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Eine vergleichende Betrachtung der Konzeptionen des Vaters und des Ehemannes im Spiegel der Kodifikationen des 19. Jh. und dem heutigen BGB

Titel: Eine vergleichende Betrachtung der Konzeptionen des Vaters und des Ehemannes im Spiegel der Kodifikationen des 19. Jh. und dem heutigen BGB

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 34 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Toni Friedrich (Autor:in)

Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit soll den Versuch unternehmen, zwei Aspekte zu untersuchen: Zum einen soll eruiert werden, welche Entwicklung die Rollen des Vaters und des Ehemannes im Spiegel der bedeutendsten Gesetzestexte des 19. Jahrhunderts – das Allgemeine Preußische Landrecht, der Code Civil und das Bürgerliche Gesetzbuch – hin zum modernen Entwurf des BGB genommen haben. Hierbei sollen in concreto folgende Fragen beantwortet werden: Inwieweit haben sich die gesellschaftliche Konzeptionen des Vaters und des Ehemannes, ihre Rollen und Machtbefugnisse innerhalb der Familie, im Spiegel der Paragraphen des 19. Jahrhunderts verändert? Welche Paragraphen belegen einen etwaigen strukturellen Wandel? Wie different sind die Befunde aus ALR, CC und BGB (alt) im Vergleich zur modernen Ausgabe des BGB? Dabei soll geprüft werden, ob, analog zur populären Vorstellung, ein geradliniger Prozess hin zur modernen Wahrnehmung des Vaters und Ehemannes als gleich-, und eben nicht vorberechtigten Familienmitgliedes festgestellt werden kann.

Der zweite Aspekt der Hausarbeit wird sich auf die enge Definition von Vater innerhalb der Gesetzestexte konzentrieren und soll dabei ermitteln, ob es sich hierbei vornehmlich um eine biologische (in etwa: Erzeuger = Vater) oder eher um eine soziologische (in etwa: Ehemann der Mutter = Vater) Begriffsdeutung handelt. Sind diese Maßgaben ausschließlich normative Bestimmungen (denn es sind ja unweigerlich normative Quellen), oder können sie gar als deskriptiv, als in gewisser Weise das Gesellschaftsbild wiedergebend, bezeichnet werden? Trifft letzteres zu, so könnte bejaht werden, dass im „Eherecht das sittliche Wesen der Ehe die Grundlage bildet“ und dass der „Institutionsbegriff [Ehe] als Mittel zur Abteilung konkreter Entscheidungen aus einem nicht offengelegten Wertesystem“ dienen kann. Um dies zu eruieren, sollen Wörterbücher und Lexika nach den Begriffen Ehemann und vor allem Vater untersucht und mit den Ergebnissen aus der Quellenarbeit mit den Kodifikationen des 19. Jahrhunderts verglichen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sprachwissenschaftliche Preliminarien zur Untersuchung des Gegenstandes

3. Familie und Recht

4. Der Ehemann – Von patriarchalischer Gewalt zum gleichberechtigten Partner

5. Der Vater – Vom patria potestas zur elterlichen Gewalt und von der Suche nach einer Definition im Spannungsfeld zwischen soziologischer und biologischer Konzeption

6. Wörterbücher – Ein anderer Zugang zu den Begriffskonzeptionen einer Gesellschaft

7. Zusammenfassung

8. Quellen- u. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Rollenbilder von Vater und Ehemann in deutschen Gesetzestexten (ALR, Code Civil, BGB) und vergleicht diese mit begriffsgeschichtlichen Definitionen aus zeitgenössischen Lexika, um den Wandel von patriarchalischen Strukturen hin zur modernen Gleichberechtigung zu analysieren.

  • Historische Analyse der Rollen von Vater und Ehemann in bedeutenden Gesetzestexten des 19. Jahrhunderts.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen soziologischer und biologischer Definition von Vaterschaft.
  • Vergleichende Betrachtung rechtlicher Kodifikationen mit begriffsgeschichtlichen Definitionen aus Wörterbüchern.
  • Bewertung des Wandels vom patriarchalischen Familienbild zur modernen Gleichberechtigung im BGB.

Auszug aus dem Buch

4. Der Ehemann – Von patriarchalischer Gewalt zum gleichberechtigten Partner

Bezüglich des Privatrechtes kann wohl behauptet werden, dass kaum ein Teil desselbigen so starken Veränderungen unterworfen ist, wie dies beim Familienrecht der Fall ist. Gesellschaftliche Veränderungen finden ihre Reflektion in den Paragraphen der verschiedenen Gesetzessammlungen. Auf interdependente Weise entfalten letztere jedoch auch eine Wirkungsmacht auf sozio-kulturelle Strukturen der jeweiligen Jurisdiktionen. Diese Gesellschaftsbilder, die Definitionen und Rollen des Ehemannes im 19. Jh. sollen hierbei untersucht werden.

