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Warum ist der Naturzustand vom Menschen selbst nicht überwindbar?

Eine spieltheoretische Analyse des Naturzustands bei Thomas Hobbes

Titel: Warum ist der Naturzustand vom Menschen selbst nicht überwindbar?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Daniel Schlögl (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit mehreren Jahrhunderten beschäftigt sich die politische Philosophie mit der Frage um die Legitimierung von politischer Macht. Thomas Hobbes war der erste Philosoph und Staatstheoretiker, welcher einen Gesellschaftsvertrag zur Begründung eines geordneten Staates vorschlug (Schmidt 2009: 33). Sein allumfassendes Werk „Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates“, welches im Jahre 1651 veröffentlicht wurde, beginnt mit Beschreibungen über den Menschen (Teil 1: Vom Menschen), bevor er in einem zweiten Teil über den Staat (Teil 2: Vom Staat) schreibt. In der vorliegenden Hausarbeit ist ausschließlich der erste Teil (Vom Menschen) von Bedeutung. Hobbes meint, dass zur Schaffung eines geordneten Staates eine externe Instanz von Nöten ist, welche Gesetze erlässt und auf welche sich die Menschen vorher geeinigt haben müssen (Hobbes 1966: 97). Die entscheidende, zugrundeliegende Fragestellung der vorliegenden Hausarbeit beschäftigt sich damit, warum es der Mensch von sich aus nicht schafft, den Naturzustand zu überwinden und somit einen geordneten Staat zu formen und daraufhin zu legitimieren? Warum hält sich der Mensch nicht an die formulierten natürlichen Gesetze, welche Hobbes in Kapitel 14 und 15 als Regeln der Vernunft bzw. als moralische Vorschriften beschreibt? Warum benötigt der Mensch zur Schaffung eines geordneten Staates wie beschrieben eine externe Instanz in der Form eines Staatsoberhauptes? Dieses Problem wird versucht anhand des aus der Spieltheorie stammenden Gefangenendilemmas zu analysieren und zu erklären. Dabei werden die empirischen und normativen Bedingungen des Naturzustands mit dem Gedankenexperiment des Gefangenendilemmas in Bezug gesetzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Naturzustand bei Thomas Hobbes

2.1 Die empirischen Bedingungen im Naturzustand

2.2 Die normativen Bedingungen im Naturzustand

3. Das Analyseinstrument: Spieltheorie

3.1 Die Grundzüge der Spieltheorie

3.2 Das Gedankenexperiment des Gefangenendilemmas

3.3 Hobbes und spieltheoretische Gedanken

4. Warum ist der Naturzustand vom Menschen selbst nicht überwindbar?

4.1 Analyse der empirischen Bedingungen anhand des Gefangenendilemmas

4.2 Analyse der normativen Bedingungen anhand des Gefangenendilemmas

5. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die Arbeit untersucht die philosophische Fragestellung von Thomas Hobbes, warum Menschen trotz rationaler Einsicht in die Notwendigkeit von Frieden unfähig sind, den anarchischen Naturzustand ohne eine externe Zwangsgewalt aus eigener Kraft zu überwinden, indem sie diese Problematik durch die Linse spieltheoretischer Modellierungen analysiert.

  • Analyse der Naturzustandskonzeption bei Thomas Hobbes unter Berücksichtigung empirischer und normativer Bedingungen.
  • Einführung in die Grundzüge der Spieltheorie und die Logik des Gefangenendilemmas.
  • Anwendung des Gefangenendilemmas zur Erklärung des Scheiterns von Kooperation im Naturzustand.
  • Diskussion der Notwendigkeit einer staatlichen Zwangsgewalt zur Absicherung von Verträgen und Frieden.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Grundzüge der Spieltheorie

Die Spieltheorie wurde ursprünglich ausschließlich im Fachbereich der Mathematik angewandt und ist in den letzten Jahrzehnten eine immer stärker angewandte Theorie in den unterschiedlichsten Fachbereichen geworden (Morgenstern 1999: 7). Dabei begannen der Mathematiker John von Neumann und der Wirtschaftswissenschaftler Oskar Morgenstern bereits vor 40 Jahren, bestimmte ökonomische Probleme mit der Spieltheorie zu erklären, bevor diese Theorie auch für andere Bereiche großen Wert erlangte, zum Beispiel: Politik und Soziologie (Morgenstern 1999:10).

Die Grundlage der Spieltheorie ist die „Rational Choice“ Theorie, welche sich zum einen aus dem Prinzip des methodologischen Individualismus und zum anderen aus drei zentralen theoretischen Annahmen zusammensetzt. Der methodologische Individualismus nach Popper bedeutet, dass kollektive Phänomene oder soziale Situationen auf individuelles Verhalten der Menschen zurückzuführen ist. Im Gegensatz zum methodologischen Individualismus steht der methodologische Kollektivismus, auf welchen im Folgenden jedoch nicht eingegangen wird (Buzzoni 2004: 157). Die erste Annahme der „Rational Choice“ Theorie lautet, dass der Mensch immer zielgerichtet und durch seine eigenen Präferenzen geleitet wird. Dies bedeutet, dass der Mensch unterschiedliche Bedürfnisse besitzt, welche sein Handeln beeinflussen. Die zweite Annahme bedeutet, dass dem Menschen gewisse Handlungsrestriktionen auferlegt sind, welche sein Handeln beschränken. Die dritte Annahme ist die zentrale Annahme, auch in Bezug auf die Spieltheorie. Der Mensch strebt nach Nutzenmaximierung. Das heißt er möchte seine gesteckten Ziele, unter Berücksichtigung der Handlungsrestriktionen, im höchstmöglichen Maße erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, warum Menschen den Naturzustand bei Hobbes nicht ohne eine externe Instanz überwinden können, und skizziert den Einsatz der Spieltheorie zur Analyse.

2. Der Naturzustand bei Thomas Hobbes: Dieses Kapitel differenziert zwischen empirischen und normativen Bedingungen, die den Menschen im Naturzustand in einen permanenten Kriegszustand versetzen.

3. Das Analyseinstrument: Spieltheorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Spieltheorie sowie das Modell des Gefangenendilemmas erläutert und als analytisches Werkzeug für das Hobbes’sche Menschenbild legitimiert.

4. Warum ist der Naturzustand vom Menschen selbst nicht überwindbar?: Anhand zahlreicher spieltheoretischer Matrizen wird aufgezeigt, dass aufgrund rationaler Nutzenkalküle individuelle Defektionen die kooperative Überwindung des Naturzustands verhindern.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass rationale Akteure im Naturzustand ohne externe Zwangsgewalt in der „schlechtesten“ Alternative gefangen bleiben, was die Notwendigkeit eines souveränen Staates unterstreicht.

Schlüsselwörter

Thomas Hobbes, Leviathan, Naturzustand, Spieltheorie, Gefangenendilemma, Rational Choice, Nutzenmaximierung, Gesellschaftsvertrag, empirische Bedingungen, normative Bedingungen, Selbsterhaltungstrieb, Kriegszustand, Kooperation, staatliche Zwangsgewalt, politische Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die politische Philosophie von Thomas Hobbes und analysiert mit spieltheoretischen Methoden, warum Menschen den sogenannten Naturzustand nicht aus eigener Kraft verlassen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit verbindet die klassische politische Theorie von Thomas Hobbes mit modernen ökonomischen Modellen, konkret der Spieltheorie, um menschliches Verhalten unter Bedingungen von Anarchie zu erklären.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, warum der Mensch bei Hobbes von sich aus nicht in der Lage ist, den Naturzustand zu überwinden und einen geordneten Staat zu legitimieren, obwohl er zur Vernunft fähig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet das Gedankenexperiment des Gefangenendilemmas, um die empirischen und normativen Bedingungen des Hobbes’schen Naturzustands spieltheoretisch zu modellieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Hobbes' Naturzustandskonzeption und die Grundlagen der Spieltheorie vorgestellt. Anschließend wird in einer detaillierten Analyse dargelegt, warum individuelle rationale Entscheidungen im Naturzustand konsequent zu nicht-kooperativen Ergebnissen führen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Naturzustand, Hobbes, Gefangenendilemma, Rational Choice, Selbsterhaltungstrieb und staatliche Zwangsgewalt sind die zentralen Begriffe.

Warum spielt der Selbsterhaltungstrieb eine so zentrale Rolle bei Hobbes?

Der Selbsterhaltungstrieb ist für Hobbes das primäre Bedürfnis des Menschen, das in Grenzsituationen alle anderen Interessen verdrängt und Individuen dazu zwingt, präventiv Gewalt anzuwenden, um das eigene Überleben zu sichern.

Warum führt die Vernunft der Menschen nicht automatisch zum Frieden?

Obwohl die Menschen über Vernunft verfügen, führt die gegenseitige Abhängigkeit und das Misstrauen in die Kooperationsbereitschaft des Anderen dazu, dass eine Abkehr von der gewaltvollen Strategie ein zu hohes individuelles Risiko darstellt.

Welche Rolle spielt die "Zwangsgewalt" für die Gerechtigkeit?

Da im Naturzustand Verträge aufgrund von Misstrauen instabil sind, ist nach Hobbes eine externe Instanz notwendig, die durch Sanktionsdrohungen die Einhaltung von Verträgen erzwingt und somit erst Gerechtigkeit ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Warum ist der Naturzustand vom Menschen selbst nicht überwindbar?
Untertitel
Eine spieltheoretische Analyse des Naturzustands bei Thomas Hobbes
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Politik)
Veranstaltung
Der Leviathan
Note
2,0
Autor
Daniel Schlögl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
24
Katalognummer
V181828
ISBN (eBook)
9783656050810
ISBN (Buch)
9783656051107
Sprache
Deutsch
Schlagworte
naturzustand thomas hobbes Leviathan Spieltheorie Gefangenendilemma
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Schlögl (Autor:in), 2011, Warum ist der Naturzustand vom Menschen selbst nicht überwindbar? , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181828
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Leseprobe aus  24  Seiten
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