Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Philosophy - Philosophy of the Ancient World

Die Mesotes-Lehre in der “Nikomachischen Ethik” und der “Politik”

Ein Beitrag zur aristotelischen Tugend und Politiklehre

Title: Die Mesotes-Lehre in der “Nikomachischen Ethik” und der “Politik”

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Magister Artium Suad Zumberi (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der "Nikomachischen Ethik" entwickelt Aristoteles sein Tugendideal. Er begreift Tugend als eine zwischen extremen Empfindungen und Wollensinhalten angesiedelte Haltung der Mitte (gr. Mesotes), die eine gleich große Distanz zu den affektiv- voluntativen Extrempunkten eines "Zuviel" oder "Zuwenig" aufweist. Und wenngleich die Mesotes augrund ihrer primär normativen Bestimmung in erster Linie eine ethische Qualität darstellt, enthält sie aufgrund der Entgegensetzung zu den Extrempunkten "Zuviel" oder "Zuwenig" auch eine quantitative Komponente.
Der Essay arbeitet in zwei Darstellungsschritten das aristotelische Mesotes- Verständnis heraus. Konkret die Mesotes als Tugendideal in der "Nikomachischen Ethik" und die Mesotes als politisches Idel bzw. die Mesotes als optimale politische Verfasstheit einer Polis in der "Politik". Die Analyse berücksichtigt hierbei insbesondere Brüche und Kontinuitäten in der aristotelischen Argumentationsführung im Wandel der Schriften.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. 1 : Die Mesotes- Lehre in der “Nikomachischen Ethik”

1. 2: Die Darstellung der “Mesotes” in der “Politik”

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aristotelische Mesotes-Lehre, deren Ursprung in der „Nikomachischen Ethik“ liegt, und analysiert deren Übertragung auf politische Verhältnisse in der „Politik“. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Kohärenz der aristotelischen Argumentation sowie auf die Frage, inwiefern das Konzept der „Mitte“ zwischen den beiden Werken transformiert oder beibehalten wird.

  • Grundlagen des aristotelischen Tugendbegriffs
  • Die Mesotes-Lehre als ethisches Prinzip
  • Anwendung der Mitte auf sozio-ökonomische Fragestellungen
  • Analyse der „mittleren Staatsverfassung“ als stabilisierender Faktor

Auszug aus dem Buch

1. 1 : Die Mesotes- Lehre in der “Nikomachischen Ethik”

Aristoteles eröffnet das zweite Buch der NE mit einer Differenzierung von dianoetischer und ethischer Tugend (arete)3 (NE, 1103 a 14- 15). Während die dianoetische, d.h. verstandesmäßige Tugend der “Belehrung” (NE, 1103 a 16) entspringe, resultiere die ethische Tugend aus einem entsprechenden Habitus. Die weiteren aristotelischen Erläuterungen verdeutlichen überdies, dass der ethische Tugenderwerb sich in vermittelter Form durch Erziehung bzw. durch “Lehrer” (NE, 1103 b 13) vollziehe. Gerade diese Tugendvermittlung durch erziehungsberechtigte Personen unterscheidet aber die Tugend von den Sinneswahrnehmungen, mit denen wir von der Natur ausgestattet werden (NE, 1103 a 27- 34). Die Aneignung der ethischen Tugenden vollzieht sich daher in Gestalt sozialer Interaktion (NE, 1103 b 13- 15), in der Konfrontierung des Einzelnen mit konkreten Situationen oder situativen Erfordernissen. Wenngleich der Besitz der Tugend keine natürliche Gabe darstellt, vollzieht sich der Prozess des Tugenderwerbs dennoch nicht in widernatürlicher Form, da wir “vielmehr von Natur dazu gebildet [sind, S. Z.], sie aufzunehmen” (NE, 1103 a 24- 25). Aristoteles grenzt die ethische Tugend also sowohl gegenüber einer natürlichen Gabe als auch gegenüber der dianoetischen Tugend ab4. Dabei entwickelt er im Zusammenhang mit der Abgrenzung vom Natürlichen eine umgekehrte Chronologie (NE, 1103 a 27- 31). Während wir die Fähigkeit zu sinnlicher Wahrnehmung seit dem Zeitpunkt unserer Geburt besitzen und sie sich nicht infolge ihrer Betätigung in Gestalt von Sehen und Hören einstellt, geht im Rahmen der ethischen Tugenden die Tätigkeit, die konkrete Handlung, dem Besitz der ethischen “Tüchtigkeit” (NE, 1106 a 16) voraus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. 1 : Die Mesotes- Lehre in der “Nikomachischen Ethik”: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der aristotelischen Tugendlehre und definiert die Mesotes als Mitte zwischen Mangel und Übermaß im ethischen Handeln.

