Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention

Kardiovaskuläre Indikatoren für psychische Belastung und Beanspruchung

Titel: Kardiovaskuläre Indikatoren für psychische Belastung und Beanspruchung

Seminararbeit , 2010 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alexander Liebram (Autor:in)

Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Gesundheit wird mittlerweile nicht mehr nur durch die Abwesenheit von Krankheit charakterisiert.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert Gesundheit vielmehr als „[…] einen Zustand des
vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von
Krankheit und Gebrechen.“ Zu einer ähnlichen Aussage kam 1997 auch das Bundesministerium für
Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, indem diese Institution fest hält: „Gesundheit
wird als mehrdimensionales Phänomen verstanden und reicht über den Zustand der Abwesenheit
von Krankheit hinaus.“
Daraus lässt sich ableiten, dass sich Gesundheit aus körperlichen, seelisch-geistigen und materiellen
Faktoren zusammensetzt. Diese Form des Wohlergehens kann also nicht nur durch Krankheiten
gefährdet werden, sondern auch durch psychische Belastungen. Diese Art der Beanspruchung kann
sowohl durch das private, als auch das berufliche Umfeld und die jeweilige Situation hervorgerufen
werden. Um die Beanspruchung so gering wie möglich zu halten, muss sie an erster Stelle detektiert
beziehungsweise diagnostiziert werden. Ein Indikator kann dabei das Kardiovaskuläre-System
darstellen. Der Wortstamm Kardiovaskulär setzt sich aus der lateinischen Bezeichnung vasculum, für
ein kleines Gefäß und dem griechischen Wort Kardia, für das Herz, zusammen und bedeutet somit
Herz-Kreislauf.
Psychische Beanspruchungen sind demnach an Veränderungen im Herzkreislauf-System erkennbar.
Nicht umsonst ist allgemein bekannt, dass permanenter Stress das Risiko für einen Herzinfarkt
begünstigt. Der Stress beziehungsweise die Belastung entsteht durch einen dargebotenen Stimulus
(Reiz). Allerdings soll vorab noch erwähnt werden, dass eine objektiv konstante Belastung in einer
Situation, zu unterschiedlicher Beanspruchungen bei verschiedenen Menschen führen kann. So fühlt
sich beispielsweise ein erfahrener Ingenieur bei einer Baubesprechung weniger stark beansprucht als
ein Berufsanfänger bei gleichen Rahmenbedingungen.
Die Beurteilung psychischer Belastung am Arbeitsplatz führt dazu, dass schädigende und
beeinträchtigende Folgen für den Menschen und die betriebliche Organisation erkannt und somit
abgestellt werden können. Damit werden bei komplexen Systemen, wie z.B. der Bedienung eines
Kernreaktors auch die Systemsicherheit verbessert und damit über das Unternehmen
hinausreichende Konsequenzen verhindert. Weiterhin fordert der Gesetzgeber eine Beurteilung der
Belastung, ....

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

2. EINFÜHRUNG

3. BELASTUNG, BEANSPRUCHUNG UND RESSOURCEN

4. MÖGLICHKEITEN ZUR BESTIMMUNG PSYCHISCHER BEANSPRUCHUNG

4.1 HERZRATE

4.2 SINUSARRHYTHMIE

4.2.1 Einflüsse von Schwierigkeitsgrad und Darbietungsfrequenz

4.3 0,1 HZ-KOMPONENTE

5. KRITIK AN KARDIOVASKULÄREN PARAMETERN

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Eignung kardiovaskulärer Indikatoren zur Messung psychischer Beanspruchung am Arbeitsplatz, um Belastungen objektiv erfassbar zu machen und Gesundheitsrisiken zu minimieren. Dabei wird analysiert, inwieweit physiologische Parameter wie Herzrate und Herzfrequenzvariabilität verlässliche Rückschlüsse auf psychische Zustände zulassen.

  • Grundlagen der Unterscheidung von Belastung, Beanspruchung und Ressourcen
  • Analyse der Herzrate als Indikator für kognitive Anforderungen
  • Einsatz der Sinusarrhythmie und Herzfrequenzvariabilität zur Beanspruchungsdiagnostik
  • Kritische Evaluation der Spektralanalyse (0,1 Hz-Komponente)
  • Diskussion der methodischen Grenzen und Validität kardiovaskulärer Messungen

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Einflüsse von Schwierigkeitsgrad und Darbietungsfrequenz

Um den unterschiedlichen Einfluss des Schwierigkeitsgrades und der Darbietungsfrequenz auf die Sinusarrhythmie herauszuarbeiten wurde ein Experiment durchgeführt. Das Experiment wurde in zwei Teile strukturiert. Im ersten Teil erfolgte die Präsentation des Reizes konstant bei ansteigendem Schwierigkeitsgrad. Demzufolge wurde im zweiten Abschnitt die Darbietungsfrequenz dahingehend geändert, dass bei leichteren Aufgaben der Reiz kurz präsentiert wurde und bei komplizierteren Fragestellungen der Stimulus länger gezeigt wurde. Bei der Aufgabenform handelte es sich um Kopfrechenaufgaben.

Die Ergebnisse des ersten Tests mit den konstanten Abständen zwischen den Reizen ergaben, dass die Reaktionszeiten und Fehlerhäufigkeit mit dem Schwierigkeitsgrad anstiegen. Weiterhin wurde festgestellt, dass die Variabilität zwischen aufeinanderfolgenden Schlägen sinkt. Außerdem kommt es zum Anstieg der Herzfrequenz, jedoch nicht zu einem häufigen Wechsel zwischen längeren und kürzeren Differenzen.

Auch im zweiten Teil des Experiments konnte festgestellt werden, dass bei einer mentalen Beanspruchung die Herzfrequenzvariabilität sinkt und somit die Schläge regelmäßiger aufeinander folgen. Nichtsdestotrotz ist eine Tendenz erkennbar, dass die Anzahl relativer Maxima und Minima mit der Variation der Reizdarbietung steigt. Das heißt es kommt häufiger zum Wechsel zwischen größeren Abständen und geringeren Abständen von einem Schlag im Bezug zum nächsten.

Zusammenfassung der Kapitel

2. EINFÜHRUNG: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz und führt das Herz-Kreislauf-System als potenziellen Indikator zur Messung von Beanspruchung ein.

3. BELASTUNG, BEANSPRUCHUNG UND RESSOURCEN: Dieses Kapitel differenziert zwischen äußeren Belastungen und individuellen Beanspruchungsreaktionen und erläutert die Kapazitätsgrenzen des menschlichen Informationsverarbeitungssystems.

4. MÖGLICHKEITEN ZUR BESTIMMUNG PSYCHISCHER BEANSPRUCHUNG: Es werden verschiedene kardiovaskuläre Messmethoden vorgestellt, wobei insbesondere die Herzrate, die Sinusarrhythmie und die 0,1 Hz-Komponente auf ihre Tauglichkeit geprüft werden.

4.1 HERZRATE: Hier wird analysiert, wie sich kognitive Anforderungen und motorische Bereitschaft auf die Herzfrequenz auswirken.

4.2 SINUSARRHYTHMIE: Das Kapitel stellt die Sinusarrhythmie als einen der zuverlässigsten Indikatoren dar und erklärt die Bedeutung der Herzfrequenzvariabilität.

4.2.1 Einflüsse von Schwierigkeitsgrad und Darbietungsfrequenz: Ein konkretes Experiment verdeutlicht, wie sich verschiedene Aufgabenanforderungen auf die Herzfrequenzparameter auswirken.

4.3 0,1 HZ-KOMPONENTE: Die Wirksamkeit der spektralen Analyse zur Detektion psychischer Belastung wird kritisch betrachtet.

5. KRITIK AN KARDIOVASKULÄREN PARAMETERN: Dieser Abschnitt thematisiert die methodischen Schwächen der untersuchten Indikatoren, wie die Störanfälligkeit durch Tageszeit, Emotionen und andere physische Einflüsse.

6. FAZIT: Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass kardiovaskuläre Indikatoren zwar Aktivierungszustände messen können, jedoch aufgrund hoher Personenspezifik nur bedingt allgemeine Rückschlüsse auf psychische Beanspruchung erlauben.

Schlüsselwörter

Psychische Beanspruchung, Kardiovaskuläre Indikatoren, Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Sinusarrhythmie, 0,1 Hz-Komponente, Mentale Belastung, Arbeitspsychologie, Psychophysiologie, Informationsverarbeitung, Leistungsanpassung, Stressindikatoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, inwieweit kardiovaskuläre Messdaten dazu genutzt werden können, die psychische Beanspruchung von Menschen bei kognitiven Tätigkeiten objektiv zu erfassen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentral sind die theoretische Abgrenzung von Belastung und Beanspruchung, die physiologischen Grundlagen der Herzfrequenzregelung sowie die kritische Analyse verschiedener Indikatoren wie Herzrate und Variabilitätsmaße.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob physiologische Veränderungen im Herz-Kreislauf-System verlässliche Aussagen über die mentale Auslastung einer Person am Arbeitsplatz zulassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse sowie die Auswertung von experimentellen Ergebnissen zu psychophysiologischen Parametern, um deren Validität zu beurteilen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die detaillierte Vorstellung spezifischer Messmethoden sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Zuverlässigkeit dieser Daten unter Berücksichtigung von Störfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind psychische Beanspruchung, Herzfrequenzvariabilität, Sinusarrhythmie, psychophysiologische Indikatoren und Stressdiagnostik.

Warum ist die 0,1 Hz-Komponente als Indikator umstritten?

Obwohl die 0,1 Hz-Komponente eine sensitivere Analyse verspricht, zeigen die Ergebnisse, dass sie nicht zwischen verschiedenen Schweregraden der Aufgabe differenzieren kann und durch externe Faktoren wie Blutdruckschwankungen verfälscht wird.

Inwiefern beeinflusst die Tageszeit die Messergebnisse?

Die Arbeit stellt fest, dass kardiovaskuläre Reaktionen stark personen- und situationsabhängig sind; Tageszeit und emotionale Befindlichkeit können die Messergebnisse so stark beeinflussen, dass eine isolierte Betrachtung der mentalen Beanspruchung erschwert wird.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kardiovaskuläre Indikatoren für psychische Belastung und Beanspruchung
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,3
Autor
Alexander Liebram (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V183319
ISBN (eBook)
9783656075080
ISBN (Buch)
9783656075479
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologie Kardiologie Belastung Beanspruchung kardiovaskuläre Indikatoren Stress Sinusarrhytmie 1 Hz-Komponente kardiovaskuläre Parameter Ressourcen Herzfrequenz Herzfrequenzvariabilität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Liebram (Autor:in), 2010, Kardiovaskuläre Indikatoren für psychische Belastung und Beanspruchung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183319
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  13  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum