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Konstitutive Rolle der Gemeinschaft für die Ausbildung individueller Identität bei Charles Taylor

Titel: Konstitutive Rolle der Gemeinschaft für die Ausbildung individueller Identität  bei Charles Taylor

Seminararbeit , 2006 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Ernest Mujkic (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit möchte ich die individuelle Identitätsfindung und deren Zusammenhang mit dem Kollektiv bei Charles Taylor darlegen. Ausgehend von der Achtung als wesentlichem Bestandteil des Identitätsrahmens erachtet Taylor das Erlangen des Verständnisses über das eigene Ich für das Individuum einzig über die Interpretation seines Selbst als möglich. Die Selbstinterpretation versteht Taylor dabei als eine Ausbildung der subjektiven Identität durch intersubjektives Handeln mittels der diesem Interaktionsraum eigener Sprache. Der These folgend, dass die Gemeinschaft eine konstitutive Bedeutung für die Ausbildung der individuellen Identität hat, werde ich im ersten Teil dieser Arbeit auf die von Taylor definierten allgemeinen Bedingungen des Identitätsrahmens eingehen, um dann im zweiten Teil die Rolle der Sprache und Artikulation sowie ihren Beitrag zur Entfaltung des individuellen Selbst aufzuzeigen. Im dritten Teil wird das Gute im Zusammenhang mit der Zielorientierung der Identitätsbestimmung und der Gerechtigkeit geschildert, was dann als Grundlage für den vierten Teil der Darstellung der Doppeldeutigkeit des Begriffes der Anerkennung bei Charles Taylor dient.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Identitätsrahmen des individuellen Selbst

2.1 Achtung, Leid und Mitleid, Selbstbestimmung und tätiges Leben als Grundlagen des individuellen Selbst

3. Sprache und Artikulation und ihre Bedeutung für die Identitätsausbildung

4. Das Gute als Leitfaden der Identitätsbildung

4.1 Das Gute im Zusammenhang mit der Gerechtigkeit

5. Doppeldeutigkeit des Begriffes „Anerkennung“

5.1 Anerkennung als Prozess der Ausbildung der Identität und des Selbst

5.2 Anerkennung als Mittel und Vermittler gemeinsamer Lebensführung unterschiedlicher Gesellschaften

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die konstitutive Bedeutung der Gemeinschaft für die individuelle Identitätsfindung nach Charles Taylor. Dabei wird analysiert, wie das Individuum sein Selbstverständnis durch intersubjektive Prozesse, Sprache und die Orientierung an gemeinsamen Wertvorstellungen – dem „Guten“ – entwickelt und welche Rolle der Begriff der „Anerkennung“ in diesem Rahmen spielt.

  • Die dialogische Natur menschlicher Existenz und Identität
  • Die Notwendigkeit einer gemeinsamen Sprache zur Artikulation des Selbst
  • Das Konzept des „Guten“ als Leitfaden moralischer Identitätsbildung
  • Die Ambivalenz und Bedeutung der „Anerkennung“ im sozialen Kontext
  • Das Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und gemeinschaftlicher Einbindung

Auszug aus dem Buch

2. Identitätsrahmen des individuellen Selbst

Für Taylor führt der Weg sich selbst, das eigene Ich zu verstehen und die Entfaltung des eigenen Selbst zu realisieren nur über die Anerkennung des „dialogischen Charakters menschlicher Existenz.“ Damit wendet er sich gegen eine wie er sie selbst bezeichnet „individualisierte Identitätsbestimmung“, wonach die einzelnen Individuen sich in einem Prozess der Selbstreflexion vom eigenen Selbst distanzierend, d.h. das eigene Ich objektivierend moralische Maßstäbe für ihr Handeln konstruieren. Das Ergebnis dieser Verinnerlichung beziehungsweise Subjektivierung der Moralität, die Annahme, dass das Individuum durch die Monologisierung seiner Existenz als ein bindungsloses dargestellt wird und dass die Gemeinschaft einzig im instrumentellen Sinn gebraucht wird, ist für Taylor unzutreffend.

Für ihn folgt der Vorstellung von einem ungebundenen Selbst die Verabsolutierung der Freiheit und Selbstbestimmung des Einzelnen, wodurch wiederum verkannt wird, dass es eines Raumes bedarf, also einer Gemeinschaftsform, damit der Einzelne in Interaktion mit anderen Mitgliedern dieser Gemeinschaft lernt, was es überhaupt bedeutet frei zu sein und vor allem er in und durch diese überhaupt erfahren kann, wer er ist.

Dadurch, dass „ in dem wir unsere Identität bestimmen, wir zu bestimmen versuchen, wer wir sind, woher wir kommen“, ist es unmöglich ein zeit- und raumloses Individuum, das sich von den ihm durch die Gemeinschaften vermittelten Werten distanziert und seine Werte unabhängig von der Gemeinschaft entwirft, vorauszusetzen. Der Annahme eines ungebundenen Selbst wohnt eine Verleugnung des Selbst inne, die nach Taylor auch seine Existenz bedroht. Denn durch die Voraussetzung der Raum- und Zeitlosigkeit wird dem Selbst die Grundlage seiner Entstehung entzogen, so dass die Träger des Selbsts, die einzelnen Individuen, die Gemeinschaft nur der Selbstverwirklichung dienend instrumentalisieren und diese zugleich auch gefährden, da ein solches Individuum in dem gemeinschaftlichen Raum nicht im Sinn der solidarischen Beteiligung und auch nicht mit dem Ziel der Aufrechterhaltung der Gemeinschaft mitwirkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Unzulänglichkeit einer rein regelbasierten Definition von Identität und führt die zentrale Fragestellung ein, welche Bedeutung die Gemeinschaft für die menschliche Identitätsfindung bei Charles Taylor hat.

2. Identitätsrahmen des individuellen Selbst: Taylor kritisiert die Vorstellung eines ungebundenen Selbst und argumentiert stattdessen für die dialogische Natur der Identitätsbildung innerhalb eines gemeinschaftlichen Rahmens.

2.1 Achtung, Leid und Mitleid, Selbstbestimmung und tätiges Leben als Grundlagen des individuellen Selbst: In diesem Kapitel werden die zentralen ethischen Wesensmerkmale erläutert, die durch die soziale Einbettung und die Achtung vor dem menschlichen Leben das Individuum in seinem Handeln leiten.

3. Sprache und Artikulation und ihre Bedeutung für die Identitätsausbildung: Hier wird dargelegt, dass Sprache ein notwendiges Interpretationsinstrument ist, ohne das eine Selbstbestimmung oder ein Verständnis der eigenen Position in der Welt nicht möglich wäre.

4. Das Gute als Leitfaden der Identitätsbildung: Die Orientierung an einem „höchsten Gut“ wird als essenzieller Teil der Identitätsdefinition und moralischen Standortbestimmung innerhalb einer Gemeinschaft eingeführt.

4.1 Das Gute im Zusammenhang mit der Gerechtigkeit: Dieses Unterkapitel analysiert das Spannungsverhältnis zwischen der ethischen Orientierung am Guten und den Prinzipien der distributiven Gerechtigkeit.

5. Doppeldeutigkeit des Begriffes „Anerkennung“: Der Begriff der Anerkennung wird als zentrales Element im Spannungsfeld zwischen partikularen Wertgemeinschaften und einer inklusiven politischen Gemeinschaft untersucht.

5.1 Anerkennung als Prozess der Ausbildung der Identität und des Selbst: Dieses Kapitel vertieft, warum Anerkennung ein Grundbedürfnis darstellt, um die Stabilität und Authentizität des menschlichen Selbst zu gewährleisten.

5.2 Anerkennung als Mittel und Vermittler gemeinsamer Lebensführung unterschiedlicher Gesellschaften: Der Fokus liegt hier auf der Rolle von Anerkennung und dem „Gleichwertigkeitsanspruch“ für das Zusammenleben in multikulturellen Gesellschaften.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die soziale Einbindung und das Anerkennungsbedürfnis keine Beschränkung, sondern die notwendige Voraussetzung für ein authentisches Leben und die Autonomie des modernen Individuums sind.

Schlüsselwörter

Charles Taylor, Identität, Anerkennung, Gemeinschaft, Authentizität, Sprache, Selbstbestimmung, starke Wertung, moralischer Rahmen, intersubjektiv, Gerechtigkeit, Lebensführung, dialogische Existenz, Wertgemeinschaft, Multikulturalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der politischen Philosophie von Charles Taylor und untersucht, wie individuelle Identität untrennbar mit der sozialen und gemeinschaftlichen Umwelt verknüpft ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Konzepten der Authentizität, des dialogischen Charakters der Identität, der Bedeutung von Sprache für die Selbstinterpretation und der Rolle von Anerkennung in multikulturellen Gesellschaften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Gemeinschaft eine konstitutive Bedeutung für die Ausbildung individueller Identität hat und Identität nicht als isolierter, monologischer Prozess verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine interpretativ-analytische Methode, basierend auf der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Taylors Hauptwerken und deren Rezeption in der aktuellen philosophischen Debatte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Identitätsrahmens, die Funktion der Sprache, die Orientierung am Guten zur Zielbestimmung des Lebens sowie die Analyse der Doppeldeutigkeit des Anerkennungsbegriffs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Identität, Anerkennung, Gemeinschaft, Authentizität, Sprache und das „Gute“, da sie den Kern von Taylors philosophischer Anthropologie abbilden.

Wie unterscheidet Taylor zwischen einer „ethischen Wertgemeinschaft“ und einer „politischen Gemeinschaft“?

Taylor betont, dass für eine echte Anerkennung einer Person unterschieden werden muss zwischen exklusiven ethischen Gemeinschaften, die spezifische Werte teilen, und einer inklusiven politischen Gemeinschaft, in der alle Individuen unabhängig von ihrem Hintergrund anerkannt werden.

Warum ist laut der Arbeit die „Sprache“ für die Identitätsfindung unverzichtbar?

Sprache ist das notwendige Medium, um das eigene moralische Empfinden zu artikulieren. Nur durch einen öffentlich geteilten Sprachraum können Begriffe mit Werten besetzt und somit erst sinnvoll als Orientierung für das eigene Leben genutzt werden.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konstitutive Rolle der Gemeinschaft für die Ausbildung individueller Identität bei Charles Taylor
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Geschwister-Scholl-Institutut)
Veranstaltung
Individuelle Authentizität und integre Gemeinschaftsbeziehungen
Note
1,7
Autor
Ernest Mujkic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
24
Katalognummer
V188263
ISBN (eBook)
9783656119500
ISBN (Buch)
9783656119883
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunitarismus Charles Taylor Identität Anerkennung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ernest Mujkic (Autor:in), 2006, Konstitutive Rolle der Gemeinschaft für die Ausbildung individueller Identität bei Charles Taylor, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188263
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Leseprobe aus  24  Seiten
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