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Funktionsverbgefüge - Komplexe Prädikate

Titel: Funktionsverbgefüge - Komplexe Prädikate

Hausarbeit , 2009 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Susann Dannhauer (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Funktionsverbgefüge sind Konstruktionen, die innerhalb der Grammatik „verschiedene linguistische Bereiche tangieren und damit aus unterschiedlicher Perspektive betrachtet werden“ (Heine, 2006, S. 17f) können, was die Untersuchung dieser Gefüge umso interessanter macht. Genau dieser Aspekt ist aber auch die Grundlage, um verstehen zu können, warum es eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen zu diesen Gefügen gibt und keine davon als falsch angesehen werden kann. Das wiederum ist der Grund dafür, dass genau ausgelotet werden muss, ob es sich nun um ein Funktionsverbgefüge handelt, welches zwischen Semantik und Syntax steht, oder ob es vom Wesen her nur einem der Bereiche zugeordnet werden kann. Wie kann die Funktion einer Konstruktion im Satz also genau bestimmt werden? Möglich ist dies offensichtlich nur durch eine genaue Betrachtung des Gefüges unter bestimmten Kriterien.

Diese Arbeit untersucht nun die Möglichkeit der Analyse von Funktionsverbgefügen als komplexe Prädikate und beschäftigt sich vor allem mit entsprechenden Analysekriterien und deren Anwendung auf konkrete Beispiele. Zuvor soll allerdings erst einmal der Aufbau von Funktionsverbgefügen beleuchtet werden, um im Anschluss eine klare Definition derer zu erhalten. Für die erwähnte Analyse ist es zudem unerlässlich, auf den Begriff der komplexen Prädikate kurz einzugehen. Die Diskussion über die Notwendigkeit von Funktionsverbgefügen für die deutsche Sprache soll hier jedoch nicht im Einzelnen erläutert werden. Nichtsdestotrotz wird ihre Funktion in der deutschen Sprache klargestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wesen und Struktur von Funktionsverbgefügen

3. Definitionen

3.1. Komplexe Prädikate

3.2. Funktionsverbgefüge

4. Analysekriterien

4.1. Kriterien zur Ausgrenzung von komplexen Prädikaten

4.2. Abgrenzung zu freien Verbindungen und idiomatischen Fügungen

5. Untersuchung eigener Beispiele

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten der linguistischen Analyse von Funktionsverbgefügen als komplexe Prädikate. Ziel ist es, durch die Anwendung spezifischer Analysekriterien und syntaktischer Proben eine klare Abgrenzung zwischen komplexen Prädikaten, freien syntaktischen Konstruktionen und idiomatischen Fügungen zu erarbeiten.

  • Strukturelle Analyse von Funktionsverbgefügen und komplexen Prädikaten
  • Diskussion theoretischer Definitionen in der germanistischen Forschung
  • Erarbeitung und Anwendung von Analysekriterien (u.a. Umstellprobe, Substituierbarkeit)
  • Untersuchung von konkreten Sprachbeispielen aus aktuellen Gebrauchstexten
  • Abgrenzungskriterien zu idiomatischen Wendungen

Auszug aus dem Buch

3.1. Komplexe Prädikate

Komplexe, d.h. zusammengesetzte Prädikate entstehen, wenn „syntaktische Einheiten […] in das Prädikat inkorporiert werden“ (Welke, 2007, S. 194). Die dadurch entstandenen Konstruktionen sehen aus wie syntaktische Konstruktionen, werden aber wie „morphologische Gebilde bewertet“ (ebd.). Diesen Übergang von Syntax zur Morphologie nennt man auch Grammatikalisierung. Diese „Grammatikalisierung zu komplexen Prädikaten findet statt, wenn regierende Vollverben zu untergeordneten Hilfsverben umgedeutet werden“ (ebd., S. 195), so wie zuvor bei Funktionsverbgefügen beschrieben.

Der Begriff des komplexen Prädikats ist allerdings in keiner Weise festgelegt. Es gibt durchaus Autoren, die diesen Begriff als Oberbegriff für mehrteilige Prädikate sehen, d.h. sowohl eine Verbindung von Verben, als auch Verbindungen mit Wortarten wie Adjektiven oder Substantiven (vgl. van Pottelberge). Diese Unklarheit und vor allem die unterschiedliche Verwendung des Terminus beruht auf der Verschwommenheit des Begriffs Prädikat, welcher ein „Kunstbegriff“ (Pottelberge, 2001, S. 19) ist, der sich irgendwo zwischen den Bereichen der Syntax und der Semantik bewegt. Wie auch andere Begriffe auf der Satzebene, beispielsweise „Subjekt“, hat sich der Begriff Prädikat über lange Zeit entwickelt.

Diese Entwicklung hat allerdings kein eindeutiges Ende gefunden, was bedeutet, dass „Prädikat“ nicht mit dem Terminus „Verb“ gleichzusetzen ist, sondern lediglich, dass ein Verb den Kern eines jeden Prädikats bildet (vgl. van Pottelberge). Ob man nun andere Wortarten, die in irgendeiner Weise mit dem Verb eines Satzes verbunden zu sein scheinen, zum Prädikat zählt oder nicht, scheint jedem selbst überlassen zu sein. Dementsprechend ergibt sich auch die Unklarheit darüber, ob es sich nun um einen grammatischen Begriff „(und somit eine Struktureinheit des Satzes bezeichnet)“ (ebd., S. 20) oder um einen logisch-referentiellen Begriff handelt. Letzteres würde bedeuten, dass ein Prädikat all das ist, was zusammen „mit einem Verb als Kern die eigentliche Aussage eines Satzes bildet“ (ebd.).

Üblicherweise geht man aber davon aus, dass ein Prädikat das ist, „was das finite Verb im Satz braucht, um eine Aussagebedeutung herzustellen“ (ebd., S. 26). Dies geht wiederum mit der Definition von Welke einher, auf die sich die Untersuchungen dieser Arbeit stützen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die grammatikalische Problematik von Funktionsverbgefügen ein und erläutert die Relevanz einer fundierten Analyse dieser Konstruktionen.

2. Wesen und Struktur von Funktionsverbgefügen: In diesem Kapitel werden die allgemeinen Merkmale und die strukturelle Zusammensetzung von Funktionsverbgefügen aus verschiedenen linguistischen Perspektiven beleuchtet.

3. Definitionen: Hier werden die theoretischen Begrifflichkeiten diskutiert, wobei insbesondere der Forschungsstreit um die Abgrenzung von komplexen Prädikaten und Funktionsverbgefügen dargestellt wird.

4. Analysekriterien: Das Kapitel führt die methodischen Hilfsmittel wie die Umstellprobe und spezifische Ausschlusskriterien ein, um komplexe Prädikate von anderen Konstruktionstypen abzugrenzen.

5. Untersuchung eigener Beispiele: Anhand konkreter Sätze aus Presseartikeln wird die praktische Anwendung der Analysekriterien demonstriert und evaluiert.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit einer präzisen, fallbasierten Untersuchung bei linguistischen Grenzfällen.

Schlüsselwörter

Funktionsverbgefüge, Komplexe Prädikate, Grammatikalisierung, Satzanalyse, Syntax, Morphologie, Umstellprobe, Valenz, Deverbale Substantive, Idiomatische Fügungen, Sprachwissenschaft, Deutsche Grammatik, Verbalsubstantive, Hilfsverbbedeutung, Syntaktische Auflösung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Einordnung und syntaktischen Analyse von sogenannten Funktionsverbgefügen innerhalb der deutschen Sprache.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition komplexer Prädikate, die Abgrenzung zu idiomatischen Wendungen und die Entwicklung von Kriterien zur satzanalytischen Bestimmung dieser Gefüge.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine methodisch fundierte Grundlage zur Identifikation von Funktionsverbgefügen zu liefern, um diese im Satzkontext korrekt als komplexe Prädikate oder syntaktische Konstruktionen zu klassifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es werden theoretische Ansätze der Sprachwissenschaft (u.a. von Duden, Helbig/Buscha, Welke) mit praktischen Satzanalysen verknüpft, wobei insbesondere die Umstellprobe und morphosyntaktische Ausschlusskriterien zum Einsatz kommen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, die Erarbeitung von Analysekriterien und deren empirische Anwendung auf Beispiele aus der aktuellen Berichterstattung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Funktionsverbgefüge, komplexe Prädikate, Syntax, Grammatikalisierung und die methodische Satzgliedanalyse.

Warum ist die Abgrenzung zu idiomatischen Fügungen so schwierig?

Da sowohl Funktionsverbgefüge als auch idiomatische Fügungen oft ähnliche strukturelle Muster aufweisen, ist eine Unterscheidung basierend auf der Semantik des Substantivs und der Substituierbarkeit des Verbs erforderlich.

Welche Rolle spielt die „Umstellprobe“ in dieser Arbeit?

Die Umstellprobe dient als zentrales syntaktisches Hilfsmittel, um die Abhängigkeit einzelner Satzglieder zu prüfen und festzustellen, ob ein Nomen fester Bestandteil des Prädikats ist oder nur als Attribut fungiert.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Funktionsverbgefüge - Komplexe Prädikate
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für deutsche Sprache und Linguistik)
Veranstaltung
Seminar: Syntaktische Relationen
Note
1,3
Autor
Susann Dannhauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
18
Katalognummer
V187255
ISBN (Buch)
9783656106715
ISBN (eBook)
9783656107057
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Funktionsverbgefüge Komplexe Prädikate Syntaktische Relationen Funktionsverben Verbgefüge Prädikate
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susann Dannhauer (Autor:in), 2009, Funktionsverbgefüge - Komplexe Prädikate, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/187255
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