Mittlerweile wird E-Learning von einer Vielzahl deutscher Großunternehmen eingesetzt.
Mit der Anpassung der betrieblichen Abläufe an die neuen Marktanforderungen ist ein Bildungsbedarf entstanden, der eine qualitativ neu aufgestellte Aus- und Weiterbildung verlangt. Zu dessen Lösung soll E-Learning einen Beitrag leisten.
Doch handelt es sich bei E-Learning lediglich um „Click-Education“ oder um ein wichtiges, komplexes Instrument der Personalentwicklung? Welche Vor- und Nachteile können ferner mit dem Einsatz von E-Learning verbunden sein?
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung und Vorgehensweise
2 Definitorische Grundlegungen und Eingrenzungen
2.1 E-Learning-Begriff
2.2 Personalentwicklungsbegriff
3 Formen und Ausprägungen von E-Learning
3.1 E-Learning-Systeme
3.2 Blended Learning
3.3 Einsatz von E-Learning in der Praxis
4 E-Learning als Bestandteil der Personalentwicklung
4.1 Organisatorische Voraussetzungen
4.2 Entwicklung einer E-Learning-Strategie.
4.3 Kritische Betrachtung
5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, ob und inwiefern E-Learning als Bestandteil der Personalentwicklung einen wertvollen Beitrag zur Wertschöpfung in Unternehmen leisten kann, wobei insbesondere die strategische Einbindung und die notwendigen Rahmenbedingungen analysiert werden.
- Definition und Abgrenzung von E-Learning und Personalentwicklung.
- Methodische Formen und Ausprägungen von E-Learning-Systemen (CBT, WBT, Blended Learning).
- Praxisbeispiele für den Einsatz von E-Learning in Großunternehmen.
- Organisatorische Voraussetzungen und Strategieentwicklung für eine erfolgreiche Implementierung.
- Kritische Würdigung der Vor- und Nachteile von E-Learning in der betrieblichen Bildung.
Auszug aus dem Buch
2.1 E-Learning-Begriff
Der Begriff E-Learning hat sich als Oberbegriff für alle Arten des medienunterstützten Lernens etabliert, auch wenn dieser erst Ende der 1990er Jahre entstanden ist. Dabei steht das „E“ für electronic. Dieser Teil des Begriffs meint die Verwendung von Informations- und Kommunikationstechnologie. Der zweite Teil bezieht sich auf das Lernen, das Aneignen von Wissen. Nach BACK, BENDEL und STOLLER-SCHAI „[kann] E-Learning […] als Lernen [begriffen werden], das mit Informations- und Kommunikationstechnologien (Basis- und Lerntechnologien) respektive mit darauf aufbauenden (E-Learning-)Systemen unterstützt bzw. ermöglicht wird. E-Learning ist aber keineswegs auf diese Ebenen beschränkt, sondern vermag ebenso auf ganz unterschiedliche Aspekte und Phänomene auf der Prozess- und Strategieebene sowie auf der Ebene des Managements der Veränderungen abzuzielen“.
Noch weitergehend fordert BACK, dass E-Learning auf eine Stufe mit der Entwicklung von Wissen, welches Überlegungen zu einem „Reengineering“ von Aus- und Weiterbildung initiieren kann, und der Strukturierung von Lernen im Unternehmen gestellt werden solle. Obwohl weder von einer allgemeingültigen Definition noch von einer einheitlichen Verwendung in der Literatur ausgegangen werden kann, stehen im Wesentlichen zwei Aspekte beim E-Learning-Begriff im Vordergrund: E-Learning wird zumeist sowohl durch die zeitliche und räumliche Trennung zwischen den Lehrenden und Lernenden als auch durch die Verwendung des Internets als primäres Medium charakterisiert. Dabei wird das Internet dazu genutzt, Wissensinhalte anzubieten und zu vermitteln. Es dient zudem zur synchronen, z.B. Videokonferenz, oder asynchronen, z.B. Online-Kurs, Kommunikation zwischen den Teilnehmern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung und Vorgehensweise: Das Kapitel erläutert die Relevanz des E-Learnings in modernen Unternehmen angesichts zunehmender Marktanforderungen und definiert die Zielsetzung der Untersuchung.
2 Definitorische Grundlegungen und Eingrenzungen: Hier werden die zentralen Begriffe E-Learning und Personalentwicklung theoretisch definiert und für den Kontext der Arbeit eingegrenzt.
3 Formen und Ausprägungen von E-Learning: Dieses Kapitel stellt verschiedene E-Learning-Systeme sowie das Konzept des Blended Learning vor und illustriert den Praxiseinsatz anhand von Unternehmensbeispielen.
4 E-Learning als Bestandteil der Personalentwicklung: Es werden die notwendigen Voraussetzungen sowie strategische Ansätze zur erfolgreichen Integration von E-Learning in die Personalentwicklung diskutiert und kritisch hinterfragt.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit der strategischen Unterstützung durch das Top-Management für den Erfolg von E-Learning.
Schlüsselwörter
E-Learning, Personalentwicklung, Blended Learning, betriebliche Weiterbildung, Wertschöpfung, E-Learning-Strategie, CBT, WBT, digitale Medien, Wissensmanagement, Lernorganisation, Personalmanagement, Change-Management, Qualifizierung, Lernkultur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Rolle von E-Learning als integrativen und strategischen Bestandteil der betrieblichen Personalentwicklung in modernen Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die begriffliche Einordnung von E-Learning, verschiedene Lernformen wie CBT und WBT, die strategische Planung von E-Learning-Konzepten sowie deren kritische Bewertung hinsichtlich Effizienz und betrieblicher Herausforderungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie E-Learning als Teil der Personalentwicklung einen wertvollen Beitrag zur Wertschöpfung eines Unternehmens leisten kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der Analyse von Praxisbeispielen, um die strategische Integration von E-Learning zu untermauern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden Formen von E-Learning-Systemen, die Bedeutung des Blended Learnings, organisatorische Voraussetzungen für die Implementierung sowie die Entwicklung einer strategischen E-Learning-Roadmap erläutert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind E-Learning, Personalentwicklung, Wertschöpfung, Blended Learning, strategische Personalentwicklung und betriebliche Weiterbildung.
Wie setzen die Gothaer Versicherung und die Mainova AG E-Learning ein?
Beide Unternehmen nutzen E-Learning systematisch: die Gothaer für ein konzernweites Bildungssystem zur Qualifizierung, und die Mainova AG im Rahmen eines Blended-Learning-Konzepts für technische Schulungen nach der Einführung neuer IT-Systeme.
Welche Rolle spielt das Top-Management für den Erfolg von E-Learning?
Laut der Arbeit ist das Engagement der Führungsebene entscheidend, da ohne deren Unterstützung notwendige Veränderungen der Organisationskultur und der Strukturen nicht erfolgreich durchführbar sind.
Welche Grenzen hat E-Learning laut der Untersuchung?
E-Learning stößt besonders bei der Vermittlung sozialer und kommunikativer Kompetenzen an seine Grenzen und birgt das Risiko der sozialen Isolation der Lernenden, weshalb eine Kombination mit Präsenzmaßnahmen empfohlen wird.
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- Bachelor of Arts Philipp Schmieja (Author), 2011, E-Learning in modernen Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182537