischen Konzepts, das antike Schriftquellen zur Förderung multiperspektivischer Handlungskompetenz und zum Verständnis der "Leitproblematik: Das Eigene und das Fremde" nutzt.

II. Grundmotivation zur Bearbeitung interkultureller Problematik im Geschichtsunterricht: Untersuchung der psychologischen Grundlagen des Ethnozentrismus und der historischen Wurzeln, wie Gesellschaften durch Abgrenzung vom "Anderen" Identität konstruieren.

III. Didaktisch-konzeptionelle Entfaltung: Praktische methodische Anleitung zur quellenkritischen Analyse des Herodot und zur Übertragung historischer Erkenntnisse auf aktuelle Medienbeispiele und politische Diskurse.

IV. Resümee: Zusammenfassung des Ziels, durch historisch verankerte Denkanstöße die Reflexionsfähigkeit der Schüler gegenüber heutigen interkulturellen Herausforderungen und eigenen Wahrnehmungsmustern zu schärfen.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kompetenz, Geschichtsunterricht, Fremdwahrnehmung, Ethnozentrismus, Identitätsfindung, Abgrenzung, Herodot, Politische Instrumentalisierung, Quellenkritik, Historische Urteilsbildung, Xenophobie, Antike, Europäische Identität, Medienanalyse, Gesellschaftspsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit entwickelt ein didaktisches Konzept für den Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe II, das Schülern helfen soll, historische Ursprünge der Fremdwahrnehmung und deren politische Instrumentalisierung zu erkennen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen Eigenem und Fremdem, die gesellschaftspsychologischen Mechanismen des Ethnozentrismus sowie die Rolle antiker Geschichtsschreibung als Identitätsfundament.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Förderung einer objektiven Kritikfähigkeit und eines höheren Toleranzpotenzials, indem Schüler lernen, "das Andere" als Konstruktion zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenanalytische und methodisch-mediale Vorgehensweise genutzt, die auf einem dreistufigen Prozess von Analyse, Sachurteil und Wertung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Analyse antiker Quellen – insbesondere dem Werk des Herodot – sowie der Übertragung dieser Erkenntnisse auf aktuelle Phänomene, wie die filmische Darstellung historischer Konflikte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie interkulturelle Kompetenz, Fremdwahrnehmung, historische Urteilsbildung und politische Instrumentalisierung sind zentral für das Verständnis der Arbeit.

Welche Rolle spielt Herodot für das Konzept?

Herodot dient als beispielhafter "Vater der Geschichtsschreibung", dessen Werke die frühe Basis für ethnozentristische Völkerbeschreibungen und territoriale Abgrenzungsmechanismen verdeutlichen.

Warum wird der Film "300" als Analysebeispiel herangezogen?

Der Film wird als aktuelles Beispiel verwendet, um zu zeigen, wie antike Geschichtsthemen bis heute zur Konstruktion von Feindbildern und für internationale politische Reaktionen instrumentalisiert werden können.

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Details

Title
Wahrnehmung von kultureller Fremdheit in Antike und Gegenwart
Subtitle
Interkulturelle Kompetenz im Fach Geschichte
College
Studienseminar für Lehrämter an Schulen Hagen  (Seminar für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen; Fachgruppe Geschichte)
Author
Studienrat Andreas Büter (Author)
Publication Year
2007
Pages
34
Catalog Number
V188801
ISBN (eBook)
9783656126164
ISBN (Book)
9783656126645
Language
German
Tags
wahrnehmung fremdheit antike gegenwart interkulturelle kompetenz fach geschichte interkulturelle pädagogik didaktik fremdverstehen ethnozentrismus zentrismus fremdenangst xenophobie oberstufe mittelstufe das eigene und das fremde europa asien unterrichtsentwurf stundenentwurf planungskonzept sekundarstufe multiperspektivische handlungskompetenz pädagogik erziehungswissenschaft epochenübergreifend richtlinien lehrpläne lehrplan toleranz kulturverständnis filmquellen textquellen kulturhistorie identifikation erkenntnisgewinn gesellschaft kultur rassismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Studienrat Andreas Büter (Author), 2007, Wahrnehmung von kultureller Fremdheit in Antike und Gegenwart, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188801
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