Der Industriemeister hat sich in den letzten fünfzig Jahren einen festen Platz in der Führungshierarchie der Industriebetriebe erworben. Aber auch im Zuge schlanker werdender Unternehmensführung ist er aufgrund seiner besonderen Qualifikation prädestiniert für die Koordination von Betriebsabläufen.
Rationellere Produktionstechniken bei ständig steigenden Qualitätsansprüchen kennzeichnen die Produktionsbedingungen in der Metallindustrie. Entsprechend hoch sind auch die Anforderungen denen Industriemeister der Fachrichtung Metall gerecht werden müssen. Neben Führungs- und Ausbildungsaufgaben übernehmen sie die Verantwortung für die störungsfreie Koordination der Produktionsabläufe, für die Qualitätssicherung sowie für die Sicherheit im Betrieb.
Grundlage für die neue Ordnung des Lehrgangs und der Prüfung zum Industriemeister der Fachrichtung Metall ist die Einschätzung, dass auch bei angestrebten flachen Hierarchien die Position des Industriemeisters als Führungskraft in der Produktion weiter dringend gebraucht wird. Allerdings haben sich die Anforderungen an den Industriemeister verändert.
Inhaltsverzeichnis
0 Einleitung: Vorbereitung und Voraussetzung
0.1 Bedeutung des Industriemeisters
0.2 Unterrichtskonzeption
0.3 Lehrgangsgestaltung
0.4 Strukturierung der schriftlichen Prüfung
0.5 Gesetzliche Bestimmung
1 Teil Rechtsbewusstes Handeln
1.1 Rechtsbewusstes Handeln
1.2 Berücksichtigung der Vorschriften des Betriebsverfassungsgesetzes, insbesondere der Beteiligungsrechte betriebsverfassungsrechtlicher Organe
1.3 Berücksichtigung rechtlicher Bestimmungen hinsichtlich der Sozialversicherung, der Entgeltfindung sowie der Arbeitsförderung
1.4 Berücksichtigung arbeitsschutz- und arbeitssicherheitsrechtlicher Vorschriften und Bestimmungen in Abstimmung mit betrieblichen und außerbetrieblichen Institutionen
1.5 Berücksichtigen der Vorschriften des Umweltrechts, insbesondere hinsichtlich des Gewässer- und Bodenschutzes, der Abfallbeseitigung, der Luftreinhaltung und Lärmbekämpfung, des Strahlenschutzes und des Schutzes vor gefährlichen Stoffen
1.6 Berücksichtigen einschlägiger wirtschaftsrechtlicher Vorschriften und Bestimmungen, insbesondere hinsichtlich der Produktverantwortung, der Produkthaftung sowie des Datenschutzes
2 Teil: Betriebswirtschaftliches Handeln
2.1 Berücksichtigen der ökonomischen Handlungsprinzipien von Unternehmen unter Einbeziehung volkswirtschaftlicher Zusammenhänge und sozialer Wirkungen
2.2 Berücksichtigen der Grundsätze betrieblicher Aufbau- und Ablauforganisation
2.3 Nutzen und Möglichkeiten der Organisationsentwicklung
2.4 Anwenden von Methoden der Entgeltfindung und der kontinuierlichen, betrieblichen Verbesserung
2.5 Durchführen von Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerzeitrechnungen sowie von Kalkulationsverfahren
Zielsetzung & Themen
Dieses Begleitbuch dient der strukturierten Vorbereitung auf den ersten Teil des Lehrgangs "Geprüfter Industriemeister Metall". Das Hauptziel ist die Vermittlung und Vertiefung fundierter Kenntnisse in den Bereichen Rechtsbewusstes Handeln sowie Betriebswirtschaftliches Handeln, um die Teilnehmer auf die Anforderungen der Industriemeister-Prüfung und die spätere Rolle als Führungskraft im mittleren Management vorzubereiten.
- Rechtsbewusstes Handeln und arbeitsrechtliche Grundlagen
- Betriebliche Mitbestimmung und Betriebsverfassungsgesetz
- Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensorganisation
- Kostenrechnungssysteme und Kalkulationsverfahren
- Umweltrechtliche Vorschriften und Arbeitssicherheit
Auszug aus dem Buch
0.1 Bedeutung des Industriemeisters
Der Industriemeister hat sich in den letzten fünfzig Jahren einen festen Platz in der Führungs-hierarchie der Industriebetriebe erworben. Aber auch im Zuge schlanker werdender Unternehmensführung ist er aufgrund seiner besonderen Qualifikation prädestiniert für die Koordination von Betriebs-abläufen.
Rationellere Produktionstechniken bei ständig steigenden Qualitätsansprüchen kennzeichnen die Produktionsbedingungen in der Metallindustrie. Entsprechend hoch sind auch die Anforderungen denen Industriemeister der Fachrichtung Metall gerecht werden müssen. Neben Führungs- und Ausbildungsaufgaben übernehmen sie die Verantwortung für die störungsfreie Koordination der Produktionsabläufe, für die Qualitätssicherung sowie für die Sicherheit im Betrieb.
Grundlage für die neue Ordnung der Lehrgangs und der Prüfung zum Industriemeister der Fachrichtung Metall ist die Einschätzung, dass auch bei angestrebten flachen Hierarchien die Position des Industriemeisters als Führungskraft in der Produktion weiter dringend gebraucht wird. Allerdings haben sich die Anforderungen an den Industriemeister verändert.
Zusammenfassung der Kapitel
0 Einleitung: Vorbereitung und Voraussetzung: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung der Industriemeister-Qualifikation sowie die didaktische Konzeption des Lehrgangs und der Prüfungsstruktur.
1 Teil Rechtsbewusstes Handeln: Dieser Abschnitt deckt rechtliche Rahmenbedingungen ab, die für Führungskräfte relevant sind, einschließlich Arbeitsrecht, Betriebsverfassung, Sozialversicherung sowie Umwelt- und Wirtschaftsschutz.
2 Teil: Betriebswirtschaftliches Handeln: Dieses Kapitel behandelt ökonomische Prinzipien, betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation sowie Methoden der Kostenrechnung und Kalkulation.
Schlüsselwörter
Industriemeister Metall, Rechtsbewusstes Handeln, Betriebswirtschaftliches Handeln, Betriebsverfassungsgesetz, Kostenrechnung, Arbeitssicherheit, Umweltrecht, Kalkulationsverfahren, Unternehmensführung, Personalentwicklung, Produktverantwortung, Qualitätssicherung, Organisation, Personalwesen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Das Dokument fungiert als Begleitbuch für den Lehrgang zum Industriemeister Metall und vermittelt die notwendigen fachlichen Grundlagen für die fachrichtungsübergreifende Basisqualifikation.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte sind Rechtsbewusstes Handeln (Arbeits-, Sozial-, Umweltrecht) und Betriebswirtschaftliches Handeln (Kostenrechnung, Organisation, Personalführung).
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die optimale Vorbereitung der Teilnehmer auf die staatlich anerkannte Prüfung zum "Geprüften Industriemeister Metall" gemäß der aktuellen Prüfungsverordnung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Das Werk strukturiert die Inhalte modular, orientiert am Rahmenstoffplan der IHK, und kombiniert theoretische Erläuterungen mit situativen Handlungsszenarien für die Praxis.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Grundlagen (u.a. Betriebsverfassungsrecht, Haftungsfragen) und betriebswirtschaftliche Aspekte (u.a. Kostenartenrechnung, Lagerhaltung, Investitionsrechnung).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Industriemeister, Recht, Betriebswirtschaft, Kostenrechnung, Personal, Organisation, Arbeitssicherheit, Umweltschutz.
Welche Bedeutung hat die neue Rolle des Meisters?
Der Industriemeister wandelt sich von einer reinen Fachkraft hin zu einem modernen Koordinator und Führungskraft, die technisches Wissen mit betriebswirtschaftlichem Denken und Personalkompetenz verknüpft.
Was ist der Kern der betrieblichen Kostenrechnung laut diesem Buch?
Die Kostenrechnung dient als Instrument zur Steuerung und Überwachung der betrieblichen Leistungsprozesse, um Wirtschaftlichkeit und Rentabilität sicherzustellen.
Was beinhaltet die sogenannte "Fayolsche Brücke"?
Es handelt sich um ein Konzept zur Überbrückung hierarchischer Dienstwege, um Informationen seitlich unter Duldung der Vorgesetzten auszutauschen und so die Effizienz zu steigern.
- Quote paper
- Hans-Jürgen Huber (Author), 2011, Begleitbuch zum Lehrgang "Geprüfter Industriemeister Metall", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184346