1. 2: Die Darstellung der “Mesotes” in der “Politik”: Hier wird untersucht, wie Aristoteles das Konzept der Mitte auf politische Strukturen überträgt und insbesondere die „mittlere Staatsverfassung“ als Garant für Stabilität und Tugendhaftigkeit begreift.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Mesotes, Nikomachische Ethik, Politik, Tugend, Arete, Mitte, Habitus, Staatsverfassung, Polis, Tugendlehre, Eudaimonia, Politie, sozio-ökonomisch, Handlungslehre

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der aristotelischen Mesotes-Lehre und deren Kontinuität bzw. Modifikation beim Übergang von ethischen zu politischen Fragestellungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Tugend, die Bedeutung von Erziehung und Gewohnheit (Habitus) sowie die Anwendung des Konzepts der Mitte auf Eigentumsformen und Staatsmodelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Kohärenz der aristotelischen Argumentation zu prüfen, wenn er das Konzept der „Mitte“ von der individuellen Ethik in den Bereich der sozio-ökonomischen Politik überträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philologisch-analytische Methode, die Textstellen aus der „Nikomachischen Ethik“ und der „Politik“ gegenüberstellt, interpretiert und durch relevante Sekundärliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die ethischen Grundlagen der Mesotes analysiert und anschließend anhand zweier Fallbeispiele – des platonischen Gemeinbesitzes und der stabilen „mittleren Staatsverfassung“ – die politische Anwendung der Lehre dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Mesotes, Tugend, Mitte, Habitus, Politik, Polis und Staatsverfassung.

Warum lehnt Aristoteles den platonischen Gemeinbesitz ab?

Aristoteles sieht im Kollektivbesitz ein Missverhältnis zwischen Arbeitseinsatz und Ertrag, das soziale Spannungen und „Anklagen“ fördert, anstatt ein tugendhaftes Handeln zu ermöglichen.

Was zeichnet die „mittlere Staatsverfassung“ nach Aristoteles aus?

Sie stützt sich auf eine starke Mittelschicht, die durch Vernunftorientierung und moderaten Besitz soziale Konflikte minimiert und damit zur Stabilität der Polis beiträgt.

Wie unterscheidet sich die „Mitte“ in der Politik von der ethischen Mitte?

Während die ethische Mitte eine Qualität der Tugend ist, fungiert sie in der Politik als ein stabilisierendes Prinzip für staatliche Ordnung, das Extremen entgegenwirkt.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Die Mesotes-Lehre in der “Nikomachischen Ethik” und der “Politik”
Subtitle
Ein Beitrag zur aristotelischen Tugend und Politiklehre
College
University of Cologne  (Philosophiosches Seminar)
Course
Hauptseminar
Grade
1,3
Author
Magister Artium Suad Zumberi (Author)
Publication Year
2008
Pages
17
Catalog Number
V183258
ISBN (eBook)
9783656081548
ISBN (Book)
9783656083344
Language
German
Tags
Aristoteles Mesotes- Lehre in der "Nikomachischen Ethik" und der "Politik" Praktische Philosophie- Antike
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Suad Zumberi (Author), 2008, Die Mesotes-Lehre in der “Nikomachischen Ethik” und der “Politik”, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183258
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint