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Divergente Geschlechter-Arrangements und Betreuungssituationen als Ergebnis wohlfahrtstaatlicher Familienpolitik in Frankreich und Deutschland

Titel: Divergente Geschlechter-Arrangements und Betreuungssituationen als Ergebnis wohlfahrtstaatlicher Familienpolitik in Frankreich und Deutschland

Hausarbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts Michael Estel (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inhalt:
Politik in Frankreich und Deutschland
Wohlfahrtstaatliche Kategorisierungen
Wohlfahrtstaatliche Familienpolitik in Frankreich und Deutschland……
- Analyse von Statistiken
- traditionelle Leitbilder
- Föderalismus und das Subsidiaritätsprinzip
- Historische Erblasten
- Anreizpolitik und Transferleistungen
- Reformen und ein Blick auf die DDR
Mentalitätsunterschiede in Frankreich und Deutschland (Gluckenmutter , Rabenmutter und Mere Poule)
Fazit

Einleitung:
Im Titel der Hausarbeit findet sich der Begriff „Geschlechter-Arrangements“. Jener Begriff wird von Birgit Pfau-Effinger benutzt, um den Aushandlungsprozess zwischen kulturellen Leitbildern zur Familie mit den spezifischen Geschlechterverhältnissen einerseits und die wohlfahrtstaatliche Politik anderseits darzustellen (Pfau-Effinger, 1998, S. 184).
Ländertypische Geschlechter-Arrangements und der Einfluss der jeweiligen Politik sind der thematische Schwerpunkt dieser Hausarbeit. Die Institution „Familie“ soll als Spiegel der wohlfahrtstaatlichen Politik dienen.
Im ersten Teil werden die Besonderheiten und Merkmale französischer und deutscher Politik erarbeitet. Die zentralistische Organisation Frankreichs auf der einen Seite und das Prinzip des Föderalismus in Deutschland auf der anderen Seite spielen hierbei eine große Rolle und beeinflussen damit auch die Familienpolitik.
Bezugnehmend auf die Thematik des Seminars „Europäische Wohlfahrtsstaaten im Vergleich“, findet im zweiten Schritt eine Kategorisierung der Wohlfahrtregimes statt. Grundlage für die Einordnung werden die Modelle der Wohlfahrtsregime von Gøsta Esping-Andersen sein. Interessanterweise werden Deutschland und Frankreich demselben wohlfahrtstaatlichen Regimes zugeordnet und dennoch zeigen sich in sozialen Bereichen signifikante Unterschiede (vgl. Schultheis, 1995, S. 765, Esping-Andersen, 1998, S. 44, Callouj/Gamal, 2008, S.212, Träger, 2010, S.301).
Im dritten Teil der Arbeit liegt der Fokus auf die konkreten familienpolitischen Maßnahmen Frankreichs und Deutschlands. Es wird ergründet, ob die beiden Länder „Schwestern oder entfernte Kusinen“ sind (Fangnagi, 2004, Aufsatztitel). Es soll die Frage geklärt werden, inwiefern sich die familienpolitischen Maßnahmen unterscheiden und ob jene Maßnahmen als Ursache für die differenten weiblichen Erwerbsstrukturen in Frage kommen. Denn „während in Deutschland die Familiengründung immer noch dazu führt, dass es zu einem typisch weiblichen und typisch männlichen Erwer..

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Politik in Frankreich und Deutschland

2. Wohlfahrtstaatliche Kategorisierungen

3. Wohlfahrtstaatliche Familienpolitik in Frankreich und Deutschland

3.1. Die Analyse von Statistiken

3.2. Traditionelle Leitbilder

3.3. Föderalismus und das Subsidiaritätsprinzip

3.4. Historische Erblasten

3.5. Anreizpolitik und Transferleistungen

3.6. Reformen und ein Blick auf die DDR

4. Mentalitätsunterschiede in Frankreich und Deutschland

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen wohlfahrtsstaatlicher Familienpolitik und den daraus resultierenden divergenten Geschlechter-Arrangements sowie Erwerbsstrukturen von Frauen in Frankreich und Deutschland. Dabei wird analysiert, inwieweit unterschiedliche politische Systeme, historische Erblasten und nationale Mentalitäten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf beeinflussen.