Generell ist festzuhalten, dass mit dem ALR ein Schritt unternommen wurde, der das Ehebild auf profunde Weise einer allgemeingültigen Definition zuzuordnen suchte. Der Einfluss der staatlichen Gewalt auf dieses Sozialphänomen nahm daher im gleichen Verhältnis zu, wie umgekehrt – und hier kommt sicherlich auch der Gedanke der Aufklärung zum tragen – der sakrale Charakter dieses Sakramentes eingeschränkt werden sollte. Die Emphase der Aufklärung und der durch diese Geistesbewegung stark beeinflussten Amerikanischen und Französischen Revolutionen in Bezug auf die allgemeinen Rechte jedes Menschen scheinen jedoch nur nominell auf beide Geschlechter ihre Anwendung gefunden zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Entwicklung der Rollen von Vater und Ehemann in den Gesetzestexten des 19. Jahrhunderts zu untersuchen und dabei gängige Postulate zur Entmachtung des Vaters zu verifizieren.

2. Sprachwissenschaftliche Preliminarien zur Untersuchung des Gegenstandes: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen einer begriffsgeschichtlichen Untersuchung unter Einbeziehung sprachphilosophischer Ansätze und der Bedeutung von Sprache für das gesellschaftliche Handeln.

3. Familie und Recht: Hier wird der historische Übergang vom Konzept des „Hauses“ zur „Familie“ beleuchtet und dargelegt, wie die industrielle Entwicklung und die Trennung von Haus und Wirtschaft die väterliche Machtbasis im 19. Jahrhundert beeinflussten.

4. Der Ehemann – Von patriarchalischer Gewalt zum gleichberechtigten Partner: Dieses Kapitel analysiert die gesetzliche Stellung des Ehemannes im ALR, Code Civil und BGB, wobei insbesondere die patriarchalen Strukturen und die sukzessive Entwicklung hin zur Gleichberechtigung thematisiert werden.

5. Der Vater – Vom patria potestas zur elterlichen Gewalt und von der Suche nach einer Definition im Spannungsfeld zwischen soziologischer und biologischer Konzeption: Hier steht die Untersuchung der Vaterschaft im Fokus, wobei der Fokus auf dem Wandel der elterlichen Gewalt sowie der Unterscheidung zwischen biologischer und soziologischer Definition liegt.

6. Wörterbücher – Ein anderer Zugang zu den Begriffskonzeptionen einer Gesellschaft: Dieses Kapitel nutzt Lexika und Wörterbücher als Indikatoren für den zeitgenössischen Sprachgebrauch, um die Definitionen von Vater und Ehemann mit den gesetzlichen Vorgaben abzugleichen.

7. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und stellt fest, dass sich das patriarchalische Ehe- und Väterbild über lange Zeiträume erstaunlich konstant hielt, bevor grundlegende Veränderungen erst im modernen BGB deutlich wurden.

8. Quellen- u. Literaturverzeichnis: Dies ist das abschließende Verzeichnis der verwendeten Gesetzestexte, Lexika und wissenschaftlichen Literatur.

Schlüsselwörter

Familienrecht, Ehemann, Vater, 19. Jahrhundert, BGB, ALR, Code Civil, Patriarchat, Vaterschaft, Rechtsgeschichte, Begriffsgeschichte, Soziologische Definition, Biologische Definition, Gleichberechtigung, Kodifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Rechtskonzeptionen von Vater und Ehemann im 19. Jahrhundert bis hin zum modernen BGB.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören das Familienrecht, patriarchale Machtstrukturen in Gesetzestexten, der Wandel von der Groß- zur Kernfamilie sowie die Diskrepanz zwischen soziologischen und biologischen Definitionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu ergründen, wie sich die gesellschaftliche Konzeption von Vater und Ehemann in Gesetzestexten verändert hat und ob ein geradliniger Prozess zur Gleichberechtigung feststellbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Untersuchung angewandt, die einen synchronen und diachronen Vergleich der Gesetzestexte mit begriffsgeschichtlichen Analysen in Wörterbüchern und Lexika verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Ausgestaltung der ehelichen und väterlichen Rollen im ALR, im Code Civil und im BGB sowie deren Reflexion in zeitgenössischen Lexika.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Familienrecht, Patriarchat, Vaterschaft, Rechtsgeschichte, Kodifikation, Gleichberechtigung und soziologische versus biologische Definition.

Warum spielt das BVerfG-Urteil von 2004 eine Rolle?

Das Urteil markiert einen Wendepunkt, da es die Rechte des biologischen Vaters stärkte und die traditionelle, rein soziologische Definition von Vaterschaft, die auf der ehelichen Gemeinschaft basierte, in Frage stellte.

Inwiefern beeinflussten Wörterbücher die Untersuchung?

Die Wörterbücher dienen als Indikatoren für den allgemeinen Sprachgebrauch, der oft im Kontrast zu den normativen, gesetzlichen Vorgaben stand und somit den "Forschungsbedarf" innerhalb der Gesetzestexte verdeutlichte.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eine vergleichende Betrachtung der Konzeptionen des Vaters und des Ehemannes im Spiegel der Kodifikationen des 19. Jh. und dem heutigen BGB
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Geschichte)
Note
1,3
Autor
Toni Friedrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
34
Katalognummer
V184578
ISBN (Buch)
9783656094043
ISBN (eBook)
9783656094319
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine betrachtung konzeptionen vaters ehemannes spiegel kodifikationen Code Civil BGB Familienrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Toni Friedrich (Autor:in), 2011, Eine vergleichende Betrachtung der Konzeptionen des Vaters und des Ehemannes im Spiegel der Kodifikationen des 19. Jh. und dem heutigen BGB, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184578
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Leseprobe aus  34  Seiten
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