Adam Smith legte im 18. Jahrhundert den Grundstein der Überlegung, dass eine Arbeitsteilung und mit der einhergehend die Spezialisierung enorme Produktivitätsfort-schritte hervorbringen kann. Er beschrieb wie 10 Mitarbeiter, die verschiedene Tätigkeiten verrichteten, am Tag 48.000 Stecknadeln herstellen können – das heißt ein Output pro Kopf in Höhe von 4.800 Nadeln. Würde jedoch jeder Mitarbeiter alle Stufen der Herstellung selbstständig ausüben, wäre jeder in der Lage nur 20 Nadeln pro Tag zu produzieren. Aber eine arbeitsteilige Welt muss organisiert werden, damit Teile der Arbeit in der Verknüpfung ein sinnvolles Ganzes wird.
Die Organisationsgestaltung einer Unternehmung ist daher ein wesentlicher Einflussfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Effiziente Prozesse, kurze Entscheidungswege und eindeutige Verantwortungsbereiche sind einige Beispiele, die dem Organisationsbegriff untergeordnet sind und direkte Wirkung auf den Erfolg ausüben. Obwohl die Organisation von komplexen sozialen Systemen mit nationalem Hinter-grund bereits eine Herausforderung an sich ist, wächst der Schwierigkeitsgrad mit der internationalen Ausrichtung bedeutend an. Es müssen neben den verschiedenen Organisationsaspekten nun zusätzlich kulturelle und gesetzliche Rahmenbedingungen beachtet werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Grundlagen der Aufbauorganisation
3 Organisationsformen
3.1 Funktionale Organisation
3.1.1 Vorteile der funktionalen Organisation
3.1.2 Nacheile der funktionalen Organisation
3.2 Divisionale Organisation
3.2.1 Vorteile der divisionalen Organisation
3.2.2 Nacheile der divisionalen Organisation
3.3 Matrixorganisation
3.3.1 Vorteile der Matrixorganisation
3.3.2 Nacheile der Matrixorganisation
4 Implikationen für eine Organisation im internationalen Kontext
5 Beispiele internationaler Unternehmen
5.1 BASF SE
5.2 Schaeffler AG
5.3 Areva SA
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die theoretischen Grundlagen der Aufbauorganisation darzulegen und deren Anwendung im Kontext multinationaler Unternehmen kritisch zu analysieren, wobei die Forschungsfrage nach der optimalen Organisationsstruktur unter Berücksichtigung situativer Faktoren im Vordergrund steht.
- Theoretische Grundlagen der Aufbauorganisation
- Analyse funktionaler, divisionaler und Matrix-Organisationsformen
- Implikationen der Internationalisierung für Organisationsstrukturen
- Fallbeispiele renommierter Unternehmen (BASF, Schaeffler, Areva)
- Gegenüberstellung von Organisationsmodellen
Auszug aus dem Buch
3.1 Funktionale Organisation
Bei der funktionalen Organisationsstruktur gliedert sich die zweite Hierarchieebene nach dem Verrichtungsprinzip und spezialisiert sich nach Unternehmensfunktionen wie z.B. Beschaffung, Produktion, Personal, Absatz oder Forschung und Entwicklung. Die dritte Ebene kann nach Unterfunktionen, nach Objekten oder gemischt eingeteilt sein. Abbildung 3 veranschaulicht eine solche Beispielorganisation. Die funktionale Organisationsstruktur sollte bei Unternehmen mit einem Produkt oder einer Massenfertigung genutzt werden. Hinzu kommen sollte eine relativ stabile Unternehmensumwelt.
3.1.1 Vorteile der funktionalen Organisation
Durch die verrichtungsorientierte Verteilung der Arbeit können Spezialisierungs- und Größenvorteile genutzt werden
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Das Kapitel erläutert die historische Entwicklung der Arbeitsteilung und die Bedeutung der Organisationsgestaltung für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.
2 Grundlagen der Aufbauorganisation: Hier werden die zentralen Begriffe und der Prozess der Organisationsbildung, von der Aufgabenanalyse bis zur Stellen- und Abteilungsbildung, definiert.
3 Organisationsformen: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Modelle der funktionalen Organisation, der divisionalen Organisation und der Matrixorganisation inklusive ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile gegenüber.
4 Implikationen für eine Organisation im internationalen Kontext: Der Autor erörtert, wie internationale Strategien und globale Märkte die Komplexität der Organisationsstruktur beeinflussen.
5 Beispiele internationaler Unternehmen: In diesem Teil werden die theoretischen Konzepte anhand der praktischen Beispiele von BASF SE, Schaeffler AG und Areva SA illustriert.
6 Fazit: Das Kapitel resümiert, dass es keine allgemeingültige Organisationsstruktur gibt, sondern diese regelmäßig an die spezifischen Unternehmensziele und Umweltbedingungen angepasst werden muss.
Schlüsselwörter
Aufbauorganisation, Funktionale Organisation, Divisionale Organisation, Matrixorganisation, Arbeitsteilung, Spezialisierung, Multinationale Unternehmen, Organisationsgestaltung, Unternehmensführung, Internationalisierung, Synergieeffekte, Stellenbildung, Abteilungsbildung, Koordinationsaufwand, Prozessoptimierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Modellen der Aufbauorganisation und wie diese von Unternehmen genutzt werden, um eine effiziente Strukturierung ihrer operativen Tätigkeiten zu erreichen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Organisationslehre, die Unterschiede zwischen funktionalen, divisionalen und Matrix-Strukturen sowie die Herausforderungen durch Internationalisierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Eignung verschiedener Organisationsmodelle in Abhängigkeit von situativen Faktoren und strategischen Anforderungen multinationaler Konzerne zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die durch die Fallbeispiele von drei großen Unternehmen gestützt und veranschaulicht wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Organisationsformen, die Erläuterung der Internationalisierungseffekte und die empirische Anwendung auf BASF, Schaeffler und Areva.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Aufbauorganisation, Organisationsformen, Spezialisierung, Internationalisierung und Unternehmensführung.
Wie unterscheidet sich die funktionale von der divisionalen Organisation laut dem Autor?
Die funktionale Organisation gliedert nach Verrichtungen (wie Produktion oder Absatz), während die divisionale Organisation nach Objekten (wie Produkten, Regionen oder Kundengruppen) strukturiert ist.
Warum spielt die Internationalisierung eine so große Rolle für die Wahl der Organisationsform?
Aufgrund kultureller Unterschiede, gesetzlicher Rahmenbedingungen und unterschiedlicher Marktbedürfnisse steigt der Koordinationsbedarf, was komplexere Strukturen oder eine starke Dezentralisierung erfordert.
- Arbeit zitieren
- Kawrit Chanana (Autor:in), 2011, Organisationsstrukturen multinationaler Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188045