  • Vergleich politischer Strukturen (Zentralismus vs. Föderalismus)
  • Kategorisierung der Wohlfahrtsregimes nach Esping-Andersen
  • Einfluss familienpolitischer Maßnahmen auf die weibliche Erwerbsbeteiligung
  • Analyse kultureller Mentalitätsunterschiede (z.B. "Rabenmutter" vs. "Mère poule")
  • Bedeutung staatlicher Kinderbetreuungsangebote für die Geburtenrate

Auszug aus dem Buch

3.2 Traditionelle Leitbilder

Traditionelle Leitbilder haben sich während der Industrialisierung in Deutschland aus einer Mentalität entwickelt, in der vorwiegend die Frau für die Reproduktions- und Familienarbeit verantwortlich war. „Diese Form der geschlechtsspezifischen familialen Arbeitsteilung wurde in Deutschland im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankert und durch das neu eingeführte Sozialversicherungsmodell unter Bismarck weiter manifestiert“ (Träger, 2010, S.301). Jenes traditionelle Leitbild passt in die Typisierung der Geschlechter-Arrangements von Pfau-Effinger in die Kategorie „des Hausfrauenmodells der Versorgerehe“ (Pfau-Effinger, 1998, S. 185).

Dieses Geschlechter-Arrangement „wird durch Anreize und Sanktionen in der Familien-, Steuer-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik gefördert, obwohl das sozialpolitische Modell der Bundesrepublik Deutschland schon länger nicht mehr den heutigen heterogenen Lebensentwürfen und Patchwork-Biographien in der Bevölkerung entspricht“ (Träger, 2010, S. 310).

Ferner wurde seit je her auf das Prinzip der Familiensubsidiarität zurückgegriffen. Hierbei kommt der Familie eine gewisse Eigenverantwortung zu und der Staat übernimmt familienbezogene Sozialleistungen nur im Falle dessen die Familie jene Leistungen nicht eigenständig erbringen kann. Die Rolle der Frau wird dadurch nur stärker manifestiert (vgl. Träger, 2010, S.302). Dieses Hausfrauenmodell ist seit 1977 nicht mehr gesetzlich verankert (vgl. Fagnani, 2004, S.185). Dennoch ist das deutsche Steuersystem so konzipiert, dass Ehen mit nur einem Verdiener bevorzugt werden. In Frankreich hingegen werden erst Familien mit zwei oder mehr Kindern steuerlich bevorzugt. Darüber hinaus vertritt Frankreich ein flexibles, soziologisches Familien-Modell. Schultheis bezeichnet damit eine dynamische Familienpolitik, welche durch die schnelle Anpassung des Familienrechts auf neue sozio-demographische, pluralisierte Lebensformen reagieren kann. Begünstigt wird dies durch die homogenen und zentralistischen Strukturen Frankreichs. Monetäre Anreize, steuerliche Vorteile und ein spezielles Familienrecht, z.B. Sorgerecht für unverheiratete Väter oder doppeltes Sorgerecht für Geschiedene, begünstigen in jedem Fall Alleinerziehende. Kurzum kann man Mutter und Kind in Frankreich schon als Institution Familie beschreiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Politik in Frankreich und Deutschland: Vergleich der politischen Systeme, wobei der französische Zentralismus der deutschen föderalen Struktur gegenübergestellt wird.

2. Wohlfahrtstaatliche Kategorisierungen: Einordnung beider Länder in die korporatistischen Wohlfahrtsregimes und theoretische Einführung von Geschlechter-Arrangements.

3. Wohlfahrtstaatliche Familienpolitik in Frankreich und Deutschland: Detaillierte Analyse der familienpolitischen Maßnahmen und deren Auswirkungen auf Geburtenraten und Erwerbsbeteiligung.

3.1. Die Analyse von Statistiken: Statistische Gegenüberstellung der Geburtenraten und Betreuungsquoten in beiden Ländern.

3.2. Traditionelle Leitbilder: Untersuchung der historisch gewachsenen Rollenbilder und deren Verankerung in der Gesetzgebung.

