Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Entwicklung der psychologischen Effekte des Wahlsystems in post-kommunistischen Demokratien

Titel: Entwicklung der psychologischen Effekte des Wahlsystems in post-kommunistischen  Demokratien

Hausarbeit , 2011 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Gegensatz zur sonst üblichen Vorgehensweise werden in dieser Arbeit die psychologischen Effekte des Wahlsystems nicht durch die effektive Anzahl der elektoralen Parteien operationalisiert, sondern durch den Abstand dieser Anzahl zu der effektiven Anzahl der parlamentarischen Parteien - empirisch wurde das in diesem konkreten Fall mit dem Least-Squares-Index realisiert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich in allen beobachteten Ländern spätestens nach dem zweiten Wahlgang im gleichen Wahlsystem die theoretisch erwarteten psychologischen Effekte einstellten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Beziehung zwischen Wahl- und Parteiensystem

2.1 Beobachtungen in den post-kommunistischen Staaten

2.2 Hypothesen

3 Empirische Untersuchung

3.1 Datensatz

3.1.1 Definition der Wahlsysteme

3.1.2 Messung der Anzahl der Parteien

3.1.3 Maß für Disproportionalität: Least-Squares Index

3.2 Ein erster Blick

3.3 Statistische Überprüfung

4 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob und ab welchem Zeitpunkt die von Maurice Duverger prognostizierten psychologischen Effekte von Wahlsystemen auf die Parteienfragmentierung in jungen post-kommunistischen Demokratien wirksam werden, und inwiefern dabei einheitliche Muster erkennbar sind.

  • Überprüfung psychologischer Effekte von Wahlsystemen
  • Analyse der Parteiensysteme in post-kommunistischen Staaten
  • Messung der Disproportionalität mittels Least-Squares Index
  • Vergleich von elektoraler und parlamentarischer Parteienanzahl
  • Quantitative Überprüfung durch Regressionsmodelle

Auszug aus dem Buch

2.1 Beobachtungen in den post-kommunistischen Staaten

Das Parteiensystem der aus den Resten der UdSSR und ihrer Satellitenstaaten gegründeten Demokratien war durch die schlagartige und unerwartete politische Öffnung dieser Regionen von einer grundlegenden Instabilität geprägt. Es bildeten sich quasi über Nacht nur schattenhaft profilierte Organisationen, die selten gesellschaftlich verankert waren und sich über Nacht auch wieder auflösten. Guido Tiemann (2011: 137) spricht hier zu Recht von „Protoparteien“. Die erwarteten Effekte der Wahlsysteme traten nicht ein. Nicht nur, dass die Parteienstruktur in Verhältniswahlsystemen sehr unstabil war, auch in Mehrheitswahlsystemen (z.B. Russland oder Ukraine) bildeten sich stark fragmentierte Parteiensysteme (Moser 1999). Dieses Chaos konnte weder durch den institutionellen noch den Cleavage-Ansatz erklärt werden.

Ein Grund für diese anfängliche Ratlosigkeit sind wohl die Streitigkeiten um die Deutungshoheit zwischen den langjährigen Regionalexperten, die meist qualitative Einzelfallstudien bevorzugten und regionale Besonderheiten betonten, und der „mainstream“ Vergleichenden Politikwissenschaft, die auf eine verstärkt quantitative und vergleichende Betrachtung drängte (Grotz/Müller-Rommel 2011). So harrte die Erforschung der osteuropäischen Demokratien unverhältnismäßig lange ihrer systematischen Durchführung. Heute erfreut sich dieses Forschungsgebiet dagegen steigender Beliebtheit, weil es zum einen noch große weiße Flecken auf der Karte gibt, und weil sich hier tatsächlich Grundlegendes und Neues über den Demokratisierungsprozess herausfinden lässt. Insbesondere deshalb, weil sich diese Prozesse hier in Bezug auf Vorbedingungen, Zeitraum und Art der Demokratisierung fundamental von denen westlicher, heute etablierter Demokratien unterscheiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, ob Duvergers psychologische Effekte von Wahlsystemen auf die Parteienfragmentierung in post-kommunistischen Demokratien anwendbar sind, und stellt die methodische Vorgehensweise vor.

2 Beziehung zwischen Wahl- und Parteiensystem: Das Kapitel skizziert die theoretischen Grundlagen der Wahlsystemforschung, erörtert Duvergers Hypothesen sowie deren Kritik und untersucht spezifisch die Instabilitäten in post-kommunistischen Parteiensystemen.

3 Empirische Untersuchung: In diesem Hauptteil wird ein quantitatives Modell vorgestellt, das anhand von Datensätzen aus zehn Ländern die Disproportionalität und Parteienanzahl statistisch auswertet und grafisch darstellt.

4 Schlussfolgerung: Das Fazit bestätigt die aufgestellten Hypothesen, indem es aufzeigt, dass nach einer Lernphase psychologische Effekte wirksam werden, und unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung unter präziseren Definitionen.

Schlüsselwörter

Wahlsystem, Parteiensystem, post-kommunistische Demokratien, psychologische Effekte, mechanische Effekte, Disproportionalität, Least-Squares Index, Parteienfragmentierung, Transformation, Demokratisierung, Wahldaten, Regressionsanalyse, Cleavage-Theorie, Duvergers Gesetz, politische Lernphase

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anwendbarkeit von Duvergers Wahlsystem-Theorien auf die jungen Demokratien in post-kommunistischen Staaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Stabilität von Parteiensystemen, die Wirkung von Wahlsystemen auf die Parteienanzahl sowie die Messung von Disproportionalität bei Wahlen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob und ab wann die psychologischen Effekte von Wahlsystemen in post-kommunistischen Ländern die Parteienfragmentierung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein quantitativ-empirisches Modell verwendet, das Wahldaten aus zehn post-kommunistischen Ländern mittels Regressionsanalyse auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Datensatzes, der methodischen Messung der Parteienanzahl und der Disproportionalität sowie der statistischen Überprüfung der Hypothesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Wahlsystem, Parteiensystem, psychologische Effekte, Disproportionalität, Least-Squares Index und post-kommunistische Demokratien.

Welche Rolle spielt der "Least-Squares Index" in der Untersuchung?

Er dient als primäres Maß für die Disproportionalität, um die psychologischen Effekte des Wahlsystems präziser zu erfassen als durch die reine Zählung der Parteien.

Wie lautet das Hauptergebnis bezüglich der politischen Lernphase?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die psychologischen Effekte in den untersuchten Ländern spätestens nach der zweiten Wahlrunde innerhalb desselben Wahlsystems greifen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Entwicklung der psychologischen Effekte des Wahlsystems in post-kommunistischen Demokratien
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft)
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
20
Katalognummer
V181977
ISBN (Buch)
9783656052661
ISBN (eBook)
9783656052777
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wahlsystemforschung post-kommunistische Demokratien Osteuropa Psychologische Effekte Maurice Duverger Least-Squares-Index Effektive Anzahl der Parteien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2011, Entwicklung der psychologischen Effekte des Wahlsystems in post-kommunistischen Demokratien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181977
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  20  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum