Die Arbeit behandelt Fragen der Rechtsformwahl für Unternehmensgründer. Zu diesem Zweck werden Kriterien erörtert, die zur Beurteilung der Rechtsformen herangezogen werden können. Zu diesen Kriterien zählen z.B. Gründungsaufwand, Haftung sowie Fragen der Finanzierung und Besteuerung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Überblick über die Rechtsformen
2.1 Einzelunternehmen
2.2 Personen- und Kapitalgesellschaften
2.3 Misch- und Sonderformen
3. Beurteilung der Rechtsform unter gründungsspezifischen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten
3.1 Unternehmenszweck
3.2 Gründungserfordernisse
3.3 Haftung
3.4 Kapitalbeschaffung
3.5 Besteuerung
4. Zusammenfassung und Resümee
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Existenzgründern eine fundierte Entscheidungshilfe für die Wahl der geeigneten Rechtsform zu bieten. Dabei wird untersucht, welche ökonomischen und rechtlichen Auswirkungen verschiedene Rechtsformkonzeptionen während der Gründungs- und Wachstumsphase haben, um den individuellen Nutzen für den Unternehmer bestimmen zu können.
- Systematischer Überblick über gängige Rechtsformen in Deutschland.
- Analyse der Rechtsformen anhand von Gründungsformalitäten und Unternehmenszweck.
- Bewertung der Haftungsrisiken für Gesellschafter und Geschäftsführer.
- Untersuchung der Eigen- und Fremdkapitalbeschaffungsmöglichkeiten.
- Diskussion steuerlicher Aspekte und deren Einfluss auf die Rechtsformwahl.
Auszug aus dem Buch
3.1 Unternehmenszweck
Nicht jede Rechtsform kann zu jedem beliebigen Zweck errichtet werden. Insofern ist eine Prüfung notwendig, inwieweit die diesbezüglichen Voraussetzungen für die ein oder andere Rechtsform gegeben sind. Wie bereits in 2.1 erwähnt, gilt dabei für das Einzelunternehmen das Vorliegen eines Handelsgewerbes als Bedingung. Ob es sich dabei nach Größe des Geschäftsumfangs um einen Vollkaufmann oder Minderkaufmann handelt ist unerheblich. Für die OHG und die KG gilt das gleiche, allerdings mit der Einschränkung, daß diese Gesellschaftsformen keine Minderkaufleute sein können. In diesem Fall kommt nur die GbR in Betracht. Die Gründung einer GbR kann grundsätzlich zu jedem beliebigen gemeinsamen Zweck erfolgen, allerdings nicht zum Betrieb eines Handelsgewerbes. Der Betrieb eines Kleingewerbes unter dieser Rechtsform ist allerdings möglich. Für die Kapitalgesellschaften, also die GmbH und AG, gibt es gemäß § 1 GmbHG und § 3 AktG keine bestimmte Zweckbindung.
Für eine Stille Gesellschaft muß ebenfalls gemäß § 230 HGB ein Handelsgewerbe vorliegen. Das gleiche gilt für die GmbH & Co. KG, da die GmbH lediglich Vollhafter der KG ist, deren Unternehmenszweck der Betrieb eines Handelsgewerbes ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Entscheidungssituation von Existenzgründern und Darstellung der Zielsetzung der Arbeit.
2. Überblick über die Rechtsformen: Systematische Vorstellung der gängigsten Rechtsformen, unterteilt in Einzelunternehmen, Personen- und Kapitalgesellschaften sowie Mischformen.
2.1 Einzelunternehmen: Erläuterung der Voraussetzungen und rechtlichen Merkmale des Einzelunternehmertums inklusive Voll- und Minderkaufmannsstatus.
2.2 Personen- und Kapitalgesellschaften: Gegenüberstellung der rechtlichen Strukturen von OHG, KG, GbR, GmbH und AG.
2.3 Misch- und Sonderformen: Analyse spezieller Konstruktionen wie der GmbH & Co. KG und der stillen Gesellschaft.
3. Beurteilung der Rechtsform unter gründungsspezifischen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten: Detaillierte Bewertung der Rechtsformen nach verschiedenen Eignungskriterien.
3.1 Unternehmenszweck: Untersuchung der Bindung von Rechtsformen an bestimmte Unternehmensgegenstände.
3.2 Gründungserfordernisse: Analyse der formalen Hürden, Kosten und Mindestkapitalanforderungen bei der Gründung.
3.3 Haftung: Bewertung der Haftungssituation von Gesellschaftern und Geschäftsführern in verschiedenen Rechtsformen.
3.4 Kapitalbeschaffung: Untersuchung der Möglichkeiten zur Eigen- und Fremdfinanzierung abhängig von der Rechtsform.
3.5 Besteuerung: Diskussion der steuerlichen Belastungen durch Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer.
4. Zusammenfassung und Resümee: Fazit zur Komplexität der Rechtsformwahl ohne das Vorhandensein einer pauschalen „besten“ Option.
Schlüsselwörter
Rechtsformwahl, Existenzgründung, Kapitalgesellschaft, Personengesellschaft, Haftungsbeschränkung, Unternehmenszweck, Gründungserfordernisse, Stammkapital, Eigenkapitalbeschaffung, Fremdkapital, Besteuerung, Gewerbesteuer, GmbH, Aktiengesellschaft, GmbH & Co. KG.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die komplexe Thematik der Rechtsformwahl für Unternehmensgründer in Deutschland und analysiert, welche Faktoren bei der Gründung und in der Wachstumsphase für die Entscheidung entscheidend sind.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die juristischen und ökonomischen Eigenschaften verschiedener Rechtsformen, deren Gründungskosten, Haftungsrisiken, Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung und steuerliche Auswirkungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Existenzgründern eine Übersicht der gebräuchlichsten Rechtsformen zu geben und deren gründungsspezifische Erfolgsfaktoren herauszuarbeiten, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine systematische Analyse und Bewertung der Rechtsformen basierend auf juristischen Grundlagen und betriebswirtschaftlichen Kriterien, gestützt durch Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert Rechtsformen anhand der Kriterien Unternehmenszweck, Gründungsformalitäten, Haftung, Kapitalbeschaffung und steuerliche Belastung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Rechtsformwahl, Existenzgründung, Haftungsbeschränkung, Kapitalbeschaffung, GmbH, AG und steuerliche Optimierung.
Warum ist die Wahl der Rechtsform für Gründer so komplex?
Weil sie eine mehrdimensionale Entscheidung ist, die sowohl juristische Formalitäten als auch ökonomische Auswirkungen auf die Finanzierung und Besteuerung des Unternehmens umfasst.
Welche Rolle spielt die GmbH & Co. KG heute laut dem Autor?
Aufgrund der Körperschaftsteuerreform und der damit einhergehenden Beseitigung der Doppelbesteuerung bei der GmbH verliert die GmbH & Co. KG als Mischform zunehmend an Bedeutung.
- Quote paper
- Manfred Schick (Author), 1999, Rechtsformwahl für die Gründungs- und Wachstumsphase, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/18331