3.3. Föderalismus und das Subsidiaritätsprinzip: Erläuterung, wie föderale Strukturen die Umsetzung familienpolitischer Maßnahmen beeinflussen.

3.4. Historische Erblasten: Analyse, wie die deutsche Vergangenheit die heutige Ausgestaltung von Familienpolitik prägt.

3.5. Anreizpolitik und Transferleistungen: Untersuchung der Wirkung von Geldleistungen auf die Erwerbsentscheidungen von Eltern.

3.6. Reformen und ein Blick auf die DDR: Analyse der Performance der Kinderbetreuung in Ostdeutschland und aktuelle Reformansätze wie das Elterngeld.

4. Mentalitätsunterschiede in Frankreich und Deutschland: Analyse der öffentlichen Meinung und kulturell geprägter Mutterbilder.

Schlüsselwörter

Familienpolitik, Geschlechter-Arrangements, Wohlfahrtsstaat, Frankreich, Deutschland, De-Familiarisierung, Erwerbsbeteiligung, Geburtenrate, Kinderbetreuung, Subsidiarität, Hausfrauenmodell, Doppelversorgermodell, Sozialpolitik, Mentalität, Vereinbarkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit?

Die Arbeit vergleicht die familienpolitischen Systeme in Frankreich und Deutschland und untersucht deren Einfluss auf die Erwerbsbiografien von Frauen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt politische Systeme, Wohlfahrtsregimes, konkrete familienpolitische Maßnahmen, historische Einflüsse und kulturelle Mentalitätsunterschiede.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, warum sich trotz ähnlicher wohlfahrtsstaatlicher Einordnung die weiblichen Erwerbsstrukturen in beiden Ländern signifikant unterscheiden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse auf Basis von Fachliteratur, Statistiken (Eurostat, OECD) und die Auswertung öffentlicher Meinungsbilder durch Zeitschriftenartikel.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Fokus stehen die Kategorisierung der Wohlfahrtsregimes, die Analyse von Statistiken zu Geburten und Betreuung sowie der Einfluss von Leitbildern und historischen Erblasten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Familienpolitik, Geschlechter-Arrangements, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Unterschiede zwischen dem deutschen Ernährer- und dem französischen Doppelversorgermodell.

Warum unterscheidet sich die Geburtenrate so stark?

Die Arbeit führt dies maßgeblich auf die unterschiedliche staatliche Unterstützung und das breite öffentliche Angebot an Kinderbetreuung in Frankreich im Gegensatz zur privaten Organisation in Deutschland zurück.

Welche Rolle spielen die Begriffe "Rabenmutter" und "Mère poule"?

Sie dienen als Beispiele für nationale Mentalitätsunterschiede, wobei die deutschen Begriffe das Schuldgefühl arbeitender Mütter widerspiegeln, während das französische Pendant eher ein negatives Bild übervorsichtiger Mütter beschreibt.

Wie bewertet der Autor die Reformen in Deutschland?

Reformen wie das Elterngeld werden ambivalent betrachtet, da sie zwar Betreuung fördern, aber das Risiko bergen, Frauen durch Lohnersatzleistungen aus dem Arbeitsmarkt zu drängen, anstatt eine breite Infrastruktur zu stärken.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Divergente Geschlechter-Arrangements und Betreuungssituationen als Ergebnis wohlfahrtstaatlicher Familienpolitik in Frankreich und Deutschland
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Veranstaltung
Europäische Wohlfahrtsstaaten im Vergleich
Note
1,0
Autor
Bachelor of Arts Michael Estel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V186879
ISBN (eBook)
9783656100003
ISBN (Buch)
9783656100188
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wohlfahrtstaaten Wohlfahrtssysteme Frankreich Deutschland Familienpolitik Geschlechter-Arrangements Betreuungssituationen Wohlfahrtstaatliche Kategorisierungen Subsidiaritätsprinzip Mentalitätsunterschiede Pfau-Effinger Esping-Andersen Geburtenrate demographischer Wandel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Michael Estel (Autor:in), 2011, Divergente Geschlechter-Arrangements und Betreuungssituationen als Ergebnis wohlfahrtstaatlicher Familienpolitik in Frankreich und Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/186879
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Leseprobe aus  19  Seiten
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